Wie viele Tage hintereinander?
Vier Tage steht im Eingangspost :)
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Vier Tage steht im Eingangspost :)
Ich warte noch auf mein Buch, bin schon sehr gespannt.
Gestern hab ich mir mal wieder Reispapierrollen gemacht - gefüllt mit Tofu, Ei,Gurke, Chinakohl und Erdnusscreme.
Jasmin mag Beinschlaufen auch kein bisschen.
Bei Pippa nutze ich die ab und zu beim Hurtta Expedition, aber nicht immer, weil eigentlich sitzt der Mantel auch so gut genug und deckt schön ab.
So, ich habe Anfang der Woche meinen dritten Kingsolver-Roman beendet:
Barbara Kingsolver - "The Poisonwood Bible"
Wow, was für ein großartiges Werk! Ich gestehe, anfangs war ich noch etwas skeptisch, ob diese Geschichte mich tatsächlich in ihren Bann ziehen würde. Es geht um die US-amerikanische Familie Price, die Ender der 50er-Jahre in den Kongo geht, wo der Missionar Nathan Price die Einheimischen zum Christentum bekehren möchte. Begleitet wird Nathan von seiner Frau Orleanna sowie den vier gemeinsamen Töchtern: der aus ihrem Faible für Annehmlichkeiten und alles Amerikanische keinen Hehl machenden Älteste Rachel, die tugendhafte, aber dickköpfige Leah, ihre halbseitige gelähmte, äußerst begabte Zwillingsschwester Adah, sowie das Nesthäkchen Ruth May.
Im Kongo erwartet die Familie nichts, womit sie je gerechnet hätte, in dem kleinen Dorf werden sie zunächst von den Einheimischen sehr schief beäugt, doch gelingt es vor allem Leah und Ruth May, doch Anschluss an andere Kinder und Jugendliche zu finden, obwohl diese ein völlig anderes Leben führen als die weißen Missionarstöchter.
Doch während Nathan zunehmend frustriert über das mangelnde Interesse der Dorfbewohner am Christentum ist und Orleanna sowie ihre Töchter versuchen, in dem unvertrauten Land Fuß zu fassen, ist der Kongo politisch bereits im Umbruch begriffen, denn die Kolonialzeit neigt sich dem Ende zu. Mit der Unabhängigkeit des Landes bricht eine neue Ära an, was der zunehmend fanatisch predigende Nathan Price aber nicht wahrhaben möchte...
Es ist kaum möglich, die Romanhandlung zusammenzufassen, ohne allzu viel vorwegzunehmen. Es ist ein großes Werk, welches eine bewegende Familiengeschichte mit all ihren Dynamiken, zwischenmenschlichen Spannungen und Komplexitäten, meisterhaft mit großen Themen verknüpft, insbesondere mit der politischen Geschichte des Kongo (Zaire) von den später 1950er-Jahren bis in die 80er-Jahre hinein. Dabei reißt diese Wucht von einem Kingsolver-Roman den Leser sehr schnell mit, und Afrika bietet hier nicht einfach nur eine "exotische" Kulisse, sondern der Kongo wird in all seiner Vielslchichtigkeit und Widersprüchlichkeit für den Leser lebendig... Ich hatte mich zuvor noch nie mit der Geschichte dieses Landes beschäftigt, doch auch wenn ich die historischen Einzelheiten nicht kannte, fühlte ich mich bestens "abgeholt", Kingsolver versteht es, einer Geschichte Leben einzuhauchen.
Besonders hervorzuheben ist noch, dass alle weiblichen Mitglieder der Price-Familie in dem Buch zu Wort kommen, da wechselnd aus ihren Perspektiven erzählt wird. Kingsolver hat es hier tatsächlich geschafft, jedem Familienmitglied eine ganz eigene "Stimme" zu geben, ob der kleinen Ruth May, die aus der Sicht eines noch sehr jungen Kindes von ihrem Alltag in Afrika, der häufig von Fieber und Krankheit geprägt ist, berihctet oder der brillanten Adah, die eine Vorliebe für Wortspiele, insbesondere für Palindrome, hat.
Zudem ist der Humor, der immer wieder mal durchblitzt, einfach köstlich und hat mich bei aller Tragik und Schwere tatsächlich mehrfach zum Schmunzeln gebracht. Kingsolver zeigt in "The Poisonwood Bible" eben auch, dass Freud und Leid oft sehr nah beieinanderliegen - das gelingt meiner Ansicht nach nur wenigen Autor:innen so souverän wie ihr.
Mein Buch sollte Anfang nächster Woche da sein. Bin gespannt.
Ein krampfender Hund ist furchtbar anzuschauen. Was machst Du diagnostisch?
Ich bekomme heute Nachmittag die Blutbild-Ergebnisse, da ruft mich meine TÄ noch zu an und dann werde ich einen Spezialisten-Termin beim Neurologen ausmachen, eine Empfehlung von einem renommierten Arzt in dem Bereich habe ich bereits erhalten (ne Freundin mit Epihund ist auch bei ihm in Behandlung)
Pippa ist nichtmal 2 Jahre alt und hat leider Epilepsie
Sie hatte vorgestern Abend zwei Anfälle und gestern dann noch einen. War natürlich total perplex erstmal, hatte aber zum Glück liebe Menschen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen, und so bekommt Pippa jetzt schon ein Medikament, welches hoffentlich die Häufigkeit der Anfälle reduzieren kann.
Ansonsten ist sie genauso lieb und lustig und verspielt wie immer <3
Ich konnte den ersten Anfall leider nicht filmen, aber falls wer Interesse hat - gibt es hier noch andere mit jungen Epi-Hunden? - hier noch 3 Videos, die ich immerhin aufzunehmen geschafft habe:
1. Ann-Helen Laestadius - Das Leuchten der Rentiere 2
2. Ariel Lawhon – Der gefrorene Fluss 4
srry kriege das Zitat nicht weg
Also jeder stimmt nochmal für seinen Favoriten der beiden ab?