BettiFromDaBlock, da du es gerade in einem anderen Thread nochmal erwähnt hast und ich den aber nicht auf "Abwege" bringen wollte, hier nochmal ne Frage: Was für Bachblüten gibst du Betti eigentlich? Welche Dosierung bei welchem Gewicht? Bzw. hast du das mit einem Tierarzt/Tierheilpraktiker abgesprochen oder einfach mal selbst probiert? Ich hab selber mal recht gute Erfahrungen mit Bachblüten gemacht und überlege schon länger, das auch mal bei Marley zu probieren. Vielleicht hilft es ja wenigstens etwas.
Beiträge von Jadra
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Mir ist noch was eingefallen: Marley hat sich mal im Flur vor der Putzfrau erschreckt. Vor Schreck gab's dann eben auch ein paar Tröpfchen... und dann schien er den Eindruck zu haben, er könne auch gleich mal laufen lassen
Also hat Klein-Welpi einen riesen See in den Hausflur gemacht... Mann, war mir das peinlich...
Ich wollte es natürlich selbst wegmachen, aber die nette Reinigungskraft hat abgewunken und gemeint, das mache nichts, sie müsse ja jetzt eh hier wischen. Leider hab ich sie danach nicht wieder getroffen (wechselndes Personal), ich hätte ihr gern eine Dankesschokolade oder sowas geschenkt. Bloß gut, dass Marley dabei nicht auch noch eine Fußmatte erwischt hatte...
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Ich sammel jetzt mal aus der Welpen- und Junghundezeit.
Papier/Pappe wurde mit Vorliebe geschreddert (ab und zu darf er immer noch, weil er das so toll findet). Wir haben mehrere (alte) Schuhe mit eindeutigen Spuren von Welpenzähnen, durchgekaute Schnürsenkel fehlen natürlich auch nicht.
Einmal hatte er, als er noch nicht so gut allein bleiben konnte, irgendwo eine Getränkedose gefunden; ich weiß nicht, wie die mir beim Wegpacken gefährlicher Gegenstände entgangen ist. Ich hab jedenfalls einen halben Herzinfarkt bekommen, als ich das geschredderte Ding fand und war in Tränen aufgelöst, als mein Mann kurz darauf nach Hause kam, weil ich überzeugt war, Marley hätte was davon gefressen. Hatte er aber nicht. Er hatte nicht einmal Schnitte im Maul. Aber danach war ich doppelt vorsichtig und es lag nie wieder eine Aludose irgendwo in Reichweite.
Ein Verlängerungskabel musste ebenfalls dran glauben. Zum Glück war es nicht eingestöpselt. Sonst waren es weitere Kleinteile, die er sich mal gegriffen hat. Und selbst Schuld, wenn wir nicht gut genug aufgepasst haben, dass alles welpensicher verstaut ist.
Einmal war ich nebenan im Arbeitszimmer, Marley im Wohnzimmer eingesperrt, Alleinbleiben-Training light sozusagen. Tja, ich Trottel hatte nicht gesehen, dass mein Mann kurz vorher beim Mittag ein paar Tortellini-Reste auf dem Tisch hatte stehen lassen. Hab dann was klappern gehört und fand Marley auf einem Stuhl, die Schnüss auf dem Tortellini-Teller... Und das, wo er normalerweise jedes neue Nahrungsmittel skeptisch beäugt, ob man ihn nicht doch vergiften will...
Sehr gut schmeckte ihm auch mal meine Handcreme. Da war ich nur mal kurz im Bad... Es war eine bewegte Nacht
Aber so lernte Frauchen wenigstens nachhaltig, die Handcreme und ähnliches Zeug hundesicher wegzupacken... Ach ja, und wir haben eine kleine kahle Stelle im Schlafzimmer, weil er mal kosten wollte, wie die Tapete wohl schmeckt...
Als Junghund hat er dann mal bei den Schwiegereltern im Haus eine Topfpflanze und einen Schrank markiert
Da hat er sich wohl einfach mal ausprobiert, vor allem, weil mein Schwager einen Hund im gleichen Alter hat und der bei einem seiner Besuche dann auch mal markiert hatte. Marley hat zwar "angefangen", aber danach haben sie ein paar Mal ein "Fernduell" versucht. Zweimal auf frischer Tat ertappt und Marley hat nie wieder dort im Haus das Bein gehoben.
