Überrennen, zertrampeln, mit dem Kopf auch ohne Hörner zustoßen. Er deutet das ja ein bißchen an, als er die Klappstühle beiseiteräumt.
Beiträge von dagmarjung
-
-
Die Jungs verhalten sich aber gut, finde ich. Sie erkennen die mögliche Gefahr frühzeitig, weichen aus, fixieren den Bullen nicht und handeln nach dem Motto: lieber ein paar Minuten lächerlich als ein Leben lang tot.
Einzige Frage; durften die überhaupt da sein, wo sie sind? Denn normalerweise ist ja ein Zaun zwischen eine Herde Rinder, zumal mit Bullenbegleitung, und Menschen.
-
-
Spaziergang mit dem Welpen und auch Junghund heißt nicht Spaziergang im Sinne von A nach B. Sondern gemeinsamer Aufenthalt im Freien, bei dem man sich ab und zu auch mal weiterbewegt. Wieviel davon gut ist für den Hund, muß man auisprobieren. Er sollte aber die Möglichkeit haben, sich frei zu bewegen, am besten ohne Leine, wenn er gesichert werden muß mit einer festgehaltenen Schleppleine.
Oder so zum Beispiel:
Wir haben eine größere Spielzeit eingebaut in einem großen abgezäunten Ort. Einfach Leine ab und ihn erkunden lassen, ab und an den Abruf rufen und ihn beobachten. Er hat sich gut ausgepowert, hatte Spaß und am Ende ging er freiwillig schlafen.
Hütehunde brauchen nicht mehr Auslauf als andere Rassen.
Die Schlafenszeit laut Google 20 Stunden aufwärts
Google lügt.
Ein Junghund, der 20+ Stunden am Tag schläft, ist krank.
Mit 5 Monaten ist ein Hund sozusagen im Grundschulalter. Er geht in die Lebensschule und ist kein Baby mehr.
Der Tag hat 24 Stunden, der junge Hund braucht mehr als 2 oder 3 davon um zu spielen, seine Umwelt zu entdecken, zu fressen, seinen Körper zu trainieren, sich mit seinen Sozialpartnern zu befassen und von ihnen zu lernen, und allgemein zu lernen wie das Leben so funktioniert.
Realistische Zahlen, die auf Forschungen an freilebenden Wildcaniden und verwilderten Haushunden zurückgehen, ergeben übereinstimmend eine durchschnittliche Zahl zwischen 16 bis 17 Stunden pro Tag, die mit Schlafen, Ruhen und Dösen zugebracht wird. Und zwar quer durch die verschiedenen Altersstufen, Junghunde eingeschlossen. Die übrige Zeit steht für Aktivitäten aller Art zur Verfügung.
Das muß natürlich nicht alles Toben und Rennen sein, auch ruhige Tätigkeiten wie Kauartikel benagen gehören dazu.
-
Thema Ruhe lernen:
Für jeden jungen Hund ist es wichtig, daß man das richtige Gleichgewicht zwischen Ruhe und Aktivität findet. Junge Hunde bewegen sich viel und gerne und wollen die Welt entdecken. Bei zuvielen Reizen fällt es ihnen allerdings schwer, wieder runterzufahren. Bei zuwenig Möglichkeit zur freien Bewegung finden sie aber andererseits ebensowenig zur Ruhe.
Bei deinem Tagesablauf fällt mir auf, daß neben den Gassirunden zum Lösen von jeweils 15 bis 20 Minuten nur ein längerer Aufenthalt draußen enthalten ist, und der dauert weniger als 40 Minuten.
Ich sage mit Absicht nicht Spaziergang, weil man mit jungen Hunden noch nicht im eigentlichen Sinne spazierengeht, sondern sich optimalerweise einen schönen Ort sucht, an dem der Hund sich frei bewegen kann, und ihn diesen Ort entdecken läßt: Wald, Wiese, am Bach usw.
Dafür allerdings darf und soll man ruhig wesentlich mehr als 40 Minuten einplanen für einen Hund von 5 Monaten.
Zum Vergleich: mit meiner Kleinpudelhündin Cara war ich im selben Alter morgens etwa eine Dreiviertelstunde unterwegs, nachmittags noch einmal anderthalb bis 2 Stunden. Keine Strecke machen! Nur gemeinsam draußen sein. (Cara war allerdings ein Sommerwelpe.)
Das hat für Cara prima gepaßt, sie war von Anfang an ein temperamentvoller, dabei aber ausgeglichener Hund und fand drinnen gut zur Ruhe.
Für jeden jungen Hund muß man individuell das richtige Verhältnis finden und immer wieder neu anpassen. Schlechte Aufzucht, genetische Anlagen, Alter, Gesundheit usw sind dabei natürlich zu berücksichtigen.
Es hat aber keinen Sinn, mit dem Junghund ständig Ruheübungen zu machen, wenn nicht gleichzeitig das altersgemäße Bedürfnis nach Bewegung und Umwelt entdecken befriedigt wird.
Was Sportlichkeit betrifft: das von dir genannte Auslastungsprogramm hat mein Pudelchen problemlos mitgemacht, aber natürlich nur mit zusätzlicher geistiger Auslastung im Sinne von Hundesport (Dummy, Obedience) und anderen geistigen Betätigungen wie Tricks lernen und Nasenarbeit. Auch Begleithunderassen sind nämlich sportlich und intelligent.
Umgang mit anderen Hunden:
du schreibst, daß du von deinem Hund erwartest, er solle sich anderen Hunden unterwerfen. Unter welchen Umständen, mit welchen anderen Hunden, kann ich der Beschreibung nicht entnehmen.
