Beiträge von just2dun

    es zerstört nicht die Darmflora

    Vs. schädigt. Zerstört=nix mehr da, Schädigt=andere zusammenseztung und/oder weniger.


    sonst hätten alle Schafe, Rinder, Pferde anschließend Durchfall

    Zeige mir ein Rind ohne Durchfall....auch bei Pferden ist Kotwasser weit verbreitet.


    Folgendes steht bei Milbactor (Milbemax) unter Nebenwirkungen:
    "In sehr seltenen Fällen wurden bei Hunden nach der Verabreichung der Kombination von Milbemycinoxim und Praziquantel allgemeine Symptome (wie Lethargie) , neurologische Symptome ( wie Muskelzittern und Ataxie) und/oder gastrointestinale Symptome ( wie Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit und Speicheln) beobachtet."

    Sagt das was über eine mögliche schädigung aus? Nein, dazu müssten Kotuntersuchungen in bezug auf die microbioelle Zusammensetzung bei unbehandelten Hunden im Vergleich zu behandelten Hunden gemacht worden sein.

    Und jetzt noch mal zum Mitschreiben für alle: Ivomec (Ivometine, ein Avectin) ist für Hunde nicht zugelassen.
    Also vollkommen müßig sich hier über diverse Folgen aufzuregen.


    "Makrozyklische Laktone
    Wirkstoffe:
    Bei den, unterdem Oberbegriffder makrozyklischen Laktone zusammengefassten Wirkstoffen handeltessichumVertreter derGruppe der Avermectine und Milbemycine"


    Avermectine und Milbemycine gehören zur selben Wirkstoffgruppe.


    Avermectine = Ivomec = Milbemycine = Milbemax



    In Australien seinerzeit hat es so gut gewirkt, daß der Kot nicht mehr verrottete, daher auch für Schafe nicht mehr, zumindest bei Großhaltung

    Womit wir beim Punkt wären. Es schädigt Flora und Fauna, auch die Darmflora.

    "Bei diesen Species (ausser bei Neugeborenen, gewissen Hunderassen und der Rinderrasse Murray Gray) weisen die Avermectine und Milbemycine eine sehr gute Verträglichkeit für den Wirtsorganismus auf, so dass es erst nach mehr als 10facher Überdosierung zu toxischen Effekten kommt."

    Stimmt, steht da. Und im nächsten Absatz:


    Wegen ihrer Lipophilität können Avermectine durch die Membranen jeder intakten Blut-Hirn-Schranke diffundieren.




    Übrigens empfehlen auch die Vertreter der selektiven Entwurmung beim Pferd bei genauerer Nachfrage bei Pferden 1* jährlich auch bei negativem Parasiten-Befund mir einem Avermectin-/Praziquantel- Präparat zu entwurmen

    Ich kenne es so, daß empfohlen wird, in Dasselgebieten mit Ivomec im Herbst/Winter zu behandeln.


    Bandwürmer wurden/werden nur auf begründeten Verdacht bzw. wenn Glieder im Kot gefunden wurden behandelt.

    In einer in artgerecht-tier.de verlinkten Studie heißt es:


    • „Zudem ist die intakte Blut-Hirn-Schranke bei Vertebraten (Wirbeltieren, Anmerk. d. Verf.) kaum permeabel für Avermectine, es kommt aber trotzdem auch an Neuronen des Gehirns von Säugetieren zu einer Verstärkung GABA-erger Prozesse…“, so eine Dissertation der Universität München aus dem Jahre 2011(http://edoc.ub.uni-muenchen.de…/1/Schnerr_Cornelia_U.pdf).
    • „Avermectine sind lipophile (Fett liebende) Verbindungen, deshalb „können Avermectine durch die Membranen jeder intakten Blut-Hirn-Schranke diffundieren.“ (http://www.vetpharm.uzh.ch/rel…?clinitox/swn/toxiswn.htm) - Zellmembranen bestehen großteils aus Fettmolekülen!


