Als Pflegestelle für Aulandstierschutzhunde kann ich sagen, dass die ersten 2 Wochen in der Regel noch gar nichts über das tatsächliche Wesen aussagen. Am Anfang sind alle unsicher, passen sich an, wollen keine Konflikte und gucken sich erst alles in Ruhe an. Dass ein junger Hund schon nach einer Woche schnappt, ist sehr ungewöhnlich und sollte mMn ein Alarmzeichen sein! Dass bisher nicht mehr passiert ist, ist reines Glück, auch wenn es dir noch so harmlos vorkommen mag. Er wird nie gelernt haben, Mimik und Gestik des Menschen sicher zu interpretieren und das kann auch ein Schwachpunkt bleiben - und zu problematischen Situationen führen, vor allem wenn man zu wenig Distanz wahrt. In meinen Augen sollten hier Erziehungsversuche abgebrochen werden und schleunigst ein erfahrener Hundetrainer aufgesucht werden - besser gestern als morgen. Davon, den Hund in so einer Situation anzufassen, kann nur abgeraten werden. Auf Besuche sollte unbedingt verzichtet werden, er kennt ja noch nicht mal euch wirklich. Mit professioneller Hilfe kann man das alles bestimmt noch steuern, aber damit solltet ihr keinesfalls warten.
Beiträge von Strandperle
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Hallo meine Lieben, ich habe seit 2 Wochen zu unseren 2 Mädels einen ca 17jährigen Westie, kommt ursprünglich aus Polen und wurde offenbar ausgesetzt. Er wurde von Tierschützern in ein deutsches TH gebracht und lebte 4 Monate in einer Pflegestelle, die ihn aber nicht behalten wollte. Interessenten gab es wenig, denn: das Öpchen hört und sieht fast nix mehr, ist Futtermittelallergiker, inkontinent und hat mehrere Tumoren. Dafür ist er aber noch erstaunlich wach und möchte im Rahmen seiner Möglichkeiten noch ein bisschen am Leben teilhaben, von einer Euthanasie ist er noch weit entfernt. Eigentlich wollten wir ihm einfach nur noch ein paar schöne, sorglose Monate machen, denn seine Blutwerte waren/sind sehr schlecht. In den 4 Monaten ist nichts weiter geschehen, es hieß, Schmerzen hätte er keine, Zähne wären okay. Es hat keine 2 Tage gedauert um zu merken, dass das nicht stimmen kann. Die Zähne sind eine Katastrophe, ein schwarzer abgebrochener Stummel und entzündetes Zahnfleisch. Eine Zahnsanierung ist unumgänglich. Seit der Opi Schmerzmittel und AB bekommt, ist er deutlich fitter geworden, macht richtig fröhliche Hopser vorm Gassigehen, marschiert in den Garten und bellt, einfach weil ihm danach ist.
Er liebt Leckerliesuchspiele, vor allem den Schnüffelteppich. Nun hat sich auch noch herausgestellt, dass der Augenlidtumor höchstwahrscheinlich bösartig ist, sich langsam nach innen rollt und damit auf der Hornhaut reibt. Die Augenspezialistin geht fest davon aus, dass ihn das stört oder bald stören wird, empfiehlt deshalb die Entfernung. Wir wollen beides in einer OP machen lassen, dafür braucht er aber noch ein Herzultraschall. Addison/Cushing wurde ausgeschlossen. Ich bin irgendwie total unglücklich, denn so hab ich mir das nicht vorgestellt
Statt ihm einen ruhigen Lebensabend zu bescheren, muss er nun so viel über sich ergehen lassen, ständig auf den TA-Tisch und braucht sogar OPs. Eigentlich lehne ich chirurgische Eingriffe in diesem Alter kategorisch ab, aber es gibt eine Handvoll Eingriffe, die der Leidenslinderung dienen. ZB Zahnsanierung. Oder Entfernung störender Tumoren. Ich weiß, um die Lebensqualität herzustellen, die wir ihm so sehr fürs Alter wünschen, sind diese Eingriffe unvermeidbar, es wäre nur besser gewesen, sie hätten früher stattgefunden...Aber glücklich bin ich damit nicht, denn das Risiko ist hoch. Ich hoffe, er übersteht das gut und kann dann noch eine schöne Zeit bei Sonne im Garten verbringen. Er soll doch seine verdiente Ruhe haben.
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Hier wird alles verfügbare gedrückt! Diese Gefühlsachterbahn kenne ich nur zu gut, viele Menschen verstehen es einfach nicht. Nur weil ein Hund alt ist, macht sein Tod doch nicht weniger traurig! Im Gegenteil, bedeutet es doch meist, dass man sehr viele Jahre zusammen verbracht und damit eine sehr enge Bindung hat. Ich wünsche euch nur das Beste!!
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Eine Kerze brennt jetzt für Buffy
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ohh...alles Liebe für Euch, Sabine! Buffy hat es nun wohl bereits geschafft. Gute Reise, meine Süße
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Oh wie schööööön!!! Gott sei dank, ich denke an euch, Tolke! Was für Sorgen...fühl dich mal gedrückt, alles Gute auch für dich
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Oh mein Gott, was für ein Albtraum! Ich bin sehr froh, dass Hilde aufgewacht ist und es ihr offenbar etwas besser geht! Wisst Ihr denn schon, womit sie vergiftet wurde? Ist sie nach dem Aufnehmen zusammengebrochen? Ach sorry, so viele Fragen...das wichtigste ist erstmal, dass Hilde sich erholt. Wegen eines problematischen Nachbarns mussten wir auch mal über längere Zeit fürchten, dass so etwas passiert, diese permanenten Sorgen waren erdrückend.
Ach Tolke, ich denke an euch!! -
Ja, Caniphedrin wird tatsächlich in einschlägigen Foren als Aufputschmittel u.a. empfohlen, auch in der Sportlerszene. Darum ist es mittlerweile so schwer zu bekommen.
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Ich habe meinem Opi damals nachts einen Hundepullover angezogen! Auch bei uns ist es im Schlafzimmer im Winter ziemlich kalt. Opa Floyd wurde irgendwann nachts unruhiger als sonst und ich hab es einfach versucht - und tatsächlich schlief er damit wesentlich ruhiger. Ach, mein Opi...
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Ansonsten vielleicht mal gucken, ob seine Zähne eventuell nicht ganz in Ordnung sind?