Ganz allgemein möchte ich dir dringend anraten, sehr schnell sehr viel über Hundeverhalten zu lernen. Für mich entsteht der Eindruck, daß dein Junghund oft in Begegnungen mit anderen Hunden hinein "geschubst" wird, die ihn überfordern, vielleicht in der Erwartung, daß diese anderen Hunde ihn erziehen oder sozialisieren.
Sicher gehören Hundekontakte mit zu dem, was ein junger Hund lernen muß, aber sie erfordern gerade bei einem Hund mit schlechten Startbedingungen wie dem eurem sehr viel Fingerspitzengefühl und sehr gute Kenntnis von Hundeverhalten.
Auch ein junger Hund muß nicht mit jedem anderen Hund kontakten. Für den Vertrauensaufbau ist es wesentlich, daß der Mensch seinen Hund beschützt, unterstützt, und ihn von unerwünschten Fremdhundkontakten abschirmt.
Ich kenne in meiner Umgebung so einige Fälle, in denen diese Art der "Sozialisierung" gründlich schief lief. Der Welpe/Junghund hat sich zwar anderen Hunden unterworfen, aber Hundebegegnungen als unerfreulich eingestuft. Der Mensch hat ihn im Konflikt nicht unterstützt, er mußte sich also eigene Lösungen suchen. Sobald dann in der Pubertät Kraft und Selbstbewußtsein wuchsen, wählte der Hund Agression und Angriff statt Unterwerfung als seine Lösung im Konflikt. Das gilt ganz besonders für Hunde, die schon rassebedingt wenig gesellig sind und Argenossen lieber auf Abstand haben möchten. AH gehören zu diesen Rassen.
PS: ich bin auch für einen ganz gewöhnlichen Pudelwelpen deutlich mehr als 100 Km gefahren. Der zeitliche und finanzielle Mehraufwand für die Fahrt zu einem wirklich passenden Welpen ist ein absolutes Nichts gegenüber dem, was du an Zeit und Geld in einen unpassend ausgewählten Welpen investieren mußt.
-
Aus deiner Schilderung eures Tagesablaufs kann ich nicht so recht erfassen, wie oft und wie lange du oder ihr mit dem Hund rausgeht und was ihr da so macht.
Morgens 15 Minuten Gassi, ja, aber den Rest des Tages? Kannst du das etwas genauer beschreiben?
Wann, wie oft und wie lange? An der Leine oder freilaufend? In welcher Umgebung? Was passiert dabei?
-
Wo wir gerade bei Dog Buttons sind, habe ich hier auch noch was passendes zum Thema.
Dazu gibt es eine leider nicht so lustige Vorgeschichte:
Kristi Noem, eine der Gruselbesetzungen im Trump-Kabinett (Ministerin für Innere Sicherheit) ist ebenso berühmt wie berüchtigt dafür, daß sie ihren 14 Monate alten angeblich untrainierbaren Jagdhund Cricket erschossen hat.
Obwohl sie wußte, daß er nicht sicher auf den Rückruf hörte, nahm sie ihn zu einer Gesellschaftsjagd mit und ließ ihn dort von der Leine. Worauf Cricket, kaum überraschend, im Jagdrausch kreuz und quer über das Feld hetzte. Auf der Rückfahrt machte sie bei Nachbarn Halt, wo der Hund, offenbar wieder ohne Leine, sich auf die Hühner stürzte. Damit war sein Todesurteil gefällt, und weil sie schon mal im Zuge war, mußte ein weiteres ihrer Tiere, ein Ziegenbock am selben Tag ebenfalls dran glauben. Was der verbrochen hatte, entzieht sich meiner Kenntnis.
Woher wir das wissen? Weil Kristi Noem dies so in ihrer Autobiographie beschrieb. Warum sie das überhaupt da reinschrieb? Um sich vor Trump &Co als toughe Person zu proflieren, die auch vor harten, aber (angeblich) notwendigen Entscheidungen nicht zurückschreckt.
Die über Parteigrenzen hinweg hundeliebenden Amerikaner sahen dies allerdings anders, und sie bekam viel Kritik.
[Externes Medium: https://www.youtube.com/watch?v=e3H04VZJUFg] -
Ich weiß ja nicht wie echt das ist, aber lustig ist es!
-
Ich bin der Meinung, wenn die Regel 1 Click 1 Leckerli (oder sonstige Belohnung!) nicht mehr gilt, dann schwächt man die psychologische Wirkung des Clickers unnötig ab. Das möchte ich auf keinen Fall.
Wenn ich zwischendurch eine positive Rückmeldung geben möchte im Sinne von "prima, weiter so", dann kann ich das ja mit Stimmlob tun. Und erst am Ende C&B. Wobei B = Belohnung kein Futter sein muß, sondern allgemein etwas, was der Hund als Belohnung empfindet.
Freies Formen ist ein Weg, um mit dem Clicker zu arbeiten, aber keineswegs der einzige. Er kann sogar recht anstrengend und auch frustrierend für den Hund sein.
Je nachdem was man will, ist es viel angebrachter, dem Hund klar zu zeigen was man will und ihn nicht raten zu lassen. Also durch Locken, Führen, schon bekannte Kommandos, Sichtzeichen usw. Und die Feinheiten der Ausführung (schneller Absitzen; dichter am Bein laufen) dann mit dem Clicker zu verbessern.
-
Gibt doch auch HuTas, die läufige Hündinnen betreuen … hatten wir doch erst hier.
da darf sie läufig eigentlich gar nicht hin, aber man würde eine Ausnahme machen, weil ich gerade in einer Krise bin
Also auch in dieser Huta offenbar nicht regulär.