Insgesamt war er aber, im Nachhinein betrachtet, ziemlich brav. Die Sachen, die während des Alleinbleibens kaputt gingen, waren stressbedingt; da haben wir einfach eine Weile gebraucht, bis wir den Modus raus hatten, wie das für ihn und uns stressfrei funktioniert. Die anderen Sachen waren halt unsere Schuld, weil wir sie nicht gut genug weggepackt haben (das Zeug, das er beim Alleinbleiben zerlegt hat, war natürlich auch nicht gut genug weggeräumt). Unterm Strich also: Ruhe bewahren, Wohnung welpensicher machen und über manchen Blödsinn auch einfach mal lachen. Bei einem nächsten Welpen wird hier definitiv einiges anders laufen, aber Marley wird ja sowieso mindestens 25
Edit: Ebenfalls als Junghund hatten wir ihn mal mit bei einem Kumpel meines Mannes. Der erzählte uns dann einen Tag später, dass seine Ohropax auf mysteriöse Weise verschwunden waren. Und wir hatten eine Erklärung, warum morgens so seltsam dicht neben Marleys Haufen ein paar Ohropax aufgetaucht sind...
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Naja, theoretisch hätte das auch passieren können, wenn der Hund angeleint gewesen wäre, z.B. an einer Flexi. Klar ist das blöd gelaufen und es wäre sicher gut gewesen, du hättest dich entschuldigt; weißt du selbst. Ich würde mich da jetzt aber erstmal nicht verrückt machen. Die Leute wohnen nicht da, sie haben eigentlich keinen Grund, sich zu beschweren. Und wenn sie es den Leuten erzählen, bei denen sie zu Besuch waren und die rennen direkt zum Vermieter, würde ich mich wirklich beim Mieterschutz beraten lassen, falls da was käme. Letztlich ist niemand geschädigt worden und die tatsächlichen Mieter waren nicht dabei, könnten also nur laut "Hörensagen" Beschwerde einreichen. Das dürfte etwas dünn sein, um euch aus der Wohnung zu werfen.
Wenn ihr euch damit sicherer fühlt, lasst euch dazu von jemandem beraten, der Ahnung davon hat. Ich denke aber, die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass da was kommt.
Allerdings würde ich persönlich mich doch (in Ruhe) nach einer anderen Wohnung umsehen. Ich würde ungern langfristig in einem Haus wohnen, in dem die Mietparteien sofort zum Vermieter gehen statt erst einmal miteinander zu reden. Als wir das Alleinbleiben trainiert haben, ist es mal schief gelaufen und unser Hund hat zwei Stunden am Stück gejault. War für uns nicht cool, für die Nachbarn auch nicht, für den Hund erst recht nicht. Die Nachbarn haben uns aber danach sofort angesprochen und uns Bescheid gesagt, wir haben uns entschuldigt und das Training neu angesetzt. Grundsätzlich hätten die alle Handhabe gehabt, sich beim Vermieter zu beschweren.
Auch, wenn eure Nachbarn grundsätzlich mit ihrer Beschwerde wegen des Gartens im Recht waren, finde ich es einfach menschlich wesentlich sympathischer, wenn man erst einmal direkt miteinander spricht, vor allem, wenn so eine Situation erst einmal vorgekommen ist. Aber letztlich müsst natürlich ihr entscheiden, ob ihr weiter dort wohnen wollt oder euer Glück doch woanders versucht. Garantien für kommunikativere Nachbarn gibt es natürlich nie.
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Eine Frage stelle ich mir allerdings, da ich ja in Bayern wohne: Wie kann das sein? Ich dachte in Bayern darf man keine AmStaff halten?
