Beiträge von Dächsin

    :D


    Die Frage wär ja, ob das nur an den Übungstagen auftaucht - und danach wieder kontinuierlich runterfährt - oder ob das Verhalten auch zwischendurch auftaucht.


    Gerade Arbeitshunde geraten manchmal in einen richtigen "Rausch" aus dem sie schlecht wieder rauskommen .......... und dann wäre das mit Übersprungshandlung gut zu erklären.

    Schilddrüse und Schmerzen im Bewegungsapparat (besonders wegen der HD) waren auch mein Gedanke.


    Und wie Lockenwolf würde ich die Kleine erstmal beim Osteopathen vorstellen - die finden Sachen.......... da wußte man gar nicht das es sowas gibt *staun*

    Ich kenne so ein Verhalten auch als Übersprungshandlung. Wenn ein Hund sehr aufgeregt ist -und nach Deiner Beschreibung passt das ja 100% - dann weiß er oft nicht wohin mit der Energie die da freigesetzt wird.


    Man kann es auch als Übersprung aus dem Stress heraus nennen - wobei hier eindeutig der positive Arbeitsstress gemeint ist. Das Wort Stress bezeichnet ja eigentlich nur extreme Aufregung und Ausschüttung aller benötigten Stoffe und Hormone - bei uns ist das Wort leider eher negativ belegt..............
    Dabei kann es zum Übersprung kommen - andere Hunde steigen aus und kläffen wie wild, zerren an der Leine usw.........alles, um die überschüssige Energie "irgendwie" abzubauen - und bei Deinem Hund bist Du halt das "irgendwie" :lol:


    Wenn meiner einen anstrengenden Tag hatte dann darf ich mich auch nicht zu ihm runter begeben - sonst bin ich auch das "irgendwie" .......... :lachtot:

    Hallo Peter,


    nun mal ganz ruhig.......... das wird schon !!
    Ihr habt den Kleinen erst seit 3 Tagen, es ist ein fremder Junghund der auf einmal den gewohnten Tagesablauf der anderen beiden stört. Und natürlich sind sie zumindest ein bissi eifersüchtig...


    Gebt den dreien etwas mehr Zeit als nur ein paar Tage um sich aneinander zu gewöhnen - und zusammen alleine lassen würde ich sie eher nicht. Mein Tipp wäre, jetzt besonders viele schöne Dinge mit den Hunden zu machen, besonders mit den "Alten". Spielt besonders beliebte Spiele mit ihnen während der Neue dabei sein darf aber stellt ihn nicht in den Mittelpunkt. So lernen die Alten, daß die Anwesenheit des Neuen positiv ist und die Zweibeiner in Spiellaune und lustig sind !!!


    Habt Geduld, lasst Euch Zeit, gebt den Hunden Zeit und alles wird gut. :gut:

    Das hat nichts mit Tierquäler zu tun sondern mit der Schwierigkeit, die Stärke des Strafreizes - was auch immer das in dem Moment ist - richtig zu dosieren.


    Ist er zu schwach nützt es nichts, man muss wiederholen und der Hund lernt eben nicht gleich beim 1., sondern vielleicht erst beim 3. oder 4. Mal - und das ist lerntheoretischer Unfug und der Hund lernt erstmal nichts...........
    Ist der Reiz allerdings zu stark kann der Hund traumatisiert werden - z.B. kann er sein Leben lang in Panik ausbrechen sobald er irgendwo einen Gartenschlauch sieht, Wasser spritzen hört oder auch nur das Wasser in der Blumengießkanne bemerkt. Hunde sind manchmal sehr erfindungsreich in ihren Ängsten...... :roll:


    Und besonders gefährlich sind die unbeabsichtigten Verknüpfungen, die ein Hund oftmals ungewollt festlegt.
    Beispiel: Hund will aus Grundstück raus, Wasser spritzt und erschreckt den Hund, Hund sieht in genau diesem Moment irgendwo ein Kind ............ :( : Eine mögliche Folge kann sein, daß der Hund den Wasserschreckreiz nicht mit der Grundstücksgrenze verknüpft sondern von nun an Kinder verdächtigt, ihn mit Wasser zu bespritzen. Und das kann dann je nach Hund und Stärke des Reizes für Kinder durchaus unangenehm werden.


    Das Schwierige an dieser Sache ist, das Hunde in der Umwelt oftmals Dinge wahrnehmen und mit Reizen verknüpfen - das kriegen wir gar nicht mit !!! Insofern ist das Beispiel mit dem Kind nicht wirklich weit hergeholt da Hunde eine wesentlich andere Wahrnehmung haben als wir.


