Irgendwo habe ich mal den Satz gehört/gelesen "Hunde sind die einzigen Tiere die den Menschen als vollwertigen Sozialpartner ansehen". Weiter gedacht kommt man damit ja genau auf die Aussage des Mannes, dass Hunde keine anderen Hunde brauchen.
Der Logik kann ich nicht folgen.
Es ist richtig, dass Hunde den Menschen als Sozialpartner sehen. Wenn ich mich richtig erinnere war es Fedderson-Peterson, die eine Studie mit dieser Schlussfolgerung durchgeführt/ beschrieben hat. Ich bilde mir ein, dass sie sogar schrieb, der Mensch sei der primäre Sozialpartner des Hundes.
Aber das heißt doch nicht, dass andere Sozialkontakte nicht nötig seien? Ich schätze, dass jeder Mensch, der einen Partner/ eine Partnerin hat, zustimmen würde, dass das der "primäre Sozialpartner" ist. Aber niemand würde behaupten, dass Menschen im Allgemeinen neben diesem primären Partner keine Freunde bräuchten. Oder doch?
Genauso ist es beim Hund. Der Mensch ist für die meisten Hunde der wichtigste Sozialpartner. Aber "der wichtigste" ist keinesfalls gleichbedeutend mit "der einzig nötige".
Meine Hündin konnte auf direkte Kontakte zu mindestens 80% ihrer Artgenossen verzichten. Aber trotzdem waren Artgenossenkontakte für sie wichtig. Es mussten nur die richtigen sein.
Wenn ich darüber nachdenke: eigentlich geht es mir genauso. 