In deiner Schilderung sehe ich einen noch ungeübten Ablauf einer klassischen Mäusejagd, mit Mäuselsprung und Nachschnappen. Bei einem so ursprünglichen Hund wie dem Husky überrascht es nicht, daß ihm das noch im Blut liegt.
Obwohl dein Hund damit einen echten Jagderfolg hatte, mußt du dir meiner Meinung nach keine Sorgen um dein Training machen. Denn der ganze Vorgang war für den Hund kurz und wenig aufregend. Da wird nicht annähernd so ein berauschender Hormoncocktail ins Hirn geschüttet wie bei einer Hetze auf Reh oder Hase, auch wenn die Beute entkommt.
Die bekannten Antijagdtrainerinnen Gröning und Ullrich empfehlen sogar kontrolliertes Mäusebuddeln als Jagdalternative, um dem Hetzen vorzubeugen.
Solange es noch ethisch vertretbar ist, daß auf Bauern- und Reiterhöfen Katzen eigens zu dem Zweck gehalten werden, Mäuse zu jagen, finde ich es keinen moralischen Weltuntergang, wenn die eine oder andere Maus auch einmal einem Hund zum Opfer fällt.
Dagmar & Cara