Hab ich selbst noch nie erlebt, dass das verwechselt wird. Die meisten kennen "special needs" nichtmal. Was ich aber auch erlebe ist, dass "high need" inflationär benutzt wird. Allerdings gestehe ich den Menschen zu, dass sie das dann auch wirklich als "high need" empfinden, auch wenn Außenstehende das Kind ggf. als normal empfinden. Es ist ja vielleicht einfach auch ein Bedürfnis der Menschen, eine Bezeichnung für das zu finden, was sie erleben. Und am Ende hat die Bezeichnung "high need" ja auch keine Auswirkungen. Ist ja keine Diagnose, die ein Leben lang Bestand hat.
Das sehe ich auch so.
Nach außen hin ist vieles ja auch einfach anders, als im kleinen Familienkreis. Wenn wir unterwegs sind, kriegen wir auch nur durchweg positive Rückmeldung zu Karli. Dass er zuhause sofort weint, wenn ich nur zur Toilette gehe, obwohl mein Mann gerade mit ihm spielt, er die halbe Nacht weinend aufwacht (und vieles mehr), sieht da ja keiner.
Als er hingegen noch ein Baby war, war das anders. Da wurden wir oft angesprochen, was denn nicht stimmt und warum das Kind nur schreit. Da ging halt gar nix. Keine Rückbildung für mich (habe ich dann online zuhause gemacht, nachdem ich zwei Kurse abbrechen musste), kein Auto, kein KiWa, keine Trage, nicht im Garten mit uns sein, einfach nix.
Ich denke nicht, dass jemand mit „Anfängerkind“ behauptet, dass es ein High Need Kind ist.