Beiträge von dagmarjung

    Ich habe meine Pudelhündin lange Zeit bei verschiedenen Hundefriseurinnen scheren lassen, ehe ich mich selbst drangetraut habe und die letzten Jahre habe ich dann immer selbst geschoren.


    Ein paar Gedanken und Erfahrungswerte dazu:


    Es gibt Bereiche die sind einfacher zu scheren, zB Rücken und Seiten, andere schwieriger, dazu zählen Pfoten, Gesicht und Geschlechtsteile. Da muß das Handling wirklich sitzen, damit der Hund nicht zappelt und man nicht riskiert, ihn zu verletzen. Es ist sehr sinnvoll, sich das zunächst bei einer guten Hundefriseurin abzuschauen.


    Doodle, gerade Goldendoodle haben oft ein sehr kompliziertes und pflegeintensives Mischfell. Wesentlich aufwendiger in der Pflege als die beiden Ausgangsrassen für sich, ja, auch als der Pudel. Auch da würde ich mir das genau vom Profi zeigen lassen. Ob scheren, kämmen, ausdünnen oder was auch immer angezeigt ist.


    Gerade auch beim jungen Hund, der sich stressfrei an die Prozedur gewöhnen soll, ist es sinnvoll, wenn die ersten Male eine geübte Person das Scheren übernimmt, die alle Handgriffe aus dem FF kennt. Also auch deshalb die Empfehlung, zunächst einmal zum Profi zu gehen.


    Sobald du sich dazu entschließt, selber zu scheren, schaff dir von Anfang an wirklich gutes Werkzeug an und dazu einen stabilen Schertisch mit Galgen. Das ist gut ausgegebenes Geld.

    Wenn man selber schert, hat das den großen Vorteil, daß man immer wieder zwischendurch kürzen kann, was gerade auch bei leicht filzendem Haar wichtig ist. Vom Gedanken "ach der Hund müßte mal wieder..." bis zum Termin, den man dann irgendwann kriegt, vergeht andernfalls oft viel Zeit.


    Ich weiß nicht, ob das bei der Suche nach Terminen was bringt, aber ich habe Cara immer selbst gebadet und gut geföhnt und ausgekämmt und die Groomerin hat dann die Schur übernommen. Was natürlich viel Zeit spart.

    hier sind dann 2 Arbeitskollegen die spannend sind und sich auch kurz mit ihm beschäftigen. Ich tainiere dann ein bisschen mit ihm wie "Decke", "Nein" "Bleib" etc um ihn auch noch ein bisschen zu fordern.

    Ich glaube, hier liegt ein Knackpunkt. Dein Hund sollte das Büro als absolute Ruhezone verinnerlichen, wo nie etwas Interessantes, geschweige denn Aufregendes passiert.

    Den Spaziergang vorher würde ich bereits so gestalten, daß die letzte, möglichst lange Phase (20 bis 30 Minuten) ruhig, ohne Spiel, Rennerei oder Training verläuft. Sozusagen zum "Abkühlen". Der Hund darf dann Schnüffeln und letzte Geschäfte erledigen, das war's.

    Dann ins Büro, wobei die Mitarbeiter den Hund am allerbesten ignorieren, auf keinen Fall aber lebhaft begrüßen. Dann Ruhe.


    Wenn der Hund schon aufgdreht vom Spaziergang kommt, dann fällt es ihm umso schwerer, den Wechsel von Aktivität zu Ruhe zu akzeptieren.

    Warum? :denker:

    Ich würde gerade mit einem jungen Hund immer sofort nach dem Aufstehen rausgehen. Wenn erst in der Wohnung gespielt wird, ist der Pipi-Unfall schnell passiert.

    Bei Cara war es auch so, daß sie nach dem Nachausekommen in Spiellaune war. Ich sehe keinen Grund, darauf nicht einzugehen, es sei denn, man wäre dazu gezwungen, das Haus unmittelbar im Anschluss zu verlassen.

    Zwischen Action und Haus verlassen sollte eine Pause von genügender Länge sein, damit der Hund runterfahren kann. Das ist hier ja gegeben.

    Ein junger Hund darf auch mal aufmerksam warten und gucken und überhaupt seine Umwelt wahrnehmen. Er muß nicht komplett teilnahmslos hinnehmen, daß seine Bezugsperson weggeht.

