Ich habe jetzt den zweiten Hund mit ähnlichem Verhalten. Und eine BC Hündin, die "freundlich tud". Das heisst, sie macht genau das, was Flying Paws beschreibt: sie geht unglaublich freunlcih auf Menschen zu und hat im Welpenalter Angst gezeigt, dann in jungen Jahren eine Demutgeste gezeigt, später in den mittleren ist sie hin und dann wieder weg.
Und neulich mit 13,5 hat sie aktiv ein Besucherkind verjagt.
Es sieht IMMER freundlich aus und in ihren jungen Jahren war ich überzeugt, dass es ihr gefällt, sich kraulen zu lassen.....
Ich bin jetzt FEST überzeugt, dass sie das eigentlich hasst und immer gehasst hat. Aber es ist ein feiner Hund und nutzt ihre Zähne nur zum Knochen zerkauen und dem den dicken Collie das Fell rauszureissen, wenn ihr am Po schnüffelt.
Meine Hunde sind bisher ALLE keine super guten "überallhin" Begleithunde.
Der Collie ist es, der mag das.
Jeden KANN ich fast überall mithinnehmen, aber ich habe seit 1998 jetzt langsam verstanden, dass nicht jeder Hund davon wirklich was hat.
Das heisst nicht, dass jeder Hund immer zu hause hockt, aber es gibt eben Events, die habe ich früher selbstverständlich MIT Hund besucht, und heute nehme ich gezielt den Hund mit, mit dem ich was üben möchte, oder den, dem das wirklich Spass macht.
Ich bin fest davon überzeugt, dass mit gewissen Rassen eben NICHT alles geht.
Gewisse INDIVIDUEN der Rasse Deutscher Pinscher mögen einfache Begleithunde sein.
Es ist NICHT alles Erziehung!
Man kann natürlich mit guter Umweltprägung inklusive sehr vorrausschauender Erziehung sowas verhindern, wie es jetzt ist beim Hund hier....
Man kann frühzeitig solche Hunde schon daran gewäühnen, sich anfassen zu lassen ohne beissen zu müssen.
Letztlich ist dieser Hund alleine gelassen worden (sorry, dass sich das jetzt hart anhört).
Aber dieser Hund dieser Rasse, macht eben X nach Y....der geht nach vorne.....zack..
Und im Training muss dieser Hund erstmal ABSTAND bekommen. OHNE Druck! Ohne zischen/schubsen sonstewas.
Ich habe meine Hunde einfach angeleint und an der Leine hinter mir gehalten und nicht an Menschen gelassen.
Ich habe NICHT Menschen gehabt, die as verstanden haben und es sah bestimmt in der (kurzen) Übungszeit komisch aus, mit einem jampeldnen, geifernden Hund an der Leine und ich vorne im Plauderton....Etwas plemplem, aber hätte ich erstmal die gesamte Nachbarschaft aufklären müssen, hätte ich Vorträge halten müssen (die keinen interessiert hätten :) )
Also hab ich einfach gemacht.
Im zweiten Schritt dann den Hund geklickert, da war aber die Aufmerksamkeit bei mir und nicht mehr bei dem Besuch.
Im dritten Schritt: Besuch/Fremde ect....werden auch OHNE Leine nicht belästigt, Hund kann zur Not abgerufen werden und in ein Komando gebracht werden.
Oder bleibt halt locker an der Leine, bis alles ruhig ist.
Mein Border Collie Rüde darf NIEMANDEN begrüssen :)
Weil er nicht begrüsst, sondern seinem akademischem Titel alle Ehre macht: "Schnappie", er war preislich günstig und schnappt ab und zu. (Anmerk: das mit dem preislich günstig hatter mit seiner Alkoholeskapabe ad absurdum gestellt, und sein Titel ist nunmehr: "Schnapp(s)i")
Lange Rede kurzer Sinn.
1. den Hund konsequent führen
2. dem Hund beibringen, dass er nichts an Menschen verloren hat, auch nicht an solchen die ihn begrüssen möchten.
3. nichts
4. nichts
5. den Hund beibringen, dass Menschen merkwürdige Dinge tun. Sich zum Beispiel über Hunde beugen und dabei die Zähne zeigen (lächeln) und das dieses absurde Verhalten zur Rasse Mensch gehört und nicht mit kleinen Zugriffen gespoppt werden muss.
6. nichts
7. nichts
8. den Hund konsequent führen und sich keinen unsinn erzählen lassen von Hundtrainern, die keine Ahnung von ganz vielen Rasseeigensschaften verschiedener Gebrauchshunde haben.
Trainer mit nur einer Rasse, evt. da nur lückenhafte Kenntnisse...können OFT (Ausnahmen bestätigen die Regel) nicht helfen bei Rassetypischen Problemfällen.
Das, was die von dir genannte Trainerin empfohlen hat, halte ich persönlich für Aggressionsfördernd bei deinem Hund. Und brandgefährlich....
Das kannst du evt. mit dem Hund später trainieren. Jetzt kann es die Beissattacken fördern.