Beiträge von Naszumi

    Weil ich finde das Verhalten vom Hund wird nicht richtig gelesen (schauspielern und Angst nutzen um bestimmte Wünsche durch zu setzen) - was kommt dabei raus, wenn mit einem Hund der noch keine richtige Bindung zu seinem Halter hat und ohnehin eher ängstlich ist, nun noch an der Geräuschangst gearbeitet wird?
    Auch wenn sich an der Situation sonst nichts ändert, denke ich, dass alleine die Zeit etwas helfen wird - es wird eine engere Bindung entstehen.


    Lg
    Sabine

    Naszumi, nicht ganz. Nur Stock, Frisbee oder Schafe wirken so bei ihr, weder Leckerchen noch Zerrseil oder Rennen oder sonstwas.

    Das heißt ja nur, dass Stock, Frisbee, Schafe, für deinen Hund interessanter sind als Leckerchen und andere Spiele.
    Anders ausgedrückt: Ich kann mich beim Zahnarzt mit Sudokos besser ablenken, als mit dem Lesen eines Buches. Wenn Ablenkung funktioniert, heißt das nicht, dass die Angst geschauspielert war. Und es ist logisch, dass manche Arten der Ablenkung besser funktionieren als andere ; )


    Ich würde mit der Arbeit an der Geräuschangst auch noch zuwarten. Und bin immer noch sicher, dass dein Hund nicht schauspielert!


    Lg
    Sabine

    Ich glaube wenn ein Hund manchmal lautes Rufen nicht hört, dass das auch daran liegen kann, dass er zb. in Stress geraten ist, weil er den Halter nicht mehr sieht. Oder, dass er gerade einen wahnsinnig interessanten Geruch in der Nase hat und daher sehr abgelenkt ist. Da gibt es ja unzählige Möglichkeiten!
    Muss meiner Ansicht nach nicht gleich mit Taubheit zusammenhängen.


    Ich hatte eine Hündin, die wiederholt gegen Glasscheiben gelaufen ist (große Glastüren), obwohl sie perfekt gesehen hat. Sie war einfach manchmal wie ein zerstreuter Professor ; )


    Meine zweite Hündin müsste ich mehrmals aus Häusern abholen, wo sie verloren im Stiegenhaus herumstand - sie war vorausgelaufen und in ein Haus rein, fand aber nicht mehr raus, auch wenn ich sie gerufen habe. Wir wohnten damals in einer Siedlung, wo alle Häuser nahe beisammen standen und fast gleich aussahen, außen wie innen.


    Meine jetzige Hündin bleibt ca. einmal im Monat vor unserer Wohnungstür stehen - nur leider ein Stockwerk zu tief ; ) Sie kratzt an der Tür, ist ganz begierig drauf rein gelassen zu werden... Die Leute im unteren Stockwerk kochen sehr oft - das riecht immer stark - also ich rieche das! Man sollte meinen, mein Hund erkennt schon daran, dass das die falsche Tür ist ; )
    Ich denke, das liegt daran, dass sie schon begierig auf ihr Futter wartet und ihre Sinne deshalb gar nicht richtig einsetzt.


    Liebe Grüße
    Sabine

    Habe ich das richtig verstanden, dass er 10 Minuten alleine bleiben kann, in der Zeit aber auch nicht unruhig ist (kein an der Türe horchen)?


    Ich würde noch mal von vorne beginnen. Zurück kommen bevor er anfängt auf - und abzulaufen. Wenn er rum läuft und an der Tür lauscht ist er meiner Ansicht nach alles andere als entspannt ; )
    Vermutlich hast du falsch eingeschätzt wie lange er alleine bleiben kann. Er sollte ruhig rumliegen - wenn er zum rumlaufen und horchen anfängt hat er eben schon Stress und es kann nur mehr schlimmer werden. Ich würde mal testen wie lange er denn nun ruhig bleiben kann. Ein paar Minuten vielleicht? Und von da aus das Alleine bleiben neu aufbauen.
    Aber ganz kleinschrittig.


    Und guck doch mal in den "Lonley Barkers" Thread.


    Liebe Grüße
    Sabine

    Es gibt CD´s mit diversen Geräuschen darauf - das könntest du probieren, wenn sich dein Hund durch lautes Poltern erschrocken hat.
    Ich würde erst mal - vorsichtig ! - probieren, wie der Hund reagiert, wenn ich Lärm erzeuge. Mit dem Fitness gerät mal sachte auf den Boden klopfen. Kommt keine Reaktion, würde ich den Test mit einem Teil das aus Metall ist wiederholen.
    Wenn sie darauf mit Angst reagiert, kannst du daran arbeiten, indem du deinen Hund langsam desensibilisierst.


    Desensibilisieren bedeutet, dass der Hund dem Reiz vorsichtig ausgesetzt wird, so dass die Angst nicht überwältigend wird. Also bei einem Geräusch, dieses erst ganz leise (zb von CD) abspielen und wenn der Hund dabei dann ganz ruhig bleibt, kann man ihn einem etwas lauterem Stimulus aussetzen.


