Beiträge von Terry

    hallo Petra,
    jupp, habe einen DSH-/Kangalmix.


    Ich habe fast schon aufgehört zu versuchen es zu verstehen.


    Glaube Hunde haben da andere Wertigkeiten. Und das auch noch von Hund zu Hund unterschiedlich. Barry liebt zwar seinen Sessel, sind aber die Weiber drauf guckt er immer zu mir "Hilfe, Mama". Auch wenn sie ihn von seinem Platz drängen.


    Ich menschel dann zwar manchmal "ach mein Armer" und sortiere das dann ab und an(allerdings nur weil die Mädels nicht auf Dauer da sind, sonst würde ich mich ganz raushalten), bin aber doch froh, daß Barry mir die Entscheidung lässt. Haben wir uns ja auch so erarbeitet, damit es draußen mit anderen Hunden auch klar ist, wer die Entscheidung trifft. Nämlich immer ich.

    hallo Petra,
    damit du hier nicht so Einsam bist (andere Tips gibts bistimmt am Abend, wenn alle wieder zu Hause sind, ich gehe gleich mit Barry auf die Felder):


    solange dein Großer das akzeptiert ist es ok. Wenn ihr getrennt geht, wird die Stellung unter Hunden meist bei zurückkommen immer wieder in Erinnerung gebracht oder vielleicht neu geregelt.
    Ist bei Barry auch nicht anders, wenn die Pflegehunde mal vorbeikommen. Und da ist es immer mal unterschiedlich: manchmal mault er die Hunde an, manchmal ignoriert er sie, manchmal maulen die anderen ihn an.


    Solange es nicht Ausartet (würste Beißerei) mische ich mich nicht ein. Nur wenn es mir zu laut wird gibts von mir ein kurzes, lautet "Ey" und dann ist gut.

    ich habe mich unterdessen auch an den Maulkorb in den Öffentlichen gewöhnt (im Gegensatz zu Barry).
    Anfangs bin ich mit ihm auch "oben ohne" gefahren. Es sind nur wenige BVGler die mich mit dem Bus nicht mitgenommen haben. In der S- bzw. U-Bahn bin ich noch nie deswegen angesprochen worden.


    Aber: Barry hat nun schon zweimal gezeigt, daß er bereit ist zu Verteidigen, wenn er eine Gefahr für mich vermutet. Und sei es, daß jemand an uns vorbei rennt und kurz vor meinem Gesicht den Arm hochreißt, weil er plötzlich den Hund gesehen hat Kann bei Enge schon mal passieren. Und da riskiere ich lieber nichts.


    In der S- bzw. U-Bahn lasse ich ihn nur ohne, solange er abgeschirmt sitzt und wenig Betrieb ist. Ansonsten muss er ihn dulden. Im Bus bekommt er immer einen um.


    Es ist sinnvoll so früh wie möglich das Tragen eines Maulkorbes zu üben. Ich benutze bei Welpen Anfangs ein leichtes, lockeres Band. Das wird dann über ein Halti (ohne Funktion) bis zu einem leichten Maulkorb gesteigert.


    Ist ein Hund es gewohnt, hat er damit keine Probleme. Unsere TÄtin hat uns auch noch ein plausibles Argument für die Angewöhnung gegeben: Gerade bei Unfällen, wenn ein Hund eh schon unter Schock steht, kann das Anlegen eines Maulkorbes, wenn er es nicht gewohnt ist, den Schock noch verschlimmern.

    bis letzte Woche hatte ich einen Hündin zur Pflege, der wir schon seit 3 Jahren versuchen das abzugewöhnen.


    Es scheint bei ihr aber zu ihrem Charakter zu gehören. Sie rennt zu Wildfremden und springt sie an. Selbst wenn sie erstmal angeleint ist und man schon sehr weit weg ist (auf den Feldern): sobald sie abgeleint ist hat sie es schon gebracht zurückzulaufen und die Leute doch noch anzuspringen :shock: .


