Beiträge von rockitro

    hallo,


    ich bin neu hier, habe aber einiges zum vs zu sagen und wäre auch dankbar über jegliche hilfe und berichte um dieses thema, da mein hund heute morgen, nachdem er seit februar anfall frei war wieder einen anfall hatte, der aber gott sei dank schnell vorbei war, aber mir jetzt wieder die angst im nacken sitzt.


    aber am besten fange ich von vorne an:
    mein bandit ist erst knapp 4 jahre alt und hatte im august 2011 während er fraß seinen ersten anfall. er schaute von der futterschüssel aus hoch und ich sah nur noch weiß in seinen augen. ich habe ihn sofort in den arm genommen und es war binnen einer minute wieder alles normal.
    zwei tage später dasselbe noch mal. ich fuhr zu meiner tierärztin und wir tippten auf epi anfälle. (wer kommt schon aufs vs mit so einem jungen hund) sie riet mir zu dokumentieren wann er sie bekommt (spielen, fressen usw) und den genauen verlauf. und ich sollte vor allem ruhig bleiben.....(sehr schwierig, aber mega wichtig!)
    zwei wochen später passierte es wieder. diesmal spät abends und aus heiterem himmel. die augen waren verdreht und er schwankte umher. ich habe mich gezwungen dass zu filmen und bin in die notaufnahme gefahren. dort bekam er infusion, war aber schon wieder fast der alte bis wir dort überhaubt ankamen. anhand der video aufnahmen tipten auch alle dort auf epi anfälle und rieten mir zum ausschluß verfahren, bevor er darauf behandelt werden würde.
    durch dieses ewige grübeln über meinen hund ist mir eingefallen, dass wir im jahr vorher doch recht oft beim tierarzt waren, wegen erkältungen - auch fiel mir auf, dass er sich oft im ohr kratzte, was wir auf normale ohren entzündungen zurück führten.
    im dez. dann hatten wir die nächste baustelle, denn bandit hinkte immer mal wieder, aber war ansonsten fit und spielen ließ ihn alles vergessen. der schubladentest führte nicht weiter und so wie der hund eigendlich lief, dachte keiner an einen kreuzbandanriss.
    um ihn aber komplett durchzuchecken machte ich einen termin in hofheim bezugs der anfälle und wir entschieden uns für einen mrt und natürlicht blutbild. seine werte waren normal und auch der mrt war nichtssagend.
    das problem mit dem bein blieb aber, weil auch ein röntgenbild nicht aussagekräftig war. doch die ärzte dort entschieden mit mir zusammen eine tplo durchzuführen weil weitere röntgenbilder doch zeigten, dass das band etwas angerissen aussieht.
    um es kurz zu machen.....ein weiterer termin, tplo op gut überstanden - es war ein anriss. wieder zuhause, war es wohl schrecklich für mich und den hund, aber er schaffte es 12 wochen an der leine zu laufen und er wurde immer mehr wieder zu dem hund, den ich kannte.
    ich muß noch sagen, dass ich einen recht hart im nehmen hund habe, dem man sein unwohlsein, oder dass was nicht stimmt ganz schwer anmerkt. auch beim tierarzt zeigt er keinerlei reaktion, wenn ihm was weh tut. wer einen cattle dog besitzt, wird mir das bestätigen können!!!
    auf jeden fall gings langsam wieder bergauf und er durfte wieder ein bißchen spielen (sein ein und alles)
    bis....ja bis ich am 9. februar 2012 nachts wach wurde. mein hund stand vor meinem bett, hatte schaum vor dem mund, die pupillen rannten hin und her und er konnte gerade mal so stehen, sich nicht bewegen und hielt den kopf schief.
    ich bin nur ein mensch und geriet in panik, auch wenn ich wußte, ich sollte ruhig bleiben. es war so schlimm und jeder der dass schon mal erlebt hat, wird mich verstehen. vielleicht wäre der anfall vorrüber gegangen, wie die anderen auch, hätte ich ihn in den arm genommen.....ich weiß es nicht, aber dann hätte ich vielleicht immer noch keine genaue diagnose und würde weiterhin verzweifeln.
    bis ich in der notaufnahme angekommen war (40 min fahrt) war bandit´s kreislauf im keller und er bekam sofort infusionen und cordison. er mußte da bleiben, weil er weiterhin nicht laufen konnte und die augen nicht zur ruhe kamen.
    2 tage haben sie versucht meinen hund auf epi tabletten einzustellen und was sie sonst noch mit ihm gemacht haben - ich will es gar nicht wissen , dann riefen sie mich an uns sagten sie wissen nicht mehr weiter und sie machen ihn transportfähig und ich solle ihn bitte nach hofheim bringen.
    diese tierklinik ist die nächste für mich und wenn ein notfall ist, muß ich da hin, aber nie, nie würde ich da noch mal hinfahren, wenn ich eine andere möglichkeit ausserhalb sprechzeiten hätte.sie gaben mir die rechnung von 800 euro und legten mir einen schreienden hund ins auto, der vollgepumpt mit valium war. bandit hat die 1 1/2 std fahrt nach hofheim nur gewinselt , geheult und geschriehen. es war die schlimmste fahrt, die meine schwester und ich je hatten.
    in hofheim kamen sie gleich gerannt und nahmen ihn entgegen und obwohl sie es nicht direkt sagten, merkte man schon, dass sie mit dem , was die andere klinik verabreicht und gemacht hat nicht einverstanden waren.
