Sind eigentlich Hundeschulen einfach so oder gelange ich immer an die falschen?
Ich hab aus guten Gründen bisher keine Hundeschule mit Iloy besucht. Früher war ich mit meiner Ruby in insgesamt drei verschiedenen und nur eine war (meiner Meinung nach) gut. Bei allen anderen hatte ich immer ein blödes Gefühl in der Magengegend, wie die mit den Hunden umgegangen sind. Meist eben mit so sehr körperlichen Methoden, teilweise auch super veraltete Theorien mit Rudel, Wölfe, aufn Rücken drehen, dies das. (Die eine gute gibt es btw heute nicht mehr)
Nun hab ich mich doch wieder entschieden einer Hundeschule ne Chance zu geben. Ich war dort noch nie, hatte dann erstmal eine Einzelstunde, in der alles so lief, wie ich es mir gewünscht hatte. Die Trainerin erschien mir sehr kompetent, anhand dessen was sie so über Hundekommunikation usw. gesagt hatte.
Jetzt hatten wir einen Termin zum Social Walk. Und ich nehme es mal direkt vorweg: Für UNS als Team war eigentlich alles supi. Iloy hat sehr wichtige und gute Erfahrungen gemacht und wir konnten unser Vertrauensverhältnis ausbauen.
Jetzt das große Aber. Mehrere Hunde waren sich nicht so grün bei dem Walk. Alle waren an der Leine, aber immer mal, wenn wir die Begegnungen geübt haben, wurde es laut zwischen zwei Beteiligten. Iloy war das sehr unheimlich, aber war ne gute Übung für uns beide.
Ein Irish Terrier wurde von der Halterin sehr rabiat immer auf den Boden gesetzt. Auf ein Sitz wollte (oder konnte vermutlich eher) er nicht hören. Sie hat ihn dann runtergedrückt, was mir schon in der Seele wehtat. Ich hab meine Hunde sicherlich auch schonmal angetippt und dazu bewegt, dass sie sich hinsetzen. Aber so harmlos sah das leider nicht aus, eher im Gegenteil. Das mochte der Hund also gar nicht und irgendwann hat sich seine Aggression nicht mehr gegen die anderen Hunde gezeigt, sondern der Halterin gegenüber. Er hat sie mehrfach versucht zu beißen! Sie hat ihn dann nur noch härter angefasst und runtergedrückt. Die Trainerin schien das richtig zu finden und sagte hinterher sogar noch, was ich grob fahrlässig finde, dass sie ihn beim nächsten Mal am besten vorne "am Schlawittchen" packen soll und dann mal NEIN sagen soll. Er soll wohl kapieren, dass Frauchen der Chef ist. Ich war total fassungslos. Sie meinte dann hinterher noch, ja gut, am besten das ganze mit Maulkorb, weil könnt ja gefährlich sein. Wow.
Hab dann richtig lange überlegt ob ich was sage, wie ich was sage. Und hab am Ende nochmal kurz so diplomatisch irgendwie ne eigene Story rausgehauen, in der Hoffnung, damit etwas zu bewegen. Iloy ist als sie kleiner war immer an mir hochgesprungen, hat mir in die Kleidung und die Hände gebissen - ja sie war ein Welpe, nicht wirklich vergleichbar - mein Weg war, dass ich mich auf die Leine gestellt hab. So konnte sie nicht springen und musste lernen sich zu beruhigen, es gab da auch keine Aufmerksamkeit von mir. Hat nicht viele Male gebraucht, da hat sie es begriffen und irgendwann hörte es ganz auf, weil sie wusste: Lohnt nicht. Ich denke, der Irish hat so ein hohes Energielevel, da dann noch so drauf einzuwirken und das Alphatier raushängen lassen zu wollen. Sorry, aber ich find das ganz schlimm. Wie seht ihr das? Ich hab echt die Befürchtung, dass das kein gutes Ende nimmt.
Und die Hundeschule wird sich dann leider Gottes für mich erledigt haben, weil ich mit solchen Methoden einfach nicht konform gehe.
Wobei ich mich gleichzeitig halt auch frage, ob ich vielleicht übertreibe?! 