Ich möchte die Themenfrage für mich etwas umformulieren: nicht "wer kann noch richtig loben?" sondern "wann kann ich richtig loben?".
Ich kann richtig, d.h. nach meinen und den Bedürfnissen meiner Bertha belohnen, wenn ich so entspannt bin, dass ich empathisch sein kann und auch wirklich die positiven Seiten und das gute Verhalten meiner Hündin wahrnehme. Bin ich mit meinen Gedanken noch auf der Arbeit oder bei andere Themen, ist mein Leckerlie, das ich verschenke, ebenso seelenlos wie ein verbales Lob. Dankenswerterweise ist meine Riesenschnauzerin nicht nachtragend und weiß, dass wir Menschen meist zu bekloppt sind, um sich am Hier und Jetzt zu erfreuen... also nimmt sie es mir nicht übel und strahlt mich auch bei einem "Stück trocken Brot" so an, als wär's das Tollste.
Was ich sagen will: ich glaube, mein Hund spürt mein Lob am Intensivsten, wenn ich mich auch wirklich von ganzem Herzen freue oder voller Anerkennung bin für das, was sie zeigt.
ich versuche auch immer darauf zu achten, was sie an Lob annehmen kann. Leckerlie geht fast immer, anfassen bei ernsthafter Arbeit lässt sie "über sich ergehen" ist aber kein Lob - da ist die Erregung zu hoch. Verbal ist auch ok, außer es reißt sie aus der Konzentration. ich rede auch viel Quatsch mit ihr, und je blöder die Dinge, die ich sage, desto mehr grinst sie mich an. Also: ich lerne immer noch hinzu...was das Loben betrifft.