Das ist eben mein Problem, Alana verträgt gar nichts mehr
Als es bei uns wegen IBD mal so weit war, hab ich einfach gegeben, was irgendwie ging, egal wie 'unheilig' es war: viel Brot (das mochte mein Hund sehr), Kartoffeln, einfach sehr häufig und in ganz kleinen Mengen. Ich hatte den Eindruck, dass ihm hochdosierte Enzyme (der Marke Creon aus der Apotheke) ein wenig geholfen haben. Und natürlich Kohletabletten in reichen Mengen. Wenns gar nicht mehr ging, Schmerzmedikamente. Was ich aber vorausschicken muss: der Hund hatte zwar wohl eine IBD, später fanden wir dann aber heraus, dass er auch noch unter einem Herzfehler litt. Nachdem dieser operativ behoben worden war, hat sich die Darmsache - obwohl ursprünglich von den Tierärzten als völlig ausgeschlossen bezeichnet - doch merklich verbessert.
Zweierlei habe ich daraus gelernt: erstens, dass solche IBD-Geschichten manchmal mit ganz anderen körperlichen Problemen Wechselwirkungen eingehen und gewisse andere Symptome dadurch verschleiern oder verstärken. Zweitens, dass auch Tierärzte diese Wechselwirkungen kaum abschätzen können und es sich lohnt, nicht aufzugeben.
Wenn ich mit Futter abgewechselt hab, wars bei unserem Hund ein bisschen weniger schlimm. Fleisch habe ich so wenig wie möglich gegeben, häufig ganz weggelassen, stattdessen z.B. Joghurt, Käse, oder was auch immer er eben vertrug. Alles nur gekocht (hab eine Weile selbst gekocht) und dann eben auch Hill's z/d gegeben, bis mir von der Klinik dann auch Exclusion Diet (ein italienisches Produkt, die Firma heisst Dorado), empfohlen wurde. Gemüse oder gar Früchte oder irgendetwas in roher Form verschlimmerten die Symptome nur.
Ich sollte möglichst eine Fleischsorte nehmen, welche der Hund noch nie hatte. Ich war erst sehr skeptisch, aber dann äusserst positiv überrascht. Das war wirklich der Durchbruch bei unserem Hund. Zunächst erhielt er nur das Feuchtfutter in Dosen, dann ging plötzlich auch das Trockenfutter - obwohl das vorher jahrelang und durch alle probierten Marken durch völlig unmöglich gewesen war.
Das ist natürlich keinesfalls die Lösung für IBD - die kann es gar nicht geben, weil das ja 'nur' ein Sammelbegriff für einen ganzen Fächer von möglichen Ursachen ist. Ich schreibe das nur als 'persönlichen' Erfahrungsbericht auf und vielleicht als kleinen Hoffnungsschimmer, dass es selbst bei einem Hund, bei dem 'gar nichts mehr geht,' plötzlich doch wieder gehen kann.
Wegen IBD operieren oder öffnen würde ich persönlich wohl nicht machen. Aber das muss jeder selbst wissen.