Beiträge von pardalisa

    Ich war im Sommer 2009 auf der Durchreise einen Tag mit Hund in Paris – wir sind damals nicht Metro, sondern RER gefahren, da sind (oder waren zumindest) Hunde kein Problem. Vielleicht ist das sonst eine Alternative für euch? :smile:


    (Und ich schließe mich Idgie an: Wenn's nicht sein müsste, würde ich dem Hund das Gedränge und vor allem die Hitze nicht zumuten. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, auf jeden Fall viel Wasser mitnehmen und zwischendurch immer wieder Schattenpausen einplanen.)

    Bei mir war's von Hund zu Hund unterschiedlich: Die Familiendackelhündin zog vor dem Internet ein, da sind wir über Empfehlungen zum Züchter gekommen, haben telefoniert, später dann die Welpen mehrfach besucht und unseren Welpen ausgesucht (es waren zwei Hündinnen, wir haben uns zuerst gemeldet, also durften wir zuerst aussuchen), und dann den Hund mit etwas über 8 Wochen abgeholt.


    Bei meinem ersten Aussie lief's ähnlich; bei meinem Neuzugang, der dieses Jahr eingezogen ist, hatte ich genaue Vorstellungen, was ich mir charakterlich wünsche, also habe ich mich viel mit der Züchterin beraten – erst per Mail, dann bei einem Treffen bevor die Welpen überhaupt geboren waren und schließlich beim Besuchen der Welpen – und dann gemeinsam mit ihr entschieden, welcher am besten zu uns passt.


    Einen tollen, passenden Hund haben wir immer bekommen, ganz gleich, welches "Auswahlverfahren". :smile:

    Zitat

    Bunte Hunde - Richtung Aussie und helle Hunde sind immer lieb und tun nichts.


    So isses. ;)


    Schade nur, dass mein lustig-bunter Aussie so gar nicht von fremden Menschen (und schon gar nicht von Kindern) angefasst werden mag. Falls also jemand von euch seinen großen, bösen, schwarzen Hund mal verleihen möchte – immer her damit, der könnte hier Bodyguard gegen Kuschelüberfälle spielen. :D


    (Und ich finde dunkle Hunde total hübsch, besonders die schäferigen... :fondof: )

    Zitat

    Stiftung Warentest sagt zum Lukullus TroFu: Mangelhaft


    Das wusste ich noch gar nicht. Hast du dafür eine direkte Quelle (Link oder Heftnummer oder so)? :smile:


    Ansonsten: Wir wollten Lukullus-Trockenfutter mit in den Urlaub nehmen, weil es von der Zusammensetzung her zu allen mitfahrenden Hunden gepasst hätte und wir uns die x-verschiedenen Dosen mit unterschiedlichen Futtersorten sparen wollten... Problem war nur: Unsere Hunde fanden das Trockenfutter alle (!) nicht gut und haben es nur zögerlich gefressen. Keiner von denen ist sonst wählerisch, die gehören eher zu den Schlingern und Staubsaugern. Ich hab keine Ahnung, warum sie ausgerechnet das nicht mochten, aber würd's nicht noch mal bestellen. :ka:


    Das Nassfutter dagegen wird mit Begeisterung gefressen.

    Ich bin noch nicht mit Welpen umgezogen, aber schon ein paar Mal mit erwachsenem Hund und so groß ist der Unterschied ja nicht. :smile:


    Für den eigentlichen Umzug, d.h. die Räumerei und das Möbelaufbauen würde ich die Kleine zu einer bekannten Betreuungsperson geben, wenn das möglich ist. Falls das nicht geht, würde ich einen der Helfer zum "Welpenaufseher" ernennen, damit jemand ein Auge darauf hat, in welche IKEA-Kiste sich der Welpe gerade stürzen will... ;) Notfalls und wenn sie das kennt zwischendurch in einer Box sichern.


    Für die Eingewöhnung im neuen Zuhause hat es meinem Hund immer geholfen, wenn er von Anfang an seinen gewohnten Rückzugsort in der neuen Wohnung hatte – als erstes wurde also immer die Kudde aufgestellt und dann der Rest der Möbel drumrum. :D Ansonsten würde ich, gerade bei einem Welpen, beim Alleinebleiben-Training und der Stubenreinheit (falls das noch ein Thema ist) anfangs einen Schritt zurückgehen und lieber ein paar Mal häufiger rausgehen bzw. kleinere Intervalle beim Alleinelassen ansetzen.


    Alles Gute für den Umzug und viel Spaß in der eigenen Wohnung!

