Beiträge von dagmarjung

    Ich fahre seit Jahren mit meiner Kleinpudelhündin (8 Kilo) sicher Fahrad. Ohne Springerbügel oder sonstige Extraausstattung.


    Die normale verstellbare Leine ist auf 1,5 Meter eingestellt, also auf den mittleren Ring eingehakt. Bei der richtigen Leinenlänge hat der Hund genügend Spielraum, um einen gewissen Abstand seitlich neben dem Rad zu halten, die Leine ist aber kurz genug, damit sie werder dem Hund noch dir zwischen die Füße oder ins Pedal gerät. Die Leine ist auch nicht so lang, daß der Hund dir vorne ins Fahrad laufen kann. Die ideale Position des Hundes ist neben deinem Knie oder etwas weiter vorne. In Rechtskurven nehme ich den Hund etwas weiter nach hinten und warne ihn mit 'Achtung' vor.


    Du hängst dir die Leine ans Handgelenk und hast wie gewohnt beide Hände am Lenker. NIE, NIE, NIE und auch nicht ausnahmsweise hängst du die Leine an den Lenker!!! :smile:
    Sollte der Hund plötzlich anhalten oder zur Seite prellen, nimmst du die Hand vom Lenker und kannst die Leine je nachdem festhalten oder loslassen. Das ist sozusagen deine 'Sollbruchstelle'.
    Dein Hund ist kräftemäßig nicht in der Lage, dich vom Fahrad zu ziehen.


    Der Hund wird immer rechts geführt, also auf der vom Gegenverkehr abgewandten Seite. Das ist übrigens sogar Vorschrift. Ich sehe viele HH, die links führen, das ist aber wirklich gefährlich. Selbst wenn man fern von Autos unterwegs ist, gibt es immer noch Radfahrer, oft wird sehr knapp am Hund vorbeigefahren.


    Viel Spaß und gute Fahrt!


    Dagmar & Cara

    Für mich klingt es normal. Welpen steigern sich schnell hoch beim Spielen, aber du schreibst ja, daß er sich auch wieder beruhigt und hinlegt, wenn ihr das Spiel abbrecht. Das ist gut. Noch besser ist es, es bis zum Überdrehen kommen zu lassen, sondern das Spiel rechtzeitig etwas ruhiger zu gestalten.
    Auch daß er die meiste Zeit des Tages schläft, ist ein gutes Zeichen. Daß er im Rest der Zeit munter und aktiv ist, spielen, rennen und knabbern will, ist doch klar. Er hat ja jetzt seine Geschwister nicht mehr, mit denen er toben konnte. Die typischen Welpenspiele sind nun mal Raufspiele, Beutefangspiele und Rennspiele. Die Katze ärgen soll er natürlich nicht, da müßt ihr rechtzeitig eingreifen, aber das er es versucht, ist normal.


    Ein junger Welpe hört logischerweise noch auf nichts, er hat ja noch nichts gelernt. Bringt es ihm nicht über Strafen bei, sondern lenkt ihn ab und bietet ihm erlaubte Alternativen, wenn er etwas Unerwünschtes tut. Ein Zergelseil für Beißspiele statt eure Arme und Büffelhautknochen zum Kauen statt Stuhlbeine usw.


    Ihr habt euren Welpen erst seit wenigen Tagen, nehme ich an, da er ja erst achteinhalb Wochen alt ist. Denkt daran, daß gerade sein ganzes Leben umgekrempelt wurde. Allein die Umstellung ist natürlich schon ein gewisser Stressfaktor.


    Viel Freude mit eurem Welpen! :smile:


    Dagmar & Cara






    Dagmar & Cara

    'Retrievermix aus der Türkei'... es macht mich immer etwas stutzig, wenn Hunde aus dem Auslandstierschutz als Mischlinge von Rassen beschrieben werden, die hier in Deutschland zwar häufig vorkommen, aber im Herkunftsland des Hundes nicht unbedingt. Oft wird da einfach nach Optik definiert. Ich weiß nicht, wie beliebt und häufig Retriever in der Türkei sind, aber ich weiß, das es dort viele Herdenschutzhunde und Mischlinge dieses Typs gibt. Die sehen einem Retriever recht ähnlich, unterscheiden sich im Wesen aber sehr. Im Alter von 2 bis 3 Jahren werden sie in der Regel mental erwachsen und unterscheiden dann deutlich zwischen bekannten Freunden und unbekannten Fremden. Dazu kommt, daß Hunde dieses Typs dafür bekannt sind, sehr territorial zu sein. Wobei das eigene Revier nicht unbedingt nur Wohnung oder Haus und Grundstück ist, auch oft begangene Wege können nach Meinung des Hundes dazugehören und da haben fremde Hunde dann nichts zu suchen.


