Beiträge von Gefühl

    Meine eigene Mama sagt oft "Enkelhunde" xD weil sie keine Enkelkinder hat, aber meine Schwester und ich halt jeder einen Hund hat. Und da wird auch manchmal über meinen Freund und mich als Mama oder Papa gesprochen. Aber so wirklich ernsthaft machen wir das eigentlich nicht.


    Meinen Freund nenne ich bei Iloy immer mit seinem Namen. Und umgekehrt, warum auch immer, aber das war schon bei Ruby so, sagt mein Freund immer nur "Geh mal zum Frauchen". :tropf: Und bin ehrlich, Mama wäre mir wahrscheinlich sogar lieber. xD


    Ich find die Bezeichnungen alle nicht schlimm. Ich finde, man merkt aber auch, wenn jemand das so todernst sagt oder es eher so lapidar dahergesagt wird "Da vorn ist die Mama/der Papa", ach weiß nicht, ich finds ehrlich gar nicht schlimm.

    Nun hab ich es auch zuende gelesen.

    Mich hat das Buch wirklich unglaublich berührt.

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    Dieses Buch lässt mich mit vielerlei Gefühlen zurück, aber grundsätzlich mehr als positiven. Ich mochte die Stimmung durchgehend, sie passte perfekt zur Jahreszeit, ich hätte mir das für den Sommer so nicht vorstellen können. Aber jetzt im Winter, wirklich wunderschön, wohlig und dennoch aufregend und aufwühlend.

    Mir ist bewusst, wie ungerecht die Welt der Frauen ist und vor allem auch war. Auch heute ist es noch völlig normal, dass den Frauen und Opfern der Gewalt die Schuld zugesprochen wird und nicht den Tätern. In der damaligen Zeit aber war das natürlich nochmal eindeutig schlimmer und das wird im Buch auch immer wieder sehr eindrücklich beschrieben. Diese Ungerechtigkeit begleitet einen die ganze Zeit über, man hofft so sehr auf Gerechtigkeit - und sorry not sorry, ich schließe mich Fuchshexchen an, mir hat das Ende definitiv eine Genugtuung gegeben.


    Ich muss sagen, mir ging es ähnlich wie euch beim Lesen, wenn es um Marthas Mann Ephraim ging. Es war fast zu schön um wahr zu sein und im Nachwort schreibt die Autorin ja auch, dass sie die Ehe wegen ihrer eigenen Ehe so beschrieben hat. Ich denke auch, dass es eher unwahrscheinlich war, dass die Ehe SO gleichberechtigt und angenehm damals für Martha war, aber ich wünsche es mir natürlich.

    Dennoch mochte ich grundsätzlich schon, dass er "ein Guter" war. Ich hatte tatsächlich auch richtig Angst in dem Kapitel als er für zwei Wochen weg musste, ich dachte schon, er würde nicht zurück kommen, weil er getötet wurde oder sowas. Aber ich war dann sehr erleichtert als sich das nicht bewahrheitet hat.


    Ich fand den Einblick in die Rolle einer Hebamme in der damaligen Zeit spannend, welche Aufgaben sie auch hatte außerhalb der Geburtshilfe. Und mich hat sehr berührt, dass Martha das kleine Mädchen, das aus der Vergewaltigung entstanden ist, zu Sarah gebracht hat und diese sie dann füttern konnte und auch einfach wie selbstverständlich angenommen hatte. Das hat mein Herz wirklich sehr schwer gemacht und ich musste eine Träne verdrücken. Allgemein hat mir der Schreibstil überwiegend gefallen.

    Ich kann aber auch verstehen was tinybutmighty schreibt. "Mitreißend" kann man den Stil wohl nicht wirklich beschreiben, aber irgendwie war das so auch gar nicht nötig in meinen Augen. Gerade das Unaufgeregte hat mich irgendwie gebannt, schwer zu beschreiben, aber ich fand es genau richtig.


    Ein unglaublich tolles Buch, das ich sicherlich nächsten Winter nochmal lesen werde. Danke an die Person, die es vorgeschlagen hat. Das hat mein Leben wirklich bereichert, muss ich sagen. :)

    Tolles Gespräch gerade im Thread. :) Und ich fühle vieles davon sehr.


    Bei mir ist es ja so, dass ich tatsächlich nie viel gelesen habe. Als Kind schon gar nicht. Mich haben schöne Cover immer angesprochen (auch heute noch), aber gerade als Kind oder Jugendliche hatte ich die Bücher dann nur rumstehen und nie gelesen, wenn, dann nur mal angefangen, aber eben schnell die Lust verloren.


