Beiträge von AndiSil

    @feenzauber


    Von den kleinen Spitzen habe ich bisher eher unerzogene Exemplare (ähnlich Chi) kennengelernt. Wenn ich mich mit denen aber etwas abgegeben habe, waren sie dann doch freundlich. Die meisten waren eher von ihren Menschen alleine gelassen, im Sinne von, nun ja, der bellt halt, ohne dass die Besitzer sich eingemischt und geregelt haben.
    Mittelspitze habe ich solche und solche kennengelernt. Sehr nette, aufgeschlossene Hunde aber auch unfreundliche Kläffer.
    Ob das aber an den Hunden lag oder eher an den Umständen, kann und möchte ich nicht beurteilen.


    Und es ist natürlich eine andere Hausnummer, wenn ein 25cm Fellknäuel oder ein 53cm großer, ca 20kg schwerer, schwarzer Hund (der durch das Fell viel größer wirkt) kläffend und knurrend auf jemand zu rennt...



    Ich möchte hier niemand generell vom Spitz abraten. Es gibt sicher auch nettere Exemplare als Charlie. Aber es kann auch jedem, der sich einen Hund dieser Rasse holt, so gehen, wie uns. Und dann ist halt die Frage, ob man da durch möchte oder nicht.
    Und wenn ich eben täglich mit wechselnden Menschen (Kunden) zu tun habe, muss ich mir das Leben (und das des Hundes) ja nicht extra noch schwerer machen als nötig.


    Grüßle Silke mit Charlie

    Von den Braunen gibt es ja noch viel weniger als von den Schwarzen. Von daher weiß ich es nicht wirklich.
    Wenn ich allerdings bedenke, dass die braunen ausschließlich bei Verpaarungen von schwarzen Großspitzen fallen, könnte es da schon gewisse Ähnlichkeiten geben.


    Grüßle Silke mit Charlie

    Seit fast 8 Jahren lebt mein schwarzer Großspitzrüde bei mir.
    Bevor er hier einzog, kannte ich die großen Vertreter dieser Rasse nicht persönlich, war aber durch die vielen Infos im Netz usw. davon überzeugt, dass es die absolute Traumrasse sein muss!
    Charlie stammt aus einer VDH Zucht, also nicht von einem Bauernhofvermehrer o. ähnliches.


    Was ich in diesen Jahren gelernt habe:
    Es gibt große charakterliche Unterschiede zwischen den Farbschlägen.
    Klar, auch spitztypische Eigenschaften, die bei allen zu finden sind.
    Weiße Großspitze und Wolfsspitze sind im Verhalten um ein vielfaches gemäßigter als die schwarzen.
    Im Laufe der Jahre konnte ich mit einigen, vor allem Rüdenbesitzern der großen Schwarzen meine Erfahrungen austauschen.
    Um es ganz deutlich zu sagen, ein schwarzer Großspitzrüde wird sich kaum auf eine Diskussion einlassen, wenn seiner Meinung nach Gefahr besteht. Und Gefahr besteht laut seiner Meinung oft. Es ist ein knallharter Wachhund, der das auch durchzieht, egal was der Mensch dazu meint. Es sind zum großen Teil immer noch diese Spitze, die vor Jahrzehnten auf den Höfen zum Schutz von Frauen und Kindern gehalten wurden und benehmen sich entsprechend.
    Da kann ich lange mit Erziehung kommen, es steckt in diesen Hunden drin. Glaub mir, ich habe es mir nicht leicht gemacht und habe viel Zeit und Geld in Trainer investiert. Es ist genau so wenig möglich, einem Hütehund das Hüten abzugewöhnen, wie einem Wachhund das Wachen!
    Es war zum Beispiel sehr lange nicht möglich, mit Charlie an einzelnen Männern vorbei zu gehen. Frauen und Kinder gar kein Problem. Aber ein Mann, am besten noch alleine im Wald, da war er nicht mehr zu halten. Alleine das hat mich Jahre an Arbeit gekostet.
    Wer einen Spitz kennt weiß, dass man mit einfachem Verbieten eines Verhaltens nicht weiter kommt. Dann macht er komplett dicht. Also sind Probleme dieser Art nicht über reinen Gehorsam zu lösen. Da ist Überzeugungsarbeit zu leisten. Und selbst wenn ich ihn einmal davon überzeugen kann, dass der Mensch da vorne uns nichts Böses will, fängt die Diskussion beim nächsten von vorne an.


    Einige Probleme konnten wir lösen und haben zusammen gefunden. Bei vielen Dingen bleibt mir aber nur managen.


    Charlie ist ein toller Hund, im Rahmen seiner Möglichkeiten! Er ist unheimlich intelligent, lernt Tricks meist nebenbei aber man darf ihn nie unterschätzen!


