Ich bin da eher pragmatisch. Im Endeffekt kaufe! ich immernoch einen Hund im Tierschutz. So soll das auch im Vertrag stehen. Es bleiben keine Rechte beim Tierschutzverein, ich will keine Nachkontrolle und kann selbst entscheiden, was ich mit dem Hund (sportlich) mache und ob/wann ich ihn kastrieren lasse oder im Notfall einschläfere. Ich mache mich nicht komplett nackt und lasse mir auch nicht in meine Hundehaltung reinreden. Ich gebe ganz offen an, was ich zu bieten habe und wie die Voraussetzungen sind und auf Basis davon wird mir der Hund entweder anvertraut oder es passt eben nicht. Ich finde es echt schräg, wieviel mehr Einmischung von Seiten des Tierschutzes kommt, als von guten, seriösen Züchtern.
Das mag sehr nüchtern klingen, aber ich habe nur negative Erfahrungen mit Vereinen, die von sich selbst glauben, dass sie noch ein Mitspracherecht in alltäglichen Entscheidungen haben.
Wenn ein Verein schon in seinen Vermittlungstexten nur von "herzallerliebsten Babies" redet, die unbedingt (alle) lebenslang einen Bettschlafplatz brauchen, in jeden Bereich des Hauses (weil Wohnung und kein Garten geht ja auch nicht) dürfen müssen und Futter xy fressen müssen, bin ich einfach raus, egal wie toll ich einen Hund finde. Natürlich sind da auch alle Hunde einfach nur lieb und toll und arm, von Problemen steht da nichts und selbst beim Kennenlernen wird noch versucht, Sachen zu vertuschen.
Vielleicht hab ich da auch einfach komische Erfahrungen, aber ich hatte immer sehr viel bessere Erfahrungen mit Vereinen/Tierheimen, die da selbst ein bisschen pragmatischer und nicht überemotional waren. Denen sind die Hunde natürlich trotzdem wichtig und haben auch weiterhin immer Interesse daran, wie es läuft und was es für Fortschritte gibt.