Beiträge von Vrania

    Heyy,

    du bist nicht allein. Ich muss meine Labbimaus auch immer wieder korrigieren, sodass es irgendwann garnicht mehr möglich ist innerlich ruhig zu oder souverän zu bleiben ..
    Ich tue meinen entweder körperlich zurückdrängen, wenn die Leine nicht mehr locker ist, mittlerweile korrigiere ich ihn mit einem "eh-eh" wenn er zu weit vorne läuft.

    Dann gilt das, was ich geschrieben habe für dich. Deine Hündin ist krank und es ist total unfair sie für etwas zu korrigieren, wo sie nichts für kann.

    Hast du gerade auch den Allergiethread gepostet? Da würde ich ansetzen. Ein Hund mit chronischem Stress kann nicht entspannt an der Leine laufen (und als jemand mit vielen eigenen Allergien kann ich die sagen: wenn so richtig aktiv sind, möchte man sich einfach nur noch die Haut vom Körper reißen. Da könnte ich mich auch nicht konzentrieren.)


    Edit: Entschuldigung, waren wohl 2 unterschiedliche User mit sehr ähnlichen Namen. Und je 9 Monate altem Retriever 😂)

    Eigentlich wollte ich noch anfügen, aber die Zeit ist abgelaufen: Meine Meinung zu Züchtern, die sowas anpreisen, hab ich ja schon gesagt. Am witzigsten finde ich, dass diese Züchter meistens selbst gar keine Ahnung vom Assistenzhundewesen haben und was das überhaupt für besondere Anforderungen stellen würde. Einfach nur "lieb" ist es jedenfalls nicht.

    Keine Rasse IST eine Assistenzhunderasse. Es sind immer nur Individuen geeignet oder auch nicht. Verschiedene Rassemerkmale machen das halt wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher. Man kann auch nicht DEN Assistenzhund züchten, weil die Anforderungen und Wünsche von behinderten Menschen genauso unterschiedlich sind, wie die von nicht behinderten. Die kommen genau mit unterschiedlichen Arten Hund zurecht und nicht jeder kann und mag die Art von Retrievern.

    Die Lagottos, die ich kenne, sind super und natürlich auch nervenstark, sonst wären sie nie durch die Ausbildung gekommen. Mit denen man auch entspannt durch eine belebte Fußgängerzone gehen kann und alles andere, was man so von seinem Begleiter braucht. Die sind völlig einsatztauglich und coole Hunde. Die Teams haben keine großen Problemverhalten oder bereuen ihre Wahl in irgendeiner Form.

    Sie brauchen halt nur sehr viel Konsequenz im Alltag, relativ viel fortlaufendes Training und sind halt einfach nicht so easy going, wie ein Retriever, der einmal erwachsen und ausgebildet einfach eine relativ sichere Bank ist.

    Ich überlege auch gerade, warum wir das überhaupt diskutieren. Ich habe Lagotti als Assistenzhunde nur aufgebracht, weil ich sie aus diesem Kontext persönlich kenne (und zwar positiv, nicht negativ). Mich hatte einfach nur der Vergleich zum Barbet interessiert (als HUND, nicht als Assistenzhund).

    Es gibt leider viele Situationen, in denen Menschen gerade in der U-Bahn oder an anderen Orten mit mehr Menschen nicht geholfen wird, obwohl sehr deutlich und konkret darum gebeten wird. Ja, klar sind Menschen darauf konditioniert, sowas zu bemerken und drauf zu reagieren. Aber leider auch darauf wegzusehen und sich nicht einzumischen.

    Zum längeren Schreiben komm ich heute nicht mehr, aber als erste Hilfe für die Situation würde ich eine Schleckmatte mit eingefrorener Leberwurst, Joghurt (lieber nicht zuu hochwertig) o.ä. empfehlen. Ist hier die ultimative "Hund ist drüber, weil irgendwas komplett überforderndes ungeplant passiert ist" Beruhigungsmethode. Damit kann man Chaos umlenken und nachdem die Matte leer ist, ist normalerweise ganz von alleine Ruhe im Hund eingekehrt. Muss man aber testen, es gibt auch Hunde, die dadurch noch mehr hochdrehen. Von meinen gehört da aber keiner zu. Und aufpassen, dass nicht die Matte mitgegessen wird. Natürlich nicht geben, wenn der Hund schon durchdreht, sondern in einem ruhigen Moment.

    Ich hab immer sowas eingefroren bereitliegen, ist ganz praktisch.

    Das ist zuviel. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wenn ich mit Herrn Thorin (gleiches Alter, auch Tierschutz) 3x am Tag richtig spazierengehen würde und danach noch trainieren, würde der hier alles auseinander nehmen und nur noch schnappschildkröten. Ich bringe besagtes Tier jetzt zum Pinkeln raus, dann schreib ich mehr, wenn mir nicht alle zuvorkommen :D

    Ich kenne ein paar Lagottos als Assistenzhunde, die scheinen durchschnittlich aber deutlich schwieriger und eigensinniger zu sein, als Pudel. Also so im normalen Umgang, Spazierengehen, Pflege. Assistenzleistungen können sie natürlich großartig und sind da auch voll motiviert. Hätte mich interessiert, wie der Barbet da so rein passt. Aber die sind nicht so verbreitet, ich habe nur einmal flüchtig einen getroffen und da hat mich das Fell massiv abgeschreckt 😁

    Ich habe bislang gedacht, dass Lagotti als Assistenzhunde eine echte Seltenheit sind und dass das meist eher der unerfüllte Wunsch der Besitzer ist.

    Wir haben im Urlaub jemanden mit 3 Lagotti kennengelernt, davon auch zwei Zuchtrüden. Sie meinte, es wäre eine Katastrophe für die Rasse, dass sie immer häufiger als Assistenz- und Schulhund beschrieben werden. In einem normalen Wurf wäre vielleicht einer dabei, der dafür gelassen genug ist und das würde man nicht mit 8 Wochen erkennen.

    Generell finde ich die Rasse auch interessant, habe aber den Eindruck, dass viele Lagotti nicht sehr nervenstark sind. Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass die meisten Züchter das nicht als Zuchtziel haben.

    Ich weiß nicht, pauschal empfohlen werden die sicher nicht und meins wäre es nicht. Ich kenne 2, die über Fremdausbildung beim ATC (bester Anbieter in Österreich) als PTBS Assistenzhunde ausgebildet wurden und einen aus Selbstausbildung. Alle haben die Prüfung bestanden und arbeiten gut, sind aber halt im Alltag teils nicht so einfach.

    Aber grundsätzlich ist es für jede Rasse eine Katastrophe, wenn sie als Assistenzhund, Therapiebegleithund oder Schuldhund vermarkter wird. Schreiben halt unfassbar viele "Züchter" inzwischen einfach mal so pauschal dazu. Der Vermehrer von meinem Aussie-Husky Mix auch. Das ist kompletter Müll, aus normalen Würfen ist (rasseunabhängig) vielleicht durchschnittlich ein Welpe ein echter Kandidat für eine Ausbildung. Wenn überhaupt. Und von denen fliegen dann viele noch im Laufe der Ausbildung raus. Bei manchen Rassen (oder Züchten - die vom ATC züchten ihre Retriever teilweise selbst und ganz gezielt auf entsprechende Wesenszüge) sind es durchschnittlich vielleicht mehr oder weniger Kandidaten, aber diese Werbeversprechen sind halt einfach nichts als Schwachsinn.