    Dann hab ich nur Krimis und Thriller gelesen in meinen 20ern, wobei das maximal 5 Bücher in 10 Jahren waren. Also ich war einfach nie eine Leseratte.


    Aber ich bin SO dankbar dafür, dass ich ziemlich genau vor einem Jahr angefangen habe einfach zu lesen. Keine Ahnung wie das kam, ich hatte auch davor in meinen 30ern schon hin und wieder mal Sachbücher (?) gelesen, zum Beispiel von Lydia Benecke. Aber ich hab mich nie wie eine Leseratte gefühlt oder so, dass ich Lesen als mein Hobby betitelt hätte. Ich hab ja nur die Bücher gelesen, die mich interessiert haben. So dachte ich. Und jetzt denke ich: Joa, das beschreibt doch ziemlich genau ein Hobby. Natürlich liest man das, was einen interessiert. Und mit der Zeit kamen dann eben immer wieder neue Bücher auf meine Liste, nachdem ich letztes Jahr vor allem feministische Bücher gelesen hatte.


    ich hatte heute sogar ein Buch mit beim Tierarzt für die wartezeit und es war wirklich schön.

    Ich nehme jetzt immer mein aktuelles Buch überall mit hin. Es ist so viel schöner sein Buch rauszuholen und darin weiterzulesen, als sein Handy immer in der Hand zu halten und sinnlos zu scrollen. Vom Lesen hab ich so viel mehr. Ich wurde sogar auch schon aufs Lesen angesprochen von jemandem, dass man das so selten heute noch sehen würde. Und klar, das stimmt auch. Aber ich merke auch richtig, dass so Wartezeiten wie beim Arzt, auf den Bus (oder im Bus zu sitzen) usw. richtig zu Quality Time werden können, wenn man diese Zeit einfach mit dem Lesen verbringt. ^^


    Ich kaufe bevorzugt und fast ausschließlich Taschenbücher, weil ich die praktischer finde. Hardcover mitschleppen ist nämlich nicht so mein Ding.

    Das mache ich auch. Ich freu mich immer, wenn es die Auswahl gibt, dass ich auch ein Taschenbuch nehmen kann und kein Hardcover. Ich find letztere einfach so unpraktisch für unterwegs. Und auch im Regal nehmen die mehr Platz weg, sind für mich auch bequemer zu lesen, weil ich die tatsächlich auch gern umknicke (steinigt mich nicht). Liebe das auch an den Büchern von meiner Mama und meiner Schwester, von denen ich ja auch schon des Öfteren welche ausgeliehen habe, da sieht man auch immer, dass die Bücher gelesen wurden und nicht nur im Schrank hübsch aussehen sollten. :D

    Mir kommt dein Problem auch sehr bekannt vor.

    Möchte gar nicht viel dazu sagen, denn vieles wurde ohnehin schon genannt.


    Mein Weg wäre, dass ich definitiv die Zufallskontakte erstmal runterschraube. Auch wenn die Hunde sich gut verstehen, aber die Erwartungshaltung ist riesig. Ich sehe es bei meiner Hündin, die eigentlich nicht so kontaktfreudig mit Fremdhunden ist. Man nimmt ihr damit auch dieses Gefühl des Selbst-handeln-müssens, wenn du verstehst was ich meine. Bei meiner alten Hündin war es so: Wir sehen einen anderen Hund, also war es wie bei euch, SIE hat entschieden was passiert, nicht ich. Bei Iloy ist das anders, weil es bei ihr auch anders sein muss, weil sie so ein Schisser ist. Und man nimmt ihr da echt den Druck. Oft, wenn uns jemand entgegen kommt mit Hund, schaut sie mich schon an und geht von allein auf die abgewandte Seite, weil wir das so geübt haben. Manchmal ist sie auch neugierig und zeigt, dass sie spielen möchte. Dann machen wir es dennoch erstmal so wie sonst, sie kommt auf die abgewandte Seite, und wenn ich dann mit meinem Gegenüber (dem menschlichen :lol: ) gesprochen habe und beide Hunde auch wollen, dann dürfen die Hunde spielen. Aber dieses Selbst-entscheiden fällt bei uns zu 95% flach. Nimmt ihr echt die Erwartungshaltung und die Unsicherheit, daher kann ich es nur empfehlen. Dein Hund hat vermutlich auch schon verknüpft: Anderer Hund = ACTION! Das kannst du aber auch trainieren, dass es wieder anders wird.


