1. Wegen dem Thema Technik : Würde es dir helfen wenn du deine eigenen 4 Wände mit Überwachungskameras ausstattest? Also nicht das Treppenhaus sondern nur die Räume in denen du dich aufhältst? Das darf man ja machen. Du kannst bspw wenn du außer Haus bist übers Handy nachschauen ob alles rein ist, und es so einstellen dass du automatisch eine Benachrichtigung bekommst wenn sich etwas in deiner Wohnung bewegt.
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4. Mag ich anmerken dass ich nicht weiß wie das zwecks Taxi fahren mit größerem Hund ausschaut ( auch wenn dieser ne Assistenzhund Ausbildung hat ). Kann mir vorstellen dass das komplizierter werden könnte als man sich das so vorstellt.
Wegen der Technik: das Thema habe ich schon öfter durchdacht, aber noch nie vollends durchgespielt. Ich muss mich damit noch näher auseinandersetzen, wenn ich mal zurück in ne eigene Wohnung gehe.
Zum Thema Taxi: ja, da könntest du Recht haben. Wir haben hier in der Stadt aber auch mobile Tierärzte. Und vielleicht finde ich auch ne Wohnung, die fußläufig zu einem Tierarzt liegt.
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So wie ich es verstehe, ist die Idee vom Assistenzhund aktuell ja eine selbst entwickelte und nicht mit irgendwem abgesprochen.
Nein. Ich war letztes Jahr drei Monate stationär. Die Therapeuten und Psychiater dort haben mich überhaupt erst auf das Thema Assistenzhund gebracht und mir so einen Hund nahegelegt. Dort war auch eine Therapeutin mit Therapiebegleithund, welche mir zum Assistenzhund geraten hat.
Anschließend war ich in der Tagesklinik, dort war eine Therapeutin mit zwei Therapiebegleithunden. Dort wurde mir auch zum Assistenzhund geraten.
Meine ambulante Therapeutin, die mich 5 Jahre behandelte hat mir, vor der Klinik noch, nachdem meine Hündin starb, geraten, mir einen neuen Hund zu holen, weil sie gesehen hat, welchen Benefit mir der Hund gegeben hat.
Was ich etwas schwierig finde ist der (zumindest kam das für mich hier so rüber) der fehlende Plan B, falls man als Halter tatsächlich ausfällt. Das ist etwas das jeder Halter haben sollte, egal ob schon Krankheiten bestehen oder nicht. Für mich liest sich das hier so, dass du wirklich komplett alleine dastehst und wirklich keine Kontakte hast zu Menschen denen du deinen Hund anvertrauen würdest (wenn ich mich täusche ist ja alles gut). Dazu braucht man ja keine 100 "Freunde", die sich im Zweifelsfall dann eh doch nicht um den Hund kümmern wollen, aber was wird mit dem Hund wenn du wirklich ausfällst? Also nicht mal ne Woche flach liegen und mit größter Anstrengung kommt der Hund doch zu seinen Lösemöglichkeiten, sondern du muss ins Krankenhaus (muss ja keine psychischen Gründe haben), da wäre es echt von Vorteil wenn es dann ohne gross Nachdenken zu müssen einen Plan gibt was mit dem Hund ist. Alles andere fände ich dem Hund gegenüber unfair.
Ich habe eine Betreuungsstelle, mit der ich seit Jahren im Kontakt stehe (wegen meiner letzten Hündin), die meine Hündin auch schon betreut haben. Dort könnte ich einen Hund jederzeit hinbringen.
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Was ich bei dir eher sehe sind Hunde, denen DU hilfst ins Leben zu finden.
Warum nimmst du dich nicht älteren Hunden an? Die Hilfe benötigen.
Das kannst du, dadurch hilfst du und bist aktive Tierschützerin.
Wär da nicht eher was?
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Meine beiden Hunde waren 'second hand' und bereits älter (8J. und 14J.), als ich sie adoptierte. Meine letzte Hündin war ein traumatisierter 'Vollpflegefall'.
Durch sie war ich sehr oft gebremst in dem, was ich gerne mit einem Hund hätte machen/unternehmen wollen.
Deshalb wünsche ich mir jetzt einen 'unbefleckten' Hund. Der noch lange spazieren gehen kann, der gerne schmust und spielt, der mit ins Bett kommt und der selbstbewusst und nicht ängstlich ist.
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Insofern fände ich den Ansatz vielleicht einen kleineren Hund oder einen Hund einer bekannterweise "lieben" Rasse zu nehmen, auf jeden Fall sinnvoll. Die werden auch als Familienhunde immer deutlich besser toleriert als der große "böse" Schäferhund.
Ich kann dir auch sagen, dass du mit einem als Assistenzhund gekennzeichneten Hund (was ja eigentlich für alle bedeuten sollte "ignorier mich") immer angesprochen wirst, die Leute den Hund streicheln wollen oder teilweise komplett übergriffig sind und dich und den Hund fotografieren oder filmen wollen. Das ist mir schon mehrfach passiert, die Respektlosigkeit einiger Leute ist wirklich erschreckend. Auf jeden Fall hast du damit immer alle Blicke auf dir, wenn der Hund gekennzeichnet ist.
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Ich hatte jetzt gerade einen kleinen Hund und ich liebe kleine Hunde wirklich aus vollstem Herzen. Aber die Menge an Anfeindungen, Übergriffen und Belästigungen, die ich mit meiner Hündin erlebt habe, bei denen ich immer Angst haben musste, dass ihr ernsthaft etwas passiert, haben mich soweit geprägt, dass ich mir gesagt habe 'nie wieder nen kleinen Hund'.
Ob ich nochmal nen Kleinen nehmen würde, wenn ich in einer besseren Wohngegend wohne, weiß ich natürlich nicht, aber im "Brennpunkt" tut man sich mit kleinen Hunden echt keinen Gefallen.
Ja, Übergriffigkeit habe ich mit Hund leider schon viele erlebt. Ich denke, das wird man nie ganz abstellen können.