Beiträge von tinybutmighty

    Übrigens noch zum Spaziergeh-Thema: Ich habe das ja irgendwie angestoßen, und will daher betonen: Ich meine damit wirklich nicht Leute, die 3 oder auch noch 4 Hunde haben und überwiegend/ausschließlich mit denen zusammen laufen, sondern wirklich "Vielhundehalter", also eher so ab 6 oder 7 Hunden aufwärts.

    Das ist für mich persönlich schon nochmal ein großer Unterschied. Natürlich gibt es auch Fälle, da sind 3 Hunde so grundverschieden, dass gemeinsame Spaziergänge nur Stress wären und 8 Hunde sich so ähnlich von Temperament, Bedürfnissen, körperlicher Fitness und mentaler Resilienz, dass gemeinsame Spaziergänge ohne Weiteres entspannt machbar sind - aber in der Regel sehe ich es schon so, je mehr Hunde, desto eher werde ich die Situation haben, dass nicht ein und derselbe Spaziergang quer durch für alle passt.

    Also ich habe ja auch weder Auto noch Führerschein und bin insgesamt durchaus zufriedene ÖPNV-Nutzerin (weil ich nix daran ändern kann, dass ich mich zum Autofahren nunmal nicht eigne und ich mir ein eigenes Auto auch einfach nicht leisten könnte) - aber für mich wäre "kein eigenes Auto" z.B. ein ganz klarer Punkt, der bei mir gegen Vielhundehaltung spräche.

    Zum einen liebe ich Ausflüge und ja, ich finde schon, dass auch die meisten Hunde nen Mehrwert davon haben, immer wieder mal in neuen Gegenden unterwegs zu sein, die noch unbekannt sind. Mit neun Hunden kann ich mir ÖPNV beim besten Willen nicht vorstellen - mit meinen zweien mache ich so gut wie jedes Wochenende Ausflüge. Und die verhalten sich dann auch anders - klar, gibt ja auch mehr Unbekanntes zu entdecken, neue Gerüche und Eindrücke... Darauf würde ich persönlich so gar nicht verzichten wollen, weil das für mich einer der Hauptgründe ist, der Hundehaltung für mich so "rund" macht, dieses gemeinsame Erleben und Entdecken. (Kann man natürlich auch durch Hundesport ersetzen. Just for fun funktioniert das hier auch ohne Auto, aber ich glaube, die Sportler mit mehreren Hunden haben schon echt einen Nutzen dafür)

    Und zum anderen wäre es mir als Vielhundehalterin dann doch sehr wichtig, in Notfällen nicht immer auf Taxi und/oder Freunde angewiesen zu sein, die mich fahren. Nicht falsch verstehen, ich wurde auch schon ein paar mal kutschiert zu Notdiensten, weit entfernten Spezialisten etc., aber mit mehr Hunden steigt ja auch die Wahrscheinlichkeit, dass man da Exemplare drunter hat, die öfter mal zu TA/Physio whatever müssen. Beim Kreuzbandriss meines verstorbenen Rüden waren da innert kurzer Zeit etliche Kliniktermine notwendig und Physio hatten wir ne Zeitlang auch 2x pro Woche. Wenn ich mir vorstelle, da hätte mich immer jemand fahren bzw. ich mir ein Taxi nehmen müssen und dann wären zeitgleich vielleicht noch 2 weitere Hunde von mir gerade Patient:innen gewesen...

    Ich bin zwar auf Social Media unterwegs, meide die Book-Bubble aber tatsächlich eher. Das, was ich so lese, wird dort aber meist eh nicht so gehypt. Von daher interessieren mich die meisten Book-Toker und Book-Fluencer auch einfach nicht besonders, weil ich mir dort eh eher keine Empfehlungen holen könnte und sie meist nichts besprechen bzw. bewerben, was mich anspricht.

    Mir genügt es vollkommen, hier im Forum zu rezensieren und die Rezensionen anderer zu lesen und bei den Leserunden mitzumachen =)

    Ah ja, und Thema Lesen und Ästhetik, damit kann ich auch wenig anfangen, weil es mir um den Inhalt geht, nicht darum, wie toll meine Bücherregale ausschauen oder wie schön meine Ausgaben sind. Ich kaufe bevorzugt und fast ausschließlich Taschenbücher, weil ich die praktischer finde. Hardcover mitschleppen ist nämlich nicht so mein Ding.