Ich kenne mich zwar mit den Rasselisten und Vorschriften in Bayern nicht aus, nehme aber an, das läuft wie in allen Bundesländern, in denen es keine Listis geben dürfte: der Hund wird halt einfach als Mix ausgegeben. Sehr beliebt ist da z.B. Labbi-Boxer als Rassekombination, weil das optisch auch manchmal ansatzweise hinkommen könnte. Das wird i.d.R. nicht nachgeprüft, wenn du deinen Hund anmeldest. Ich hätte hier auch Jack-Russel-Terrier auf die Anmeldung bei der Stadt schreiben können
Problematisch wird's im Fall von Listis wohl erst, wenn jemand den Halter anzeigt oder er den falschen Mitarbeitern des Ordnungsamts vor die Füße läuft. Ich hab hier bei uns in vier Jahren Hundehaltung einmal das OA auf einer Hundewiese getroffen. Die Chancen stehen an vielen Orten gut, dass es einfach nie bei den Behörden auffällt, wenn der Hund ein Listi ist, vor allem, wenn er sich so unaufällig verhält wie im von dir geschilderten Fall.Ich finde den Thread übrigens echt interessant. Von einigen Hunderassen, die ihr so nennt, hab ich noch nie was gehört. Hier bei uns gibt's jetzt keine, die ich besonders häufig oder besonders selten sehen würde. Kleine Wuschelhunde haben wir einige, einen Rauhhaardackel, einen Kurzhaardackel, mehrere (TS-)Mixe verschiedener Größe, mehrere Beagle, französische Bulldoggen, Möpse, Chihuahuas, Labradore, Golden Retriever, einen Cocker Spaniel usw. Den RR aus der Nachbarschaft hab ich schon länger nicht gesehen; entweder gibt's den nicht mehr oder die Halter sind weggezogen. Ansonsten wäre unter den scheinbar selteneren Rassen noch ein Samojede (oder Mix daraus) zu nennen, ein Corgi und verschiedene Windige, die ich aber aufgrund der Rassenunkenntnis nicht genauer einordnen kann
Außer Chihuahuas läuft mir aber tatsächlich keine Rasse auffällig oft über den Weg, sodass Einzelexemplare anderer Rassen nicht als besonders selten auffallen.
Edit: Noch vergessen: einen Wolfshund (keine Ahnung ob SWH oder TWH) und eine englische Bulldogge haben wir auch noch im Umkreis.
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Du willst auch aufräumen? Kannst vorbeikommen.
Neeeee dass Marley das macht
ich bring ihn euch gern zum aufräumtraining vorbei
Also, mein Marley hilft da schon mal gern
Herrchens rumliegende Socken schleppt er mir zum Beispiel an, wenn ich ihn drum bitte... Okay, er braucht da anfangs oft etwas Hilfestellung, aber dann macht er das freudig, gibt ja Kekse und außerdem macht "was tun" ja Spaß
Seine Box muss er übrigens auch manchmal aufräumen. Er sammelt dort nämlich mit Vorliebe Pfandflaschen - mein Mann nennt es "animal hoarding"
Also wird er ab und an in seine Box geschickt, damit er die Flaschen zur Pfandtasche bzw. zum Kasten in den Flur schleppt. Wenn man das Zeug dann allerdings nicht schnell genug zum Supermarkt bringt, kann man damit rechnen, dass er sich früher oder später wieder eine Flasche mopst
So hilft er nicht nur beim Aufräumen sondern gleichzeitig auch dabei, dass es immer was zum Aufräumen gibt...
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DAS ist es, was mir so sauer aufstösst am Veganismus - nicht die Kritik an der Massentierhaltung. Die ist aber auch keine Domäne des Veganismus, sondern kann auch von fleischessenden Menschen vertreten werden, ohne sich in Widersprüche zu verwickeln. Ich hab's halt nicht so mit dogmatischen Ideologien (Veganismus ist ja beileibe nicht die einzige), die dann sämtliche innere Widersprüche mit "unvermeidbarem Übel" aka Tierleid im aktuellen Thema wegwischen. Der Veganer isst keinen Honig, weil er die Ausbeutung der Bienen ablehnt - aber der von den ausgebeuteten Bienen bestäubte Apfel ist okay.....
Dogmatische Ideologien sind in der Weltgeschichte für so viel Elend verantwortlich.... Ich bin ganz klar für eine differenzierte Betrachtungsweise von Problemen!
