Beiträge von Quietschie

    Rüssellchen pinkelt auf den Vorderbeinen gehend, die Hinterhaxen hat sie nach vorne geklappt. Anders geht nicht, wenns uneben ist, auf einem Acker z.B., verkneift sie es sich lieber.


    Wenn ihre Barthaare zu lange sind, wischt sie sich nach dem Fressen die Reste ab, indem sie den Kopf seitlich auf den Boden legt und mit den Hinterbeinen Gas gibt.

    Solche Situationen gehören leider zum Alltag.
    3 oder 4jährige Kinder, die ihre Finger durch den Gartenzaun stecken, um ans Hundi zu kommen, während ihre Mamas zwei Meter weiter Rezepte austauschen, Krabbelkinder, die nicht davon abgehalten werden direkt zwischen meine Beine zu kommen, wo der Hund sitzt oder ältere, die mal schauen wollen, ob Hundi auch Kaugummi frisst, könnte ich anbieten. Klare, deutliche und mitunter laute Worte sind hier das - in meinen Augen einzige - Mittel der Wahl.


    Auf der anderen Seite gibts halt auch HH, die nichts dabei finden, ihre übermütigen Tut-nixe (verbotenerweise, weil kein Freilauf) mitten in Kindergruppen hüpfen lassen, oder die gemütlich auf den Bankerln am Kinderspielplatz jausnen, während die Hunde unangeleint unterwegs sind, alles anbellen, was sich auf 20m nähert, die Geräte markieren und ganz deutlich Leute belästigen.


    In der Welt der Hundehalter und Eltern gibts halt viele Geisterfahrer, die so auf ihre Lebensumstände konzentriert sind, ständig für sich und ihr Kind/Tier Rücksicht einfordern, während sie kilometerweit davon entfernt sind, selbst welche zu nehmen. Hier findet man genügend Beispiele dafür. In Elternforen tummelt sich die andere Hälfte der Medaille.

    Hunde, die ich - rein aufgrund persönlicher Erfahrungen - als sehr verträglich empfinde, sind Beagle, kleine Wuschel (außer sie neigen zu Angst-Kläffen) und Münsterländer.


    Die öfter genannten Labbis finde ich eher schwierig, weil sie so distanzlos agieren, dass es für anders gestrickte Hunde schwierig wird. Gleiche Problematik bei Boxern und Frenchies. Sämtliche Hütis, die wir treffen, neigen zu, naja, Hüteverhalten.

    Als wir letztes Jahr unser Jacky-Mädchen holten, waren beide Kinder noch in der Grundschule. Hat von Anfang an gut funktioniert, es gibt absolut keine Reibungspunkte zwischen Kindern und Hund.
    Triebig ist sie tatsächlich, aber nicht unhandelbar. Man kann sie halt nicht überall frei lassen, aber DAS Risiko geht man mit einem Terrier einfach ein.
    Mein erster Hund war ein Fox-Mix, Reitbegleithund, die war abrufbarer, kuscheliger, lernbereiter (und -fähiger) und verspielter (Ball!) als die jetzige Hündin. Klar, ein Fox ist...spröder, aber mMn auch "stabiler" als der doch eher flippige Jacky.

    Das sind auf jeden Fall wichtige Sachen. Aber es kommen ja noch Besonderheiten dazu, wie eben z.B. die Frage, ob der Hund auf dem Arm sicherer oder gefährdeter ist als auf dem Boden...


    ob man ihnen das Maul zuhalten muss... :flucht:


    etc.

    Kriegst dich dann wieder ein? Oder warte, ich geb dir meine Adresse, dann kann du gleich die vom Tierheim vorbei schicken...

    Habt ihr manchmal auch das Gefühl, euer Hund sei nicht ganz helle?


    Also Holly bietet ja überhaupt nix an. Ihre Lösungsstrategie ist lieb gucken. Shapen funktioniert gar nicht und mehrmaliges Wiederholen kann sie einfach nicht verknüpfen.


