Beiträge von pardalisa

    Dann bin ich auch "alleinerziehend" und das hier:


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    Da finde ich es vor allem wichtig, dass man sich Leute sucht, die den Hund mal übernehmen (nicht zum erziehen, sondern zum betreuen).


    ... war mir auch von Anfang an besonders wichtig. Zum Glück habe ich wirklich tolle Eltern und ein paar hundebegeisterte Freunde, denen ich meine beiden im Notfall anvertrauen kann.


    Ansonsten finde ich's eigentlich nicht besonders schwierig, alleine für zwei Hunde zu sorgen - und ich könnte es sowieso nicht haben, dass mir jemand in der Erziehung "herumpfuscht". :D

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    100 % Schutz ist doch sowieso eine Illusion. Wenn ich mit 180 einen Unfall baue bringen meinem Hund die 10 cm weniger nämlich rein gar nichts.


    :gut:


    Meine Hunde fahren auch in 'ner Box, aber ich mache mir da nix vor – wenn mir bei einer Vollbremsung auf der Autobahn jemand hinten reinfährt, können wir alle froh sein, wenn wir das überleben. Dafür sind nämlich weder so ein Kleinwagen, noch sämtliche mir bekannten Hundeboxen gebaut.


    Diese Annahme "Box = Sicherheit" kann ich irgendwie nicht verstehen... Die größte Vorteil einer Box ist für mich, dass der Hund bei einer plötzlichen Bremsung nicht mir um die Ohren fliegt oder vorne durch die Windschutzscheibe "aussteigt". Wenn man sich mal Bilder von Autos nach Auffahrunfällen anguckt, dürfte es für den Hund ziemlich egal sein, ob er frei im Kofferraum oder in einer Box saß. :( :

    Ein paar Hinweise/Erfahrungen, die dir vielleicht bei der Entscheidungsfindung helfen: Wie ja schon geschrieben wurde, sind Golden Retriever und Australian Shepherd zwei ziemlich verschiedene Rassen – der Goldie ist ein Jagdhund, der Aussie ein Wach- und Hütehund.


    Ich habe zwei Australian Shepherds, meine Tante eine Golden Retrieverhündin – der Jagdtrieb ist bei beiden (mein Junghund zählt noch nicht ;) ) vorhanden, aber gut händelbar, d.h. nach langer, sorgfältiger Erziehung (!) können sie alle im Wald freilaufen und sind gut abrufbar.


    Worauf man sich beim Aussie einstellen muss, ist die Reserviertheit gegenüber fremden Menschen. Und das heißt nicht, dass sie einfach etwas zurückhaltender sind, sondern dass sie es unter Umständen schlicht nicht dulden, von fremden Menschen angefasst zu werden und sich dann mit allen Mitteln wehren.


    Du schreibst, dass der Hund mit zum Stall kommen soll – viele Aussies haben Probleme mit lauten, trubeligen Situationen, weil sie unglaublich sensibel sind. Bewegungsreize wie Pferde, rennende Kinder, Stallkatzen,… das sind alles Dinge, an die man einen Aussie sehr vorsichtig gewöhnen muss und eine Garantie dafür, dass es klappt, gibt's nicht. Wenn du das vorhast, solltest du auf jeden Fall einen Plan B haben, falls es nicht so klappt, wie du es dir erhoffst.


    Und zum Schluss: Aussies haben einen Schutz- und Wachtrieb, der deutlich ausgeprägter als der eines Golden Retrievers ist – die schlagen nicht nur an, die würden Eindringlinge auch selbstständig stellen/vertreiben, wenn man sie lässt. Auch das ist ein Verhalten, dass man sehr früh in die richtigen Bahnen lenken muss, sonst hat man ein bis zwei Jahre später einen Hund, der "sein" Auto, "seine" Besitzerin, "seinen" Garten, "seinen" Stall gegen alles mögliche verteidigt.


    Es sind tolle Hunde, keine Frage, aber man muss ihre rassetypischen Eigenschaften mögen und damit umgehen können. :smile:


    (Und ich persönlich finde diese Show-Plüschbomben-Aussies ziemlich furchtbar... Da wird – zumindest meiner Meinung nach – viel zu viel Wert auf Aussehen und nicht genug auf Charakterstärke und Arbeitsfähigkeit gelegt. Dazu kommt, dass sie deutlich schwerer und plüschiger sind, was das Mitlaufen am Pferd nicht einfacher macht.)

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    ich finde es so bewundernswert wenn Menschen mit 2 oder mehreren Hunden zurecht kommen. Ich würd mir das niemals zutrauen, was wohl an meinem "Beuteschema" was Rassen angeht liegen könnte... 100kg oder mehr wären mir einfach zu viel an der Leine


    Och, so schlimm ist das gar nicht... ;) Ich war auch schon mit deutlich mehr "Hundegewicht" als eigenem Körpergewicht unterwegs, man muss sich nur die entsprechenden "langweiligen" Hunde zusammensuchen. :D (Die Hündin meiner Tante z.B. ist zwar ziemlich groß und kräftig, weiß dass aber zum Glück nicht, ist lammfromm und ein echter Verlasshund. Die kann man locker einfach so mitlaufen lassen.)