Bei deiner Grundaussage bin ich vollkommen bei dir. Ich bin kein Mensch der Extreme und ich halte Extreme auch nicht für den optimalen Weg, weil sie in der Regel Radikalität voraussetzen, die einer Verständigung, einem Miteinander und einem Kompromiss im Wege steht. Ich finde es gut, dass es Veganer und Vegetarier gibt, aber ich glaube nicht, dass es machbar ist, dass plötzlich niemand mehr Fleisch isst. Machbarer wäre für meine Begriffe dagegen, dass ein größeres Bewusstsein dafür geweckt wird, dass Massentierhaltung langfristig einfach keine sinnvolle Option mehr ist, aus ökologischen wie auch aus ethischen Gründen. Machbar wäre auch, gesetzlich gegen Massentierhaltung vorzugehen - so denn die Verantwortlichen dazu gewillt wären. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich mich bislang nicht näher damit beschäftigt habe, wie vegane oder alternativ nachhaltige/biologische/artgerechte Landwirtschaft (inkl. fleischhaltige Ernährung) flächendeckend umgesetzt werden könnte und welche Auswirkungen das hätte.
Ich muss allerdings anmerken, dass ich dein Beispiel mit den Bienen ungünstig gewählt finde. Die Bienen bestäuben die Apfelblüten so oder so. Das tun (Zucht)Honigbienen ebenso wie Wildbienen, Hummeln u.ä. Einfach, weil sie den Nektar selber brauchen.
In der industriellen Honiggroßproduktion geht's den Bienen aber dafür an den Kragen... bei der Honigernte wird häufig nicht darauf geachtet, wie viele Bienen noch auf den Waben sitzen, die durch die Maschinen gejagt werden - also auch nicht darauf, wie viele Bienen dabei sterben. Außerdem werden die Völker auseinandergerissen, weil einfach eine Wabe (voller Bienen) hinter die andere geklatscht wird. Das führt zu Verwirrung der Tiere und in vielen Fällen vermutlich dazu, dass ein zuvor intaktes Volk aufhört zu existieren, also sozusagen auch nur bis zur ersten Honigernte eingesetzt werden kann. Das hat mit Nachhaltigkeit einfach nichts zu tun, auch nicht mit Respekt vor dem für uns so wichtigen Lebewesen Biene. Für mich gibt's daher schon einen sehr nachvollziehbaren Grund, warum Veganer Äpfel essen (die ja, wie gesagt, ohnehin bestäubt werden), aber keinen Honig. Auch das kann man also etwas differenzierter betrachten.
Ich esse übrigens gern Honig, vom Imker aus der Familie. Der hat nur eine Handvoll Völker und erntet den Honig in Handarbeit. Die Völker überstehen das weitgehend unbeschadet (dass auch dabei mal eine Biene ihr Leben lässt - und sei es, weil sie sticht - lässt sich wohl nie ganz vermeiden) und es wird auch nie der gesamte Honigvorrat entnommen, sodass die Bienen auch noch selbst auf die von ihnen gesammelte Nahrung zurückgreifen können. Wenn in der Familie irgendwann nicht mehr geimkert wird, werde ich mir eine andere, ähnliche Bezugsquelle suchen, Hobbyimker oder kleinere Imkerbetriebe gibt es wahrlich genug. Aber den (zumeist wärmebehandelten und oft genug auch gestreckten) Honig aus dem Supermart gibt's hier nicht.
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Marley, Schäfi-Mix, reagiert auch fast ausschließlich auf Sichtreize. Eine (frische) Spur kann mal reizvoll sein, aber da lässt er sich gut weiterschicken. Auf Sichtreize dagegen reagiert er sehr stark, weswegen er in unübersichtlichen oder wildreichen Gebieten zur Zeit noch an der Schlepp bleibt. Da ist er noch nicht zuverlässig abrufbar (wir haben auch eher wenig Gelegenheit, genau das zu üben).
Vögel interessieren ihn eher mäßig, meist ignoriert er sie oder man kann ihn weiterbeordern. Bisher ist es zweimal vorgekommen, dass er einen Vogel aufgescheucht hat, einmal einen Reiher, einmal irgendwas kleineres, Spatz oder so. Im zweiten Fall hatte er aber gerade seine fünf Minuten und ist eh wie ein Bekloppter durch die Gegend gerauscht, da kam ihm das aufscheuchbare Vögelchen wie gerufen...