    Allerdings habe ich das nicht bei meinem Hund mit Geräuschangst nicht gemacht. Mir war es zu riskant. Ich würde da lieber einen Trainer dazu holen.
    Hab zwar Psychologie studiert, aber zwischen Theorie und Praxis liegen Welten ; )


    Liebe Grüße
    Sabine

    Meine vorige Hündin war jahrelang Herzkrank, inclusive Wasser in der Lunge. Sie bekam dafür Medikamente und man hat ihr nur am gelegentlichen Husten (meist nachts) angemerkt, dass sie krank ist.
    Sie ist genau soviel geschwommen und gelaufen, wie vor der Krankheit. Natürlich muss das nicht bei jedem Hund so sein - aber, wenn ein Hund in kurzer Zeit so stark abbaut wie eurer, würde ich das wirklich noch mal von einem anderen Tierarzt checken lassen!
    Euer TA kann Spitze sein, aber dennoch kann er Fehler machen, etwas übersehen.


    Lg
    Sabine

    Furina braucht mindestens 2 mal die Woche richtig Auslauf - also Freilauf. Da zischt sie sobald die Leine abgemacht ist in vollem Speed los. Angeleint Gassi gehen bringt nicht viel.
    Bei zu wenig Freilauf fängt sie an Polster zu rammeln. Mit Kopfarbeit lässt sich das zwar ein wenig abmildern, aber drei Wochen würden wir niemals rum kriegen.
    Bei ihr hat ein Windhund mitgemischt, weiß nicht ob Windspiel oder Whippet.


    Mit meinen vorigen Hunden wäre es machbar gewesen.


    Liebe Grüße
    Sabine

    Kann es sein, dass dein Hund draußen mal heftiger erschreckt worden ist?
    Meine vorige Hündin mochte zb von einem Tag auf den anderen plötzlich nicht mehr auf die Couch kommen. Obwohl sie das immer geliebt hat. Zufälligerweise fiel mir ein, dass sie am Vortag mit eingezogener Rute aus dem Raum gelaufen ist, als ich eine Decke über die Couch legte. - Die Couch hatte Metallfüße, der Boden war nicht 100pro eben, und darum hörte man so ein metallisches Klacken. Das war wirklich nicht laut, aber die Hündin war sehr geräuschempfindlich nachdem Kinder mal einen Böller direkt hinter sie geschmissen haben.
    Ich habe nur aus dem Augenwinkel gesehen, wie meine Hündin vor der Couch/dem Geräusch weggelaufen ist. Wenn ich es nicht gesehen hätte, wäre es mir ewig ein Rätsel gewesen wieso sie plötzlich die Couch meidet.


    Nur so eine Idee, falls medizinisch alles in Ordnung ist.


    Liebe Grüße
    Sabine

    So ein ähnliches Problem hatte ich mit meiner Hündin (ebenfalls aus dem Tierschutz) auch. Bei ihr ging Geschirr gar nicht und sie hatte große Angst, wenn man ihr Halsband anlegte. Und zwar war dieses Verhalten morgens immer am schlimmsten.
    (Bei ihr kam noch dazu, dass sie so unsicher war, dass sie schon pinkelte, wenn man sie nur ansprach - auch das war morgens, wenn mein Mann vor der Arbeit mit ihr raus ging am schlimmsten).
    Sie war permanent am beschwichtigen und sich unterwerfen.


    Bei Flora ist die Unsicherheit offenbar nicht so krass ausgeprägt.


    Ich würde erstmal nicht viel machen, denn sie ist doch erst seit 4 Wochen bei euch. Kurz davor der Transport von Spanien nach Deutschland - die neue Umgebung im Tierheim und nun ist wieder alles anders.
    Man hat nach einigen Tagen/Wochen ja den Eindruck, dass der Hund sich schon gut eingelebt/eingewöhnt hat, aber glaube mir, wenn ein halbes Jahr vergangen ist, wirst du merken, dass Flora zum jetztigen Zeitpunkt noch gar nicht richtig angekommen war!


    Ich konnte Furina trotz al der Schwierigkeiten übrigens auch von Anfang an überall hin mitnehmen!


    An deiner Stelle würde ich Flora erstmal durch den Flur tragen, wenn das für sie mit weniger Stress verbunden ist. Man weiß ja nicht, was sie erlebt hat, aber sicher wird es gute Gründe für ihre Angst geben.
    Warte ab, lass ihr mehr Zeit ; )


    Ich finde es gut, dass du dem Rat der Hundeschule nicht gefolgt bist und Flora draußen alles betrachten hast lassen! So habe ich es auch gehalten - Furina hat ebenfalls sehr viele Dinge ansehen wollen. Ich habe sie schauen lassen, solange sie wollte. Und irgendwann hat sich das gelegt. (Männer in Overalls hat sie monatelang sehr genau im Auge behalten).


    Bei Furina war es auch so, dass manche Verhaltensweisen erst nach einiger Zeit aufgetreten sind. Ich denke, das ist einfach, weil der Hund anfangs in einem Ausnahmezustand ist - klar, schon wieder völlig fremde Menschen, die man erst einschätzen lernen muss.


    Ich finde du machst das super! Also mach einfach so weiter und versuche den Stress, den sie morgens hat, so weit wie möglich zu reduzieren. Wenn sich nach längerer Zeit nichts daran ändert, kann man immer noch überlegen, ob man daran arbeiten soll.


    Oh, und ich habe viele Kraulen- Einheiten eingebaut und dann auch mit kleinen, einfachen Tricks begonnen, damit sie selbstbewusster wird ; )


    Liebe Grüße
    Sabine