Ha! Ich wusste gar nicht, dass es so einen Fred gibt. Hier bin ich auch mal dabei. Mit 16 habe ich Digby bekommen (als Welpen), jetzt bin ich 17, also noch eine recht frische Hundehalterin.
Es war klar, dass er mir gehört und mir gehören wird und ich mich allein um ihn kümmern muss. Was ich hätte anders machen können ist, dass ich mir von meiner Familie nicht hätte reinreden lassen sollen. Ich wollte nämlich eigentlich einen erwachsenen Hund, keinen Welpen.
Aber wie das so ist, ist es dann doch anders gekommen.
Da war dann also dieser unglaublich süße Welpe. Ein toller Welpe, das muss ich zugeben, er hat sich von Anfang an gemeldet, wenn er musste. Trotzdem hatte ich nach ein paar Nächten Augenringe bis zum Fußboden. Das ist auch eine Weile so geblieben, denn das tolle Welpentier war zwar schnell Stubenrein, hat sich aber eine astreine Bakterieninfektion geholt und die Bude voll geschissen
Ich war eine Großzeit zu Hause, weil ich mit der Schule nicht klar kam, das war für den Welpen recht praktisch. Als ich dann nach den Herbstferien die Schule gewechselt habe, konnte er logischerweise nicht die ganze Zeit allein bleiben.
Die anfängliche Idee war, dass er mit in die Praxis meiner Mutter kommt. Da diese aber wenig Zeit und noch weniger Lust hatte, sich eingehend mit ihm zu beschäftigen und Ruhe durch zu setzen, beschäftige er sich selbst, indem er durch das Zimmer peste. Das wurde nicht unterbunden, und so machte er einfach immer weiter, bis meiner Mutter genug hatte und nicht mehr wollte, dass er mitkam. Er kam dann in die Hundebetreuung, was nicht gerade günstig war, aber da ich mich noch an der neuen Schule einfinden musste, war es okay.
Was sich verändert hat: Ich fahre jede Mittagspause nach Hause, um mit dem Hund raus zu gehen. Ich muss früher aufstehen, um mit dem Hund raus zu gehen. Auch wenn ich Abends extrem müde bin, muss ich mit dem Hund raus gehen.
Vor allem in der Anfangszeit ist es unglaublich anstrengend, zum Glück schlafen Welpen so viel
Ausgehen ist bei mir jetzt nicht so das Thema, bin ich einfach kein Typ für. Die Freunde, die ich habe, sind zum Glück alle total große Fans von ihm, er darf überall mit hin. Aber gerade jetzt im Sommer ist es sehr schwierig. Ich kann nicht wegfahren, keine Ferien machen, ich kann mit ihm nicht lange raus, ich kann ihn aber genau so wenig lange allein lassen. Manche Sachen kann ich einfach nicht machen, zum Beispiel ihn mit an den Elbstrand nehmen, wenn ich mit ein paar Leuten da bin, denn ich weiß, dass er bei Sand total aufdreht und ich da keine Zeit habe, daraus ein Training zu machen. Und ich bin nächstes Jahr mit der Schule fertig, ich weiß noch nicht, was ich machen will und wo ich eine eigene Bude mit Hund her bekomme. Genau so wenig weiß ich, ob ich arbeiten, Hund und studieren gut unter einen Hut bekommen werde....
Es hat aber auch viele positive Seiten, ich bin sehr viel selbstsicherer geworden, kann jetzt mit fremden Menschen reden und allgemein ist er ja eher ein (unausgebildeter) Therapiehund. Vor dem Hund war ich ja eher der Katzenmensch, aber jetzt bin ich Katzen und Hundemensch. Als Hundemensch achtet man auch auf ganz andere Sachen, das ist sehr lustig.
Alles in allem sind Hunde eine unglaubliche Bereicherung für das (jugendliche) Leben, aber es ist scheiße viel Arbeit! Es gab echt viele Punkte an denen ich mir dachte "Wieso habe ich einen Hund adoptiert? Ich habe keine Lust mehr", aber man wird so oder so gezwungen weiter zu machen. 