Beiträge von Luna77

    Zitat


    Wenn das E-Collar (wie ich lernen durfte kein nicht ein Teletakt, also quasie Elektroschocker, sondern ein Reizstromgerät und negativer Verstärkung) die einzige Möglichkeit ist dem Hund lebenslang die Leine zu ersparen und sich das Training nicht negativ auf den Hund auswirkt warum nicht?


    Du weißt aber schon, dass es nie mit nur einmaligem Einsatz getan ist, oder?
    Solche Hunde müssen im Normalfall alle paar Wochen/Monate mal wieder daran "erinnert" werden, dass jagen nicht erwünscht ist. Der Hund muss immer das Halsband mit dem dicken Klotz um den Hals tragen, weil der ja nicht doof ist, und schnell merkt, woher der Schmerz kommt.


    Ich hab selbst so ne Jagdsemmel, mit der ich seit knapp 1,5 Jahren an der Schleppleine laufe und trainiere. Freilauf ist nur in gut gesicherten und eingezäunten Gelände möglich. Ob er jemals draußen möglich ist, keine Ahnung.
    Aber wir haben uns mittlerweile so gut damit arrangiert, dass wir mehr als genug Auslastungsmöglichkeiten haben um die Lauffreude dieses Hundes zu befriedigen. Der Kreativität ist da keine Grenze gesetzt. Man muss dann nämlich nur mal seinen Allerwertesten hoch bekommen, und sich eben Auslastungsmöglichkeiten suchen und nutzen.
    Gleichzeitig hat das Schleppleinentraining uns ganz viele neue Möglichkeiten gezeigt wie man gemeinsam mit dem Hund zusammen wächst, die Bindung stärkt, und ganz tolle Sache an der Leine erleben kann. Mir hat es einen ganz neuen Blick auf meinen Hund und seine Körpersprache verschafft.


    Ich finds im Übrigen ganz schön krass, wie von manchen hier der Einsatz eines Teletaks auch noch verharmlost wird. Da krich ich echt :kotz:
    Fakt ist: Man kann einem Hund das Jagen nicht einfach abgewöhnen oder es irgendwie abstellen. Viel mehr sollten die Leute sich damit arrangieren und Alternativen schaffen, um dem Hund unter kontrollierten Bedingungen seine Bedürfnisse ausleben zu lassen. An Alternativen fehlt es ja nun nicht wirklich. Die meisten sind schlichtweg zu faul sich so intensiv damit zu beschäftigen, vor allem zu faul sich intensiv mit dem eigenen Hund zu beschäftigen, und wählen lieber den vermeindlich "einfachsten" Weg, der das Problem aber nicht löst.

    Jetzt seh erstmal zu, dass du in den nächsten Jahren deinen Labradoodle gut "hinbekommst". Da hast du ne Menge Arbeit vor dir. Aber mit der Zeit wirst du auch immer mehr dazu lernen. ;)

    Ich finde auch, dass es genug ist. Hab ja auch recht deutliche Worte gesagt. Bin aber der Meinung, dass Johanna mit ihren 15 Jahren (war doch richtig so, oder?) ihr Bestes tut um sich schlau zu machen. Ich hoffe, dass daraus genug Negatives bzgl. dieser Art der Hundeanschaffung herausgekommen ist.
    Wenn du, Johanna, dass später bei deiner ersten eigenen Hundeanschaffung noch im Hinterkopf hast, und dir besser einen Züchter in Deutschland suchst, wo du die Elterntiere in ihrem richtigen Zuhause (Fotos und Videos sind leider sehr sehr oft nur gefaket) kennenlernen kannst, und deinen zukünftigen Welpen ab der 4. Lebenswoche direkt besuchen und kennenlernen kannst, dann hat sich der Thread ja zumindest nachhaltig gelohnt, trotz der Prügel, die du einstecken musstes.