    Das ist jetzt natürlich nur geraten, weil ich deine Hündin ja nie gesehen habe, aber deine Beschreibung könnte schon auf einen Herdenschutzhundmix passen, auch ihre positiven Eigenschaften.
    Hier im Forum gibt es einen langen Tread über Herdenschutzhunde, vielleicht hilft dir das weiter.


    Dagmar & Cara

    Zu den beiden aktuellen Artikeln in den Zeitschriften WUFF und SITZPLATZFUSS:
    Beide Zeitschriften gibts im Laden, leider nicht in allen.


    Der WUFF Artikel wurde von Udo Gansloßer und Thomas Baumann verfaßt, beschäftigt sich vor allem mit der angeblichen Vererbung, die allerdings mit den bekannten Regeln der Genetik absolut nicht zu vereinbaren ist, kritisiert wird außerdem, daß sämtliche anderen Einflüsse wie Umwelt, Sozialisation, Erfahrung, Lernen und natürlich der Mensch im Konzept der RS keinen Platz haben.


    Der Artikel in SITZPLATZFUSS stammt von Hannah Maxellon und basiert auf ihren Erfahrungen auf einem Workshop, die sie auch schon im Internet beschrieben hat. Er wurde auch hier schon verlinkt.
    http://www.an-der-leine.de/201…tbeitrag-geburtsstellung/
    Sie beschreibt zunächst das Konzept der RS, dann den von ihr erlebten Workshop mit all seinen kritikwürdigen Abläufen, inclusive dem Personenkult um Frau Ertel. Thema ist dann auch der weitere Umgang mit den Hunden im Sinne der RS (Hundetausch, Trennung im Haus usw). Tenor des Artikels ist die Warnung an Hundebesitzer, sich nicht durch Gurus manipulieren zu lassen.


    In beiden Artikeln wird Frau Nowaks Name nicht genannt. Gansloßer/Baumann berichten aber kritisch von einer Hundetrainerin im Fernsehen, die einer Familie von der Übernahme eines Tierhheimhundes nur wegen dessen falscher Rudelstellung abriet. Da es nur eine Hundetrainerin im deutschen Fernsehen gibt, muß man nicht lange raten.
    Maxellon schreibt am Anfang, daß sie durch den Hinweis einer Frau, die lange mit einem Rudel wilder Hunde lebte, auf das Thema und zum Workshop gekommen sei. Weiter wird Nowak aber weder erwähnt noch kritisiert.


    Soviel zu den Artikeln.


    Vor Nowaks Bekehrung war RS eine skurrile Randerscheinung in der Hundeszene, immer gut für eine fröhliche Popcornschlacht in diversen Hundeforen. Durch Nowaks Popularität dank Fernsehpräsenz , auch ihre Bücher verkaufen sich massenhaft, ist das leider drauf und dran, zum Allgemein'wissen' des Normalhundehalters zu werden. Das finde ich sehr alarmierend.
    Auf der anderen Seite stammen die beiden aufrüttelnden Erfahrungsberichte von den Seminaren gerade von Hundehalterinnen, die nur im Vertrauen auf Nowaks Empfehlung dorthin gingen und entsetzt waren von dem, was sie dort erleben mußten. Das wiederum macht mir Hoffnung: vielleicht platzt die Blase bald.


    Dagmar & Cara

    Zitat

    welches gestörte Gemüt kommt denn auf die Idee, einem Hund SO etwas beizubringen?! und welche Personen finden das dann toll und machen es nach?!


    Noch immer haben viele Menschen die Vorstellung, nur der mit Zwang gelehrte oder 'abgesicherte' Apport sei wirklich zuverlässig und würde vom Hund auch dann sicher ausgeführt, wenn er mal 'keine Lust' habe. Deshalb ist das noch immer bei manchen rückständigen Jägern oder Servicehundausbildern üblich.


    Der im Jagdhundebereich tätige Trainer Fichtelmeier erzählte, daß er jedes Jahr verzweifelte Anfragen von Jägern bekommt, die ihren jungen Hunden das Apportieren zwar mit positiven Methoden beibringen, aber dann naht der Prüfungstermin, und nun wollen sie es 'absichern' - und versauen sich damit alles.


    Dagmar & Cara

    Habe vorhin deinen zweiten Beitrag nicht richtig gelesen, worin du doch gewisse Zeichen der Anspannung bei deinem Hund beschreibst.


