, Trekking-/Wanderblogs, z.B. Fraeulein Draussen unterwegs im Ruppiner Land und in der Uckermark, der Wunsch, "die Gegend möchte ich besser kennenlernen" beim Vorbeifahren und einfach Aufmerksamkeit im Alltag.
Neulich waren wir im Grunewald am Teufelsberg/Drachenberg in Berlin. Ich war lange nicht mehr dort und musste feststellen, dass es sehr schöne, sehr ruhige Ecken gibt, jenseits der üblichen Hundeauslaufgebiete im Grunewald mit 90% unterträglichen Hundehaltern und ihren ebenso reizenden Lieblingen.
Wie schön zufrieden sie immer sind, nach so Ausflügen gell? Ich find ja, nix liegt Hund mehr als gemeinsam wandern zu gehen, stundenlang durch die Natur streifen. Gegebenfalls abends zusammen ins Zelt krabbeln, miteinander Zeit verbringen und kleine Abenteuer erleben, dass schweißt so unendlich zusammen.
Da hast Du so recht.
Sie ist im Dezember zwei Jahre bei uns bzw. in Deutschland.
Die Wanderungen haben die Bindung und das gegenseitige Vertrauen enorm gefördert.
Tagestour im Wahlzuhause Ostprignitz-Ruppin: 13,4 Kilometer in drei Stunden von Neustadt (Dosse) entlang der Dosse und am Ufer des Untersees entlang bis zum Obersee.
Der Windbeutel war großartig - durchgehend Freilauf (Schleppleine, für den Notfall), außer beim Überqueren der Bundesstraße und innerorts, Rückruf funktioniert. Erstaunlicherweise.
In zwei Wochen gehts für drei Tage nach Rheinsberg oder Angermünde (Danke nepolino, Grumsin ist äußerst reizvoll.)
nepolino Vielen Dank für die Hinweise. Grumsin reizt mich sehr, habe die Tour in unserem Wanderführer „Fred&Otto in Brandenburg“ einfach übersehen.
BeardiePower: Dankeschön! Ich finde sie auch klasse. Im Pfoto-Talk sind wir nicht - fotografisch fehlt es an Begabung und Equipment - habe lediglich ein Smartphone.
Ich bin nur wenig ambivalent, was die Einsamkeit oder das Alleinsein angeht - und zuallererst ist es genau das, was ich seit Jahrzehnten an Brandenburg und insbesondere am Ruppiner Land so mag - unterwegs zu sein, ohne eine Menschenseele zu treffen. Es gab diesen etwas gruseligen Abschnitt am dritten Tag, ja. Aber abgesehen davon war es eine perfekte Erfahrung. Diese phantastischen Buchenwälder, die Seen, die freundlichen Begegnungen.
Und GENAU DIESER Hund ist so unglaublich wundervoll. So wie sie ist. Ängstlich und mutig, albern und ambitioniert (was das Jagen angeht), zart und ruppig.
Wanderung von Neuruppin nach Neuglobsow Anfang August 2019
Ausrüstung
Zelt: Wechsel Venture 1
Isomatte, Schlafsack, Esbit-Kochset
Ruffwear Highlands Pad und Highlands Bed für den Hund
Royal Canin Veterinary Diet Gastro Intestinal Trockenfutter (gute Verträglichkeit und hohe Energiedichte)
Gesamtgewicht Ausrüstung Mensch und Hund = 13 kg inklusive Verpflegung und Wasser für Mensch und Hund
Übernachtung auf Campingplätzen, Abendessen im Restaurant
Wir sind einen kleinen Teil des Ruppiner-Land-Rundwanderweges gelaufen, inspiriert durch den Blog von Fraeulein Draussen, allerdings in umgekehrter Richtung.
Es war recht warm, um die 30 Grad, allerdings waren wir meistens im Wald unterwegs und umgeben von Wasser, so dass wir uns immer wieder abkühlen konnten.
Auch die Campingplätze habe ich so ausgewählt, dass sie am See lagen.
Die Hündin ist fast zwei Jahre bei uns und diese Wanderung war - nicht nur für die Bindung - wunderbar.
Fazit: Ein großartiger Hund, ein tolles Erlebnis, dass ungedingt eine Fortsetzung braucht.
1. Tag Neuruppin - Stendenitz 16 km
Die erste Etappe ist geschafft. Der Hund hat - nach erfolgreichem Test im Garten - das Zelt als Zuhause akzeptiert. Ich rolle mich auf dem Hundebett irgendwie zusammen, damit es der Windbeutel auch weich genug hat.
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2. Tag Stendenitz - Warenthin 20 km
Die alte Pflasterstrasse, von der auch Fräulein Draussen berichtet, hat es in sich - kaum Schatten und stetig leicht bergauf. Der Hund legt sich unter einen Alleebaum, ich lege mich dazu und wir schlafen eine Stunde. Herrlich. Kein Auto, kein Mensch, kein Lärm. Und ein Gefühl, aus der Zeit gefallen zu sein - es scheint, als habe sich hier seit 100 Jahren nichts verändert - wenn man sich den Mais wegdenkt.
Zuvor sind wir durch atemberaubend schöne Buchenwälder gewandert. Mit Ausnahme von zwei Radwanderern, die uns überholt haben, sind wir nach dem Aufbruch bis zur Ankunft in Rheinsberg keinem Menschen begegnet. Ein fremdes Gefühl, dass keineswegs beängstigend war, nur ungewohnt.
Nachdem wir den Schlosspark von Rheinsberg durchquert haben, waren wir beide sehr froh, den Campingplatz in Warenthin erreicht zu haben. Die Etappe war eindeutig zu lang für den ersten Versuch.
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Wir waren beide so erschöpft, dass wir lediglich die fünf Kilometer auf dem Poetensteig zum Schloss Rheinsberg gelaufen sind. Nach Menz sind wir mit dem Auto gefahren (worden). Geschummelt also. Aber wenn dieses Energiebündel nicht mehr möchte, muss ich meinen Ehrgeiz auch nicht durchsetzen.
Übernachtet haben wir auf dem Naturcampingplatz am Roofensee.
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Das war - kurz und knapp - unsere erste Wanderung. In drei Wochen geht es wieder los - nach Rheinsberg, diesmal nur zwei Übernachtungen und Tagesetappen von ca. 16 Kilometern.
Ich möchte nochmals betonen, dass ich keineswegs Ängste schüren will. Ich begrüße die Wiederansiedlung von Wölfen. Und weil ich mich als Gast auf diesem Planteten sehe, der sich insbesondere in der Natur respektvoll bewegen will, frage ich nach Erfahrungen bezüglich des Verhaltens im Wolfsgebiet. Und - etwas böse gesagt - leave no trace bedeutet für mich eben auch, keinen toten Hund zurückzulassen. Ernsthaft - ich könnte es nicht aushalten, wenn meinem Hund durch meinen Leichtsinn etwas passiert.
Reisebericht (und ein paar Handyfotos) von der ersten Wanderung folgen. Es mag manche Weitgereiste vielleicht befremden, dass ich lediglich im Umkreis von Berlin wandere. Doch es gibt in unmittelbarer Umgebung viel zu entdecken, so viel Ruhe, Schönheit und Vielfältigkeit - dass ich mich vorerst dem Berliner Umland widme.
Für mich gibt es nichts Schöners, als mit Hund und Zelt in der Natur unterwegs zu sein. Trotz und eben auch mit allen Ängsten.