Bin erwachsene AuDHSlerin und bekomme durch meine Aufkärungsarbeit auch mit, wie viel schief läuft im Bereich Inklusion allgemein und Schule insbesondere. Ich finde das so traurig, denn es macht was mit einem, immer wieder das Gefühl vermittelt zu bekommen, es stimmr was nicht mit einem...
Gerade Kinder nehmen unglaiblich viel wahr, auch unausgesprochene Ressentiments von Lehrkräften ihnen gegenüber...
Zusammen mit u.a. einer Bildungswissenschaftlerin überlege ich gerade auch, welche Möglichkeiten bestehen, da im Schulsystem positive Veränderung zu bewirken, wenn auch vielleicht nur im Kleinen. Gibt ja oft genug dann auch nen "ripple effect".
Und dieses nicht ernst nehmen a la "Heutzutage hat doch eh jede*r AuDHS" nervt auch echt, wenn man sich die harten Zahlen und Fakten zu Diagnosen und Prävalenz anguckt, merkt man nämlich schnell dass das so einfach nicht stimmt. Es fallen immer noch viel zu viele Menschen durchs Raster.... ging mir auch so, ich habe in der Schule halt zu gut "funktioniert", wobei es rückblickend schon auch viel Auffälliges gab. Denke aber, ne frühere Diagnose hätte mir auf jeden Fall was gebracht, eben auch in Bezug auf spätere Möglichkeiten. Denn nach der Schule ging es erstmal steil bergab bei mir, meine Potenziale konnte ich aufgrund unpassender Rahmenbedingungen nie wirklich nutzen und entfalten. Macht mich oft sehr traurig, aber es ist wie es ist.