    Vom Pensum her würde ich auch sagen, etwas mehr schadet nicht, aber eben in möglichst ruhigen Gebieten und mit Freilauf, wenn möglich. Ich hatte bei beiden meiner Hunde (und meine Ruby war ein Labrador) das Gefühl, entspanntes Gehen, Schnüffeln, Welt erkunden, ab und zu ein bisschen Rückruf trainieren, Leckerlies suchen, aber mehr brauchts oft gar nicht. Und so könnten wir stundenlang Gassi gehen, es ist so eine Wohltat für Mensch und Hund. Aber ja, ich suche auch immer nach neuen noch ruhigeren Gassimöglichkeiten, ist leider nicht so einfach, aber bei der Jahreszeit schon einfacher als im Sommer. ^^

    Ich hatte auch dolle Welpen-Blues bei meiner ersten eigenen Hündin Ruby. Sie war auch leider ein für mich sehr anstrengender Welpe. Sie war sehr aufgeweckt, hat viel kaputtgemacht, getestet wie weit sie gehen kann. Eigentlich recht normal, würde ich heute sagen, für einen Welpen. Auch wenn mein zweiter das komplette Gegenteil war. Aber gerade Labradorwelpen sind doch recht hibbelig und oft muss man ihnen Ruhe beibringen, was gar nicht so einfach ist, wenn sie doch so viel Energie haben. Und wenn man selbst kaum Erfahrung mit Welpenerziehung hat).

    Ich fühlte mich oft überfordert und tatsächlich fehlte mir auch einfach sehr, dass ich keine helfende Hand so wirklich hatte. Mein Ex Mann hat damals den Hund nur geduldet, so richtig erwünscht war er nicht von seiner Seite aus, aber er wollte halt, dass ich Ruhe gebe, weil ich so gern wieder einen Hund haben wollte.

    Wenn du Hilfe brauchst, sag das deinem Mann. Vielleicht kann er dir an seinen freien Tagen etwas Arbeit abnehmen und dich auch mental besser unterstützen. Ich denke, Kommunikation ist das A und O auch hier.


    Und was auch schon andere hier sagten: Egal, was Leute im Dorf reden, wenn du merkst, es geht nicht, dann ist es das Beste (auch für den Welpen), ihn zurück zu geben zum Züchter. Ja, es schmerzt, einen Fehler zuzugeben, aber bevor keine Besserung in Sicht ist und du dir nur Vorwürfe machst... Nein, dieser Hund hat ja noch die Chance auf ein neues Zuhause, in dem es besser klappt.

    Aber wenn du es weiterhin versuchen möchtest, rede mit deinem Mann und auch anderen Menschen und lass dir unter die Arme greifen.

    Ich denke, als Hundefriseurin ist man da wirklich einer geballten Ladung an Menschen ausgesetzt, die sich nicht adäquat um ihre Hunde kümmern (können oder wollen, wie auch immer). Da mein Anspruch da ein ganz anderer ist und mein Herz schon blutet, wenn ich sehe, wie in der Stadt jemand mit einem verwahrlost aussehenden Hund an mir vorbeigeht oder an der Haltestelle steht, bin ich da wohl keine gute Ansprechpartnerin. Denn ich würde am liebsten jeden von diesen Mistkerlen- und Weibern anscheißen, leider weiß ich aber auch, dass die Polizei sicherlich nicht wegen sowas ausrücken würde und da ich keine Namen von den Personen kenne, kann ich mir jegliche Mühen eh schenken.

    Ich glaube, wenn ich Hundefriseurin wäre, wäre ich das nicht sehr lange, weil 1. ich das nicht aushalten könnte tagtäglich mit der Ignoranz der Menschen umzugehen und 2. weil irgendwann niemand mehr zu mir kommen würde, weil ich alle beim Vetamt anscheißen würde.


    Mein Verständnis hält sich sehr in Grenzen, auch bei Schicksalsschlägen oder stressigen Zeiten, man hat Verantwortung, verdammt nochmal! Und ich rede hier auch nicht von "Dann fällt die Mittagsrunde halt mal aus", sondern dem Verwahrlosen lassen. Das Fell verfilzt, die Krallen sind bedenklich lang, der Hund ist krank und wird dem TA nicht vorgestellt und und und.

    Und kann jeder sehen wie er will, aber ich sehe es wie meine eigene Mutter auch (die ja offensichtlich auch Kinder hat), man hat Verantwortung. Und da ist es egal ob diese menschlich oder tierisch ist. Wenn man das nicht leisten kann, sollte man einfach kein Tier (und auch kein Kind) haben. Punkt.

    Bin aktuell bei Final Fantasy X-2 Remastered und wollte gern Platin machen. Puh, diese 100% zu schaffen, ist so mühselig. Mal sehen ob ich dran bleibe.


    Ansonsten zwischenzeitlich mal "Little Nightmares 3" weggesnackt. Hat mir wieder sehr gut gefallen, wie die anderen Teile auch schon.