Beiträge von wölfchenarya

    Hallo Ihr Lieben,


    ich muss jetzt hier mal nachfragen, da mich das Thema schon einige Zeit beschäftigt. Ich werde es nächste Woche auch mal bei unserer Hundetrainerin ansprechen.


    Unsere Arya (knapp 8 Monate alt, Irischer Wolfshund-Hovawart-Mix) ist wirklich ein sehr sehr freundlicher Hund, geht auf jeden Menschen und jeden Hund freundlich zu (will natürlich momentan noch immer zu jedem Hund, der am Horizont auftaucht hin - wir arbeiten daran). Aber... wenn wir einen Hund treffen, der sie an der Leine anrüpelt, pöbelt sie schon auch mal zurück (was nicht wirklich nett ist für mich, der Hund wiegt mittlerweile über 35 Kilo, ich habe knapp 60...)


    Kleines Beispiel von heute morgen: Auf unserer Morgenrunde treffen wir eine Frau mit zwei Akitas an der Flexi (ich weiß, dass sie im Ort wohnt und wohl auch züchtet, habe sie und ihre Hunde bislang aber noch nie getroffen). Sie geht ins Feld um uns auszuweichen, ich nehme Arya an die Leine und gehe vorbei. Arya natürlich trotzdem total interessiert an den anderen Hunden und ich muss sie fast vorbei zerren. Jedenfalls pöbeln die Akitas vom Feinsten, bekommen zwar eine Ansage von der Halterin, interessierte die aber null... Arya fing dann nun auch an zu knurren und zu bellen. Ich bin mir nicht sicher, ob es tatsächlich zurückpöbeln war oder ob sie einfach Frust hatte, weil sie nicht hinkonnte? Das gleiche Spiel wiederholte sich auf dem Rückweg nahezu identisch.


    Ansonsten wenn wir Hunde treffen und diese freundlich auf sie zugehen ist sie nach anfänglicher Unsicherheit sehr freundlich, wenn aber einer unfreundlich ist, hab ich das Gefühl, sie will sich wehren (sie hat leider zweimal eine blöder Erfahrung mit anderen Hunden machen müssen, weil ich nicht schnell genug geschaltet habe und diese nicht abgeblockt habe)


    Liegt es also an mir? Hat sie das Gefühl, sie muss die Dinge in die Hand nehmen weil ich sie in diesen Situationen nicht geschützt habe? Wenn ja, wie kann ich daran arbeiten? Ich hatte schon überlegt, ob ich ruhiges Verhalten bei Hundesichtung klickern soll aber das Problem ist, dass ich ihre Aufmerksamkeit in dem Moment überhaupt nicht auf mich gelenkt bekomme und ich somit ja das fixieren des anderen Hundes belohnen würde...oder?


    Ich habe nämlich wenig Lust auf ein bald alles anpöbelndes Kalb an der Leine...


    Vielen Dank schonmal im Voraus...

    Ich würde an deiner Stelle als Sofortmaßnahme probieren, so schnell wie möglich eine Betreuungsmöglichkeit zu finden, dann wirst Du wahrscheinlich schnell merken, ob das Kratzen tatsächlich eine psychische Ursache hat.


    Und dann ganz ganz langsam (wirklich wie bei einem Welpen) das Alleine bleiben neu aufbauen (Das kann durchaus Jahre dauern, bis er das schafft). In der gesamten Trainingszeit darf der Hund niemals (!) so lange alleine bleiben, dass er Stress bekommt. Das würde die Arbeit von Monaten zunichte machen.


    Und nebenbei kannst Du dich nach einem neuen HUndetrainer umschauen, der aktuelle scheint mir doch sehr zweifelhafte Ansätze zu haben. :doh:


    Alles Gute!

    Wenn er sich nicht kratzt, wenn ihr da seid ist das für mich ein ziemlich eindeutiges Indiz, dass er mit dem Kratzen versucht, den immensen Stress, den er offenbar beim alleine bleiben hat, zu kompensieren.


    Juckreiz, der durch eine Allergie oder Unverträglichkeit ausgelöst wird, hört ja nicht plötzlich auf, weil Wochenende ist...


    Und ein Hundetrainer, der mir raten würde, meinem Hund täglich (!) Beruhigungsmittel zu geben, hätte mich definitiv zum letzten Mal gesehen :irre:

    Wäre es denn vielleicht machbar, einen Hundesitter zu engagieren, der zwischendurch nach ihm schaut? Oder vielleicht einen Nachbarn/ Familienmitglied, zu dem er kann, während ihr arbeitet?


    Ich finde 7 Stunden auch sehr lange, die er allein bleiben muss, der Stress dabei äußert sich nicht unbedingt in Bellen oder zerstörerischem Verhalten, es kann durchaus möglich sein, dass er sich selbst wundkratzt um seinen seelischen Druck abzubauen. Bei allem Verständnis gestatte mir bitte die Frage warum man sich einen jungen HUnd anschafft um ihn dann sieben Stunden am Tag alleine zu lassen?


    Bitte nicht missverstehen, aber wir hätten uns unsere kleine Kröte nicht ins Haus geholt, wenn nicht klar gewesen wäre, dass sie mit mir zur Arbeit kommen kann... Klar, Umstände können sich ändern aber dann muss man sich eine Betreuungsmöglichkeit für den Hund überlegen. Ich würde es nie übers Herz bringen, Arya 7 Stunden allein zu lassen (wobei sie das mit Ihren 7 1/2 Monaten eh noch nicht schafft, aber selbst wenn...)


    Wenn sich heraustellen sollte, dass es nichts Psychisches ist, würde ich auch in Betracht ziehen, dass er allergisch auf ein Waschmittel oder ein bestimmtes Material reagiert (Dinkelkissen oder Ähnliches). Hat ers ehr trockene Haut? Dies könnte auch sehr starken Juckreiz auslösen... Vielleicht hilft es, ihm Öl (Fischöl oder ein gutes (!) Leinöl) zum Futter zu geben.


    Liebe Grüße und gute Besserung deinem Wuffel

    Unser Irischer Wolshund-Hovawart Mix (20 Wochen alt) wurde mit ca. 13 oder 14 Wochen von einer älteren Dame folgendermaßen angesprochen: "oh was bist Du den für ein Süßer, Du bist doch ganz bestimmt ein Löwchen, ich hatte selbst bis vor kurzem einen..." Sie kommt ziemlich nach dem Iren...


    Na klar, unser Hund wird ca. 70-80 cm bekommen und hat nun mit 20 Wochen Aussiegröße (getestet am 7 Jahre alten Nachbarshund ;) ) , ein Löwchen hat ausgewachesen in etwa 30cm Schulterhöhe..


    Fand ich aber irgendwie sehr rührend