Beiträge von Achtfastneun

    Als ich mit meinem Freund noch ne Fernbeziehung hatte, "musste" Queeny ab und an ein Wochenende bei guten Freunden (die haben selber 3 Hunde) verbringen, da ein mitnehmen absolut nicht möglich war.
    Beim ersten mal war ich ein schieres Nervenbündel. Der arme Hund, der hängt so an mir, sie kennt das ja gar nicht und das wird ganz schlimm und wie kann ich nur, ich Rabenfrauchen :shocked: .
    Pff. Als ich tschüss sagen wollte, lag sie mit dem Herr des Hauses aufm Sofa und war konzentriert dabei sich eine bequeme Liegekuhle zu walzen. Als ich rief, kam nur ein Blick à la: "Jaja, ich kann jetzt nicht, geh halt einfach!" Gott, was war ich beleidigt :lachtot: .
    Als ich sie nach 3 Tagen wieder abholen wollte, kam sie zwar mit allen anderen Hunden an die Tür, hat aber direkt wieder umgedreht als sie gesehen hat, dass es nur ich war. Schließlich war sie gerade eigentlich dabei, den Garten zu observieren. :ugly:


    Ich sehe es außerdem auch so, dass der Hund manchmal halt auch einfach zurück stecken muss, wenn man nicht irgendwann als eigenbrötlerischer Einsiedler leben will. Überleg dir, wie wichtig dir die Verwandtschaft inkl Taufe ist und dann weißt du die Lösung ja eigentlich schon :ka: .
    Im übrigen hätte Queeny es richtig blöd gefunden, alleine irgendwo in einem fremden Hotelzimmer bleiben zu müssen. Und das, obwohl sie sonst immer sehr gut alleine blieb.

    Ich hab letztens in einer Backgruppe gesehen, dass einfach jemand eine Silikonspritze ausm Baumarkt umfunktioniert hat :D .
    Vllt geht auch einfach ein Gefrierbeutel. Da eine Ecke abschneiden und Pappe als Tülle zusammengerollt reinstopfen zum stabilisieren. Da könnte man bestimmt was experimentieren :???: .

    So, 6 Wochen sind vergangen, ohne Plan. Und der Unterschied ist echt krass. Hab gefühlt seit Ewigkeiten nix richtiges mehr gegessen, die Imbisse aus der Umgebung haben einen Haufen an uns verdient und generell fehlt das schon, dieses geplante.
    Aber ab Montag geht es wieder los!
    Frühstück mache ich aber wieder spontan, das hat sich als praktikabler raus gestellt, wenn ich, wie die komplette Woche über, Spätdienst habe.


    Montag: Entenbrust mit Rotkohl und Semmelknödel
    Dienstag: Farfalle mit Rind und Karotten-Kokossoße
    Mittwoch: Hähnchenbrust mit Kokos
    Donnerstag: Filet in Schafskäsesoße
    Freitag: Thunfisch-Nudel-Topf
    Samstag: Weihnachtsfeier :weihnachtslicht:
    Sonntag: Kassler in Kräuterkruste mit Selleriestampf und Kohlrabi

    Es gibt doch auch Wohnungen, die man einfach nicht richtig welpensicher machen kann dank Bauart :???: . Also wir haben eine sehr offen gestaltete Maisonettenwohnung, keine Ahnung wie ich hier Fort Knox draus machen sollte. Alleine die Treppe nach oben richtig sicher absperren wäre ein Großprojekt. Die offene Küche absperren wäre direkt ein Punkt bei dem ich keine Idee hätte.
    Oben im Wohnzimmer haben wir eine offene Balustrade, keine Ahnung wie ich das absperren sollte und nachts ruhig schlafen könnte weil es wirklich sicher ist :ka: .
    Tagsüber kann man die kleinen Welpis im Auge behalten, da sehe ich das Problem nicht.

    @Mrs.Midnight ich antworte mal stellvertretend. Ich finde, der Ausdruck von Toten (egal ob tierisch oder menschlich) ändert sich sofort. Ich kann es immer noch nicht richtig in Worte fassen, aber sobald der letzte Atemzug vorbei ist, ändert sich in der Sekunde einfach die Ausstrahlung, die Aura, der Geist, wie auch immer man das bezeichnen mag. Die ganze Präsenz ist ganz anders, weil einfach der Charakter nicht mehr da ist, nur noch die Hülle.
    Wenn ich Dienst im Krankenhaus habe und ein Zimmer betrete, merke ich persönlich recht zuverlässig, ob derjenige noch lebt oder gegangen ist (zumindest wenn es vorhersehbar war), dafür muss ich ihn nicht mal gesehen haben. Es ist sehr schwer greifbar, aber es ändert sich was. Und ich persönlich finde auch nicht, dass Tote aussehen als würden sie schlafen. Da ist einfach kein Funke mehr. Friedlich zwar, aber nicht schlafend.