    Wenn der Welpe dann bei euch ankommt, dann würde ich ihn noch bei einem Tierarzt gründlich durchchecken lassen, und gechipt, geimpft und entwurmt sollte er auch sein.
    Ansonsten wünsche ich dir, dass er gesund und wesensfest ist, und du dich weiterhin auf dem Laufenden hälst, was Hundehaltung und Erziehung angeht. Du musst es später ja nicht so machen wie deine Eltern jetzt ;)

    Ich kann dir wärmstens das Buch/DVD "Das Kleingedruckte in der Körpersprache der Hunde" empfehlen.
    Hört sich so an, als ob du die Signale deines Hundes nicht deuten kannst. Da hilft das Buch bzw. die DVD wirklich gut, und du wirst deinen Hund besser "lesen" lernen, und dein Sohnemann zu gegebener Zeit (wenn er alt genug ist so was zu verstehen) auch ;)

    Honig, was hast du denn für ein Problem mit meinem Geschriebenem?
    Ich gebe hier lediglich ein paar Tips und Hinweise, was der TS für die Zukunft im Auge behalten sollte, nämlich das Thema "Jagdtrieb". Das hat nix mit Klugscheißerei oder Vorwürfen zu tun. Und gerade im ersten Lebensjahr eines Hundes ist es umso wichtiger, da bestimmte Dinge von Grund auf richtig aufgebaut werden.
    Wenn man an gewisse Dinge wie eben das richtige Grundgehorsam von Anfang an intensiv herangeht, macht es das spätere Händling um vieles leichter.
    Ich spreche aus Erfahrung und hab schon genug erlebt. Meine Maus hatte zwar ein vermeindlich gutes Grundgehorsam als sie mit 3,5 Jahren zu mir kam. Aber da es in der Vergangenheit versäumt wurde mit der Jagdtriebigkeit richtig umzugehen, macht es heute viel schwieriger daran bzw damit zu arbeiten, als wenn wir es vom Welpenalter hätten tun können. Da reicht halt ein alltagstaugliches Grundgehorsam nicht aus.


    Das hat nichts mit Klugscheißerei zu tun, sondern viel mehr damit, dass man eben gewisse Punkte für die zukünftige Erziehung mit beachten sollte.
    Keiner sagt hier, dass der Welpe mit wenigen Wochen schon alles können muss. Der Grundstein wird aber jetzt gelegt, und nicht erst in etlichen Monaten wo der Junghund sowieso mit Ohren-auf-Durchzug in die Pubertätsphase kommt.

    Deckchen muss auch nicht grundsätzlich geübt werden. Viele Hunde legen sich auch einfach so auf den Boden.
    Manchen Hunden hilft es aber mit Deckchen, da sie, wie meine Maus, nur sehr kurzes Fell ohne wärmende Unterwolle hat, und am Bauch dazu noch fast nackich ist. Da ist aufm kalten Boden liegen halt schwerer. Bei nem Labradoodle wird das wohl eher kein Problem sein.
    Das Wichtige ist, dass er lernt ruhig entspannt liegen zu bleiben. Das fängt man zu Hause schon Schritt für Schritt an zu üben. Bedenke aber, dass ein Welpe grad in den ersten Wochen/Monaten noch sehr hibbelig ist. Also alles immer ganz langsam und in kleinen Abschnitten üben.


    Johanna, das ist ja hier an Tips auch alles recht viel auf einmal. Überlegt dir, welche Regeln und Kommandos für euch wichtig sind, und gehe das dann Stück für Stück in kleinen Übungsabschnitten durch, wenn der Kleine erstmal angekommen ist bei euch. Alles mit Zeit und Ruhe. Der Kleine hat grad in der ersten Zeit bei euch viel Neues zu entdecken. Lass ihn dann erstmal in Ruhe bei euch ankommen und alles kennenlernen. ;)

    Zitat

    Ähm Jagdersatztraining, Mantrailing Nasenarbeit Objektsuche - bitte? Das ist ihr erster Hund ... woher soll er bitteschön wissen wie man das aufbaut? Wer wusste das schon als Ersthundehalter?



    Auch als Ersthundehalter hat man die Verantwortung für so ein Tier. Und da es nunmal eine Rasse mit einer riesigen Portion Jagdtrieb ist, sollte man sich diesbezüglich schon mal vorher damit auseinandersetzen. und schauen wie man so einen Hund auslasten kann. Ansonsten haben wir in nem halben Jahr das nächste Thema "Hilfe, mein Hund jagd/hetzt - Rückruf funktioniert nicht" hier eröffnet.
    Klar ist, dass man als Ersthundehalter von Begriffen wie Objektsuche, Nasen- oder Fährtenabeit usw. vorher noch nie was gehört hat. Aber es kann ja nicht schaden das sich gerade jetzt, wo derjenige noch am Anfang seiner Hundehalterkarriere steht, damit auseinandergesetzt wird. Dem Hund ist es schließlich egal wer da am anderen Ende der Leine hängt, wenn er sein Jagdverhalten so richtig auspackt.
    Bei solchen Hunden muss schon von Anfang an damit umgegangen werden, grad was die Grundausbildung des Hundes im Gehorsam betrifft. Wenn jetzt in den ersten zwei Jahren geschludert wird, wird es später umso schwerer da was nachzuarbeiten.