    Ich würde meinem Hund kein Hill's Futter geben und einem Tierarzt misstraunen, der das als einzige Lösung empfiehlt. Guck dir mal die Zusammensetzung an:


    Zitat

    Gemahlener Mais, gemahlene Erdnusshülsen, Volltrockenei, dehydriertes Hühner- und Truthahnprotein, Maiskleber, Proteinhydrolysat, tierische Fette, Pflanzenöl, L-Lysin, Kaliumcitrat, Salz, L-Carnitin, DL-Methionin, Taurin


    Fleisch erst an vierter Stelle – selbst für ein Diätfutter ist das ziemlich weit hinten und was haben Erdnüsse und Mais in einem Hundefutter verloren?


    Wenn dein Hund zu Übergewicht neigt und du bei Trockenfutter bleiben möchtest, reicht es meistens schon, wenn du ein ganz normales Trockenfutter gibst und entweder die Menge nur kürzt oder den "fehlenden Teil" mit Gemüse auffüllst. Das kann vom Hund nicht gut verwertet werden, macht aber erst mal satt.


    Ansonsten probier's mal über die Forumsuche: Da gibts viele Empfehlungen, von anderen Trockenfutter-Sorten bis zur Futterumstellung auf Nass- und Trockenfutter oder rohe Ernährung. Irgendwas wird für euch passen. :smile:


    (Edit: Ups, da war jemand schneller...)

    Zitat

    Wie sind eure Erfahrungen mit Hundesittern?


    Ich bin zwar im Moment glücklicherweise nicht auf einen Hundesitter angewiesen, aber spaßeshalber bzw. für ganz spontane Notfälle habe ich mich auch mal umgeschaut.


    Fazit: Wenn man einen lammfrommen, 100% verlässlichen und verträglichen Hund hat, kann man ihn in die HuTa hier in der Nähe geben (20€ pro Tag pro Hund; Gruppenhaltung mit Familienanschluss) und wenn man keine Probleme mit Zwingerhaltung hat, nimmt das örtliche Tierheim auch Tagesgäste (12€ pro Tag pro Hund; da das TH aber schon bei den "Dauerinsassen" völlig überfordert ist und einen miserablen Ruf hat, würde ich mich hüten, meinen Hund da auch nur für eine halbe Stunde zu lassen).


    Private Gassigeher sind hier auch hauptsächlich Schüler, die sich das Taschengeld aufbessern möchten. Wogegen ich grundsätzlich nichts einzuwenden habe, aber da meine beiden es lieben, für den großen Spaziergang ein Stück ins Grüne zu fahren und auch mal 'ne andere Runde kennenzulernen, wäre das bei Minderjährigen (= kein Führerschein) schon mal nicht möglich. Und versicherungstechnisch könnte das auch schwierig werden.


    Und dann kommen noch die Kriterien dazu, die mir wichtig sind, wie z.B.: gleiche oder ähnliche Vorstellungen von Erziehungsmethoden; genaues Einhalten von Regeln bezüglich Fütterung, Hundekontakt und Ableinen; absolut kein Kontakt zu Kindern, kein stupides Ballwerfen bzw. Förderung von Junkie-Verhalten; usw.


    Insgesamt scheint das Finden eines Hundesitters ein ziemlich schwieriges Unterfangen zu sein, und ich bin froh, dass Eltern und Freunde nah genug wohnen, um im Notfall einspringen zu können.

    Zitat

    In wie weit, wenn ich fragen darf? :)


    Kurz ein bisschen OT... ;)


    Schon beim Kennenlernen der Arbeitsaussies fiel mir auf, dass sie stärkere Nerven haben, besser zwischen "Arbeitszeit" und "Ruhepause" unterscheiden können und – wenn sie richtig sozialisiert wurden und im passenden Rahmen (!) beschäftigt werden – irgendwie mit mehr Gelassenheit durchs Leben gehen. Dieses hypernervöse Beim-kleinsten-Reiz-Ausflippen habe ich bei Arbeitsaussies deutlich seltener als bei den Showlinienvertretern gesehen. Das mag ein rein subjektiver Eindruck sein, aber als ich darüber mit der Züchterin meines Zweithundes gesprochen habe, meinte sie, das würde schon hinkommen: Wenn sie mit ihren Hunden am Vieh arbeitet, kann sie keinen Hund gebrauchen, der irgendwie "unvorhersehbar" reagiert, weshalb bei den Arbeitsaussies eben Leistung und Wesensstärke die wichtigsten Kriterien für die Zucht sind.