Beim Reiher hat er sich zumindest verbal bremsen lassen, das war nicht der gleiche "Ehrgeiz", mit dem er ein Reh hetzen würde. Hühner sind ihm relativ egal.
Die heftigstens Reaktionen hatten wir bisher auf Rehe. Als er so mit 1,5-2 Jahren den Jagdtrieb ausgepackt hat, stand er bei der ersten Rehsichtung kreischend in der Leine... Davon ist er inzwischen zum Glück wieder weg, aber hinterher würde er immer noch, auch auf größere Distanz.
Kaninchen findet er ebenfalls sehr spannend, haben wir aber schon lange nicht mehr gesehen; da geht er aber auch hinterher. Wildschweinbegegnungen sind uns bisher zum Glück erspart geblieben, sodass ich keine Ahnung habe, wie er reagieren würde. Auch Eichhörnchen hat er bislang nicht zu Gesicht bekommen, die sehen wir hier allgemein sehr selten. Ich denke aber, da wäre er durchaus interessiert. Mäuse dagegen kümmern ihn nicht groß. Ach ja, und Katzen würde er auch jagen, sofern sie wegrennen. Wenn sie einfach nur sitzen bleiben, ignoriert er sie, wenn sie ihn anfauchen und einen Buckel machen, findet er sie gruselig.
An Begegnungen mit Kühen kann ich mich gerade nicht erinnern, aber von denen halte ich im Zweifel mit Hund auch lieber großen Abstand. Pferdebegegnungen hatten wir bisher nur flüchtig, da war er eher interessiert und neugierig, im Wald bei einer Reiterbegegnung etwas gegruselt. Ich weiß aber nicht, ob das mehr an den Pferden oder mehr an den Menschen auf ihrem Rücken gelegen hat...
Leider, leider reagiert er auch auf Schafe/Ziegen. Sind sie eingezäunt und stehen nur friedlich rum, sind sie nicht so spannend. Der Schottlandurlaub war allerdings gelegentlich ein kleiner Spießrutenlauf, weil die freilaufenden Schafe dort natürlich auch abgehauen sind (bis auf den Bock, der uns offensiv gedroht hat und vor dem dann eher wir "geflüchtet" sind...). Insgesamt scheint bei ihm der Bewegungsreiz weg von ihm die wichtigste Rolle zu spielen. Kleine Hunde hat er aber bisher zum Glück immer als solche erkannt und nicht zum Jagdobjekt erklärt.
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Ich erlebe auch sehr viel häufiger "Veganer-Bashing" als missionierende Vegetarier/Veganer. Mich nervt das. Mich nerven zwar auch die "Missionierer", aber das sind, meines Erachtens nach, viel weniger, als immer behauptet wird. Und dass Veganer einem sagen, dass sie vegan leben... tja, wenn man sie zum Grillen/Essen einlädt, bleibt ihnen ja nichts anderes übrig
Da finde ich die Fleischesser, die auf ihr "Recht auf Fleisch" pochen (und selbst bei sowas wie einem Veggi-Day in der Kantine auf die Barrikaden gehen...), wesentlich anstrengender.
Ich selbst esse übrigens Fleisch, versuche aber auch, dabei Maß zu halten und zu gucken, was für Fleisch ich kaufe. Perfekt läuft das sicher nicht, aber ich bin weit davon entfernt, jeden Tag Fleisch oder Wurst zu essen. Wäre ich konsequent, wäre ich übrigens meiner Überzeugung nach mindestens Vegetarier. Ich vermute auch, dazu wird es früher oder später noch mindestens weitestgehend kommen. Aber soweit bin ich noch nicht.
Ich finde übrigens die Mischernährung für Hunde, die hier einige praktizieren, sehr ansprechend. Ich selbst traue sie mir allerdings nicht zu und hätte vermutlich auch meine Schwierigkeiten, Marley davon zu überzeugen. Der beäugt neue Nahrungsmittel mit großer Skepsis. Inzwischen nimmt er mal ein Stück gekochte Kartoffel so, aber die meisten pflanzlichen Nahrungsmittel nimmt er höchstens in Verbindung mit Fleisch. Wie er auf Veggie-TroFu reagieren würde, weiß ich nicht, aber reine TroFu-Fütterung kommt für mich auch nicht mehr in Frage, weil ich einfach weiß, dass er Nassfutter oder Frischfütterung viel lieber mag.