    Also bei uns dürften Hunde nicht im Bett schlafen und ich kann nicht mehrere Nächte auf dem Boden schlafen, selbst wenn ich da ne Luftmatratze hätte, weil ich mich danach mehrere Wochen nicht mehr schmerzfrei bewegen könnte. Jetzt rein hypothetisch gesehen wäre eine Box oder Laufstall für uns die beste Möglichkeit um nachts erstens was vom Hund mitzubekommen und zweitens ein bisschen Körperkontakt herzustellen indem man den Arm in die Box hängen lässt. Dürfte ich deshalb niemals nie einen Welpen bekommen? :???:

    Ich denke auch schon die ganze Nacht darüber nach (Schlaflosigkeit sei Dank).
    Es ist alles einfach so individuell an diesem Thema. Jeder muss/darf/soll seine eigene Art der Trauer haben und da sollte man sich als Unbeteiligter (oder von mir aus auch Angehöriger mit anderer Meinung) einfach mal einen Schritt zurücknehmen. Ob das Teilen der postmortem-Aufnahmen wirklich auf FB gehört oder wie bei mir über whatsApp geteilt werden müssen, kann man anzweifeln, aber meiner Freundin hatte das damals sehr geholfen.
    Sollte ihr Pferd einmal sterben, steht für sie fest, dass sie das Pferd erst nach einigen Tagen abholen lässt (fraglich ob das aber so klappt) um sich jederzeit vergewissern zu können, dass sie wirklich weg ist und sich ausgiebig verabschieden kann.
    Früher scheint der Tod auch in unseren Breitengraden ganz anders wahrgenommen worden zu sein. Keine Ahnung, wo diese Wandlung herkommt, schätze aber mal, das hängt damit zusammen, dass immer weniger Angehörige zuhause versorgt werden im Alter sondern in ein Pflegeheim kommen oder vom Sozialdienst versorgt werden. Von dem was ich weiß, war es früher ganz normal, dass der Verstorbene noch zuhause aufgebahrt worden ist, bis der Bestatter ihn abholen konnte. Da haben die Kinder halt auch abends um den Sarg von Oma nachlaufen gespielt und wurden früh konfrontiert.
    Bei Südländern ist das heute wohl so noch Usus, da gibt es auch einfach einen ganz anderen Umgang mit kranken/toten Angehörigen.
    Werde ich nie vergessen, als ich auf der Palliativstation gearbeitet habe und ein Italiener eingeliefert worden ist. Da war ganz klar, dass er nicht mehr lange bei uns bleibt. Da kamen innerhalb kurzer Zeit so ziemlich alle Angehörigen eingeflogen, angereist und waren auch nicht mehr wegzubewegen. Pflegerisch durften wir dort gar nichts tun, das haben alles die Angehörigen übernommen. Und die waren laut, richtig laut in ihrer Trauer und dem Wissen, dass der geliebte Angehörige bald gehen muss. Da wurde gefeiert, gesungen, geweint, gewehklagt. Als er letzendlich starb, hat man auch da sehr viele Bilder gemacht, teilweiße wurden ihm auch die Babys in die Arme gelegt, damit das Kind eine Erinnerungen an den Opa hat, wenn sie größer sind.
    Auch wenn das für mich sehr fremd war, fand ich das sehr schön und es hat einfach sehr authentisch gewirkt. Der Tod gehört halt dazu.
    Im Vergleich entwickeln sich "die Deutschen" gefühlt immer weiter vom Tod weg. Hier will kaum jemand seinen Angehörigen noch mal sehen, sobald er tot ist. Selbst Unterstützung in den schlechten Zeiten sieht ganz anders aus. Unterstützung beim Essen oder der Körperpflege? Lieber nicht. Entweder empfindet man es als eklig oder man hat Angst, dass man was falsch machen könnte. Der Tod soll auch durch alle möglichen medizinischen Fortschritte soweit rausgezögert werden, wie nur irgendmöglich. Hier ist Trauer sehr leise und "für sich".
    Aber auch das ist okay. Das soll hier auch bitte definitiv nicht als Angriff gewertet werden und beschreibt nur meine ganz eigenen, persönlichen Erfahrungen mit diesem viefältigen Thema.
    Wenn ich einmal sterbe, liegt schon eine Liste bereit, wie ich mir die Beerdigung vorstelle. Und DAS finden viele extrem makaber, aber ich finde das für mich einfach schöner.
    Wenn dann jemand noch Bilder von mir will, weil ihm das hilft.. gerne. Nur auf FB würde ich sie nicht haben wollen.
    Wobei es mir dann wohl wirklich egal ist :???: .