Beiträge von Vrania

    Tut mir sehr leid, dass Gufi nicht mehr bei dir ist. Aber du hast das Beste für ihn getan, indem du ihm weiteres Leid erspart hast. Es fühlt sich immer an, also würde einem das Herz rausgerissen und im Endeffekt hilft nur die Zeit.


    Ich würde dir aber ans Herz legen, dich an einen psychosozialen Dienst zu wenden. Dort kann man kurzfristig Termine bekommen, um in Krisensituationen jemanden zum Reden zu haben. Natürlich verstehen Menschen, die selbst keinen Hund haben, oft nicht so genau, wie es uns geht, aber es kann auf jeden Fall helfen, diese Gefühle einfach mal in Worte zu fassen und darüber zu sprechen. Wenn das mit deinem Mann nicht geht, geht es vielleicht mit einem Außenstehenden.

    (Als jemand der selbst viele Diagnosen hat)


    Man muss auch nicht alles pathologisieren. Auch jemand mit psychischen Krankheiten (was Autismus nebenbei bemerkt gar nicht ist) und Neurodivergenzen, kann einfach nur ganz simpel überfordert mit einer Situation sein. Auch jemand mit solchen Diagnosen ist ein Mensch und kann auch nach Erfahrungsberichten fragen, ohne dass man gleich "geh zum Arzt, alles andere ist fahrlässig" schreiben muss.


    Natürlich erlebt man solche Dinge dadurch mitunter verstärkt, aber dennoch: Hier beschreibe ganz viele gesunde Menschen, dass sie das genauso oder ähnlich erlebt haben. Und ich finde den Gedanken sehr ermutigend und erleichternd, dass es anderen auch so geht und dass sich sowas zum Guten wenden kann.


    Sie WIRD bereits therapeutisch begleitet. Aber hier sind Menschen, die ähnliche Situationen erlebt haben und die gute, praxisnahe Tipps geben, die helfen können, neben der absolut sinnvollen professionellen Begleitung.


    Ich hatte das ganze letztes Jahr mit meinem Welpen zwar etwas anders, aber was definitiv geholfen hat, ist Schlaf. Versuch dir Hilfe von deinem Freund zu holen - und so wie ich es verstanden habe, hat er das ja eh zumindest mal für eine Nacht angeboten - wenn es für ihn weniger belastend ist, könnt ihr das ja vielleicht wenigstens für die nächsten Tage so fortführen). Wenn man nicht vernünftig schläft, eskalieren so ziemlich alle anderen Probleme hoch, gerade wenn man eh empfindlich auf Reize und Veränderungen reagiert. Versuch dir ein bisschen Zeit und Ruhe zu geben. Es muss nicht alles perfekt funktionieren. Eine Welpe geht nicht so schnell kaputt. Stubenreinheit läuft nicht davon, Erziehung muss nicht über Nacht passieren, eine Beziehung aufzubauen dauert. Atme mal durch.


    Versuch möglichst viel Hilfe von deiner Familie anzunehmen. Wenn sie verständnislos oder wütend auf deine Gefühle reagieren, verlink ihnen vielleicht mal Infos zum Welpenblues. Der ist nämlich kein Quatsch, sondern sehr real. Vor kurzem gab es dazu eine finnische Studie, laut der das sehr häufig auftritt, messbar. Oder lass sie mal den Thread lesen. Du bist nicht allein damit.


    Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass es dir bald besser damit geht.

    Man kann natürlich auch sagen das tiefe Traurigkeit schon von alleine wieder weg geht.

    Muss man sich halt mal ordentlich ausheulen.

    Aber nur nicht von Depression sprechen?

    Ist das immer noch ein Makel? Eine Schwäche? Etwas, was man umschreiben muss? Wo man nicht Hilfe holen soll?Was von alleine weg geht?

    Das ist so ein Schwachsinn. Nicht jede tiefe Traurigkeit ist eine Depression. Die wird ohnehin nur dann diagnostiziert, wenn mindestens 5 Hauptsymptome über mehr als 2 Wochen bestehen. Mal davon abgesehen, dass es ohnehin keinen Unterschied machen würde. Es gibt in diesem Fall einen klaren Auslöser. Sie ist bereits in Therapie. Und so ein Welpenblues (oder wie auch immer man es nennen will) vergeht meistens schnell wieder.

    Das klingt für mich nach einem Punkt, wo ich nicht mehr auf Besserung oder Entspannung hoffen würde, sondern Abschied nehmen. Lebenswert klingt das nicht mehr. Er hatte noch eine erstaunlich lange gute Zeit, aber so eine Verschlechterung an dem Punkt heißt für mich, dass der Moment für den Abschied kommt.

    Ich kenne viele Retriever on dem Bereich, die das schon sehr lieben. Grundsätzlich eignen die sich schon oft sehr gut.


    Die Schwester von meinem Huskyrüden ist auch zu einer Therapeutin gegangen und begleitet sie von Anfang an in der Praxis. Die Prüfung legt sie demnächst mit 2 Jahren ab, wenn das in Österreich erlaubt ist. Vorher war sie halt einfach da und durfte gelegentlich mal knuddeln, war aber nicht im Einsatz. Auch etliche der Huskies von meiner Züchterin sind/waren als Therapiebegleithunde in Österreich zertifiziert. Sie sind halt wirklich liebe, menschenfreundliche Kuschelhunde. Aber wenn man den Hund sehr aktiv in die Therapie einbinden will, klappt es sicher einfacher mit einem Hund mit mehr WTP.

    Also ich habe da sofort an einen Husky gedacht und finde das mit der Gefahr für Kleinkinder ziemlich überzogen. Fehlgeleitetes Beutefangverhalten gibt es bei vielen Hunderassen (u.a. Schäferhunden, verschiedenen Terriern, anderen Jagdhunden), aber der Normalfall ist es sicher nicht. Ich kenne inzwischen viele Huskyzüchter, die selbst kleine Kinder haben, Kinder als Besuch einladen oder in Familien mit kleinen Kindern Hunde abgeben und habe noch nie etwas anderes erlebt, als vorsichtigen, sanften oder allenfalls mal etwas hüpfigen Umgang. Mein Husky lebt mit 2 Katzen völlig friedlich zusammen, auch wenn die (Katzen) sich gegenseitig wild durch die Gegend jagen... und auch draußen ist der Jagdtrieb zwar ausgeprägt, aber definitiv mit Training kontrollierbar. Im Arbeitsmodus sollten Huskies Wild sowieso ignorieren, sonst landet man mit dem Wagen gleich mal im Graben. Und im Zweifelsfall bleibt die Schleppleine beim Spaziergang halt dran. Dass Huskies wenig bis keinen will to please haben, heißt übrigens nicht, dass sie nicht gut trainierbar sind. Meiner ist Assistenzhund. Manchmal ist dieses Forum echt hysterisch.