Ich habe allerdings auch meine grundsätzlichen Schwierigkeiten mit einer (rein) vegetarischen/veganen Ernährung für Hunde, zumindest ohne medizinische Notwendigkeit. Der Verdauungstrakt eines Hundes ist halt einfach wesentlich mehr darauf ausgelegt, tierische Nahrungsmittel zu verwerten. Ich bin mir nicht sicher, ob die Herkunft der Nährstoffe nicht langfristig eben doch einen Unterschied macht, Stichwort Epigenetik und Bioverfügbarkeit. Ich möchte da einfach keine Experimente mit meinem Hund machen.
Da ja auch anfangs mal auf den Panda als hauptsächlich pflanzenfressendes Raubtier Bezug genommen wurde: er hat einen wesentlich langsameren Stoffwechsel als seine fleischfressenden Verwandten, ist dadurch weniger aktiv und einen Großteil des Tages mit Fressen beschäftigt. Effektiv ist seine Ernährungsweise also nicht und daher auch in meinen Augen nicht als "glänzendes Beispiel" geeignet, dass auch ein Tier mit "carnivorem" Verdauungssystem sich (fast) rein pflanzlich ernähren kann.
Bei der durch Zusätze ergänzten Fütterung können wir als Menschen da für unsere Hunde sicherlich einiges ausgleichen. Für mich ist aber eine Ernährung, die ohne solche Zusätze kaum auskommt (außer vielleicht, man weiß ganz genau, was man tut - das kann ich nicht beurteilen) nicht erstrebenswert. Überspitzt formuliert: man könnte sich als Mensch auch dauerhaft von Astronautennahrung ernähren. Ob das aber wirklich gesund ist, betrachte ich zumindest mit einer gewissen Skepsis.
Übrigens finde ich einen Großteil der Diskussionsbeiträge hier sehr angenehm. Ernährung ist - für Mensch und Hund - nunmal immer emotional behaftet; da fällt es nicht immer leicht, sachlich zu bleiben. Umso schöner finde ich es, wenn unterschiedliche Herangehensweisen und Ansätze auch mal nebeneinander stehen können. Mich hat der Thread auf jeden Fall dazu inspiriert, mich noch einmal mehr mit meiner eigenen Ernährung zu beschäftigen und nach Möglichkeiten zu suchen, dabei nachhaltiger zu agieren, ohne gleich in den völligen Verzicht zu gehen. Der fällt mir nach den langen Allergiegeschichten meiner Kindheit nämlich noch immer schwer, wenn er nicht medizinisch indiziert ist...
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@Ixabel: Gewitterangst ist echt was Doofes
Ich hoffe, es wird heute bei euch nicht so schlimm.
Als wir gestern Nacht schlafen gegangen sind, war Marley nochmal kurz etwas unruhig und lief hechelnd rum. Da hat es wieder gewittert, nachdem es vorher eine kleine Pause gegeben hatte (die mein Mann taktisch klug für die letzte Gassirunde genutzt hat). Ich dachte schon, jetzt wird's doch noch ne unruhige Nacht, weil man die Blitze auch gut zucken sah. Aber Marley schien tatsächlich eher nervös/unruhig zu sein, weil ich anfangs noch im Bad war, also das "Rudel" nicht beisammen. Als ich mich dann auch ins Bett gelegt hab, legte er sich ruhig hin und es war kein Mucks zu hören. Kein Stresshecheln, kein aufs Bett klettern, kein Drängeln, dass er lieber wieder unter den Wohnzimmertisch möchte (da hab ich mal eine Gewitternacht gemeinsam mit ihm verbracht...). Einfach Ruhe. Ich bin immer noch total erstaunt. Kann aber auch wirklich dran gelegen haben, dass wir nur wenig und sehr leisen Donner hatten; innerlich bin ich gewappnet für weitere Gewitter mit Stress. Aber für Hundi freut's mich sehr, dass er zumindest dieses Gewitter stressfrei überstanden hat.