Also ich habe ja auch weder Auto noch Führerschein und bin insgesamt durchaus zufriedene ÖPNV-Nutzerin (weil ich nix daran ändern kann, dass ich mich zum Autofahren nunmal nicht eigne und ich mir ein eigenes Auto auch einfach nicht leisten könnte) - aber für mich wäre "kein eigenes Auto" z.B. ein ganz klarer Punkt, der bei mir gegen Vielhundehaltung spräche.
Zum einen liebe ich Ausflüge und ja, ich finde schon, dass auch die meisten Hunde nen Mehrwert davon haben, immer wieder mal in neuen Gegenden unterwegs zu sein, die noch unbekannt sind. Mit neun Hunden kann ich mir ÖPNV beim besten Willen nicht vorstellen - mit meinen zweien mache ich so gut wie jedes Wochenende Ausflüge. Und die verhalten sich dann auch anders - klar, gibt ja auch mehr Unbekanntes zu entdecken, neue Gerüche und Eindrücke... Darauf würde ich persönlich so gar nicht verzichten wollen, weil das für mich einer der Hauptgründe ist, der Hundehaltung für mich so "rund" macht, dieses gemeinsame Erleben und Entdecken. (Kann man natürlich auch durch Hundesport ersetzen. Just for fun funktioniert das hier auch ohne Auto, aber ich glaube, die Sportler mit mehreren Hunden haben schon echt einen Nutzen dafür)
Und zum anderen wäre es mir als Vielhundehalterin dann doch sehr wichtig, in Notfällen nicht immer auf Taxi und/oder Freunde angewiesen zu sein, die mich fahren. Nicht falsch verstehen, ich wurde auch schon ein paar mal kutschiert zu Notdiensten, weit entfernten Spezialisten etc., aber mit mehr Hunden steigt ja auch die Wahrscheinlichkeit, dass man da Exemplare drunter hat, die öfter mal zu TA/Physio whatever müssen. Beim Kreuzbandriss meines verstorbenen Rüden waren da innert kurzer Zeit etliche Kliniktermine notwendig und Physio hatten wir ne Zeitlang auch 2x pro Woche. Wenn ich mir vorstelle, da hätte mich immer jemand fahren bzw. ich mir ein Taxi nehmen müssen und dann wären zeitgleich vielleicht noch 2 weitere Hunde von mir gerade Patient:innen gewesen...