    Und wer sagt denn, dass Spitze keinen Jagdtrieb haben???
    Charlie jagt schlimmer als jeder Terrier!
    Er geht auf Spur und noch extremer auf Sicht. Seine Rassebeschreibung ist ihm da total schnurz. Und er lässt sich auch mit keinem Ersatzverhalten (Futterbeutel, Reizangel,...) umlenken. Auch das habe ich mit einer speziell ausgebildeten Trainerin versucht. Also gehört er auch zu den armen Hunden, die im Wald nicht frei laufen dürfen. Da wir in einer wildreichen, ländlichen Gegend leben, war es mir sehr wichtig, einen Hund ohne Jagdtrieb zu haben. Tja nun...


    Nächster Punkt: Standorttreue. Kurze Antwort: Unser Garten hat einen schönen, hohen Zaun bekommen. Mit Riegeln an den Türen, die nur von außen zu öffnen sind oder Drehknöpfen.


    Seit ich Charlie habe, durfte ich auch einige Eurasier kennenlernen. Es waren durchweg Hunde, die Menschen gegenüber zwar nicht mit freudiger Labbi-Art begegneten aber doch durchaus netter und höflicher als ein schwarzer Großspitz. Auch in Gesprächen mit zwei Eurasier Züchtern bekam ich das bestätigt.
    Auch Samojeden durfte ich durch einen Züchter hier im Ort schon einige kennenlernen. Ja, die kläffen wie ab und ab und an gehen die auch mal jagen. Aber sie sind um Welten freundlicher Fremden gegenüber, als Charlie!!!


    Ich denke nicht, dass der schwarze Großspitz eine "schlechte" Rasse ist.
    ABER: Es ist eine Rasse, die eben nicht auf unsere momentane Gesellschaft ausgelegt ist. Wenn ein Spitz vor Jahren eben jemandem, der auf den Hof kam, an den Hosen hing, dann war das halt so. Heute möchte ich über die Folgen gar nicht nachdenken.
    Wer die Möglichkeit hat, mit solchen sehr speziellen Eigenschaften seines Hundes klar zu kommen, bitte, der wird Freude an ihm haben.
    Aber ich sehe so einen Hund nicht auf einem offenen Hof, mit vielen fremden Leuten. Das ist nicht seine Bestimmung und das wird kaum funktionieren.
    Vielleicht gibt es einzelne Exemplare, die dafür geeignet wären. Aber diese Garantie kann einem kein Züchter der Welt geben.


    Wir haben das Glück, dass wir eher ruhig leben, Besuch selten kommt und ich das dann gut managen kann. Aber unser Alltag hat sich in einigen Dingen schon wegen Charlies Eigenschaften geändert, was ich mir so auch nicht vorgestellt hatte.
    Es gibt in der Spitzzucht einige Menschen, die umdenken und viel Wert auf nervenstarke, alltagstaugliche Großspitze legen. Das sind meist solche, die weg gehen von der reinen Farbzucht und hin zu den bunten Spitzen. Da wird es bestimmt mehr "nette" Großspitze geben, die alltagstauglicher sind.


    Liebe Grüßle
    Silke mit Charlie

    In der Ecke sind die Großspitze von den Glücksspitzen. Ich glaube, da gibt es aber erst nächstes Jahr wieder Welpen.


    Ich selber habe einen schwarzen Großspitz, bin allerdings etwa 2 Stunden Autofahrt von Freiburg entfernt.



    Ich habe auch noch eine Frage.
    Wir haben ein Wohnmobil gekauft. Für die Autobox ist da kein Platz. Nun möchte ich Charlie mit einem Autogeschirr sichern.
    Kann mir jemand eins empfehlen, das gut passt? Mit der Halskrause ist das ja nicht so einfach...


    Grüßle Silke mit Charlie

    Charlie heult auch bei Kirchenglocken, allerdings nur wenn er draußen ist. Vor ein paar Wochen waren wir abends auf dem Weg zu einer Freundin als zur Abendmesse geläutet wurde. War ganz schön peinlich mit dem in den höchsten Tönen jaulenden Hund durch die Kirchenbesucherschar zu gehen :ops:


    Dann "singt" er bei Livemusik immer mit. Klavier, Mundharmonika, Flöte und vor allem Akkordeon, was mein Sohn spielt. Üben ist nur möglich, wenn der Hund nicht da ist, sonst kann Junior vor Lachen keine Note mehr spielen.


    Einmal waren wir im Urlaub in Spanien auf einem Markt. Am Ausgang saß da ein Mann und hat Akkordeon gespielt. Erst habe ich den gar nicht so wirklich beachtet in dem Gedränge aber Charlie fand den toll und hat gleich losgelegt. Das war SO PEINLICH!!! Alle blieben stehen und haben dem Hund zu geschaut, wie er den Kopf in den Nacken hob und losgeheult hat :headbash:


    Und es gibt noch etwas wobei Charlie heult.
    Wenn Hündinnen in der Umgebung eine Gebärmutterentzündung haben. Erst dachte ich, es sei einfach wegen der Läufigkeit. Aber bisher reagierte er 3x total stark auf andere Hündinnen, jaulte selbst die Nächte durch. Bei der ersten Hündin erfuhr ich dann, dass sie notoperiert werden musste. Bei der nächsten, bat ich den Halter, nach seiner Hündin schauen zu lassen. Er nahm das nicht ernst und auch diese musste ganz schnell operiert werden. Bei der nächsten Hündin einer guten Freundin wurde mir auch nicht so recht geglaubt aber sie hat wenigstens nachschauen lassen. Und auch da lag Charlie richtig.