    Wenn hier alle zusammen laufen muessten, wuerde entweder ein Hund massiv ueberlastet werden oder die anderen wuerden zu wenig laufen.

    Jup, so was meine ich.

    Ich habe ja nur 2 Hunde aber Jasmin hat ja massives Alleinbleibthema, und das finde ich schon suboptimal. Wenn die mal nicht so kann, muss die Kleine dann nämlich auch etwas zurückstecken beim Spazierengehen, wenn ich fürs Yorkie keine Betreuung habe.

    Nun habe ich Glück, dass Pippa eher faul ist, sodass der das egal ist, aber das ist ja nun nicht die Regel und wäre als Dauerzustand auch doof (realistisch betrachtet wäre Jasmin in so einem Fall für die Zeit wo ich mit Pippa aktiv bin öfter mal betreut).

    Omg, ich sage nicht nur Mama zu mir in Nezug auf die Hunde und Fellkinder und Leute, sondern auch dass sie meine Babies sind:lol:

    Liegt aber vllt auch bissl dran, dass sie halt einfach sehr klein und niedlich und schmusig sind und ich sie dauernd herzen möche und einen ausgeprägten Beschützerinstinkt ihnen gegenüber habe|) Sie dürfen trotzdem Hund sein und sich im Dreck wälzen, Ausflüge machen, zum Training etc, also finde ich die Bezeichnungen, die ich für sie habe, irgendwie auch total egal.

    Aber so unterschirdlich sind eben die Präferenzen und Abneigungen. Auch im Freundeskreis ist das bei mir sehr verschieden, eine Freundin sagt immer "unsere Babies", wenn sie von den Hunden spricht, einer anderen küme das nie über die Lippen usw.

    Was ich zB persönlich gar nicht mag ist die Bezeichnung "Stinker", wenn Leute ihren Hund liebevoll so nennen. Aber ist einfach ne persönliche Abneigung.

    Also ich gestehe, ich bin skeptisch bei Aussagen wie "Keiner meiner 10 Hunde hat einen Mehrwert von Spaziergängen mit mir allein oder nur einem der anderen Hunde zusammen!" Vor allem wenn die Hunde es gar nicht groß anders kennen. Wie will man das als Mensch denn letzten Endes beurteilen? Und wenn von 10 Hunden 4 mit Einzelrunden glücklicher sind, kriegt man das dann auch dauerhaft so gewuppt...?

    Ja, ich nenne mich Hundemama, sage zu meinen Hunden auch mal Sachen wie "Komm, die Mama muss dich jetzt mal anziehen"xD oder "Kommt, Mädels/Leute/Kinder, wir haben es eilig!" und meine Fellnasen sind sie auch:lol:

    Warum? Keine Ahnung, war keine bewusste Entscheidung, aber jetzt tue ich es halt und es passt irgendwie auch:ka:

    Weiß nicht, ob ich da "elterliche" Gefühle habe, denn ein Kind habe ich nicht und weiß daher nicht, wie ich für dieses empfinden würde.

    Also ich will hier niemanden persönlich angreifen. Zumal es doch auch andere Vielhundehalter in diesem Forum und auf Social Media gibt.

    Für mich sind Alter und Krankheiten/Verletzungen tatsächlich der Hauptgrund, warum ich Vielhundehaltung womöglich alles in allem eher kritisch betrachte. Wobei ich nun kein "Gegner"dieses Konzepts bin, so meine subjektiven Eindrücke in 10 Jahren Hundehaltung waren halt, dass obengenannte Faktoren durchaus manches Mal unterschätzt werden.

    Am meisten hilfst du deiner Hazel damit, dass du einfach deinen Alltag weiterlebst. Widme dich deinen Hobbies. Probiere ein neues Rezept aus, das deine Aufmerkdamkeit erfordert. Zieh dich tagsüber auch mal in dein Schlafzimmer zurück, ohne den Hund mitzunehmen.

    Du kannst auch mit Türgittern arbeiten, damit deine Hündin dir nicht dauernd hinterherdackeln kann.


    Du hast doch selber sicher auch manchmal das Bedürfnis danach, einfach ein paar Stunden ganz in Ruhe gelassen zu werden? Dann gestehe deiner Hündin auch zu, dass sie ihre Ruhezeiten hat.