    Aus diesen Gründen bin ich gegen diese Wasserflaschenrütteldosenschlüsselbund-Strafen. Das der Hund das richtig verknüpft.......... das ist schwierig und das würde ich -wenn überhaupt - nur ausgesprochenen Profis überlassen.

    Oh ja - nicht verzweifeln *Tüte-Geduld-rüberschieb*


    Wahrschinlich hängt das auch damit zusammen, daß er so früh von Mama und Geschwisterchen wegmußte - eigentlich hätte er da noch einiges lernen müssen..................daher braucht Ihr eine extra große Portion Geduld und Verständnis für den Kleinen.

    Unkaputtbaren :lol: Kong nehmen (die schwarzen) und mit Leckerlies und Schmierkram (Schmierkäse, Erdnussbutter, Leberwurst usw) füllen, ins große Loch einen größeren Keks klemmen und den Kong als "Alleine-bleib-Kauteil" verwenden.
    Normalerweise brauchen Hunde ziemlich lange, um das letzte Fitzelchen Leberwurst aus dem Kong zu puhlen - und danach sind die meistens so platt das sie schlafend umfallen.... :D


    Man kann auch selbstgekochte Gelatine einfüllen mit Fleischresten, Gemüse, Nudeln oder so drinne, das ganze Ding in die Gefriere und dann hartgefroren dem Hund überlassen.
    Er muss das durch Schlecken auftauen................ das dauuuuuuert :D Und das Ding ist 10x attraktiver als die blöden Kauknochen !!


    Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt - Du kannst das ja mal zwischendurch mal ausprobieren umd dann abschätzen zu können, was für Deinen Wauzi die beste Mischung wäre und wie lange er damit beschäftigt ist.

    Also - 'ne Sprinkleranlage ist ja Wasserflasche à la Rütter - Schreckreiz - finde ich nicht wirklich gut......... und ausserdem müssen diese Reize gleich am Anfang "optimal" wirken - das ist schwierig zu treffen.


    Problem beim Weglaufen ist, daß Gegend erkunden, Hund besuchen und rumstreunen so absolut selbstbelohnend ist, daß Du entweder dagegenhalten musst (sehr schwer was zu finden) oder sie erstmal ziemlich dauerhaft daran hindern solltest.
    Jedes Weglaufen bestätigt sie und jedesmal wird sie intensiver versuchen, etwaige Hindernisse zu überwinden - Stichwort variable Verstärkung.


    Vielleicht wäre ein kleines abgegrenztes Areal die Lösung - besonders bei einem Jagdhund würde ich es da nicht drauf ankommen lassen. Irgendwann weckt irgendwas mal ihren Trieb und sie ist gar nicht mehr zu bremsen............... da ist Einzäunen wesentlich einfacher.

    Zitat

    Guter Tip! Da gibt es nicht mehr viel zu sagen.


    Schankedöön...... *rotwerd*


    Zitat

    Mein Problem dabei ist eben auch das ich nicht genau weiß wie ich mich verhalten soll, in dem einen Erziehungsratgeber wird einem gut zureden ans Herz gelegt, wo es beim nächsten wieder heißt das der Hund das dann als bestätigung auffässt. Dann las ich neulich das Schimpfen auch als "mitkläffen" verstanden wird bzw werden kann. Hm, was mach ich nun denn ein konsequentes "Nein!" oder "Aus!" geht grundsätzlich unter.


    Er sollte erst gar nicht zum Kläffen kommen - Stichwort Distanz!! Du musst halt seine individuelle "Wohlfühldistanz" rausfinden.
    Sollte er doch mal hysterisch werden, dann sag eher nichts und nimm ihn einfach aus der Situation raus. Geh weg, versuche ihn mit Leckerchen, einer Sitzübung oder einem Spieli auf andere Gedanken zu bringen. Das ergibt sich oft aus der Situation.
    Das "Gut-zu-reden" ist ok solange Spike sich noch nicht hochgespult hat - damit vermittelst Du ihm, das alles ok ist und Du ihn ernst nimmst. Kommandos wie Nein und Aus können die meisten Hunde eh nicht befolgen da ihnen oft nie vermittelt wurde, was das wirklich bedeutet *klugschei&* Und das was oft übersehen wird: ein Hund, der hysterisch rumkläfft kann gar kein Kommando befolgen da er in dem Moment weder hören noch denken kann .

    Du könntest für die Zukunft ein "kehrt" mit ihm üben - auf Kommando "kehrt" o.ä. umdrehen und in die entgegengesetzte Richtung laufen. Erst mal richtig trainieren und dann, wenn Spike das Kommando beherrscht, kannst Du es bei Hundesichtung anwenden.
    Dann ist Spike nämlich damit beschäftigt das Kommando auszuführen und gleichzeitig verliert er den "Feind" aus dem Auge - so wird jede Begegnung erstmal entschärft.