Beiträge von Quarus

    Mein verstorbener Rüde kackte an der Leine nur, wenn die vom Halsband nach LINKS hinten den Rücken berührte, niemals bei RECHTS hinten. Es war immer ein schöner Trick, ihn mit Freunden gassi zu schicken und die zunehmende Verzweiflung zu beobachten. :D Ich nahm dann die Leine, legte sie nach links hinten, und wie auf Kommando kam der Haufen.


    Der Junge hat die schöne Angewohnheit, ein "Hochkacker" zu sein, am liebsten möchte er seinen Haufen in Maschendrahtzäune einfädeln - was ich ihm leider nicht erlauben kann.

    So schön ein harmonisches Rudelleben beim Züchter auch ist - es wird wenig mit EUREM Alltag zu tun haben. Sicher ist es kein Beinbruch, wenn der gut veranlagte Welpe länger bleibt und ordentlich in seiner Entwicklung, geistig wie körperlich, gefördert wird. Nur KANN das nie in der Intensität und Individualität erfolgen, wie es der Einzelhund bei einem engagierten Welpenkäufer erfährt.


    Rudelleben kann auch bedeuten, daß der Junghund stets mit einer unterschwelligen Deckelung lebt und darunter sein Selbstbewußtsein und Erkundungswillen leidet. Er ist dann zwar für ein späteres Leben im größeren Rudel gut angepaßt, kennt Frustrationstoleranz und weiß sich unterzuordnen, aber ohne die Stütze des Rudels besteht Unsicherheit.


    Ich habe gerade ein Beispiel vor Augen, Junghündin einer Gebrauchshunderasse, bis 6 Monate beim Züchter im Rudel geblieben, dann in einen Züchterhaushalt wieder mit mehreren Hunden gewechselt. Ein Jahr später wurde sie in Einzelhaltung abgegeben, weil sie sich zwar jedermann super unterordnete, aber auch stark gehemmt im Spiel- und Erkundungsverhalten war und nie die Zuchttauglichkeitsprüfung geschafft hätte. Das war schon der Grund, warum sie mit 6 Monaten erstmalig abgegeben wurde.... da hatte sie schon "einen Knacks weg".


    Wenn es im Züchterhaushalt nicht die komfortable Lage gibt, daß sich ein Familienmitglied exclusiv mit dem Welpen beschäftigt und ihm quasi die Vorteile einer Einzelhundhaltung verschafft, einschließlich längerer täglicher Abwesenheit vom Rudel, würde ich die wichtige Zeit bis zur 16 Woche nicht aufgeben wollen. Das heißt nicht, daß ich für eine Abgabe mit 8 Wochen und keinen Tag länger bin, aber 16 Wochen sind mir einfach zu lang und würden mir mit dem Welpen fehlen.

    Aber Deine Hündin hatte seit Beginn Probleme mit der Hinterhand, die "weggespritzt" wurden. Und da hast Du nicht das ganze Hintergestell + Wirbelsäule röntgen lassen, wenn Du mit diesem Vorwissen an Agi denkst?


    Schlecht verheilte Frakturen bergen immer die Gefahr, daß es zu Fehlbelastungen im gesamten Bewegungsapperat kommt. Damit steigt die Gefahr des frühzeitigen Verschleißes in den Gelenken. Das kann ein schleichender Prozeß sein, der sich in Bewegungsunlust, Schonhaltungen oder auch Lahmheiten zeigt.


    Meiner Meinung nach gehört der Hund ordentlich durchgecheckt.

    Ich würde das Rimadyl, wenn schon damit angefangen wurde, mindestens eine Woche geben, um den Effekt beurteilen zu können. Blutbild wäre auch wirklich keine schlechte Idee. Schonen wird unumgänglich sein, ich glaube, einen Hund mit einer suboptimal verheilten Fraktur im Beckenbereich hätte ich erst gar nicht in Agility trainiert, das ist etwas für durchuntersuchte Hunde mit gesunden Knochen und Gelenken.

    Für die Ausbildung sehe ich es sehr gern, wenn meine Hunde aktiv sind und fordern. Allerdings gibt es Regeln: drinnen ist Ruhe, wenn ich ablehne, ist Ruhe, und wenn ich Schluß sage, ist auch Ruhe.


    Ansonsten lasse ich mich oft und gern auf ein Spielaufforderung ein und baue die Ausbildung unter Einbeziehung des Spieles auf.

    Außer, Du hast das Pech, und Deine zwei Hündinnen werden zusammen oder in geringem zeitlichen Abstand heiß. Und es gibt Gründe, den zweiten Wurf nicht um im Extrem 1 Jahr zu verschieben. Das gibts des öfteren.


    Gutes Management vorausgesetzt, wären AUSNAHMSWEISE zeitnahe Würfe kein Problem für mich. Dauernd volle Wurfkisten, auch hintereinander, dagegen schon eher...