Alles anzeigenDa schuldet mir keiner eine Backstory zu seinem Hund, keinen Kurzlehrgang über Hundeverhalten und Körpersprache, nix. Ich hasse es, wenn jemand bei mir klingelt. Ich will keinen Smalltalk und ich will erst recht nicht das Gefühl haben, mich vor irgendeinem Nachbarn (der nichtmal nebenan wohnt und legitimen Grund, sich über Gebell aufzuregen) rechtfertigen zu müssen. Und das Gefühl hätte ich auf jeden Fall, egal wie "nett" da jemand an meine Tür kommt.
Was ich daran nicht verstehen: seit wann ist ein nettes Gesprächsangebot (seitens der ängstlichen Person, die da klingelt und sich informieren möchte, sofern(!) das Gegenüber dazu bereit ist) eine verlangte "Rechtfertigung" bzw. "schuldig sein"?
Sonst heisst es immer: " Wer spricht, dem kann geholfen werden."
Und hier soll ein Versuch der Kontaktaufnahme garnicht erst unternommen werden, weil der Beklingelte ggf. zu wenig sattelfest ist oder an sich appeliert fühlen _könnte_?
Liebe Ahnungslose, an meiner Tür dürftest du nett nachfragen. Wenn grad die Milch überkocht oder ich schlicht keine Lust auf einen Austausch habe, werde ich dir das höflich sagen und damit hat sichs.
PS: Ist aber nicht sehr wahrscheinlich. Ich mag es idR, wenn Leute sich informieren möchten. :)
Ich habe gesagt, ICH würde es so verstehen. Ich habe aber auch diverse psychische Erkrankungen und für mich ist das echt ein Angang, wenn jemand ohne guten Grund an meiner Tür auftaucht. Und mir darauffolgend auch tausende Gedanken machen, was dieser Mensch vielleicht weiterführend tut, wenn ihm meine Nicht-Erklärung nicht passt. Gut, auch das ist nur mein Problem. Aber wenn jemand schon signalisiert, dass er auf freundlichen Austausch eher keinen Wert legt, würde ich definitiv nicht hingehen, um mal zu plaudern. Und da ist es auch relativ egal, was sonst in der Nachbarschaft so üblich ist.