Ich habe meine Pudelhündin lange Zeit bei verschiedenen Hundefriseurinnen scheren lassen, ehe ich mich selbst drangetraut habe und die letzten Jahre habe ich dann immer selbst geschoren.
Ein paar Gedanken und Erfahrungswerte dazu:
Es gibt Bereiche die sind einfacher zu scheren, zB Rücken und Seiten, andere schwieriger, dazu zählen Pfoten, Gesicht und Geschlechtsteile. Da muß das Handling wirklich sitzen, damit der Hund nicht zappelt und man nicht riskiert, ihn zu verletzen. Es ist sehr sinnvoll, sich das zunächst bei einer guten Hundefriseurin abzuschauen.
Doodle, gerade Goldendoodle haben oft ein sehr kompliziertes und pflegeintensives Mischfell. Wesentlich aufwendiger in der Pflege als die beiden Ausgangsrassen für sich, ja, auch als der Pudel. Auch da würde ich mir das genau vom Profi zeigen lassen. Ob scheren, kämmen, ausdünnen oder was auch immer angezeigt ist.
Gerade auch beim jungen Hund, der sich stressfrei an die Prozedur gewöhnen soll, ist es sinnvoll, wenn die ersten Male eine geübte Person das Scheren übernimmt, die alle Handgriffe aus dem FF kennt. Also auch deshalb die Empfehlung, zunächst einmal zum Profi zu gehen.
Sobald du sich dazu entschließt, selber zu scheren, schaff dir von Anfang an wirklich gutes Werkzeug an und dazu einen stabilen Schertisch mit Galgen. Das ist gut ausgegebenes Geld.
Wenn man selber schert, hat das den großen Vorteil, daß man immer wieder zwischendurch kürzen kann, was gerade auch bei leicht filzendem Haar wichtig ist. Vom Gedanken "ach der Hund müßte mal wieder..." bis zum Termin, den man dann irgendwann kriegt, vergeht andernfalls oft viel Zeit.
Ich weiß nicht, ob das bei der Suche nach Terminen was bringt, aber ich habe Cara immer selbst gebadet und gut geföhnt und ausgekämmt und die Groomerin hat dann die Schur übernommen. Was natürlich viel Zeit spart.