Beiträge von dagmarjung

    Tips habe ich leider keine (und bin gespannt auf weiter Beiträge) aber erklärbar finde ich das Verhalten deines Hundes schon.
    Je kleiner der Hund, desto schneller ist er körperlich ausgewachsen, daher hält man ihn leicht auch mental für erwachsen. Das stimmt aber so nicht. Mit 1,5 Jahren ist er nicht am Ende der Pubertät sondern mittendrin, und nicht wenige Jungrüden suchen dann gerne mal Streit mit anderen Rüden und geben den starken Max. Testosteron stärkt das Selbstbewußtsein und den Kampfgeist. Meist regelt sich der pubertäre Testosteronschub später wieder auf ein Normalmaß ein. In der Zwischenzeit muß der Rüde natürlich so geführt werden, daß weder er selbst noch andere zu Schaden kommen oder belästigt werden, und daß das unerwünschte Verhalten sich nicht durch Gewohnheit verfestigt.


    Dagmar & Cara

    Ein so junger Hund muß noch nicht lange Sitz oder Platz machen können, aber die Grundlagen kann man schon legen.


    Benutze von Anfang an ein Freigabesignal ('Danke' 'Lauf' 'Frei') oder sonst ein Wort, womit DU die Übung beendest und nicht der Hund, indem er aufspringt. Das Freigabesignal gibst du anfangs sehr schnell, vielleicht schon nach einer Sekundel, in jedem Fall aber bevor der Hund von selber aufsteht. Später kannst du es nach und nach etwas mehr hinauszögern und so den Hund an eine längeres Halten der Position gewöhnen.





    Dagmar & Cara

    Was hat er denn in seinem früheren Leben in Rumänien gefressen?

    Hunde werden auf das Futter geprägt, was sie in ihrer Welpenzeit bekommen haben. Falls er zB auf der Straße von Abfällen gelebt hat, war Fleisch bestimmt nicht sein Hauptnahrungsmittel. Mag er Reis, Kartoffeln, Brot?


    vielleicht ist Hausmannskost (je ein Drittel Kohlehydrate, Fleisch, Gemüse) eher etwas für ihn.


    Dagmar & Cara

    Diese Dinge geistern immer wieder mal durch diverse Hundeforen und sind für den einen oder anderen unterhaltsamen Thread gut.
    Fürs richtige Hundeleben aber nicht. ;)



    Dagmar & Cara

    Diese Ausdrücke stammen nicht aus der Verhaltensforschung und sind wissenschaftlich unhaltbar. Du wirst deshalb auch keine Literatur darüber finden, es gibt keine.


    Dagmar & Cara

    Deine Beschreibung deines Rüden erinnert mich stark an eine Fallbeschreibung im Buch 'Kastration und Verhalten beim Hund' von Strodtbeck/Gansloßer. Ich fasse das mal zusammen:


    Dort wird als Fallbeispiel ein eher unsicherer Rüde beschrieben, der gelegentlich Probleme mit anderen, besonders forschen Rüden hatte. Nach Einsetzten des Kastrationschips war dann einige Wochen lang Ruhe. (Doppelte Wirkung des körpereigenen Testosterons und des zugeführten Wirkstoffes)
    Danach entwickelte der Hund eine starke Leinenagression gegen alle Hunde beider Geschlechter.


    Begründung: Testosteron ist nicht nur das männliche Geschlechtshormon, sondern hebt auch das Selbstbewustsein und ist damit ein wichtiger Gegenspieler des Stresshormons Cortisol, das wiederum die Angst- und Abwehragression steuert.


    Unter Tierärzten gilt daher die Kastration eines unsicheren, ängstlichen Rüden als Kunstfehler, außer aus medizinischen Gründen.


    Jeder Tierarzt, der eine Kastration durchführen kann, ist ebenso in der Lage, eine Sterilisation zu machen!


    Dagmar & Cara

    Nur damit keine Mißverständnisse entstehen: Der Link führt nicht zur 'Züchterin' des Hundes der TE, sondern zu einer anderen 'Züchterin', die aber nach denselben Prinzipien vorgeht. Wäre jedenfalls reiner Zufall, wenn die beiden identisch wären.
    Ich habe einfach nach einem Beispiel für diese leider nicht seltene Vorgehensweise bezüglich Kastration von Designermix-Welpen gesucht und bin auf einen älteren Thread hier im Forum gestoßen, wo ich den Link fand.


    Dagmar & Cara

    Sorry, ein bißchen OT, aber Ich finde übrigens gerade noch folgendes auf der Webseite der obengenannten Produzentin: (Unter der Rubrik: 'Wenn Sie es wirklich ernstmeinen')


    Edit: Keine Zitate ohne Quellenangabe!


    Das nenne ich dreist. Auch so kann man mit also mit Hunden Geld verdienen - indem man sich Warteplätze für Welpen noch vor der Trächtigkeit teuer bezahlen läßt und bei Rücktritt nicht etwa einfach den nächsten Interessenten auf der Liste benachrichtigt, sondern mal eben so 150 bis 300 Euro einkassiert. Für Null Leistung! :headbash:


    Dagmar & Cara