    Sitzt der Hund denn tatsächlich die ganze Zeit aufrecht im Korb, wenn er auf deinen Mann wartet, oder liegt er darin, wenn auch ohne zu schlafen?


    Hat er auch heute noch nur den hinteren Flur zur Verfügung beim Alleinesein oder darf er sich in der ganzen Wohnung bewegen? Viele Hunde verbringen die Zeit des Alleineseins am liebsten auf dem Bett ihrer Menschen, da ist es nicht nur schön weich, sondern der Geruch ist auch am stärksten. Das beruhigt. Eine Tagesdecke verhindert Schmutz und Haare auf der Bettdecke.


    Unternehmt ihr meistens gemeinsam was mit dem Hund, oder geht auch mal jeder einzeln mit ihm spazieren?


    Dagmar & Cara

    Wenn dein Hund sich im Ganzern normal verhält und wohlfühlt, würde ich mir da rückblickend keine Gedanken machen. Die meisten Hunde lernen das Alleinebleiben ohne große Probleme, ans Forum wenden sich die HH, bei denen es eben nicht so klappt.


    Ich merke beim Heimkommen, ob meine Hündin entspannt ist. Wenn ich die Tür aufmache und ich sehe, wie sie sich erstmal gemütlich streckt und mich dann locker begrüßt, und die Kuhle auf meinem Bett ist noch schlafwarm, dann schließe ich daraus auch ohne Kamerabeweis, daß sie die letzen Stunden ohne Stress verbracht hat.


    Als wir das Alleinesein anfangs geübt haben, (auch bei mir unter Zeitdruck) fielen die Begrüßungen hektischer aus, da mußte schon mal eine gewisse Anspannung abgebaut werden. Das hat sich aber mit der Gewöhnung gegeben. Heutzutage werde ich beim Heimkommen freundlich zur Kenntnis genommen, das war's.


    Etwas aufgeregter werde ich nur empfangen, wenn ich meine Hündin mal abends alleine lasse, denn das geschieht nur selten. Meist nehme ich sie zu Freunden usw mit. Aber ins Kino möchte ich gelegentlich schon mal. Dann merke ich an ihrer etwas hektischeren Begrüßung beim Heimkommen, daß ihr das ungewohnt ist. Aber sie verbringt die Zeit trotzdem gemütlich auf meinem Bett und nicht etwa ruhelos umhertigernd oder mit der Nase an der Tür. Der Bettdecken-Wärmetest beweist es! :smile:


    Dagmar & Cara

    Eier ab und du hast einen Super Sporthund, diese Meinung habe ich auch schon mal von einer Trainerin gehört. Auch in diesem Fall ging es um einen etwa einjährigen Rüden, der sich altersentsprechend, aber in keiner Weise ungewöhnlich benahm.


    Ich finde diese Haltung ethisch bedenklich. Es ist eine Sache, bei ernsthaften Haltungsproblemen eine Kastration zu erwägen, um allen Beteiligten ein besseres Zusammenleben zu ermöglichen. Eine ganz andere Sache ist es aber, einen Hund nur deshalb chirurgisch zurechtzustutzen, um eine Sportart erfolgreicher auszuüben. Das dient nicht dem Hund, sondern der Hund wird zum Sportgerät degradiert.



    Dagmar & Cara

    Erstmal entspannen... :smile:
    Pubertät ist normal, und wenn der erste richtige Hormonschub das Hirn überschwemmt, denkt der angehende junge Mann eben erst mal nur an DAS EINE... ganz logisch, daß er dann das Markieren und Schnüffeln so richtig für sich entdeckt.
    Das sagt aber nichts darüber aus, wie er später als erwachsener Rüde mit zweieinhalb bis drei Jahren sein wird. Die pubertäre Hormonwelle klingt nämlich auch wieder ab und pegelt sich im Normalmaß ein.


    Laß dich da von deiner Trainerin auf keinen Fall unter Druck setzen, auch wenn dein Rüde die Streberrolle für die nächste Zeit erst mal abgibt. Schraube die Erwartungen zunächst runter, bleib aber erzieherisch dran, dann wird das auch wieder.
    Gerade wenn dein Hund unsicher ist, sollte er in Ruhe ausreifen können. Testosteron ist nicht nur das männliche Sexualhormon, sondern auch das Hormon des sozialen Erfolges, steigert also das Selbstwertgefühl. Umgekehrt können unsichere Rüden ängstlicher werden, wenn das stützende Testosteron durch Kastration wegfällt.


    Lesetip zum Thema Kastration und Verhalten:


    Dagmar & Cara