Beiträge von DarFay

    Obwohl mein Hund total sensibel wirkt, juckt sie ein scharfer Abbruch über Worte nicht. Allerdings haben wir da auch nie was aufgebaut, rein vom scharfen Ton her ist es ihr aber total egal, sobald sie bellt. Wie erschafft man denn ein ich sag mal "hartes" Abbruchsignal. Wir haben ein "weiches", wenn sie nicht abbiegen oder nicht in den Busch kriechen soll usw.. Aber das ist ja kein Vergleich zu sowas wie "Schluss!" sondern eher ein Lenken. Wie baut man das "harte" Abbrechen auf?


    Oh ja. Die hohe Frequenz. xD Mein Partner ist immer genervt, wenn Sunny nicht auf ihn hört und meckert dann "Ich kann nun mal nicht so hoch quieken wie du!". Also bitte... Aber auf richtig hoch und fiepig reagiert sie einfach viel besser und glotzt auch sofort rüber.


    Wir haben anfangs schon Leckerlies reingeschoben, wenn sie einfach nur die Klappe gehalten hat, obwohl ihre Lippen bereits zum winseln nach vorn gingen (dann hat sie das nämlich zum Fressen abgebrochen). Oder wenn sie mit Fixieren anfing, aber noch nicht gebellt hat. Oder wenn der Hund einfach noch ewig weit weg war, sie ihn gesehen hat, aber noch kein Interesse hatte. Irgendwann hat sie dann von selbst geschaut: "Wo bleibt mein Leckerchen? Da ist ein Hund, also her damit!" Also den Hund quasi als Leckerchenspender belegt. Und jetzt gibts nur noch Leckerchen, wenn sie sich zu uns umdreht.

    Ich hatte sie gefragt ob sie Zeit und Lust hat, und sie meinte gerne, sie ist zuhause. Als ich Lilly gestern dann hinbrachte, wollte Lilly schon im Treppenhaus kehrtmachen und hatte den Schwanz zwischen den Beinen. Als der Lebensgefährte der Frau kam, wurde es noch schlimmer (lilly hat aber allgemein Angst vor Männern). Ich habe ihr dann gesagt, dass sie nicht lange mit Lilly gehen braucht, da es ja so heiß war. Sie meinte dann, sie wolle mit Lilly zu Edeka und zu Rossmann gehen :fear: Ich habe angemerkt, dass ich nicht möchte, dass lilly vor den Geschäften angebunden wird, zumal bei der Hitze. Sie meinte ok, dann macht sie das nicht. Ich hatte aber insgesamt kein gutes Gefühl, und da mein Freund wider Erwarten früher Schluss hatte, hat er Lilly gleich geholt. Als er dort ankam, war die Frau gar nicht da, sie war dann alleine einkaufen gegangen, und Lilly war mit dem Mann und nem anderen Mann alleine!!! Sie lag wohl mit eingeklemmten Schwanz und großen Abstand zu dem Mann in der Ecke.
    Stelle ich mich an, oder geht das wirklich gar nicht??
    Ich mein, sie ist Frührentnerin und den ganzen Tag zuhause, muss sie einkaufen gehen, wenn Lilly einmal im Monat für 3h da ist? Und iwie verstehe ich unter spazieren gehen auch etwas anderes, als zum SUpermarkt/in die Stadt und zurück zu laufen. SIe hatte früher selber Hunde und kann sich das aus finanziellen Gründen nun nicht mehr leisten, und wollte darum auf Lilly aufpassen.
    Ich bin so sauer, dass ich gar nicht weiß, was ich machen soll. Ich würde ihr gern die Meinung sagen, aber iwie traue ich mich nicht. Eigentlich müsste ich noch hin und ihr das Geld geben, aber andererseits denke ich, wofür??? Lilly war ja letzten Endes nur 1,5Std da und da war sie ja nicht da. Blöderweise ist Lillys Kissen noch da, aber ich überlege fast es da nicht mehr abzuholen und ihr das Geld dafür nicht zu geben. Bin echt sauer. Sorry für den Roman!!

    Woaaaa! Ich kann das gut verstehen. Meine Maus hat auch Stress in der Innenstadt und vor Männern. Diese Aktion hätte unser gesamtes Training geschrottet und mein Hund würde noch schneller Männer anbellen. Wahrscheinlich hatte die gute Frau noch nie einen komplizierteren Hund oder sieht da prinzipiell kein Problem in etwas Hundeangst.


    Bezahlen würde ich trotzdem und mein Kissen abholen. Dabei würde ich mir schön überlegen, was ich der guten Dame dann noch sage, um etwas vom Frust lozuwerden. Nicht arschig, aber schon ernst. Sie hatte die Aufsichtspflicht und niemand sonst. Was bringt mir mein Hundesitter, wenn er dann nicht da ist? Durch die verkürzte Zeit und deine Unzufriedenheit ihrer Abwesenheit würde ich jedoch den Preis halbieren und schauen was sie sagt. Immerhin hat sich ja an deine Bedingung gehalten und deinen Hund nicht zu den Geschäften mitgeschliffen. Das wäre ja noch besser gewesen.



    ------- Zu uns:
    Nach 2 Wochen Urlaub hat Sunny den ersten Tag der Arbeit am Montag super hinbekommen. Dachte ja schon, dass sie vielleicht ein wenig rumwinselt, aber war alles beim Alten. Juhu!


    Dafür ist sie im Urlaub fast "ausgebrochen", als mein Freund mal ohne uns wegging. Wir (Hund und ich) sind schön in den einigermaßen gesicherten Garten (haben ein Haus für ne Woche an der Ostsee gemietet) und auf einmal sprintet sie um das ganze Haus herum zum Zaunausgang, macht Männchen und wil RAUS RAUS RAUS. :shocked: Einfach blind hinterher, er war aber schon 10 Minuten weg. Musste sie dann wegtragen, weil sie taub gespielt hat. Dieser Hund...

    Das hört sich bei deinem Hund wirklich so an als wenn das recht gut in den Griff zu bekommen ist. Leo kennt ja auch einige Hunde mittlerweile aus dem social walk. Aber bei jedem neuen Treffen fängt er wieder an zu bellen....also nix mit "ich kenn dich schon, ich muss nicht bellen".....leider :verzweifelt:
    Es wird am Sonntag also wieder alles von vorne losgehen.....


    Gestern waren wir beim Tierart und haben Blut abnehmen lassen....ich denke nicht das mit der Schilddrüse was ist aber eine Kontrolle kann ja nicht schaden. Da ich Samu impfen lassen wolle wurde er kurz abgehört....leider hat die Tierärztin ein Nebengeräusch am Herzen festgestellt....jetzt müssen wir erstmal zu einem Herzspezialisten :omg:


    Da unser Auto am WE iegen geblieben ist und jetzt das noch mit Samu werde ich den neuen Trainer erstmal auf Eis legen müssen. Alles ist Geldmäßig nicht zu bewältigen und vorallem muß ich erstmal wissen was mit Samu ist. Wir haben Montag Termin beim Arzt.

    Vielleicht lieber gezielter einzelne Freunde finden statt einer großen Gruppe? Bietet sich da jemand bei euch an, der immer mal mit euch zusammen gehen würde und dessen Hund ruhig und freundlich ist? Das kostet immerhin nichts. Ihr könnte dann ja so vorgehen, wie ich es mit meiner Trainerin gemacht habe. Falls es den anderen Hund nicht stört, erst mal angebellt zu werden.


    Oh je, das klingt ja wirklich blöd. Aber immerhin wurde vielleicht so etwas frühzeitig erkannt und nicht erst durch körperliche Probleme. Wir drücken dem kleinen Samu alle Daumen und Krallen. :streichel:

    @DarFay


    Hast du dich mit ihr schon einmal etwas abseits hingesetzt, wo sie Menschen beobachten kann ? Z.B im Park auf ne Bank, die etwas abseits ist ?
    Was würde sie denn machen, wenn ihr sie ohne Leine habt ? Habt ihr das schon mal versucht ?

    Sie hat immer die Schleppleine dran. Wenn sie dürfte, würde sie zu allen Menschen hinlaufen und schnuppern oder sie anspringen. Da üben wir gerade, dass sie trotz Schleppleine nicht hin geht. Sie soll dann auf unsere Höhe und neben uns laufen. Sind wir dran vorbei, darf sie wieder machen was sie möchte. Klappt immer besser. Besonders Kinder will sie immer umknutschen. Das geht natürlich gar nicht.


    Hätte sie Angst vor dem Menschen, würde sie in einem Meter Abstand stehen bleiben und bellen. Da saß ich auf einer Bank und sie neben mir. Unerwartet gefielen ihr die beiden jungen Herren nicht und sie sprang von der Bank, ich bekam die Leine nicht so schnell und sie bellte die beiden mit kleinem Sicherheitsabstand an.


    Es ist nicht so einfach einen "unheimlichen" Menschen zu finden. "Normale" Menschen sind für sie ok. Meistens kommt das immer unerwartet oder eben im Dunkeln. Nachts ist sie recht angespannt unterwegs.


    Da sie noch Angst vorm Stadtleben hat, habe ich mich mal Abseits einer Kreuzung gesetzt. Da kommen auch viele Menschen lang. Sie hat einen einzigen angebellt, der kam sehr nah vorbei und hinter einer Hecke hervor. Sie hat ihn also erst gemerkt, als er schon 4 Meter nah dran war. Spontanes Auftauchen gefällt ihr nicht.



    zu den verhaltensweisen meiner hündin:rückwärtsgang, sehr aufmerksam (besonders im dunklen), wenn sie bedrängt wird auch mal übersprungshandlung (nach vorne springen und verbellen etc.) bellen und so...
    kommen noch geräuschängste zu und weiteres.


    ich hab mit meiner als trainingszwischenziel das "anzeigen" gehabt. sie sollte mir wirklich alles, was sie gruselig/komisch/wie auch immer unnormal und etwas bedrohlich findet, anzeigen. hab das auch so mit dem ping-pong-prinzip wie du gemacht und es hat gut geklappt.
    meine war da allerdings wohl ne stufe schwächer(?) in der intention als deine unterwegs und meine ist auch überhaupt kein hibbelhund und so. denke mal, das spielt auch mit rein. nachdem das anzeigen funktioniert hat, hab ich angefangen, mit der schleppleine im wohngebiet gassi zu gehen, sie durfte also "anwenden", was sie bei mir gelernt hat. das hat ihr dann sehr viel selbstvertrauen gegeben (mittlerweile ist sie oft zu faul, menschen auszuweichen und reagiert mehr so "schnüffel, schnüffel, ich bin in meiner welt. huch, was willst du denn? wieso bist du in meinem dunstbereich. nö, ich weich nicht aus, geh ma weg, du." natürlich alles im "chiller"-modus. joah, klar gibts immer noch ab und an situationen, aber generell klappt es super. daher...klingt doch gut, dass ihr schon fortschritte macht ;)

    Rückwärtsgang hat meine sehr, sehr selten. Sie geht meist bellend nach vorn. Allerdings ist sie auch kein Hibbel sondern eigentlich sehr ausgeglichen und vor allem schnell wieder gefestigt sobald das Doofe weg ist. Wir leben im Wohngebiet. Müssen da also täglich durch. Der Park ist zwar ums Eck, aber für kurze Runden oder um zum Park zu kommen, müssen wir immer durch den Innenhof mit Schrebergärten. Und der ist teilweise gut frequentiert. Menschen ausweichen wär toll. Sie will aber irgendwie alle anschnuppern, außer sie sind an sich gruselig, dann wird gebellt. Seltsamer Hund! Scheint Menschen interessant zu finden aber nur, wenn die einschätzbar sind.


    Wie lange hat es gedauert, bis dein Hund seinen Chiller-Modus gefunden hat? ;)

    Genau.

    Wieso sprichst du dann eure Trainerin nicht darauf an ? Dein Hund ist sehr unsicher, aber ob das verbellen von Menschen aus weiter Entfernung auch aus dem Grund geschieht :???: Ab welcher Entfernung fängt sie denn da an ?

    Wir haben uns vermehrt auf Hunde eingeschossen (wahrscheinlich auch, weil sie mehr auf Hunde als auf Menschen anspringt) und da das langsam besser wird, fällt mir nur auf, dass es bei Menschen nicht auch so gut voran geht. Und da es ohne Zeigen&Benennen gut lief, wollte ich bisher nicht groß etwas daran ändern. Aber ich kann sie ja mal fragen.


    Laut Trainerin geschieht alles aus Unsicherheit. Die ganze Körperhaltung verrät das wohl. Das war auch das erste was ich gefragt habe, ob sie bellt weil sie hin will und Kontakt wünscht aber nicht darf, ob sie bellt, weil sie es blöd findet und weg will oder ob sie irgendwie ein zu klein geratener Wachhund sein möchte. -> alles Unsicherheit


    Die Entfernung ist total unterschiedlich, aber meist schon größer. Man kommt quasi um die Ecke und dann ist da jemand komisches. Der besagte Fotograf oder eine Yogafrau wurden aus großer Entfernung angebellt. Das waren sicher 20 Meter. Auch die Nachbarn bei meinen Eltern kommen aus weiter Entfernung aus ihrem Haus und werden angebellt, weil sie spontan auftauchen (also aus der Wand heraus :shocked: eben waren die da ja noch nicht... ). Wirkt immer so, als ob sie in dem Moment überhaupt nicht mit den komischen Leuten gerechnet hat. Schnuffelt, biegt beim Schnuffeln ab und auf einmal steht da jemand!

    @DarFay
    Übrigens, wir haben eine komische Phase gehabt mit der Mia, als sie auf einmal alle uns entgegenkommenden Menschen und rumstehenden Menschen, usw usf total gruselig fand. Unsere Trainerin hat uns geraten, bei sowas wie folg vorzugehen:

    Bei ihr das leider keine Phase. Wer weiß was in Rumänien vorgefallen ist. Aber sie ist im Allgemeinen ein unsicherer Hund, der auch erst 7 Monate hier ist. Es ist auch einiges besser geworden. Früher hat sie schon bei Stimmen aus dem Fenster oder Hausflur gebellt. Das ist fast komplett weg.


    Wie trainieren das wie bei Hunden:


    Sie findet den Menschen nicht gut (fixiert), wir lenken ihre Aufmerksamkeit zu uns, sie soll dazu auch zu uns kommen und es gibt per Blick-Ping-Pong Leckerchen. Sie soll also ohne Aufregung das unheimliche Menschlein anschauen und bekommt dann was Leckeres, wenn sie sich nicht aufregt. Immer wieder und man schaut, in welcher Distanz man vorbei kommt, ohne dass sie sich aufregt. Oft ist das Thema auch nach kurzem Hinschauen erledigt "Achso, ist nur ein normaler Mensch der nichts macht". Ist es zu gruselig, laufen wir wo anders lang, da sie dann einfach noch nicht weit genug ist.


    Aber bei Stimmen wo sie nichts sieht, lässt sich das immer schwer machen. Da funktioniert diese Technik nicht. Da meinte die Trainerin dann, das all unser Training unseren Hund auf Dauer sicherer mache. Es dauere nur, bis sie in Deutschland angekommen ist und sie ihren Platz darin gefunden habe. Das wird also alles automatisch mit besser. Einfach weiter üben und ihr die Welt so zeigen.


    Funktioniert bei Hunden bisher top, bei Menschen merken wir aber kaum Verbesserungen. :verzweifelt:


    Sie ist oft auch so abgelenkt und am schnuppern, dass dann auf einmal der Mensch da ist und sie erschrickt, weil sies einfach erst so spät merkt. Habe schon oft überlegt mal mit Zeigen & Benennen zu arbeiten.

    Ich reihe mich hier mal ein. Obwohl die Leinenaggression zu anderen Hunden besser wird, klappt es irgendwie nicht besser bei den Menschen. Die werden hysterisch angebellt.


    Sie bellt an (und würde ohne Leine auch hinlaufen):


    • alle, die komische Bewegungen machen (Yoga im Park, Fotografieren, große Dinge tragen, dubios in Ecken stehen etc.)
    • Männer die laut und aggressiv reden
    • irgendwie alle in Arbeitskluft wie Handwerker, Müllmänner, Gärtner etc.
    • jeden, der sie anschaut und erst recht, wenn sie angesprochen wird
    • jeden Fremden, der in unsere Wohnung kommt
    • (nur nachts) Stimmen, bei denen sie die Person nicht sehen kann


    Sie bellt nicht an:

    • Kinder & Frauen
    • Radfahrer, Jogger, Inlinskater oder sonstige Sportler
    • geschobene Kinderwagen

    Nachts ist es wesentlich schlimmer als bei Tageslicht. Die Trainerin meint, sie belle aus Unsicherheit und nicht, weil sie wacht (in der Wohnung).


    Wir schauen uns schon immer alles unheimliche an und gehen dann näher, wenn sie merkt, dass es nichts schlimmes ist. Aber die Situationen und Personen sind alle so unterschiedlich, dass sich das nicht allgemein verbessert und jede Situation neu geklärt werden muss. :ka: Ideen oder Techniken, die bei sowas helfen? Erst heute hat sie einen Fotografen der Makroaufnahmen gemacht hat und komisch an den Pflanzen rumstand aus weiter Entfernung angebellt und sich nicht mehr eingekriegt.

    Bei uns hilft der Kong auch über den komplizierten Anfang hinweg. Dieses "Ihr geht?!?!" wird direkt durch schlecken neutralisiert. Das funktioniert noch besser, wenn sie schon anlecken darf, bevor man direkt abhaut. Dann ist der Appetit angeregt. Sie hat aber auch eine Engelsgedult mit dem Teil. Ich bau da schon immer mit TroFu kleine sperrlinien rein. Nach 20 Minuten hat sie dann alles geknackt. xD


    Allerdings hat sie anfangs auch nicht gefressen. Dann bringt das natürlich nichts.


    Ich würde das auch als Perfektionismus einstufen. Geht mir auch so, alles muss möglichst perfekt sein. Futter, Auslauf, Training, Fellpflege und das komplette Wohlfühlprogramm. Habe richtig Komplexe, weil ich ihr keinen tollen Garten bieten kann oder ein Auto, um nicht durch die Stadt zur Bahn zu müssen. Denke dir geht es da auch so. Ich war schon mal kurz davor, einen Psychologen zu fragen, ob ich noch normal beim Thema Haustiere ticke. |) Gibt einfach so Kopfmenschen, da trainiert der Hund uns.

    1.) Es gibt ja immer verschiedene Wege, wir haben das immer so gemacht:


    Wir standen rum und die Trainerin kam (nachdem sie vorher Sunny ohne Hund begrüßt hatte) mit ihrem angeleinten Hund in großem Abstand angelaufen. Sunny begann natürlich irgendwann zu bellen und wir haben das übliche Training gemacht. Umlenken, bei Bedarf Abstand vergrößern. Die Trainerin mit Hund bog ab (also nicht an uns vorbei) und als Sunny gefasst war, gingen wir ihr quasi hinterher. In dem Abstand, dass sie nicht bellte. Die Trainerin band ihren Hund an einen Baum, der saß dann da total gelassen und die Trainerin kam zu uns zurück. Dann sind wir mehrmals an ihrem Hund vorbei gelaufen. Immer so den Abstand, dass Sunny nicht bellt und sie sich den Hund aus Entfernung anschauen konnte. Dann nahm die Trainerin ihren Hund wieder zur Hand und lief vor uns her. Wir folgten in großem Abstand, bellte Sunny, wurde wieder mehr Distanz aufgebaut. Der andere Hund schaute Sunny also nie direkt an, da sie ja vor uns waren. So kamen wir Schritt für Schritt für Schritt näher, bis Sunny ohne Bellen von allein den Kontakt aufgenommen hat und mal schnuppern ging. Das hatte insgesamt 30 Minuten gedauert. Von da an hat sie diesen Hund nie mehr angebellt. Beim zweiten Treffen erkannte sie die Hündin (Hund 1) sofort und wollte ohne Gebell aber zerrend hin.


    Bei Hund 2 fiel das Anbinden am Baum weg. Wir bekamen Hund 1 in die Hand, sie holte Hund 2 und Hund 1 durfte Hund 2 begrüßen (wir haben einfach die Leine losgelassen). So erkannte Sunny "Achso, wenn Hund 1 den Hund 2 ok findet, ist er nicht böse". Wir sind Beiden Hunden wie damals hinterher gelaufen, bis Sunny ohne Bellen Kontakt aufgenommen hat. Das dauerte 10 Minuten.


    Bei Hund 3 lief es dann wieder so ab. Hund 1 und Hund 2 sagten ihm Hallo, nachdem Sunny beide begrüßt hat und wir liefen allen dreien hinterher, bis Sunny von allein Kontakt aufnahm. Das war in einem Atemzug erledigt. Sie wollte gar nicht rumbellen. Nur mal kurz ein Wuff am Anfang, als er den beiden Mädels (Hund 1 und Hund 2) Hallo sagte.


    In 2 Wochen kommt Hund 4, falls es klappt. Heute haben wir ohne Trainerin den Kontakt zu einer gleichgroßen Hündin zugelassen. Diese hat Sunny schon vor einem Monat nicht mehr angebellt. Wir haben uns zufällig gekreuzt und es war die Schleppleine dran. Sie stand nur 3 Meter entfernt und wollte zu Sunny. Nagut, da Sunny nicht gebellt hat, habe ich grünes Licht gegeben bevor ich durch umdrehen, hochheben, umkreisen, blockieren oder sonst was zu viel Aufhebens gemacht hätte und die beiden haben sich total lieb angeschnuppert. War also eine gute Entscheidung!


    2.) Pflegefall ... :ugly: Das dachte ich bei meiner auch lange. Es ging so langsam voran, dass man echt denkt "Das wird doch selbst in 2 Jahren kaum besser werden...". Aber irgendwann platzt der Knoten und es kommt der Moment, in dem es riesen Schritte gibt. Bis dahin muss man durchhalten! Bei uns war es nach 6 Monaten soweit.


    3.) Ja... das Problem kenne ich gut. Unsere Trainerin sagte, dass Sunny erst mit ihrer Gruppe zu einem anderen Hund mitgehen darf, wenn sie nicht mehr aus Kontrollgrund hinterherbellt.


    4.) :bindafür: Merk dir den Moment gut! Du genießt ihn nur, weil Leo immer so einen Aufstand macht.


    5.) Mehr organisierter Hundekontakt (siehe die Geschichte mit Hund 1, 2 und 3) haben uns viel geholfen. Und der Urlaub brachte uns ebenfalls voran. Da habe ich alles etwas lockerer gesehen und das half Sunny irgendwie total. Ich ging einfach mit der Einstellung "Na mal schauen, den Hund schaffst du doch oder?" ran. Wir liefen nur mit Schleppleine rum und haben sehr mit Körperkontrolle gearbeitet. Kommt ein Mensch/Hund/Auto sollte Sunny neben mir im Schritttempo bleiben, bis die "Gefahr" vorbei war. Dafür gab es keinen Befehl, wir liefen einfachen jedes Mal direkt neben sie und bremsten sie damit aus. Lief irgendwie von selbst und klappte dann einfach. Ich glaube wir sind immer viel zu verklemmt. Nach dem Urlaub merke ich schon wie meine Verklemmung wieder zurückkommt und Sunny ebenfalls angespannter wird. Doof! Aber ja, es wird noch Monate dauern. Auch bei uns. Denn jeder dynamische Hund, jeder Hund der sie anstarrt oder ihr entgegen kommt wird nach wie vor im Bellschwall dumm angemacht.


    6.) Ihr Glücklichen. Ich will auch mit ihr Spielen! Aber das klappt nur mit viel "heiß" machen und dann auch nicht ewig. Außer im Spielzeug ist Futter, das bringt sie dann zurück und freut sich. Aber wie gesagt... nur in der Wohnung. So ein wenig Dummy ins Gras werfen und mit Kommando suchen lassen wäre schon cool. Aber vielleicht in der Zukunft. :dafuer:


    An eurer Stelle würde ich eine andere Trainerin testen. Nur mal nach weiteren Ideen fragen. Deine wirkt sehr Konfliktunterdrückend aber nicht wirklich die Unsicherheit bekämpfend. Aber um das richtig zu beurteilen, habe ich zu wenige Eindrücke. Hast du noch ein paar Beispiele, was sie euch so zur Behebung des Problems sagt? Eventuell hat Leo da einfach mehr Schwierigkeiten als Sunny. Mir wurde schon gesagt, dass sie verhältnismäßig schnell Verbesserungen zeigt.

    Am Freitag war mein Freund 2 Stunden beim Sport und Jordi war recht schlecht alleine. Ungefähr die hälfte der Zeit gelauscht und teilweise an der Tür gerochen und an der Tür gesessen. Hmm... Ich weiß nicht, ob wir so auf 6 Stunden kommen.
    Ich habe das Wochenende versucht mich nicht davon runter ziehen zu lassen und viel nachgedacht. Ich bin es einfach echt leid, dass mich das ganze Thema immer so sehr beeinflusst. Ich habe das Gefühl, dass ich nur glücklich bin, wenn es mit Jordi gut läuft und das ist wirklich nicht gut. Geht es einigen auch so?
    Wenn das mit dem Alleinsein nicht klappt, dann gibt es keinen Plan B mehr. Sitter geht ja nicht und zu Arbeit kann er auch nicht mit. Das zieht schon echt runter. Ich bin mittlerweile fast so weit zu sagen, dass er dann eben leidet. Ich kann ja nichts mehr machen. Ich übe nun über 3 Jahre und es ist immer dieses auf und ab. Mein Freund kann das alles auch nicht mehr ertragen und ich kann es verstehen! Mir geht es ja auch so. Ich habe das Gefühl, dass Jordis zufriedenheit über meiner steht und das kann es doch nicht sein?!
    Ich wollte einfach nur mal meine Gedanken loswerden, weil ich sonst niemanden mehr habe, mit dem ich darüber reden oder schreiben kann.

    Ach du Liebe, mir würde es da genau so gehen wie dir. Wahrscheinlich hätten viele schon aufgegeben, aber du stehst hinter deinem Hund. Ich bin ehrlich, würde Sunny hier jeden Tag ihre 2 x 3 Stunden nicht packen und wirklich immer jaulen oder wandern, bekäme ich auf Dauer eine emotionale Krise. "Ihr ginge es wo anders viel besser" – das waren meine Gedanken, als es hier nicht geklappt hatte. Aber bei dir läuft es ja mal gut und mal nicht so gut, also ist die Chance ja da, dass es irgendwann mal immer gut läuft. Er ist ja auch noch sehr jung, mit dem Alter zieht bei ihm vielleicht noch die Ruhe ein.


    Ich war immer der Meinung "Man gibt keine Tiere ab!", aber das war jugendlicher Leichtsinn. Klar, wenn man die Möglichkeiten hat, kann man viel kompensieren. Aber es gibt nun einmal auch Grenzen und bevor ich auf Biegen und Brechen mein und das Leben des Tieres nicht hinbekomme, würde ich lieber für das Wohle aller Beteiligten ein besseres Zuhause suchen. Am besten bei Leuten, die man kennt oder sogar in der Familie. (Das soll jetzt kein Ratschlag zur Abgabe sein, ich finde dein Hund hat es mit euch toll getroffen!)


    Mein Vater ist in 2 Jahren Rentner und er liebt Hunde, falls hier mal alle Stricke reißen (aber ich glaube, davon muss ich wahrscheinlich keinen Gebrauch machen), könnte ich Sunny bei ihm lassen. Hättest du denn so ein Backup? Das wäre allein schon für den Kopf hilfreich und beruhigt etwas. Du hast doch sicher auch schon mal darüber nachgedacht, oder? "Hat er es bei Leuten besser, die immer da sind?"


    Ich kenne dich zwar nicht persönlich, aber manchmal klingst du wirklich sehr traurig. Denkst du, ihr bekommt das hin? Eigentlich müsste man eher Fragen, hälst du es noch aus, weiter zu üben? Oder denkst du, du kannst deinen Kopf dahingehend ausschalten? Leider ist ja vieles Kopfsache, einige denken über sowas nicht nach und lassen ihr Tier ja sogar 10 Stunden allein. Dein Hundchen hat es dahingehend bei euch ja echt super getroffen.