Beiträge von dagmarjung

    In der Lernphase machst du nichts falsch, wenn du jedesmal belohnst. Da du deinen Hund erst seit kurzem hast, seid ihr noch mit so gut wie allem in der Lernphase.

    Bei der allerwichtigsten Übung, dem Rückruf, ist es auch überhaupt nicht problematisch, wenn du lebenslang belohnst.

    Wenn dein Hund sicher auf deine Kommandos reagiert, also unter allen möglichen Umständen, an verschiedenen Orten usw, dann kannst du die Belohnung allmählich reduzieren. Dazu google mal: "variabel belohnen".


    Bedenke auch, daß eine Belohnung nicht immer Leckerli oder Spielzeug sein muß. Wenn ich zB mit meinem angeleinten Hund das Freilaufgebiet erreiche, ihn absitzen lasse und ihn von der Leine befreie, dann ist genau das schon die Belohnung fürs Absitzen.

    Dein Hund hat bisher gelernt, daß andere Hunde für Spiel, Spaß und Spannung zuständig sind. Jetzt in der Pubertät kommt noch sexuelles Interesse dazu.

    Du dagegen hast draußen bisher nichts zu bieten außer Rückrufkommando und Leine, was gleichbedeutend ist mit "Spaß zuende".


    Ich finde, die beginnende Pubertät ist ein gutes Alter, um ein anspruchsvolles gemeinsames Hobby mit dem Hund anzufangen. Nasenarbeit, Hundesport, Tricks, Dummytraining, Dog Dance, Agility, egal was: eine gemeinsame Tätigkeit, die die Stärken und Interessen des Hundes anspricht, motiviert enorm und schweißt zusammen. Der Hund darf lernen, daß sein Mensch ein toller Partner ist und nicht nur ein Treibanker am Ende der Leine.


    Das ist nicht die alleinige Lösung, aber ein wichtiges Puzzlestück im Gesamtpaket. Abenteuer draußen finden mit dir zusammen statt - du bist TeampartnerIn und nicht nur das Taxi zur Hundewiese!


    Ein Zwerghund auf der Hundewiese ist ohnehin nicht ohne Risiko. Im Konfliktfall ist dein Hund kräftemäßig so stark unterlegen, daß es lebensgefährlich werden kann. Fürs Grenzen setzen sind nicht andere Hunde zuständig, denen dein Zwerg auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist. Erziehung ist deine Aufgabe.

    Spielverhalten kann auch schnell in Jagdvehalten kippen, ganz besonders wenn mehrere Hunde beteiligt sind. Gegenüber Jagdbeute gibt es aber keine Tötungshemmung.


    Gerade junge Rüden in der Pubertät sind oft mit vielen wechselnden Hundekontakte überfordert. Es ist daher besser, Hundebegegnungen sehr stark zu begrenzen. Wenige, ausgewählte Kontakte mit gut bekannten Hunden sind unendlich sinnvoller als tägliche Überflutung auf der Hundewiese.

    Diese Kontakte müssen auch nicht immer Spielkontakte sein. Ein Spaziergang zusammen mit einem souveränen Althund, der den Jungspund einfach an sich abperlen läßt, trägt maßgeblich zur guten sozialen Entwicklung des Jüngeren bei.

    Freunde von mir hatten erst eine Hündin, später noch einen Rüden dazu. Die beiden vertrugen sich gut, auch wenn es nicht die ganz große Liebe war.

    Nach dem Tod des Rüden blühte die alte Hündin aber regelrecht auf, wurde wieder munterer und aktiver als vorher. Ganz eindeutig genoß sie es sehr, wieder Einzelprinzessin zu sein.


    Betrachte das Verhalten deiner Hündin ganz nüchtern. Die Gefühle unserer Hunde sind nicht immer identisch mit den useren. Auch wenn du trauerst, muß das bei deiner Hündin nicht so sein.

    Läufigkeit ist keine Krankheit, die der Körper durch Erhöhung der Temperatur bekämpfen müßte. Daher ist es sicher nur ein zeitlicher Zufall und die Ursache des Fiebers liegt woanders.


    Gute Besserung für Erna!

    Das Video zeigt halt nicht die regelmäßige Pflege, sondern die große Wäsche plus Schneiden und Scheren. Die steht bei jedem Pudel ein paar mal im Jahr an. Was beim "normal" geschorenen Pudel das regelmäßige Auskämmen ist, ist beim Schnürenpudel das Trennen der Schnüre von Hand. Dürfte aus Hundesicht nicht viel Unterschied machen.

    Ein Schnürenpudel. War vor mehr als hundert Jahren der Hype, heute extrem selten. Aber immer noch eine der standardmäßig anerkannten Frisuren beim Pudel.


    Die regelmäßige Pflege besteht neben Baden, Scheren und Einkürzen der Dreadlocks darin, die nachwachsenden Schnüre dicht an der Haut so voneinander zu trennen, daß die Haut gut belüftet bleibt und die Dreadlocks nicht zur Matte verfilzen. Das kann man wohl gut auf dem Sofa beim Fernsehen machen.


    Ich wüßte jetzt nicht, warum dieser Pudel besonders arm dran sein sollte. Die Schnüre sind in mäßiger Länge gehalten und werden oben am Kopf zusammengefaßt, so daß er freie Sicht hat.

    Die Jungs verhalten sich aber gut, finde ich. Sie erkennen die mögliche Gefahr frühzeitig, weichen aus, fixieren den Bullen nicht und handeln nach dem Motto: lieber ein paar Minuten lächerlich als ein Leben lang tot.


    Einzige Frage; durften die überhaupt da sein, wo sie sind? Denn normalerweise ist ja ein Zaun zwischen eine Herde Rinder, zumal mit Bullenbegleitung, und Menschen.