Beiträge von Quietschie

    Meine Kinder sind 8 und 10, der Hund knapp 2 und die drei sind öfter mal alleine zu Hause, der Große geht auch 2-3x/Woche mit ihr spazieren.


    Die Kinder wissen und akzeptieren 100%ig, dass der Hund in Ruhe gelassen wird, wenn er sich zurück zieht. Ich vertraue allen dreien und habe inzwischen keine Bedenken, sie alleine zu lassen.
    Als die Kröte noch im Fersenzwick-Alter war und von 0 auf 100 ca. einen Wimpernschlag brauchte, wäre das definitiv nicht möglich gewesen. Bis zum Ende der ersten Läufigkeit hat sie aber eine große Veränderung durchgemacht und reagiert auf Kinderspiele so gut wie gar nicht mehr. Außer sie spielen Lego im unteren Stockwerk, da legt sie sich oft dazu. :smile:

    Heute Nachmittag hatte ich kurz Zeit zu überbrücken und bin in ein EKZ, weil ich ein paar Shirts brauche. Hund war mit, aber ihre Geduld war angesichts von Sonne und eh schon mit im Büro gewesen sein, nicht mehr so groß. Also hab ich mir nur drei oder vier Oberteile gegriffen und ab in die Kabine. Hund ablegen funktionierte dort so: "Platz!" inkl. Handzeichen - Hundi schaut treu-doof. Nochmal "Platz!" aber weniger geistesabwesend und deutlicher. Hundi setzt sich hin und beginnt zu "motschgan" (= leise maulen). Das dritte "Platz!!!" hat bereits drei Ausrufezeichen und wird von einem "Jetzt!!!" begleitet, woraufhin Hundi sich grunzend und laut maulend bequemt. Aber schön, dass wir das ausdiskutiert haben. :D

    Du interpretierst also ein nicht befolgen einer Aufforderung als "Rutsch mir den Buckel runter?"
    Für mich persönlich ist das lediglich der Hinweis, dass etwas anderes gerade einen viel intensiveren Reiz auf den Hund ausübt, als das, was ich an Info mit meiner Aufforderung an den Hund geben. Nehm ich nicht persönlich. Ja, gibts bei eigenständigen Rassen/Persönlichkeiten vermehrt - ist für mich aber kein Grund, "schärfer" zu werden, wenn ich dem Hund etwas beibringen möchte.
    Es gibt viel mehr Möglichkeiten, als ein emotionsloses "Nein".
    Was sollte das auch an Info an den Hund geben?
    Mir persönlich liegt sehr viel daran, mittels intensiven Trainigs dem Hund beizubringen, dass er solche Kämpfe und Diskussionen gar nicht nötig hat und seine Motivation dafür sowohl sinkt, als auch neue Motivationen gefunden werden.

    Ja. Weil die Katze grad viel verlockender ist als ich, kann ich ihr in dem Moment den Buckel runter rutschen. :ka:


    Warum soll es schlimm, schlecht oder vermeidenswert sein, den Hund scharf anzureden, ich verstehe das nicht. Sowohl in der Hunde- als auch in der Kindererziehung gibt es Situationen, in denen die Emotion den Ton vorgibt. Das heißt doch nicht, dass nur gebrüllt wird. Bei einigen hier scheints ausschließlich Friede-Freude-Eierkuchen und endlose Geduld zu geben. :???:

    Wow, dann ist in meiner wohl echt null Terrieranteil drin.


    Oder gibts hier auch jemanden, der einen Terrier "rein positiv" erzogen hat?


    @angiem Okay? Aber da steht doch, dass ihr kämpft und diskutiert. Wie meinst du das denn genau?

    Die Erziehungsmethode der Wahl richtet sich nicht nur nach den Wünschen und der Einstellung des HH sondern auch nach dem Temperament des Hundes.
    Wenn ich einem Hund mit "rutsch-mir-den-Buckel-ich-mag-grad-nicht"-Einstellung (und die gibts, grad bei den Terris zur Genüge, Biewer vielleicht ausgenommen) den ganzen Tag gut zurede und mit Leckerli um mich werfe, werd ich eventuell nicht zum Ziel kommen. Zumindest nicht zu meinem.


    Weder kämpfen noch diskutieren sind mMn negativ zu sehen, zumindest nicht für mich. Aber ich verstehe darunter die bewusste Auseinandersetzung miteinander und auch eine gelegentliche Reibung. Du assoziierst entsprechende Äußerungen gerne als körperliche Gewalt, das hab ich schon mitbekommen. Das eine muss mit dem anderen aber nicht unbedingt was zu tun zu haben.