    Zitat

    Nein es wird Trockenfutter sein, aber will sie wenn die schon was machen muss was tolles haben? :lol:
    Ja Luna77, das war total hilfreich :D ich möchte (wenn sie alt genug ist) Agility machen, damit ich auch mal in Bewegung komme und nicht immer nur vor mich hinspaziere :ops:
    Und (wie ich finde) ist es auch was sehr schickes wenn die Hunde brav an der Leine und am Halsband laufen und dann ruhig unter dem Tisch liegen während Herrchen/Frauchen in Ruhe isst :D


    Dann brauchst du aber große Tische, wenn dein Hund später mal unterm Tisch liegen soll. :lol:
    Gewöhn ihm ein bestimmtes kleines Deckchen an, den er dann immer in einer ruhigen Ecke des Raumes, oder neben dir gelegt bekommt. So bist du komplett flexibel mit Liegeplatz. Wo sein Deckchen liegt, heißt es Platz nehmen quasi. Ist aber kein Muss. Wichtig ist , dass der Hund ruhiges Liegenbleiben lernt. Wenn dafür kein Deckchen nötig ist, ists auch gut. Musst du später hat testen.
    Unterm Tisch finde ich immer zu gefährlich, weil Menschenfüße aus Versehen treten können.

    Zitat

    Okay dann werde ich immer beides zur Hand haben :)
    Was brauch ich denn alles zum spazieren gehen? Ich hab gehört das döse Bauchtaschen unentbehrlich sind, aber was soll da alles rein? :)


    *Lach* Neeee, du musst nicht immer alles dabei haben. Dann müsste ich ja jedes mal nen ganzen Koffertrolli dabei haben, wenn ich alle Trainingsutensilien mitnehmen, oder wenn ich verschiedenen Unternehmungen starte.
    Mal so als Beispiel wie ich es mache:
    Im alltäglichen Spaziergang hat Ashanti das Geschirr an, da wir meistens mit Schleppleine unterwegs sind. Muss sein, da sie leider aktuell noch nicht freilaufen darf, die olle Jagdsau *lol*
    Gehen wir auf den Hundeplatz zum Begleithunde-Prüfungs-Training (wir sind in nem Verein), dann hat sie Halsband an. Auch wenn wir anderweitig unterwegs sind, wie Stadt, oder ins Restaurant, Café zu Freunden usw, dann hat sie Halsband an. Ist einfach bequemer, wenn sie ne Zeit lang ruhig auf ihrem Platz liegen soll.
    Bei längeren Ausflügen, wo das Programm wechselt, ist immer n Rucksack dabei, allein schon weil unsere kleine Diva immer ihr eigenes Deckchen braucht. Da passt dann auch noch mehr Zeugs mit in den Rucksack. Reisenapf, n bissl Futter, Leckerlies und evtl ne Flasche mit Leitungswasser.


    Ne Bauchtasche hab ich auch. Da sind Leckerchen, Kakkibeutel, Hundepfeife drin. Naja, und mein Privatkram wie Haustürschlüssel usw. Da Ashanti Spielzeug komplett unspektakulär findet, bauchen wir so was nicht auf unserem Gassigang. Ich kenne aber Leute, die haben nen ganzen Hunde-Spieli-Paradies mit dabei. Keine Ahnng wie die das immer alles mitschleppen.
    Ich habe mitlerweile noch as Alternative zur Bauchtasche Arbeitshosen mit mehren Beintaschen und großen Taschenfächern. Gibts beispielsweise bei Engelbert-Strauß. Da passt unser Kleinkram ganz gut in die Hosentaschen, und sogar nen Futterdummy hat da noch Platz.


    Hoffe das hilft weiter als Tip ;)