Beiträge von dagmarjung

    Das war ja wirklich kein schönes Erlebnis! :( :


    Du hast vorher gefragt und soweit alles richtig gemacht. Leider muß man manchmal auch für den anderen HH mitdenken und die gesamte Situation selbst beurteilen.
    Wenn ich schon sehe, daß der andere Hund mit einem Beutespiel beschäftigt ist, gehe ich davon aus, daß mein Hund da jetzt unerwünscht ist, egal was der Besitzer sagt. Jede mögliche Konkurrenzsituation sollte man besser vermeiden. Bälle, Stöckchen, Leckerchen, Buddellöcher werden auch von sonst kontaktfreudigen Hunden gerne gegen andere verteidigt und der Störenfried verjagt.
    Also besser nicht stehenbleiben und zugucken ('Dieses Mistkerl glotzt auf MEIN Stöckchen') sondern zügig mit Abstand weitergehen.


    Wenn es mal passiert, daß ein anderer Hund plötzlich auf deinen zustürmt, kannst und sollst du tasächlich den anderen Hund abbremsen, indem du dich groß und breit vor deinem Hund aufbaust und den anderen mit möglichst tiefer Stimme anbrüllst. Das nimmt zumindest den ersten Schwung, oft den ganzen, denn meist ist es ja nur Bluff. Damit ist schon viel gewonnen und dein Hund lernt dadurch, daß du ihn beschützt. Das schafft Vertrauen, er wird dann eher Schutz bei dir suchen und nicht so leicht davonstürmen.




    Dagmar & Cara

    Habe das Buch in der Buchhandlung quergelesen und viel gelacht. Waren nur leider keine Glossen, sondern alles ernstgemeint.


    Achtung: hier spricht der Fachmann:


    Warum Clicker doof ist


    Fachmann bekommt Clicker auf einer Heimtiermesse geschenkt. Fachmann konditioniert Hund zuhause auf den Clicker. Fachmann trifft sich draußen mit einer Handvoll weiterer Hundehalter, die die gleiche Messe besucht haben, zum Clickern üben, 5 Mann + 5 Hunde auf 5 Quadratmetern. Alles clickert wild durcheinander, Hase geht ab, Hund will hinterher, Click im falschen Moment. Desaster! Daraus folgt logisch:


    Clicker ist doof.
    Konditionieren mit positiver Verstärkung ist doof.
    Lerntheorie ist doof.
    Quot erat demonstrandum.
    Noch irgendwelche Fragen? :hust:


    - Halbbildung ist auch eine Bildung!


    Dagmar & Cara

    Sehr gute Sendung, danke für den Link.


    Ich verstehe nicht so recht, wie man heutzutage unwissend auf Vermehrer reinfallen kann, es sei denn, man hat sich vor dem Hundekauf überhaupt nicht informiert.
    Aufgekärt über das Thema wird seit Jahrzehnten!


    1977 schrieb Heiko Gebhardt im 'Stern' seine bahnbrechende Artikelserie über Hunde in Deutschland. Da wurde zum ersten Mal aufgedeckt, unter welchen Bedingungen Hunde beim Vermehrer produziert werden und was für Folgen das für Gesundheit und Wesen hat. Gebhardt reiste damals als Testkäufer durch Niederbayern, (damals das, was Osteuropa heute ist), und ließ die Welpen anschließend von einem Professor der Tierärtzlichen Hochschule untersuchen. Das Ergebnis war so wie zu erwarten. Viele der Welpen starben oder mußten eingeschläfert werden, die restlichen blieben Problemhunde. Die Fotos von den 'Zuchthunden' in ihren verdreckten Käfigen und von den elenden, kranken Welpen gleichen ganz den Bildern heutiger Berichte.
    Nachlesen kann man das in Gebhardts Buch 'Du armer Hund' von 1978.
    Gebhardts Artikel haben damals tatsächlich etwas bewegt: ihnen ist es zu verdanken, daß die Zoofachhändler seither auf Hunde und Katzen im Schaufenster verzichten, was vorher üblich war.


    Das ist nun 36 Jahre her und seitdem ist das Thema ununterbrochen präsent geblieben. in Hundezeitschriften, in Faltblättern vom Tierschutz, in jedem, auch einfachen Ratgeberbuch über Hundehaltung wird beim Thema Hundekauf dargelegt, daß man einen Welpen nur dort kaufen soll, wo er geboren ist und wo man die Mutter und die Aufzuchtbedingungen sehen kann. Würde nur diese eine Regel beachtet, hätte sich das gesamte (und größte) Marktsegment 'Kauf über Zwischenhändler' bereits erledigt.


