Beiträge von Anderster

    Die Frage ist warum solltet ihr ihn jetzt kastrieren wenn doch eh die Intention war dass ihr den Chip als Auszeit nutzt um daran trainieren zu können. Dann wäre die logische Schlussfolgerung den Chip auslaufen zu lassen um zu gucken wo ihr steht.

    Mein Hund war drei als er den Chip bekommen hat und vier als er wieder ausgelaufen ist. Trotzdem hat er nach dem Auslaufen nochmal einen richtigen Entwicklungsschub gemacht.

    Eine Zwischenfrage, hat der Intakte Rüde wenn er unter läufige Hündinnen Stress hat, eine verkürzte Lebenszeit?


    Leben kastrierte Rüden länger?

    Wie will man das heraus finden?

    Es gibt nur genügend Studien über die negativen Auswirkungen einer Kastration. Deswegen würde ich einfach genu abwägen was schlimmer ist. Ich denke nur dass ein gewisser Stress, ausgelöst durch läufige Hündinnen, nicht Lebensverkürzend ist. Wie viel Stress zu viel ist muss jeder für seinen Hund selbst entscheiden.

    Aber dementgegen steht ein nicht unwichtiger Eingriff in den Hormonhaushalt.

    Ich hatte mich dafür entschiedene den Chip erstmal auslaufen zu lassen um zu sehen wie viel unser Training usw. gebracht hat und siehe da, seitdem ist die Kastra vom Tisch. Das Verhalten was du beschreibst zeigt er seitdem, also völlig normalen Rüdenverhalten was man auch weiterhin mit Training und Management in normalen Bahnen halten kann.

    Nuka ist seine erste Trekkingtour mit 8 Monaten gelaufen :nicken:

    Der Hexenstieg ist wunderschön und deckt sehr viel des Harzes ab. Wolltest du auch im Zelt schlafen? Dann denk dran dass Ende Februar noch Schnee liegen könnte. Ich bin den Weg mal im März gelaufen, das war noch Arschkalt nachts :ugly:

    Puh das ist leider genau unser Thema.

    Taavi hat leider Epigenetisch bedingt ein großes Thema damit denn sein Grundstresspegel ist sehr viel höher als normal.

    Daher ist unser Hauptthema im Alltag Stress wo es geht zu vermeiden.
    Die Stressphasen kündigen sich durch mehrere Symptome an:

    Er trinkt/pinkelt mehr, er schläft weniger (was ich vor allem durch den Tracker mitbekomme), er ist wieder reaktiver im Alltag (bellt mehr, geht schneller nach vorne).

    Wir haben viel Lebensqualität durch Ernährung und Training schaffen können, aber es ist eine lebenslange Aufgabe.

    Ich sage immer der Hund stirbt mal durch nen Herzinfarkt. Mal sehen ob ich recht habe. Gesund ist der ganze Stress defintiv nicht und ich wünsche es auch niemandem.

    Mh also die Breite ist nebensächlich.

    Ich finde das Hauptkriterium ist eigentlich dass es bequem am Hals sitzt wenn der Hund es permanent tragen soll. Ich habe aber auch leicht reden weil meine so Dreiecksköpfe haben dass das Markenhalsband super locker sitzen kann und trotzdem muss ich es mit etwas Zug vom Kopf runter holen.

    Ich habe nur eine Glocke, für "Reinwollen".

    Die hängt in etwa 60cm Höhe.

    Gäbe es eine für "Rauswollen", würde die sicherlich missbräuchlich benutzt.

    Die Glocke für "Reinwollen" ist eine schnöde Metallglocke mit einem kleinen Seil, für die Bedienung.

    Die würde man über 4 Etagen hören.

    Aus Erfahrung: Das pendelt sich ein wenn man Konsequent bleibt.

    Ich hab einen Hund der super schnell Verhaltensketten bildet und ja natürlich hat der zwischendurch ausprobiert wie oft er mich damit raus scheuchen kann. Aber da es nur an kurzer Leine zum nächsten Baum geht und wenn da nichts passiert es direkt wieder rein geht, hat sich das auch recht schnell wieder gegeben.

    Allerdings würde ich das ganze auch nur machen wenn der Hund sich sonst nicht bemerkbar macht. Für uns war es ein absoluter Gamechanger und eine echte Erleichterung für alle Beteiligten nachdem der Hund zwei Jahre lang ständig in die Bude gepinkelt hat.

    1. Schritt: Immer wenn es zum pinkeln raus geht (und nur dann, also nicht zum spazieren gehen) selber den Buzzer drücken

    2. Schritt bzw. nebenher üben : Dem Hund unabhängig von "Ich muss jetzt dringend pinkeln" beibringen auf den Buzzer zu hauen

    3. Schritt: Wenn der Hund den Buzzer drücken kann und man merkt der Hund muss raus dann bietet man ihm den Buzzer an und motiviert ihn darauf zu drücken.


    Letzteres hat bei uns fast ein halbes Jahr gedauert, aber das liegt auch daran dass Taavi wirklich jetzt sofort muss und dann so gestresst ist dass das denken aussetzt. Ich bin irgendwann dazu übergegangen ihn an kurzer Leine vorm Buzzer festzuhalten bis er irgendwann vor Verzweiflung drauf gehauen hat. Das hatte dann auch direkt den aha Effekt und beim nächsten Mal hat er es verstanden.