    Wenn ich meinen Hund ins Sitz brülle, sie davon abhalten möchte, fiepsend in der Leine hängen, weil sie die Nachbarskatze jausnen möchte, fällt das für mich unter "kämpfen und diskutieren". Ebenso, wenn Madame zum zigsten Mal binnen weniger Tage im Hochbeet steht und gräbt, wovon ich sie mit scharfen Worten entferne. Demnächst wird gepflanzt, dann leg ich mich mit der Wasserspritze meines Sohnes auf die Lauer (das KANNST du natürlich als Gewalt bezeichnen, wenn du möchtest).


    Bei anderen Hunden reicht vielleicht ein emotionsloses Nein, oder die kämen gleich gar nicht auf diese Ideen. Aber das Terrier-Temperament und die dazu gehörige Sturheit verleihen dem gemeinsamen Leben ja auch eine gewisse Würze. Die Reibung erzeugt Wärme und der Blutdruck bleibt schön oben. :D

    Mein Rüssellchen ist knapp 2 und erst seit einem halben Jahr bin ich sicher, dass es sich bestimmte Kommandos in ihrem Hirn breit gemacht haben. SEITDEM "diskutieren" wir. Davor war sie ein Jahr lang sehr wankelmütig, streckenweise nicht ableinbar und scheinbar erziehungsresistent - kommt davon, wenn Pubertät und erste Läufigkeit den Hund entern.


    Inzwischen weiß ICH, dass ich den "kritischen Moment", das mag eine Katzenspur, ein Eichhörnchen, whatever sein, nicht verpassen darf. Sie hat ausreichend Gehorsam intus, tatsächlich zu folgen, bevor der Jagdtrieb das Gehirn ausknippst und sie im Schweinsgalopp abhaut, WENN ich wachsam genug bin. *seufz*
    Entspannt off-line spazieren gehen geht anders...aber immerhin GEHTS inzwischen. :hust:


    Dafür ist sie zuhause ein Engelchen. Entweder sie patrouilliert im Garten oder schläft im Haus bzw. im Büro. Den Hund bemerkt man echt erst, wenn man mit ihm unterwegs ist. =)


    AUSSER die zahlreichen Nachbarskatzen laben sich an unserem Mäusebuffet im Schnellkomposter, dann tickt sie komplett aus. :ugly:

    ...
    Aber dieses am Leben hängen, geht halt schon sehr auf unsere Kosten.


    ...

    Deine Posts erinnern mich so sehr an Gespräche mit pflegenden Angehörigen. Diese komplette Konzentration und Fokusierung auf die Pflege, die den Alltag, das Leben selbst bestimmt.
    Irgendwann ist meistens der Punkt erreicht, wo die Leute nicht mehr können und sich Hilfe holen, 24h-Pflege oder wenigstens einen mobilen Dienst, Palliativteam usw.
    Weil die Angehörigen irgendwann so ausgelaugt sind, dass sie nicht mehr können. Professionelle Hilfe gibt es für Hundebesitzer nicht, aber IHR würdet sie wohl benötigen...

    Hä? Es wurde gefragt, wie man denn den Hund da weg kriegt, wenn ein Auto gerade parkt, bzw. behauptet, dass das ja nicht ginge. Das ist keine Symptombehandlung sondern wichtiges Management. Wie man nebenbei am Problem trainiert hatte ich geschrieben.Natürlich wird der Hund nicht auf dem Arm austicken.

    Wieso nicht?


    Meine Hündin zuckt ganz gleich aus, wenn eine Katze vor ihr davon läuft, egal, ob ich sie auf dem Arm hab, oder an der Leine einfach machen lasse.

    Es ist ein sehr kleiner Hund. Du kannst ihn hochnehmen, sobald ein Auto anfängt, einzuparken, dich wegdrehen und vom Auto weggehen. Da sollte genug Zeit bleiben, bis die Leute aussteigen.Warum ist er denn überhaupt so interessiert daran, ob da ein Hund aussteigt? Ist da mal was vorgefallen? Was macht er, wenn sich anderweitig ein Hund nähert?

    Das ist aber nur Symptombehandlung, der Hund tickt dann halt am Arm aus.


    Aber das Verhalten stört die TS ja und sie will es ändern.