    Fies und etwas überspitzt gesagt: Ein Hund mit übersteigertem Aggressionspotenzial, einer ausgeprägten Artgenossenunverträglichkeit, völlig unkontrollierbarem Jagdtrieb oder einem labilen Nervenkostüm wird, mit entsprechendem Management, vielleicht trotzdem Preise auf einer Ausstelllung abräumen. Aber einen Hütetrial oder den Alltag in einem größeren Hunderudel, ev. das Leben auf einem Hof, schafft er damit nicht.


    Und bei meinen beiden sieht man den Unterschied – obwohl der Kleine erst ein knappes halbes Jahr alt ist – jetzt schon: Der Große war in dem Alter deutlich "unbeständiger", hatte Probleme zur Ruhe zu kommen, war bei Bewegungsreizen nur nach langem Training ansprechbar, zeigte erste Anzeichen von Leinenpöbelei und seiner Abneigung gegen Kinder. Dagegen ist der Kleine ein echter Vorzeige-Junghund: Klar, er hat deutlich mehr Power, ist sportlicher, gelenkiger und – zumindest kommt es mir so vor – noch mal deutlich schlauer, was Problemlösungsstrategien angeht. Aber er nimmt sich seine Ruhepausen, kann unglaublich gut zwischen Action und Pause unterscheiden, setzt Korrekturen präzise um, dreht beim Arbeiten (= altersangemessene Grundausbildung) nicht hoch und ist rundum "klar im Kopf".


    Lässt sich schwer in Worte fassen, aber beim Ersthund habe ich häufig das Gefühl, dass er zwar will, sich aber zu oft selbst im Weg steht, während der Kleine die gleiche Aufgabe mit Leichtigkeit meistert.


    (... sorry, das ist jetzt echt lang geworden. :ops: )

    Zitat

    Was habt ihr damals so an Info gefunden? Wie und wo und wie lange habt ihr euch informiert? Könnt ihr den Beschreibungen (von wo auch immer) im Nachhinein zustimmen?


    Ich habe meinen ersten Aussie vor zehn Jahren gekauft, das war (zumindest hier in der Gegend) weit vor dem Aussie-Boom. Es gab deutlich weniger Rasseporträt-Bücher o.ä. und so bin ich beim VDH-Züchter gelandet. Die Züchterin war sehr nett, hat ehrlich über alle Rasseeigenschaften aufgeklärt und auch die negativen Eigenschaften deutlich dargestellt. Insofern war das "typische Aussietemperament" mir bekannt, bevor der Wurf überhaupt geboren war und ich wusste, worauf ich mich einlasse. ;)


    Zitat

    Was würdet ihr Interessenten heute mit auf den Weg geben?


    Keiner Homepage und keiner rosa-roten Rassebeschreibung vertrauen, sondern selbst zu Rassetreffen oder besser noch verschiedenen Züchtern fahren, und ganz unverbindlich mal die Hunde kennenlernen und eventuell einen gemeinsamen Spaziergang machen. (Und dann bei der entsprechenden Nothundevermittlung gucken, was so die häufigsten Probleme und Abgabegründe sind, und ob man damit leben kann bzw. bereit wäre, daran zu arbeiten.)


    Zitat

    Was sind die größten Nachteile eurer Rasse und waren euch die bewusst als ihr die Rasse angeschafft hab oder kam die wirkliche Erkenntnis, dass das (was auch immer) ja so einfach gar nicht ist erst später?


    Ganz allgemein: Ich glaube, die meisten Leute unterschätzen das Aggressionspotenzial eines Aussies, weil sie nur den lustig-bunten Familienhund sehen (wollen). Vielleicht ist der größte Nachteil der Rasse deshalb, dass sie auf den ersten Blick so perfekt scheinen - mittelgroß, kuscheliges Fell in netter Optik, intelligent... Dass einige "Züchter" dann mit Versprechungen wie "Aussies jagen nicht" oder "Aussies sind immer kinderlieb" werben, macht die Sache nicht besser. :( :


    Und meine ganz persönliche Erkenntnis: Mein Großer ist super, ich liebe ihn und wir passen zueinander, aber so rückblickend wünschte ich, ich hätte damals schon von der Aufteilung der Rasse in Show- und Arbeitslinie gewusst, denn noch mal kommt mir ein VDH-Aussie mit überwiegendem Showlinienanteil nicht ins Haus. Mein Zweithund stammt aus der Arbeitslinie, hat ASCA-Papiere und der Unterschied ist deutlich spürbar...