Hunde sind ja von Natur aus Traber. Der Schritt, sofern nicht anders konditioniert, stellt für den Hund eine ermüdende Gangart dar. Jeder Hund muss mit seinem Halter den entsprechenden "Trott" finden, mit dem beide leben können. Manchmal passiert das relativ schnell, manchmal nie.
Bestes Beispiel bei uns: Wenn ich zügig gehe, ist die Leine bei uns nie gespannt. Mein Hund kann in angenehmen Tempo traben, allerdings fange ich nach 15 Minuten an zu schwitzen Wenn ich gemütlich gehe, kommt mein Hund total durcheinander, fällt teilweise auch in den Passgang, was wirklich ulkig aussieht, aber ihm sichtlich Mühe bereitet.
Hinzu zur Wiese darf gezogen werden. Ich könnte es ihm so oft verbieten wie ich wollte, es würde keine 10 Sekunden halten, weil er halt immer direkt am Anfang vom Spaziergang nötig muss. Dann folgt meist der Freilauf auf der Wiese. Zurück nach Haus gehen wir dann meist entspannt an der Leine. Sie hängt zwar so gut wie nie durch, aber der Zug ist auch nicht so stark, so dass ich die Leine meist mit zwei Fingern halten kann (er wiegt halt auch nur 15kg). Auf durchhängende Leine bin ich eh nicht so fokussiert, weil mein Hund die kurze Bodendistanz hat, so dass Durchhängen bei uns auch automatisch schleifen auf dem Boden bedeutet und verheddern seinerseits in der Leine
Zu den Kommandos: Beim Spazierengehen verwende ich das Wort Fuß nur, um ihn damit abzurufen, und zwar so, dass er sich dann auch direkt neben mein linkes Bein setzt (klassische Unterordnungsposition). Allerdings laufe ich dann auch nie im Fuß weiter, sondern gebe ihn mit Kommando lauf wieder frei. Locker an der Leine laufen gibts bei uns meist auf das Kommando "hier ran" oder nur "ran". Ansonsten gibt es dann Fuß laufen nur auf dem Hundeplatz und dann auch nur so, wie man es bei der Unterordnung hat. Habe da bewusst zwei Kommandos. Das eine ist fürs Arbeiten aufm Platz, das andere fürs Spazierengehen.
Priya.