    Natürlich gibt es darüber hinaus noch Tricks und Schummeleien, die auch vom aufgeklärten Käufer nur schwer zu durchschauen sind. Zumal man ja nur selten im Leben einen Hund anschafft. Dazu kommt die Grauzone, in der viele Dissizenz- und sogenannte Hobbyzüchter agieren; die Aufzucht der Welpen ist zB nett und liebevoll und durchaus vorzeigbar, aber den Elterntieren fehlen wichtige Gesundheitszeugnisse oder die Hündin wird zu oft belegt.


    Ein etwas anders Kapitel ist der Mitleidskauf, man sieht die Welpen in desolaten Verhältnissen und kauft wissentlich trotzdem. Das hat dann nichts mit mangelnder Aufklärung zu tun.


    Dagmar & Cara

    Macht meine Hündin auch immer! :smile:
    Und nicht nur die.
    Ich denke, Hundebegegnungen sind für die Hunde immer mit einer gewissen Anspannung verbunden. In diesem Fall ist man übereingekommen, sich aus dem Weg zu gehen, weder Kontakt noch Konflikt zu suchen, aber man will halt doch Genaueres über den Anderen wissen. Und dieses Informationsbedürfnis stillt man dann ohne Risiko durch Hinterherschnüffeln. Falls der andere gerade gepinkelt hat, wird der Hinterherschnüffler dort meist auch noch mal markieren.


    Dagmar & Cara

    Beißhemmung: Alle Welpen beißen wie die Krokodile, denn die Beißhemmung entwickeln sie nicht von heute auf morgen. Um sie aber zu entwickeln, brauchen sie Beißspiele mit dem Partner, beißen total verbieten bringt da nichts, dann kann dein Hund nicht lernen, seine Zähne sanft einzusetzen. Quieken und das Spiel kurz abbrechen, wenn's wehtut, ist der richtige Weg. Aber der dauert eben auch seine Zeit.
    Als Cara klein war, hatte ich wochenlang punktierte Hände und Arme. Heute zieht sie mir mit den Zähnen die Socken aus ohne das leiseste Kniepen.


    Gegenstände hergeben: Welpen erkunden die Welt mit dem Maul. Als Cara klein war, habe ich zum erstenmal so richtig gemerkt, wieviel Müll bei uns rumliegt, denn ständig hatte sie was im Fang: Glasscherben, Zigarettenkippen, Gammelzeug...
    Hund schnappen und Maul zwangsweise öffnen ist die schlechteste Lösung. Denn der Hund verliert Vertrauen in dich und lernt vor allem eins: sich nach Möglichkeit rasch zu verdrücken, wenn er was Tolles gefunden hat.
    Besser ist es, zu tauschen: Gutes, gut riechendes Leckerli vor die Nase halten, dann wird er das Maul öffnen und den Gegenstand fallenlassen um das Leckerli zu fressen. Wahlweise geht das auch mit Spielzeug, je nachdem, was für den Welpen begehrenswerter ist.
    Keine Sorge: diese Phase, in der der Welpe alles ins Maul nimmt, vergeht.


    Dagmar & Cara

    Erstmal durchatmen: alles ist normal. :gut:


    Daß ein junger Welpe nicht vom Haus wegwill, hat die Natur so eingerichtet. Wolfswelpen bleiben auch ganz von selbst dicht bei der Wohnhöhle, auch wenn die Eltern jagen gehen.
    Es ist also völlig normal, daß der Welpe blockiert, sich hinlegt und noch nicht 'eine Weile mitläuft'.


    Das hat nichts, absolut nichts mit Dominanz oder Sturheit zu tun!
    Einfache Lösung: du verlangst noch kein Mitlaufen, sondern trägst ihn an den Ort, wo du ihn haben willst.


    Stubenreinheit: Die Welt draußen ist für den Welpen sehr aufregend und spannend. Es gibt viel zu erleben und zu erforschen und die Anspannung ist manchmal zu groß, um sich zu lösen. In der heimischen Umgebung deiner Wohnung entspannt er sich dann endlich - und pinkelt.
    Das ist keine Verarsche, kein böser Wille - das ist normal!