    In den 5 Wochen habe ich folgendes gemacht: jedesmal wenn sie mit aufgestellten Ohren und anfangendem Schwanzwedeln Fremde zu fixieren begann kam ein "Nein" und ein "Hier", so das sie neben mir laufen musst.


    Während wir an den Personen vorbereigegangen sind, habe ich darauf geachtet, daß sie neben mir läuft. Dabei wurde sie verbal dann kräftig gelobt und auch mal kräftig geknuddelt (zu hause bin ich damit eher sparsam).


    Wenn ich mich mit jemanden Unterhalten habe (oder aber auch wenn Besuch gekommen ist) durfte sie solange nicht begrüßen, solange sie wie einen Wilde hinwollte. Meist bot sie dann von allein ein Sitz an und durfte dann gestreichelt werden, solange sie bereit war zu sitzen.


    Nach jetzt 5 Wochen geht sie an Fremden vorbei ohne sie zu beachten, bzw. wird sie angesprochen, achte ich natürlich immer noch darauf das sie nicht hinzieht und neben mir bleibt. Ohne Leine stürzt sie zwar noch auf Personen zu, welche sie rufen, aber sie bleibt unten und setzt sich von allein.


    Jetzt ist sie wieder bei Frauchen und ich bin gespannt, ob da konsequent weiter gearbeitet wird. Hört sich bis jetzt jedenfalls noch recht gut an.


    Es gehört zu ihrer Natur und ich kann es ihr nicht abgewöhnen, ich kann es nur umlenken und ihr einen Weg zeigen, den sie von sich aus nutzen kann (wenn sie dann unbedingt gestreichelt werden will).

    also das Ganze nur auf Kontrollverlust und Dominanzproblem zu reduzieren ist ein bischen zu einfach.


    Der Hund ist schlichtweg unterfordert, er ist ein Rudeltier, agil bis zum abwinken und weiß nur eins: wenn ihr euch anzieht ist er allein, es ist langweilig.
    Und er ist zu agil, zu aufgedreht um sich kontrollieren zu können, wenn ihr da seid. Da ist Protestpinkeln in diesem Moment ein normales Verhalten.


    Hundesitter kommen lassen oder ihn in eine Hundetagesstätte bringen. Oder sich für diesen agilen Hund Zeit nehmen und ihn Kopfmässig und Sportmässig auslasten. Dann hat er keine Probleme längere Zeit allein zu bleiben.


    Der Erfolg wird sich bei diesem festgefahrenen Verhalten aber sicherlich nicht sofort zeigen.

    da sind wir einer Meinung: der Hund braucht ein Regelwerk bzw. einen roten Faden.
    Dieser muss aber immer auf das entsprechende Team zugeschnitten werden, bzw. ergibt das miteinander Leben dieses, wenn man sich die Sicht auf die wirklich wichtigen Dinge nicht durch allgemeine, pauschale und noch nicht mal erklärbare "starre Regeln" verbauen lässt.

    ich finde es schlimm das hier mehr oder weniger Werbung für so ein Teil betrieben wird (die Dinger kann man immer noch kaufen und jeder D*** kann sich so ein Teil zulegen) und das man dann auch noch wissenschaftliche Beweise haben möchte, die Tierversuche vorantreibt.
    Vielleicht sollten so Einige auf einen Hund lieber verzichten.

    daß Problem wird sich wahrscheinlich nicht ändern, wenn Dinge abgespult werden, die nicht wirklich Sinn machen, wie die abgedroschenen Dinge wie als erster durch die Tür gehen usw. Wie soll ein Hund sich Sicher fühlen, wenn er automatisiert wird, wenn ihm gar nichts mehr zugetraut wird.


    Was soll die 3 Wochenkur gebracht haben. Ich würde sagen nichts.