    Mir ist schon öfter aufgefallen, dass sie in einigen Situationen recht "langsam" ist. Süß, lieb, sehr charmant - aber eben echt nicht besonders klug :pfeif:

    Beim Rüssellchen denk ich mir nicht grad selten "Jo mei, ist aus einer Schönheitszucht." (und echt nicht die hellste Kerze auf der Torte) :roll: :ops:

    Für mich ist es sehr schlechtes Benehmen, wenn ich meinem Hund eine sichere Zone bieten will und ihm dann dort, wo er null Möglichkeit zum Ausweichen hat (!), Schläge androhe. Oder wie soll ich "scharfes Handzeichen" sonst deuten?

    Wenn du einen schnell erhobenen Zeigefinger "Schläge androhen" nennst, hast du unaufgearbeitete Traumata. Aber danke fürs Fragen, WIE die Bewegung aussieht, bevor du verurteilst.


    Mein Hund darf in seiner sicheren Zone NICHT tun, was ihm passt. Wenn du das anders handhabst, bitte. Aber ich trag doch kein schrill kläffendes Fellbündel herum. Dass es einem sich in Rage gebellten Hund super dabei geht, wage ich ohnehin mal zu bezweifeln.

    Doch, offenbar wollen das einige durch Maulzuhalten und "scharfe Handzeichen" oder Anschiss oder was weiß ich. Solche Erziehungsmaßnahmen gehören für mich nicht an den Hund.

    Da das aus einem Beitrag von mir entnommen ist, muss ich darauf reagieren.


    Für MICH ist es sehr schlechtes Benehmen von Seiten eines Hundes und seines Halters, wenn der einen anderen Hund/Erwachsenen/Kind/Rad/Auto/Moped ankläfft. Ich mag das nicht, finde es extrem nervig. Deshalb lasse ich das bei meinem Hund absolut nicht zu. Grad so eine Miniausführung mit rassebedingt schlechtem Ruf braucht nicht auf dicke Hose zu machen und beim Spazierengehen in schrillen Tönen sinnlos dauerzukommunizieren. Im schlimmsten Fall regt sich ein Artgenosse mit 20-30 Kilo mehr so darüber auf, dass wir echt damit zu tun haben, den wieder von der Wäsche zu kriegen.
    Aber grundsätzlich will ICH das Gebelle nicht.


    Also ist der Hund dazu erzogen, auf Kommando die Geräusch-Luke zuzumachen. Wenn er nicht folgt, wird er scharf ermahnt. Oh Gott, mit einem Handzeichen, rufts den Tierschutz. Und wenn das gar nicht geht, halt ich ihm mit zwei Fingern die Klappe zu. Was ist daran schlimm?


    Ich habe nicht viele Prinzipien in der Erziehung, aber ein paar doch. Zuallererst sollen meine Wohngenossen gesellschaftsfähig sein, das gilt für Mensch und Tier. Als meine Kleinkinder mich in den allerentzückendsten Phasen hauen wollten, habe ich auch ihre Hand fest gehalten und deutlich "Nein!" gesagt. Soll ich mich hauen lassen und warten, dass die Phase von selbst aufhört? Soll ich warten, bis dem Hund die Bellerei zu blöd wird? Auch wenns mich selbst absolut stört? Seh ich nicht ein.


    Kann aber natürlich jeder halten wie er will. Seh ich eh fast täglich beim Zwerg-Yorkie, der sich heiser bellt und dabei noch getröstet wird, weil er sich ja so fürchtet.

    Bei mir liegt der Hund auf dem linken Unterarm bzw. ist, bei hoher Erregung/Runterwollen, auch mal unterm Arm eingeklemmt. Also ist die rechte Hand frei, um die Klappe zuzuhalten, falls notwendig.
    Normalerweise reicht es, ihr ein scharfes Handzeichen zu geben, damit sie ruhig ist, aber ja, ich halte ihr auch die Klappe zu, wenn sie sich nicht benehmen kann (wobei sie grundsätzlich "Aus!" kennt und befolgt). Als sie kleiner war, hat sie mal aus dem Auto raus gebellt, da hatte ich fast einen davon animierten Jung-Schäfi im Kleinhundekorb sitzen. :ugly: