Wir haben leider meist noch größere Probleme bei Hundebegegnungen und leider im Wohnumfeld eine Menge Tut-nixe und Kann-eh-nicht-zurück-gerufen-werdens. Da musste ich schnell einsehen, dass es völlig sinnlos ist, um Rückruf oder Anleinen zu bitten, geschweige denn zu diskutieren. 
Schließlich wolle mein Hund doch nur Spielen und der andere ja auch, die müßten nur mal Guten Tag sagen und ich sei eine schlechte Hundehalterin, wenn ich das verbiete. 
Man stand sogar schon mit Hund an der Seite gaffend auf dem Weg, während ich im Gebüsch meine 24kg an der Leine zu bändigen versuchte, und "tröstete" mich: seiner sei früher auch so gewesen, das gäbe sich mit dem Älterwerden. Meinen Hinweis, dass er dann ja wisse, dass er besser seinen Hund anleinen und weitergehen statt zuschauen solle, fand der ältere Herr sehr ungehörig. 
Ich versuche einfach großräumig auszuweichen oder umzudrehen und die anderen Gespanne zu ignorieren - wie ich es mir ja auch von Mozart wünschen würde.
Das erste Mal, als ich nach erfolgloser Bitte um Heranrufen bzw Anleinen ernsthaft einen anderen Hund mit körperlicher Präsenz weggeschickt habe (es waren noch etwa 3 Meter Abstand zwischen uns), konnte der andere HH sich plötzlich doch ganz schnell bewegen. Er ist wie ein Irrer auf mich zu, hat mich wüst beschimpft und mir für den Wiederholungsfall körperliche Gewalt angedroht, die ich ihm auch tatsächlich zutraue. 
Seit diesem Erlebnis gab es bisher glücklicherweise keinen Fall, den ich nicht mit Ausweichen und Ablenken meines Hundes lösen konnte. Meine Hemmschwelle, andere Hunde zu blocken ist aber durch den Vorfall leider nochmals deutlich höher geworden. 