    Würdest du dich wirklich sicherer fühlen, wenn du gar nichts mehr entscheiden darfst (gerade Kangals, ich habe einen Mischling, brauchen sogar eine Aufgabe und müssen in die Teamarbeit mit einbezogen werden).
    Wenn Dinge abgespult werden, die du nicht nachvollziehen kannst?


    Fange an mit deinem Hund zusammen zu arbeiten. Spule nicht etwas ab "um der Boß" zu werden. Der kannst du nur werden, wenn dein Hund dich verstehen kann, wenn er dir vertrauen kann. Ich glaube das das sein Problem ist.


    Wer hat sich das eigentlich einfallen lassen mit als erster durch Tür, nicht länger als 10 Sec. anfassen, komplett ignorieren. Was soll der Hund dadurch lernen. Eigenlich nur eins: du bist nicht vertrauenswürdig.


    Passe die Erziehung an euer Leben an. Was willst du von ihm. Was wird gebraucht: ich sage Barry das er hinter mir bleiben soll, wenn ich es für Notwendig erachte, weil ich nicht sehe was vor der Tür ist. Durch die große Eingangstür aus Glas kann er vorangehen, ich habe es schon beachtet, daß es in Ordnung ist. Er zeigt mir an, daß in der Kurve, die ich nicht einsehen kann ein anderer Hund stehe und wartet, aber ich rufe ihn auch oft genug vorher schon zu mir und er muss mit mir gehen, weil ich jetzt mal es für Notwendig erachte.


    UO gehört für mich nicht zur Erziehung. Dies kommt in dem "Weltbild" des Hundes gar nicht vor. Es ist gut geeignet um zusammen etwas zu erarbeiten oder eine "Gemeinsamkeit" zu haben. Aber das hat nichts damit zu tun, daß er dich dann als Boß anerkennt.


    Deine Ruhe, deine klaren Ansagen, dein rechtzeitiges Erkennen einer für ihn unangenehmen Situation und das Lösen dieser Aufgabe hilft ihm sicherlich viel weiter als irgendetwas abspulen.

    mh, mich würde interessieren, wer in welcher Situation einen Nachweis verlangen würde, das der Kangal "berechtigt" hier ist.
    Es gibt hier auch Kangalzüchter. Irgendwie kann ich mir nicht so wirklich vorstellten, daß dies Irgendjemanden interessiert.
    Habe davon jedenfalls noch nichts gehört.
    Und von der Logik her würde ich sagen, daß es hier ja mehr um ein türkisches Recht (Ausfuhrverbot) geht, also glaube ich gar nicht, daß in unseren Paragraphen etwas existiert, daß dies regelt.

    Dank an Claudia und Andrea für die netten Wünsche.
    Das Problem ist, das wir nicht in die Gelenke, in das Skelett unserer Hunde reinschauen können.
    Natürlich ist es immer Falsch in die Extreme zu gehen, egal in welche Richtung. Aber einen Richtwert, der sicherlich nicht auf die Minute einzuhalten ist, zu haben ist nicht falsch, denn unsere Hunde zeigen uns nicht, wann Genug ist.
    Und wenn sie es zeigen, ist es sicherlich schon zu spät.
    Welcher Welpe liegt zu Hause nur rum? Welcher Welpe/Junghund bewegt sich wirklich nur auf den Spaziergängen?
    Sie sind auch zu Hause viel in Bewegung, fangen im Garten (wenn dann einer da ist) mal Blätter, gucken da mal Neugierig und toben schon mal mit einem Spielzeug rum. Auch das muß ja mit eingerechnet werden.
    Lassen wir unsere Kleinen doch in Ruhe und in kleinen Schritten die Welt entdecken, versuchen nicht sie auszupowern, nur weil man meint der ist sonst nicht müde.
    Die Verzweiflung ist dann oft sehr groß, wenn der Hund entweder später kaputte Gelenke hat oder man besitzt plötzlich einen Hund, der kaum zur Ruhe zu bekommen ist und damit ein Arbeiten fast unmöglich ist, weil der Hund sich vor lauter Agilität nicht konzentrieren kann.