Beiträge von jUmOs

    @Woodland: Ich werde einen kurzen Bericht von der ersten Wanderung nachliefern.

    Knuddl und @Woodland:

    Ich habe folgende Hinweise gefunden, die ich für seriös halte:

    NABU Berlin

    Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V. Anhang 6: Verhalten im Wolfsgebiet

    Märkische Allgemeine Zeitung vom 20.05.2018

    Einige Links finde ich leider nicht wieder.

    Ich möchte nochmals betonen, dass ich keineswegs Ängste schüren will. Ich begrüße die Wiederansiedlung von Wölfen. Und weil ich mich als Gast auf diesem Planteten sehe, der sich insbesondere in der Natur respektvoll bewegen will, frage ich nach Erfahrungen bezüglich des Verhaltens im Wolfsgebiet. Und - etwas böse gesagt - leave no trace bedeutet für mich eben auch, keinen toten Hund zurückzulassen. Ernsthaft - ich könnte es nicht aushalten, wenn meinem Hund durch meinen Leichtsinn etwas passiert.

    Reisebericht (und ein paar Handyfotos) von der ersten Wanderung folgen. Es mag manche Weitgereiste vielleicht befremden, dass ich lediglich im Umkreis von Berlin wandere. Doch es gibt in unmittelbarer Umgebung viel zu entdecken, so viel Ruhe, Schönheit und Vielfältigkeit - dass ich mich vorerst dem Berliner Umland widme.

    Für mich gibt es nichts Schöners, als mit Hund und Zelt in der Natur unterwegs zu sein. Trotz und eben auch mit allen Ängsten.

    Ich plane eine kleinere Tour im Norden Brandenburgs, drei bis vier Tage werden wir unterwegs sein. Es sind zwei Übernachtungen auf Campingplätzen geplant. Das Gebiet ist zum großen Teil Totalreservat.

    Wir haben in der Gegend bereits eine Mehrtagestour absolviert - es war perfekt.

    Die Strecke ist sehr dünn besiedelt einsam und führt überwiegend durch Wald. Es sind mehrere Wolfsrudel in dem Gebiet nachgewiesen. Diese Tatsache habe ich bei der ersten Tour erfolgreich verdrängt. Der kleine Windbeutel (50 cm SH, 11 kg, Windhund-Terrier-Mischling) läuft insbesondere aufgrund ihres Jagdtriebes an der 10m-Schleppleine. Auch wenn ich theoretisch weiß, dass die Hündin an der Leine relativ sicher bei möglichen Wolfsbegegnungen ist, habe ich Sorge, den Hund nicht ausreichend schützen zu können.

    Hier kann eine Karte mit Wolfsnachweisen in Brandenburg aufgerufen werden, wir sind im Gebiet mit nachgewiesenen Wolfsrudeln (1 und 30) unterwegs.

    Im Übrigen zähle ich nicht zu den Änhängern der (rechtspopulistischen) Wolfshysterie. Ich möchte mich lediglich so verhalten, dass mein Hund nicht zu Schaden kommt und wir uns als Gast gemäß "Leave no trace" auch korrekt verhalten.

    Unsere äussert stressanfällige und ängstliche Windhund-Terrier-Mix-Hündin aus Andalusien bekommt nun seit ca. 7 Tagen Zylkene. Auch anregt durch @pinkelpinscher und dieses Thema.

    Bei ihr ist bisher mehrmals täglich eine Art Hyperaktivitätsausbruch aufgetreten - Dauerbellen und Fiddeln ohne Möglichkeit meinerseites, dies durch Ignorieren, Abruchsignal, Auf-den-Platz-Schicken etc. zu beenden. Sie war schlicht nicht ansprechbar.

    Mit der Gabe von Zylkene hat sich dieses Verhalten deutlich geändert. Sie ist ansprechbar, ein Ignorieren des Hibbelns und Bellens führt inzwischen dazu, dass sie tatsächlich sehr rasch ruhig wird. Auch das ausgeprägte Jagdverhalten lässt sich besser kanalsieren. Meine Vermutung ist, dass der Stresslevel mit Hilfe dieses Präparats merklich gesunken ist und wir die vorhandenen Baustellen nun in aller Ruhe bearbeiten können. Sie ist insgesamt wesentlich entspannter als zuvor.

    Ich war zeitweilig mit den Nerven am Ende (wie der Hund auch). Wir werden Zylkene nach ca. zwei Monaten ausschleichen und genau beobachten, wie sie sich entwickelt.

    Vielen Dank für diese spannenden und lehrreichen Informationen über Galgöchens Entwicklung.

    Mir fehlt ein Wort des Bedauerns zum gewaltsamen, schrecklichen Tod des Katers - allein Mehrhund hat sich - ironisch, sarkastisch, gut - dazu geäussert.

    Und ich frage mich, wie die Reaktion im DF wohl wäre, wenn der Kampfschmuser einen (Klein-)Hund "versehentlich" getötet hätte.

    So etwas darf nicht passieren - egal welches Tier der Raserei zum Opfer fällt. Ein fiebriger Infekt als Entschuldigung? Nö.

    Mein Mitleid für den Hund und die Halterin hält sich sehr in Grenzen.

    Und ja, aus der Ferne könnte man den "finalen Rettungsschuss" als überzogen bezeichnen. Allerdings war niemand von uns dabei.

    Tatuzita: Vielen Dank für den Hinweis auf den Artikel. Ich würde mir sehr wünschen, dass immer mehr Hundehalter umdenken und sich die in so vielerlei Hinsicht schädliche fleischbetonte Hundeernährung ändert.

    Vor etwa einem Jahr wurde dieses Thema hier gestartet:

    Wenn ich bei mir selbst/meinem Hund beginne (eben weil Veränderung im eigenen Alltag beginnt und nicht „von oben geschieht“), habe ich seit Juli 2018 folgende Punkte geändert:

    • eigene Ernährung vegetarisch, überwiegend vegan
    • Hund bekommt fast ausschließlich Biofleisch (z.B. Hermanns), davon zu 75% Huhn, sonst Kaninchen und Rind
    • auf Reisen gibt es Bubeck Windspiel Basic - wird gut vertragen, kein abartig hoher Fleischanteil
    • Fleischanteil reduziert von 50 auf 30% in der Ration, möglichst saisonales und regional erzeugtes Obst und Gemüse, keinen Reis
    • 1 bis 2 fleischfreie Tage pro Woche für den Hund, für mich 7 ...

    Zu optimieren sind aus meiner Sicht folgende Punkte:

    • Belohnungsfutter: derzeit Lakse Kronch Pocket, werde beim Hersteller mal nachfragen woher der Lachs stammt
    • Bei Verdauungsstörungen hat sich RC Vet Gastro bewährt, gern als Belohnungsfutter genutzt

    Der Hund hält sein Gewicht, Fell, Haut und Zähne sind in einem optimalen Zustand, Blutwerte ebenso.

    @Kronsbein: Danke, das ärgert mich auch - auch da frag ich mal nach.