Mich würde jetzt einfach interessieren, in wie vielen Fällen es hier gut ausging. Richtig gut. Nicht dass eine Co-Existenz entstanden ist, die auszuhalten war, sondern dass Mann und Hund richtig gute Freunde wurden.
Also bitte antwortet auch, wenn es nichts wurde. Ich wäre froh, wenn ich am Ende eine Art "Wahrscheinlichkeitsstatistik" hatte.
Unsere beiden Hunde sind aus dem Tierschutz, und bei beiden gab es Probleme mit meinem Mann.
Unser erster Hund Gio wollte anfangs nicht mit ihm raus, ließ sich das Geschirr nicht von ihm anlegen. Ich musste immer mit vor die Tür gehen, bis er mit meinem Mann mitging. Doch er war auch interessiert an ihm, suchte seine Nähe, und langsam taute er auf bei ihm. Jetzt, 4 Jahre später, sind sie beste Freunde. Ich bin noch immer die Hauptbezugsperson, aber er liebt meinen Mann genauso.
Bodo ist seit 2 Jahren bei uns. Mit ihm war es noch schwieriger. Er hatte keinerlei Vertrauen zu meinem Mann, auch bei mir war es schwierig, aber doch um einiges besser. Er hat ihn oft angeknurrt, angesprungen, hat geschnappt, wollte mich nicht mit ihm teilen, sah ihn als Eindringling. Es hat sich inzwischen auch vieles ganz stark verbessert, solche Situationen kommen nur mehr ganz selten vor. Er hängt inzwischen auch schon ziemlich an meinem Mann, lässt sich gern von ihm anfassen, sucht seine Nähe und freut sich über ihn.
Dass wir so große Fortschritte gemacht haben rechne ich sowohl den Hunden hoch an, weil sie so anpassungsfähig sind. Und meinem Mann, für seine Geduld. Er tut sich zugegebenermaßen manchmal etwas schwer, sich auf die Hunde und ihre Sprache einzustellen, vermenschlicht sie manchmal. Das hat es vielleicht noch etwas erschwert. Aber trotz allem, die beiden haben irgendwie verstanden, dass er ihnen nichts Böses will.
Das ist unser Erfahrungsbericht. Wir freuen uns immens, dass es jetzt so harmonisch bei uns ist, das hat uns noch stärker zusammengeschweißt.
Ich wünsche dir, dass du die richtige Entscheidung treffen kannst, auch im Sinne des Hundes.