Doch, offenbar wollen das einige durch Maulzuhalten und "scharfe Handzeichen" oder Anschiss oder was weiß ich. Solche Erziehungsmaßnahmen gehören für mich nicht an den Hund.
Da das aus einem Beitrag von mir entnommen ist, muss ich darauf reagieren.
Für MICH ist es sehr schlechtes Benehmen von Seiten eines Hundes und seines Halters, wenn der einen anderen Hund/Erwachsenen/Kind/Rad/Auto/Moped ankläfft. Ich mag das nicht, finde es extrem nervig. Deshalb lasse ich das bei meinem Hund absolut nicht zu. Grad so eine Miniausführung mit rassebedingt schlechtem Ruf braucht nicht auf dicke Hose zu machen und beim Spazierengehen in schrillen Tönen sinnlos dauerzukommunizieren. Im schlimmsten Fall regt sich ein Artgenosse mit 20-30 Kilo mehr so darüber auf, dass wir echt damit zu tun haben, den wieder von der Wäsche zu kriegen.
Aber grundsätzlich will ICH das Gebelle nicht.
Also ist der Hund dazu erzogen, auf Kommando die Geräusch-Luke zuzumachen. Wenn er nicht folgt, wird er scharf ermahnt. Oh Gott, mit einem Handzeichen, rufts den Tierschutz. Und wenn das gar nicht geht, halt ich ihm mit zwei Fingern die Klappe zu. Was ist daran schlimm?
Ich habe nicht viele Prinzipien in der Erziehung, aber ein paar doch. Zuallererst sollen meine Wohngenossen gesellschaftsfähig sein, das gilt für Mensch und Tier. Als meine Kleinkinder mich in den allerentzückendsten Phasen hauen wollten, habe ich auch ihre Hand fest gehalten und deutlich "Nein!" gesagt. Soll ich mich hauen lassen und warten, dass die Phase von selbst aufhört? Soll ich warten, bis dem Hund die Bellerei zu blöd wird? Auch wenns mich selbst absolut stört? Seh ich nicht ein.
Kann aber natürlich jeder halten wie er will. Seh ich eh fast täglich beim Zwerg-Yorkie, der sich heiser bellt und dabei noch getröstet wird, weil er sich ja so fürchtet.