    Und Icephoenix: Respekt, dass du das so hinbekommst! :smile: Ich find's ja gerade bei kleineren Hunden eher schwieriger, das Leinenchaos zu verhindern, weil die irgendwie schneller den "Standort" wechseln und einem um die Beine wuseln.

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    Was genau kann man sich darunter vorstellen?


    Okay, dann mache ich mich mal kurz unbeliebt. Ich kann mir unter diesem "Seelenhund"-Konzept nichts vorstellen bzw. finde es ein bisschen seltsam. Für mich ist jeder meiner Hunde etwas ganz Besonderes – mit seinen Macken, Vorlieben, Charaktereigenschaften und liebenswerten Eigenheiten, eben jeder auf seine Art. :smile:


    Da noch zu unterscheiden, wer "besser" ist, wäre für mich absurd.

    Mir ist sowas mal passiert, als ich noch an der Ostsee gewohnt habe: Ich bin mit Hund und Fahrrad ans Meer gefahren und beim Planschen ist der Große im Wasser in eine Scherbe getreten. Hat geblutet wie Sau, ich war natürlich leicht panisch, weil wir wirklich mitten in der Pampa standen. Das Handy hatte ich zwar dabei, aber das Gelände war so "wild", da wäre mit 'nem Auto kein Durchkommen gewesen.


    Letztendlich habe ich ihn mir dann quer über die Schultern gelegt (Hund wiegt 26kg, ich so knapp 50... ich glaube, das habe ich nur dem Adrenalin zu verdanken, dass ich ihn da hinbugsiert bekommen habe) und ins nächste Dorf getragen, um da ein hundefreundliches Taxi zu rufen. Als wir beim Tierarzt ankamen, war ich ziemlich fertig und mein T-Shirt von oben bis unten blutig – und nachdem der TA den Hund versorgt hatte, hatte er so viel Mitleid, dass er uns sogar nach Hause gefahren hat. :smile: Fand ich wirklich nett.


    Solche Sitationen sind einer der Gründe, warum ich so froh bin, endlich ein eigenes Auto zu haben und warum bei mir – obwohl ich ein riesen Fan von größeren Hunden bin – in absehbarer Zeit kein Hund einzieht, der schwerer als 25kg wird.

    Ganz ehrlich? Das wäre für mich überhaupt keine Alternative.


    Ihr habt einen aktiven Junghund – so über's Internet lässt sich schwer beurteilen, ob euer Hund bei Besuch massiven Stress hat, weil er glaubt, die Situation alleine regeln zu müssen, oder einfach noch nicht gelernt hat, dass er nicht immer im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. So oder so ist ein "Verbannen" in den Garten nur Herumdoktorn an Symptomen und keine Ursachenbekämpfung.


    Du schreibst, dass sie bei Besuch mit Hundeerfahrung nach einer Zeit ruhig bleiben kann? Dann würde ich dieses Verhalten weiter ausbauen, d.h. Besuch kommt, Hund an die Leine oder auf seinen Platz (je nachdem, was konzentrationsmäßig möglich ist), Besuch kommt rein und ignoriert (!) den Hund. Wenn sie auch nur einen winzigen Moment ruhig ist, würde ich ihr etwas zu Kauen geben, an dem sie länger zu knabbern hat, oder einen Kong – das Lecken und Knabbern beruhig und so verbindet sie Besuch mit "Oh, ich gehe auf meinen Platz, da gibt's 'ne Belohnung".

    So ging's einem meiner beiden am Anfang auch mit dem Futterdummy – erst null Interesse, dann ein paar Monate später plötzlich Begeisterung. Vielleicht müssen die Rassen, denen das Apportieren nicht sowieso schon im Blut liegt, erst ein bisschen reifer im Kopf werden. :smile:


    Mein blödester Fehlkauf bisher war ein maßangefertiges, superschickes Leder-Zugstophalsband. Ich dachte, bei dem plüschigen Fellkragen meines Aussierüden wäre das praktisch. Tja, blöderweise ist das Verlängerungsstück irgendwie zu lang, sodass der Karabiner der Leine beim lockeren Fußgehen gegen sein Brustbein baumeln würde.

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    Darf ich fragen wie ihr Zecken entsorgt? Ich hab bisher immer Feuerwerk für Arme damit gemacht: Zecke in Klopapier einwickeln, in die Badewanne, anzünden und auf das Ploppen warten. Dann wurden sie im Klo weggespült.


    "Feuerwerk für Arme" ist genial, das muss ich mir merken... :D Und yep, genau so entsorge ich die Mistviecher auch.