    Eure Mia schafft es nach nur 10 Minuten aktivem Warten entspannt ins Körbchen zu gehen, ihr seid auf einem sehr guten Weg.

    Die TE braucht vielleicht etwas mehr Zeit, um das alles für sich zu verarbeiten und das finde ich völlig nachvollziehbar!


    Schließlich ist ihre jahrelange Erfahrung die, daß das Zusammenleben bisher geklappt hat und nur mit dem neuen Hund nicht.

    Ich habe daher Verständnis dafür, daß sie sich nicht von jetzt auf gleich von ihrem Traum trennen kann und hier nochmal nachfragt. Für Fragen ist das Forum schließlich da. Ja, auch für solche, die schon mal beantwortet wurden. Wen das nervt, muß ja nichts dazu schreiben.


    Es ist ja nicht so, als wäre sie losgezogen um sich sofort den nächsten Hund zu besorgen.

    Es gibt den "Auge Gottes" Effekt. Oder anders gesagt, den Hundeknigge.


    Wenn der Hundehalter direkt dabei ist, kann man viele - aber nicht alle Hunde - soweit erziehen, daß sie die Beutetiere in Ruhe lassen und scheinbar nicht einmal mehr interessant finden. Ebenso kann man Hunde dazu erziehen, daß sie in Anwesenheit ihrer Besitzer nicht aufs Sofa springen. Denn der Hundeknigge sagt: solange mein übergeordneter Mensch oder ein ranghöherer Hund etwas für sich beansprucht, gehe ich da nicht dran.


    Die Kehrseite ist aber: sobald der Mensch oder ranghohe Hund sich entfernt, gibt er das Sofa, das begehrte Spielzeug oder eben das Beutetier offiziell frei und wer es haben will, darf es sich nehmen. Ein Tabu gilt nur, solange der, der es verhängt hat, auch anwesend ist um es durchzusetzen. Solange das Auge Gottes auf dir ruht, hältst du dich dran, ansonsten darfst du tun, was dir gefällt.


    Deswegen ist es wahnsinnig schwer bis unmöglich, dem Hund abzugewöhnen, auf dem Sofa zu liegen, wenn die Besitzer abwesend sind. Falls es überhaupt funktioniert, hat es nichts mit dem vorher etablierten Tabu zu tun, sondern mit direkter Bestrafung beim Draufspringen durch irgendwelche Fallen, zB klappernde oder lärmende Gegenstände, die vorher auf dem Sofa platziert wuerden. Auch dann ist der Erfolg sehr unsicher, weil der Hund die Harmlosigkeit meist schnell durchschaut.


    Meerschweinchen im offenen Gehege kann man so nicht schützen. Deine räumlichen Verhältnisse lassen es derzeit einfach nicht zu, Meerschweinchen und Hund zusammen zu halten.


    Mit deinem verstorbenen Hund hattest du einfach wahnsinnig Glück. Ich hatte auch mal so ein Glück, als ich in meiner lange zurückliegenden Studentenzeit zu meinem Zwergkaninchen Paul einen Sheltie holte. Wir drei wohnten in meinem WG-Zimmer, beide Tiere liefen dort frei, auch in meiner Abwesenheit.

    Der Sheltie kam von einem Züchter, der auch Kaninchen hatte, außerdem war er ein überaus schüchternes und zartes Seelchen, um nicht zu sagen wesensschwach und hatte tatsächlich null Jagdtrieb. Er interessierte sich auch nicht für Bällchen &Co.

    Das einzig "Schlimme", was passierte war, daß der selbstbewußte Rammler den Hund von seinem kuscheligen Hundebett vertrieb, indem er es als Toilette benutzte. Ich mußte Aikin dann ein anderes Bett mit abwaschbarer Oberfläche besorgen, da ging Paul dann nicht mehr drauf.


    Ist das ein gutes Rezept für Nager+Hundehaltung? Nein!!!

    Mit Aikin hatte ich damals einfach den 6er im Lotto gezogen, was dieses Thema betrifft, planen kann man das nicht. Auch bei Shelties muß man normalerweise mit mehr Jagdtrieb rechnen. Es war einfach Anfängerglück.


    Mit den anderen Hunden meines Lebens hätte ich das nie machen können.