    Du kannst deinem Welpen helfen, indem du ihn zum Gassigehen immer an denselben ruhigen Ort mit möglichst wenig Ablenkung bringst und wenn du gößere Aktionen machst wie im Park, bringst du ihn zum Abschluß noch mal genau an diesen Ort und läßt es dort ruhig und langweilig ausklingen.
    Richte dich aber darauf ein, daß das Erlernen der Stubenreinheit ein ganze Zeitlang dauert. Bei den allermeisten Hunden dauert es bis zur Perfektion mehrere Monate, wobei Unfälle natürlich immer seltener werden.


    Wie oft raus? - Faustregel für tagsüber: Nach dem Schlafen, nach dem Fressen und nach dem Spielen muß ein Welpe immer direkt raus! - Nur wenn nichts von alledem zutrifft, dann nach 2 Stunden. Also nicht stur nach dem Wecker alle 2 Stunden oder 1,5. Und weck ihn nicht extra, wenn er gerade schläft!


    Leute treffen: Es ist nicht nötig, daß Hinz und Kunz deinen Hund streicheln. Du machst es gut, wenn du lieber zu ruhigeren Zeiten gehst, aber du darfst auch ruhig mal entschieden Nein sagen. Achte darauf, ob dein Hund wirklich von sich aus Kontakt möchte und wenn ja, wann es ihm zuviel wird. (Stresszeichen sind zB wegdrehen, ausweichen, sich kratzen, hecheln). Halte die Menschen davon ab, ihn zu bedrängen oder gar festzuhalten.
    Ein gut sozialisierter Hund ist nicht der, der viel zwangsgestreichelt wurde, sondern der, der positive Erfahrungen mit Menschen machen durfte, dazu gehört auch, daß Menschen seinen Wunsch nach Abstand respektieren.


    Und zuletzt und zum Trost: du bist mit deinen Gefühlen nicht allein! Such mal hier im Forum nach dem Begriff 'Welpenblues'! ;)


    Dagmar & Cara

    Es gibt Hündinnen, die kürzere Zyklen haben als die üblichen 6 oder 7 Monate. Aber das plötzliche Interesse der Rüden kann auch ein Alarmzeichen sein und auf entzündliche Prozesse in Gebärmutter oder Scheide hindeuten. Da sie erst vor vier Wochen geworfen hat und keine sonstigen Anzeichen von Läufigkeit wie vermehrtes Markieren zeigt, würde ich eher in diese Richtung denken und sehr schnell zum TA gehen, auch wenn die Hündin sonst munter ist.
    Wie verlief die Geburt, warum starben die Welpen, sind wirklich alle Welpen draußen - das müßte mit dem TA besprochen werden, soweit du darüber Bescheid weißt.


    Dagmar & Cara

    Ich habe zwar nicht Tiermedizin studiert, wohne aber schon lange in Hannover. Viele VetStudis studieren hier mit Hund. Utopisch ist es also keineswegs, sondern ganz alltäglich. :smile:
    Viele angehende TierärztInnen bereichern Hannovers Hundeszene zB in den Hundesportvereinen und Hundeschulen, und es gibt kein TiHosportfest ohne Hunderennen!
    Die angehenden bzw inzwischen fertigen Tierärztinnen, die ich kenne, hatten während des Studiums genug Zeit für ihre Hunde, auch für Sport wie Dummytrainig, Mantrailing oder anderes. Allerdings wird es dann meist nach dem Studium merklich enger, und nicht selten kommen die Hunde dann doch recht kurz.


    Es gibt zumindest ein Studentenwohnheim, wo man mit Hund einziehen kann, das 'Schwesternhaus' gleich hinter der TiHo. Kann aber sein, daß das nicht über das Studentenwerk läudt, sondern über die TiHo direkt.
    Ein großer Vorteil ist, daß du in deinem Studiengang sofort Leute findest, mit denen du gegenseitige Hundebetreuung organisieren kannst. Das ist natürlich wichtig.


    Eine gute Anlaufstelle für praktische Fragen rund um das Thema Studieren mit Hund ist sicher auch der Asta der TiHo.


    Dagmar & Cara

    Man kann Zeitung lesen, aber man muß nicht immer und überall Leserbriefe schreiben. ;)


    Autos, Fahrräder, abgestellte Rucksäcke, Messestände, Marktbuden... muß echt nicht sein.
    Allerdings haben die Pinkler, über die ich mich richtig ärgere nur zwei Beine. Stichworte sind Aufzüge und Unterführungen.



    Dagmar & Cara