    Desweiteren ist in der LMU Studie folgendes zu finden


    "Der genaueWirkungsmechanismus derAvermectine wirdjedochnoch diskutiert.
    Inzwischen geht man voneiner parallelen Wirkung sowohl aufGlutamat- als auch auf
    GABA- gesteuerte Chloridkanäle aus(FENG et al.,2002; NJUEetal.,2004)."


    Was im Klartext heißt, nix genaues weis man nicht.


    In einer Schrift des Umweltbundesamtes gibt es einen Hinweis darauf, das auch anderes Getier beim Einsatz zu Schaden kommt.


    Der Rückschluss des Umweltbundesamtes "Schwerpunkt dabei sollte vor allem die Reduktion des Verbrauchs antibiotischer und antiparasitärer Wirkstoffe sein."


    09.04.2014_hintergrundpapier_arzneimittel.pdf

    Und ich habe schon lange genug Tiere um mitzuerleben, das nebenwirkungsfreie Medikamente, plötzlich doch Nebenwirkungen hatten und von Markt genommen wurden...


    Und die geschichte mit dem Pferd ist so passiert, genau so. Nur das ich das Ende nicht weis, da die Besitzerin, aus gegebenen Anlaß, nicht mehr auf Kursen erschien...


    Jemand hat mal die geschätzten Todesfälle aufgrund von Medikamentengaben beim Menschen gepostet. Es wäre ein Wunder wenn es das gleiche, nicht auch beim Tier gäbe, mit dem Unterschied, das Menschen Ihre Befindlichkeiten Verbal äußern können, beim Tier kann man nur aus seinem Verhalten Rückschlüsse ziehen.

    Wenn es keine Ursache gibt, gibt es keine Untersuchung.

    Erst mal muß man eine Ursache mal grundsätzlich in erwägung ziehen, daran happert es ja schon meistens.



    Aber ganz simpel: was nicht funktioniert wird nicht gekauft. Das gilt für alles, nicht nur Wurmmittel.

    Wer weiß denn schon, ob das so ist? Wer macht eine Kotprobe vor und nach der Wurmkur? Wenn der Hund vorher keine nachweisbar hätte, hinterher wird auch nicht geschaut. Es wird einem geradezu eingebläut, daß der Hund von Würmern aufgefressen wird, wenn nicht die 4x im Jahr oder noch besser alle 4Wochen WK zum Einsatz kommt.


    Und wenn in einer Uniklinik ein Verdacht auftaucht / auftauchen würde, dann würde dort auch geforscht werden.

    Auch Unikliniken leben von Geldern die die Wirtschaft aka Pharmakonzerne zur Verfügung stellen. Und auch hier gilt, man muss erstmal selber zulassen das ein Verdacht auftaucht. Und dann ist noch die Frage welche Rückschlüsse man daraus zieht.


    Dr. Bachmann von der LMU meinte sicher alle 4 Wochen. Wobei mir dann die Logik abgeht, warum als alternative Kotuntersuchungen alle 3 Monate reicht. Aber man muss im Leben nicht alles verstehen.


    Dann mal Beispiele aus meinem Leben.
    In meiner Jugend war ich öfter auf Reiterseminaren. Dort habe ich eine ebenfalls junge Frau mit Ihrem Araberli kennengelernt und auch sonst ausgetauscht.
    Bei Ihr am Hof wurde, wie sonst auch üblich 4x im Jahr entwurmt , ansonsten keine Prophylaxe. Wir dikutierten auch darüber ob das ausreichend ist oder zu viel und sie beschloss, beim nächsten Durchgang zumindest den Erfolg durch eine KP zu belegen.
    Beim nächtsten Kurs erzählte sie, das die nach-Wurmkur-Kotprobe Befall gezeigt hätte und mit Ihrem TA haben sie nochmal entwurmt.
    Wieder ne Zeit später, habe ich sie nochmal getroffen, nach jeder WK zeigte die KP noch Wurmbefall an, worauf hin sie nochmal entwurmt hätten, nach dem 4. oder 5. Zyklus bekam Ihr Pferd eine heftigste Kolik, Einlieferung in die Tierklinik, Kolik-OP, Ihr vorher lebenslustiger, lebhafter, glänzend wie eine Speckschwarte Araber war nur noch ein Schatten seiner selbst.
    Sowohl Sie als auch Ihr TA führten die Kolik auf die mehrfachen WK zurück. Ich übrigends auch.
    Wir haben uns dann aus den Augen verloren und ich weis nicht ob sich Ihr Pferd je wieder komplett erholt hat.


