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Live kenne ich ihn leider nicht
Weiß den Namen auch leider gar nimmer.
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Hey, da guckt man nach längerer Zeit! in den alten Thread hier rein, da man sich hübsche Schäferhunde und deren Mixe angucken will und dann stolper ich über Deinen Kommentar 
Da ich kein aktiver Forenmensch mehr bin (ab und zu habe ich mal Phasen, da bin ich mal aktiv und dann wieder könnte man meinen Account einmotten) ist das komplett an mir vorbei gegangen. Manchmal habe ich mich auch löschen lassen und dann wieder neu angemeldet, aus verschiedenen Gründen. Einige von Euch kennen auch die einen oder anderen Gründe.
Daher die verspätete AW: Ich habe absolut gar nix gegen Foren Treffen.
Wollte ich nur mal in den Raum werfen.
Deine Amy würde ich auch sehr gerne kennenlernen. 
Jetzt ist ja eine gewisse Zeit vergangen, seit ich über meinem Rüden hier schrieb, deshalb ein kurzes Update:
Wie ist euer Schäfi so, was macht er, was mag er, was nicht?
Nach wie vor kann man mit Ram (belgier-mix) Bäume ausreißen, er hat sich zu einem ganz tollen Hund entwickelt. Jetzt, als 5 Jähriger, ist er vom Kopf und Körper "fertig", er ist in seinen Grundzügen ein eher ernster, souveräner Rüde. Gegenüber anderen Hunden in einer Gruppe tritt er als "Erzieher" auf, splittet aufkommende Konflikte unter Hunden und schaut, dass niemand versehentlich verloren geht, wenn wir in einer Gruppe unterwegs sind. Fremdhunde sind nicht immer seins. Was für ihn ein "no-go" ist:- wenn Fremdhunde distanzlos in uns reinkrachen. Dann geigt er denen seine Meinung. Außerdem mag er keine Hektik und Unruhe. Weder von uns Besitzern noch von anderen Vierbeinern. Unruhe möchte er gerne unterbinden. Ein Punkt den er deshalb lernen musste- sich selbst zurück nehmen zu können.
Ram ist zu einem festen Bestandteil unserer Familie geworden. Wir können ihn überall mit hinnehmen, dies war früher stets unser angestrebtes Ziel.
Wen er besonders gerne mag, ist nach wie vor mein Papa (der stets mit ihm Unsinn veranstaltet). *lach*
Und eine Jack Russell Terrier Hündin hier aus der Nachbarschaft hat es ihm angetan, der Dame ist er völlig verfallen. Das beruht aber auf Gegenseitigkeit. Die Hündin, die sonst schlechte Erfahrungen mit SH gemacht hat, ist in ihm vernarrt.
Was frisst er, wie gut hört er?
Seit einem Jahr wird Ram gebarft, was er sehr gut verträgt. Dabei werden wir bleiben.
Zu seinem absoluten Highlight in den Wintermonaten gehört Aas. Das ist der Einzige Punkt, bei dem wir uns hin und wieder ins Gehege kommen. Wenn Ram den Kopf in die Höhe streckt und wittert, muß ich ihm rechtzeitig bescheid geben, dass er bei mir bleiben muss, sonst entscheidet er innerhalb weniger Augenblicke, dorthin zu laufen um sich den Bauch vollzuschlagen. (Distanzen würden dann keine Rolle spielen). Leider spielen Krähen in seinem Leben ebenfalls eine Rolle. Ich mag mal behaupten, dass er am Ruf einer Krähe erkennt, wann diese Aas gefunden hat. (Dann geht die Nase hoch und es wird in die Richtung gewittert, aus der die Rufe kommen).
Ich biete ihm ab und zu an, mir seinen Fund zu zeigen, wenn es das Gelände zulässt. Er kriegt dafür ein Geschirr an (da wir ab und zu Fährten, habe ich sehr häufig ein Geschirr dabei) und dann kann er mich zum Fund führen, wird dann von mir bestätigt, wenn er sich zu mir umorientiert. Das klappt super. Der einzige Nachteil darin ist, oftmals muss man abgehärtet sein. Der letzte Fund, den wir machten, war eine tote Katze. (Wir sind selbst Katzenbesitzer).
Würde man Ram im Wald aussetzen, er könnte dort überleben. Er sammelt Beeren, Gräser, frisst nahrhafte Rinde. Ich konnte beobachten, wie er eine bestimmte Wurzelsorte frisst, von der Pflanze fehlt mir zur Zeit der Name.
Von meiner ehemals sehr strengen Erziehungsschiene hatte ich irgendwann Abstand genommen, da unsere Beziehung sehr darunter litt. Ich bin nach dem Prinzip- Zuckerbrot und Peitsche vorgegangen. Gerade in Interessenkonflikt- Situationen hatte sich Rams Problemverhalten verstärkt.
Heute sagen mir Aussenstehende, ich hätte einen gut erzogenen, völlig "coolen" und gelassenen Hund. Selbst nehme ich das nicht so wahr, weil ich weiß, dass mein Rüde anders sein kann, gerade dann, wenn ihm gehörig etwas gegen den Strich geht.
Ram hat keinen 100%tigen Gehorsam und im Alltag keinen großen "willen zu gefallen", trotzdem weiß er, woran er bei uns ist, wenn bestimmte Dinge einfach sein müssen..
Was ist seine Auslastung?
Lange, ruhige Spaziergänge durch Wald und Wiese, bei denen wir unsere Umgebung sehr genau erkunden, egal bei welchen Wetter und egal bei welchen Temperaturen.
Für alle anderen Dinge, die mit Bewegung zu tun haben, lässt er sich sofort begeistern.
Vor zwei o.d drei? Jahren war ich mit Ram im Hundesport aktiv (vielen Dank noch mal an bordy, die mir damals einen neuen Aufbau in der UO gezeigt hatte). Dadurch schafften wir die Begleithundeprüfung.
Irgendwann war es zeitlich und von der Entfernung her nicht mehr drin, zum Hundeplatz zu gehen.
Ich muß sagen, dass ich schon Lust hätte, im Hundesport wieder aktiv zu werden, mit dem Dicken.
Er wäre sicher mit Eifer dabei.
Nach wie vor mag er es, gemeinsam mit mir in der UO zu arbeiten.
Ist die Arbeit beendet, fährt er sofort runter und entspannt sich.
Nur ohne Trainer, der mal bei uns rüber schaut, weiß ich nicht, wie wir unsere Arbeit optimieren können.
Zu den Lieblingshobbys meines Hundes gehört u.a das Klettern. Er ist eben eine halbe Katze.
Das ist etwas, wo ich ihn ihm Auge haben muß, wenn wir an Felsen im Wald vorbeikommen. Sehr schnell, man sieht einen Moment nicht hin- ist der Hund plötzlich über einem und will sich auch net unbedingt von seiner Leidenschaft abbringen lassen.
Wollt ihr nochmal einen Schäfi oder "never again"?
Immer wieder.
Wir haben uns darauf festgelegt, wenn irgendwann ein Zweithund hier einziehen sollte (was sich aus finanziellen Gründen zur Zeit nicht reallisieren lässt), dann auf jeden Fall einen SH vom Züchter.
Hier mal aktuelle Bilder von meinem Buben.
Sollte Ram irgendwann nicht mehr sein, dann wird er eine sehr große Lücke hinterlassen.
Ich habe meinen Buben unheimlich lieb. Von ihm konnte ich als Ersthunde Halter sehr viel lernen. Sehr oft war er der jenige, der mich hier geerdet hat. Und das im wahrsten Sinn des Wortes.
Dafür danke ich ihm.