Beiträge von tinybutmighty

    Hier in Wien hat es in der Nacht geschneit. Teilweise gab es am Stadtrand auch ordentlich liegengebliebenen Schnee, eine Freundin war mit ihrer Hündin in einem Winterwonderland bei mir in der Nähe spazieren.

    Wir waren aber im südlichen NÖ unterwegs, da fanden wir keinen liegengebliebenen Schnee vor, sondern blauen Himmel, etwas Wintersonne und nach einer Weile leider auch einen kalten, frostigen Wind. Temperatur lag wohl bei etwa einem Grad.

    Pippa und ihr bester Freund Bruno letzten Monat bei der Hundesitterin <3

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    Leider ist er jetzt wieder sehr hormongesteuert unterwegs, die letzten beiden Treffen waren daher nicht so entspannt, da er Pips beim ersten Treffen, einem Indoor-Playdate, wiederholt rammeln wollte. Fand sie gar nicht gut und hat das auch gezeigt, allerdings ist sie nicht vehement genug, da muss ich schon für sie regeln und eingreifen (mach ich natürlich sowieso in solchen Situationen. Ich bestärke meine Hunde aber situativ durchaus auch, selber zu kommunizieren, wenn sie was kacke finden. Jasmin konnte das bei ihrem Einzug hier null und mittlerweile ist sie eine sehr souveräne kleine Hundedame).

    Beim zweiten Treffen, einem Spaziergang, wollte Pippa dann verständlicherweise nichts von ihm wissen. Er hatte schon mal einen Kastrachip und wird auch wieder einen bekommen, vielleicht läuft es zwischen den beiden dann auch wieder harmonischer.

    Ansonsten hat Pips immerhin noch den etwa 10jährigen, kniehohen Mixrüden Baron als Spielpartner, den findet sie ganz toll und lustigerweise lässt er sich wirklich drauf ein, mit ihr rumzutoben, und ist dabei sehr vorsichtig^^

    Es gibt 2 Optionen

    Eigentlich 3. ;)

    Selbst nähen, stricken oder häkeln. (das meine ich ernst)

    Dabei kannst du dann genau auf die Bedürfnisse und Anatomie deines Hundes eingehen und musst dich auf niemanden verlassen.

    Oder Option 4: jemanden beauftragen, der für einen näht, strickt oder häkelt. Hier gibt es zB eine kleine Untermehmerin, die Mäntel und Pullis für Hunde maßgefertigt schneidert. Das gibt es doch woanders bestimmt auch?

    Wobei das Schlimme ja ist, egal, wie eine Gesellschaft organisiert ist, da kann man ja überallhingucken, ob hierzulande oder Frankreich oder Mexiko oder Japan oder Afghanistan - sexuelle Gewalt gibt es immer und überall. Ein globales Übel, und ich tue mir emotional schwer damit, dafür Erklärungen zu finden - irgendwas mit Macht, patriarachalen Strukturen, Verfügbarkeit, und der Tatsache, dass die Scham leider viel zu oft bei den Opfern bleibt (wie Gisele Pélicot sagte, die Scham muss die Seite wechseln).

    Nochmal spezifisch zum Buch:

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    Ja, das mag gut sein, dass man die handelnden Figuren eher als Symbole sehen sollte. Dass es weniger um sie geht als um die gesellschaftlichen Umstände, in die sie gebettet sind. Dennoch fällt mir persönlich diese Lesart schwer, weil ich von einem Roman doch irgendwo emotional abgeholt werden möchte, weil ich den Wunsch nach Identifikation oder zumindest einer winzigen Portion Hoffnung habe. (In "Saison der Wirbelstürme" scheint es etwas Trost, etwas Gutes ja erst mit dem Tod zu geben, wenn ich an das letzte Kapitel denke, in dem der alte Mann porträtiert wird, der die Leichen vergräbt).

    Und ja, Armut, mangelnde Bildung und Perspektivlosigkeit führen zweifellos häufiger zu diesem Strudel aus Gewalt, Betäubung, Ohnmacht und Verbitterung, wie er in diesem Roman beschrieben wird, bei mir setzte hier schnell eine Art Abstumpfung ein, so ein "Augen zu und durch"-Gefühl beim Lesen. Was irgendwie gut zu der Hoffnungslosigkeit und dem Elend passt, das die Autorin hier für uns zeichnet, und dennoch erschwerte es mir irgendwie den Zugang zu dem Berichteten, weil eben alles so völlig alternativ- und ausweglos schien.

    Ich bin nun durch und ehrlich gesagt erleichtert darüber. Irgendwie war es mir doch etwas too much, obwohl ich schwerer Kost (Anna Mitgutsch "Die Ausgrenzung" oder mit ein paarAbstrichen Ines Bayards "Scham" - letzteres in der Sprache auch etwas derber) ja wirklich nicht abgeneigt bin.


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    Phonhaus Da magst du recht haben. Ich frage mich nur, inwiefern das eben "sinnhaftig" ist, die Leute als derart verdorbene, hoffnungslose Figuren auftreten zu lassen, von denen man sich ja rasch angewidert abgrenzt, weil sie einem eher als Monster denn als Menschen vorkommen. Aber wie im Fall Pélicot zB aufkam, sind die meisten Täter halt gar nicht so offensichtlich verdorben, sondern bis dahin oft aunauffällige Väter, Kollegen, Kumpels. Was ich persönlich noch grauenhafter und beunruhigender finde, dass eben vermeintlich völlig "normale" Menschen schlimme Taten begehen und sich an Leid und Angst und Schmerz und Ohnmacht ergötzen können.

    Aber vielleicht zerdenke ich gerade auch wieder zu sehrxD