nur als Beispiel: ich habe zur Zeit eine Hündin bei mir, 3 Jahre alt, Boxermischling, die vor 6 Wochen an der linken Schulter operiert wurde.
Es ist nicht mehr reparabel , die andere Schulter ist auch kaputt, wenn es irgendwann mal zu schmerzhaft über einen längeren Zeitraum für sie werden würde, müsste sie eingeschläfert werden.
Wie alt sie werden wird: keiner weiß es.
Sie wurde mit 8 Wochen übernommen, ab der 12 Woche haben wir sie mit auf die Felder genommen, zwar viel getragen, sie ist aber auch viel gelaufen (nie mehr als 10 Minuten am Stück). Mit 5 Monaten (vielleicht war es auch mit 7 Monaten) hat sie mit den anderen Hunden rumgetobt. Müde hat man sie nicht bekommen.
Futter war nicht unbedingt das teuerste, zusätzlich hat sie Calcium bekommen (nicht viel) aber wahrscheinlich war auch das schon zuviel. Sie ist nicht übermässig schnell gewachsen. Aber halt sehr agil.
Was sie hat? Abgsplitterte Gelenkknorpel, könnten eigentlich nur von einem Unfall herrühren (den sie nie hatte) oder aber sie hat zu früh zu intesiv ihre Gelenke belastet. Außerdem hat sie Arthrose.
Es war zu keinem Zeitpunkt erkennbar, daß der Hund überlastet war. Ein Hund zeigt natürlich keine Ermüdungserscheinungen, wenn er nicht müde ist. Aber das heißt noch lange nicht, daß die Gelenke nicht überlastet werden.
Da es hier einen Fahrstuhl gibt (sie wohnt sonst im 2ten Stock ohne) werde ich sie wohl behalten. Sie konnte gestern kaum noch laufen und sie hat sehr große Schmerzen angezeigt. Es wurde schon kurz an Einschläferung gedacht.
Da sie hier mehr Ruhe hat und auch keine Treppen laufen muss (Frauchen hat versucht sie möglichst immer zu tragen, aber mit einem Bandscheibenschaden ist das nicht immer zu machen) erholt sie sich hier hoffentlich wieder.
Wie aktiv ein Hund wirklich ist, können wir sehr wohl entscheiden. Wenn ein Hund nur "schwer müde" zu bekommen ist und immer mehr fordert, wir uns darauf einlassen, trainieren wir das ganze immer weiter hoch.
Wieviel Auslauf und Aktivität meine Hunde bekommen, bestimme immer noch ich. Nicht meine Hunde. Und da bin ich lieber einmal zu Vorsichtig als zu Nachsichtig. Und die Gesundheit meiner Hunde ist mir da sehr Wichtig, wichtiger als die Frage, ob es wissenschaftliche Beweise gibt.