    ja, dann hieß es warten. jeden tag kam ein anruf und sie hielten mich auf dem laufenden. bandit wurde komplett durchgecheckt und es wurde über ihn beraten und ich wurde sehr nett und detailiert informiert.
    auch hofheim versuchte ihn auf epi einzustellen, aber er konnte nur müsam ein paar schritte gehen - wenigstens die augen wurden ruhiger.
    dann kam der anruf, dass er vestibular syndrom hätte und sie ihn darauf behandeln....von dem tag ging es ihm immer ein stückchen besser, bis am 14 feb. der anruf kam "der bandit möchte nach hause" ich hab im hof gestanden und nur noch geheult. tagelang war ich angspannt und besorgt und dann sagt sie, dass mein hund nach hause will. ich glaube einige hier können verstehen, wie es mir in dem moment ging.
    obwohl ich gesagt bekam, dass ich keinen gesunden hund mit nach hause nehmen würde, sondern einen, der noch eine weile bräuchte, hatte ich nicht mit dem gerechnet, was ich vorfand.
    als sie ihn mir brachten freute er sich so , dass er gleich mal umgekippt ist und auch der kopf war noch etwas schief. nach langer unterredung mit dem arzt, wußte ich aber, dass es immer besser werden würde. und natürlich mußte er karsivan bekommen und eventuell noch infusionen bei der haustierärztin.
    aber auch wenn man das alles weiß, ist es schrecklich zu sehen, wie wackelig der hund läuft, wie er beim pinkeln umfällt usw.
    ich konnte weiterhin nicht entspannen und habe ihn keine sekunde aus den augen lassen wollen. zum glück war er so fertig, dass er erst mal fast 2 tage durchgeschlafen hat. für jeden hund ist tierklinik schlimm, aber ein cattle dog ist ein ein-mann hund und für ihn muß es schrecklich gewesen sein, von mir getrennt zu sein.
    ich merkte immer mehr, dass er total verspannt war und hatte aber mehr angst, dass mit dem eigentlich noch recht frisch operierten bein was nicht stimmte, weil er komisch lief, ab und an mal jaulte.
    als er sich etwas vom aufenthalt in der klinik erholt hatte, lies ich ihn komplett röntgen, wirbelsäule,hüfte und vor allem das bein mit der tplo platte drin. aber alles war bestens.
    dass alles war im februar und obwohl man seinen hund immer beobachtet, wird man ruhiger und entspannter. er bekam täglich 2x seine karsivan, auch die verspannungen und das gejaule hörte auf und er durfte wieder spielen und überall dabei sein.
    es gab tage, an denen er vermehrt am bein leckt, etwas steif lief, oder auch mal den kopf etwas schief hielt, aber es war fast wieder alles beim alten......bis heute morgen....
    er war draußen, kam rein, hatte den schwanz bis am bauch und lief wieder raus. ich rief ihn, er drehte sich zu mir und die augen waren weiß und er fing an zu torkeln. ich ging zu ihm, nahm ihn in die arme, in dem moment kam meine freundin angefahren, er erkannte das auto, lief mit schiefem kopf zum wagen und bis ich bei ihm war, waren die augen wieder fast normal und die schiefstellung vom kopf hielt auch nur ein paar minuten.
    ich rief die tierklinik an und sie sagten es wäre die hitze, ich soll ihn baden lassen, abduschen und ruhig im kühlen der wohnung halten. gesunde hunde hätten probleme bei dem wetter und ein vp hund wäre nie gesund. auch solle ich ihm, wenn er wieder krampft diese zäpfchen einführen - wie ich dass mache alleine weiß ich nicht, aber vielleicht passiert ja nichts mehr.
    es ist jetzt abend, bandit hat gefressen und es geht ihm gut. er würde gerne spielen, aber ich halte ihn ruhig.
    dass einzige, was mir die letzten beiden tage aufgefallen ist, ist dass er mit der platte im bein probleme hatte (er läuft schlecht und schleckt viel), aber jeder der ein künstliches kniegelenk hat, wird wissen, dass man das wetterbedingt spürt. ich denke das ist bei tieren nicht anders. trotzdem (man denkt halt ständig drüber nach) bin ich manchmal am überlegen, ob es nicht einen zusammenhang geben kann. er ist sehr sensibel und wenn er merkt, dass bei mir was nicht stimmt und ich hektig werde, geht er von 0 auf 100. klingt doof und ich kanns auch nicht richtig erklären, aber kann ein zwicken in dem operierten bein, einen hund so "verrückt" machen, dass es einen anfall auslöst?
    so, dass war unsere geschichte - wahrscheinlich liest sie keiner bis zum ende, aber mir hat es gut getan sie aufzuschreiben, denn ansonsten hätte ich den tag mit verbracht wieder unruhig zu sein , und das internet nach lösungen zu durchforsten.
    ich versuche mir immer wieder zu sagen, dass ich es hinnehmen muß und ruhig handeln muß, wenn der nächste anfall kommt, aber es passiert so lange nichts und man denkt man hat es überstanden und dann das.
    ich fahre morgen zur haustierärztin mit bandit um vielleicht eine infusion zu machen, denn wahrscheinlich war es die hitze, aber auch um darüber zu sprechen und beruhigt zu werden. ändern kann ich es nicht, aber es hilft.