    Grüßle Silke mit Charlie

    Oh, solche Fütter-Menschen hasse ich wie die Pest!
    Mattis sollte mal Diätfutter fressen. Er war, nun ja, milde ausgedrückt nicht sehr begeistert davon. Er wollte ständig raus und schlug immer die selbe Richtung ein. Ich folgte ihm einmal und stellte fest, dass er eine Straße weiter einen ständig mit billigem Supermarktnaßfutter gefüllten Napf fand! Ich weiß ganz genau, dass diese Leute keine eigene Katze haben.
    Als es dem Kater immer schlechter ging, klingelte ich dort und bat darum, die Fütterung einzustellen. Hier gibt es keine streunenden Katzen, alle werden irgendwo versorgt. Die Leute fanden es aber doch sooo schön, wenn die fremden Katzen zu ihnen kamen und sich die Bäuche voll futterten.
    Aber, sie wollten darauf achten, Mattis nicht mehr zu füttern. Allerdings hielten sie sich nicht daran und sein Durchfall wurde so schlimm, dass er hier die Blumentöpfe als Toilette mißbrauchte und dann noch beim TA an den Tropf musste.
    Da stellte ich die Nachbarn nochmals zur Rede und jaaa, es könnte schon sein, dass er nochmal was bei ihnen gefunden hatte aber das sei ja gar nicht so schlimm und er hätte doch solchen Hunger,...
    Ich drohte dann damit, dass sie die Tierarztrechnung übernehmen müssten und fand das ganze einfach unglaublich!
    Ab da war dann eine ganze Zeit Ruhe.
    Wenn es nun von Zeit zu Zeit wieder anfängt, genügt ein Hinweis auf die Rechnung und der Durchfall ist wieder weg...
    Leute gibts...


    Grüßle Silke mit Charlie, Mattis und Nala

    @Ruth F auch hier sind die Daumen gedrückt!!!


    @peikko Ich hielt solche Katzen-Klau-Geschichten auch immer für naja, Märchen, übertrieben...
    Letztes Jahr war ich kurz auf der Gästetoilette die direkt neben dem Hauseingang ist. Durch das schräg gestellte Fenster konnte ich hören, wie ein Auto vor dem Haus anhielt, eine Autotür geöffnet wurde und eine weibliche Stimme anfing unseren Kater zu locken. DIe Stimme kam näher...
    Ich machte mich so schnell wie möglich fertig und stürzte zur Haustüre. Konnte gerade noch die Rücklichter eines mir unbekannten Autos sehen und unseren Kater, der sich unter mein Auto, das im Hof stand, verkrümelt hatte. Er kam dann schnell rein gerannt. Nur gut, mag er keine fremden Menschen. Ein paar Wochen später erzählte mir einer meiner Söhne nochmal so eine Geschichte, auch er war zu spät an der Türe.
    Auf einem etwas abgelegenen Hof hier in der Nähe, kommt es öfter mal vor, dass jemand Katzen aussetzt. Der Bauer kümmert sich dann, füttert und schaut nach ihnen. Ziemlich genau so oft, sind diese dann plötzlich verschwunden. Auch eine sehr zutrauliche Katze, die oft bei uns zu Besuch war, verschwand plötzlich.
    Ich vermute, dass es Menschen gibt, die sich lieber hier auf dem Land eine ach so arme vermeintlich herrenlose Katze holen, anstatt im Tierheim Geld dafür zu bezahlen.
    Unser alter Kater ist sehr mißtrauisch gegenüber Fremden und lässt sich nicht so leicht einfangen. Aber um unsere Kleine habe ich da noch etwas Angst. Aber sie möchte momentan noch gar nicht raus. Versuche mit Geschirr und Leine scheiterten schon an der Haustüre. Ist aber auch so ok. Soll sie halt noch drin bleiben.


    Grüßle Silke mit Charlie, Mattis und Nala

    Mein Ofen hat nur eine Kammer. Die ist rundherum mit Steinen ausgestattet. Darin wird das Feuer gemacht und dann nach dem Ausräumen da gebacken.
    Man kann auch Glut zur Seite schieben und bei Bedarf nochmal aufheizen. Bisher war das aber nicht notwendig. Die Temperatur hält sich sehr lange, meist ist es am nächsten Tag noch warm drin.


    Grüßle Silke mit Charlie