    Unsere Katze Zynthi
    War freigänger und ein guter Mäusefänger. Nach bedarf gab es eine WK und gut. Dann hatte sie mal wieder Würmer, Bandwürmer um genau zu sein. Jetzt war sie eine sehr anhängliche Katze, die gerne schmuste und mit vorliebe Bergab Milchtrittete. Also Hinterteil vorm Gesicht und mein Bauch wurde durchmassiert. So prickelnd fand ich da Würmer die direkt vor meiner Nase aus den After krochen und mir dann im Dekolletee kringelten auch nicht. Also wieder zum TA WK holen. Nach 3 Wochen das selbe Spiel wieder. Nochmal 3 Wochen nochmal. So kanns nicht weitergehen, mit meiner klass. Homöopatin gesprochen, nach Anamese Konstitutionsmittel rausgesucht, von da an hatte diese Katze bis zu Ihrem Tod, Jahre später, keine sichtbaren Würmer mehr.


    X Seiten vorher habe ich mal einige Links eingestellt.
    Wenn man die durchforstet hätte, hätte man auf Namen stoßen können, die sich mit der Bedeutung der Darmflora befassen. Selbst wenn es nicht die Studie gibt die sagt, Wurmmittel xy schädigt die Darmflora von Hunden. Wenn man denn mal gelesen hätte.


    Für die vielleser noch mal Links.
    : SymbioLact&mehr - Die Zeitschrift rund um Milchsäurebakterien, Ernährung und Gesundheit
    : Newsletter Darm und Mikrobiom

    Sein wir mal ehrlich, die meisten Mitglieder eines RZV sind voll und ganz zufrieden einfach nur Mitglied zu sein.
    Die wollen eine nette Homepage und/oder die Rassezeitung, nutzen die Infos für Trainings/Schau und gut ist.
    Etwas engagiertere gehen vielleicht noch auf die Mitgliederversammlung des Landesverbandes.
    Wer dann noch als Deligierter zur JHV des RZV geht ist dann entweder sehr engagiert, will etwas verändern, wohnt direkt ums Eck oder gehört zum Klüngel der Vorstandschaft.


    Für Änderungen brauchst du mindestens eine einfache Mehrheit, teilweise auch 2/3.

    Ich denke das es ein Irrglaube ist, jemals ein Lebewesen komplett "parasitenfrei" zu bekommen.


    Das Leben hat sich in gegenseitiger Coexistenz entwickelt. Wir brauchen bis zu einem gewissem Grad fremde Organismen, genauso wie sie uns brauchen.


    Die Forschung dazu steckt noch in den Kinderschuhen. Deshalb gibt es rein für Hunde wenig, aber der Hund als Säugetier wird sicher ähnlich anderer Säugetiere reagieren.


    Ich habe mal einige links dazu rausgesucht.


    scinexx | Mehr Bakterien als eigene Zellen: Das Mikrobiom als "erweitertes Selbst" des Menschen
    Bakterien? Ja, Bitte! - ein Artikel von Reader's Digest
    Artgerecht-Tier.de
    Gründe für dringend notwendige Veränderungen - Regelbasierte Zeitgemäße (+Selektive) Entwurmung
    Der Wurm und sein Wirt - Ein lesenswerter Bericht von Monika Peichl - cuxkatzen.de | Cuxhaven