Beiträge von doggo_dog

    Keine app, aber vlt ist bei den materialien trotzdem was passendes dabei:

    https://www.naju.de/f%C3%BCr-k…nde-der-gartenv%C3%B6gel/

    Update:


    7. Lies ein Buch, das in deiner Geburtsstadt/Region spielt, alternativ: Autor/in muss aus der Geburtsstadt/Region stammen.


    Eva Demski: Mama Donau


    Die autorin ist in meiner geburtsstadt aufgewachsen und das buch spielt teilweise dort. Die hauptrolle nimmt die donau ein, die für mich sehr wichtig ist, an der ich aufgewachsen bin und die mich viele jahre alltäglich begleitet hat. Deswegen hab ich mich sehr auf dieses buch gefreut. Am ende war es doch anders als erwartet, hat mir aber durchaus gefallen. Es ist ein Reisebuch, mit historischen und kulturellen infos und viel bezug auf literarisches.

    Schade fand ich, dass der teil der Donau, der durch Deutschland und Österreich fließt den weitaus größten teil dieses kleinen büchleins eingenommen hat.



    16. Lies ein Buch, dessen Titel in einer Primär(Druck)farbe (rot, grün, blau, türkis, magenta, gelb) gedruckt ist.

    Diane Oliver: Nachbarn - Storys


    Eine ganz großartige Kurzgeschichtensammlung, deren Autorin in den 1960ern in den Südstaaten der USA aufgewachsen ist, als Schwarze Frau, früh das schreiben anfängt und sehr jung gestorben ist. Die umso beeindruckenderen Geschichten wurden gesammelt letztes jahr veröffentlicht.

    Sie erzählen ganz alltägliches leben und erleben schwarzer Menschen zur lebenszeit der autorin, mit einer sehr klaren und nüchternen Sprache, die gleichzeitig eine wahnsinnige emotionale tiefe schafft. Es ist ein richtiges eintauchen in die jeweiligen Lebenswelten, voll Widersprüche, schwieriger Entscheidungen, Menschlichkeit in allen Facetten, aber auch (alltäglichem) Rassismus, Armut, Sexismus.

    Ich bin ganz fasziniert von der Sprache dieser unglaublich jungen Person, und finde es höchst schade, dass niemand je erfahren wird, wie sie und ihr literarisches schaffen sich weiterentwickelt hätten.

    Große leseempfehlung!



    26. Lies ein Buch, das schon lange auf deinem SuB liegt.


    Kai Cheng Thom: Für die Liebe entscheiden


    Eine Essay- und Gedichtsammlung einer kanadisch chinesischer trans Frau, die sich damit beschäftigt, wie wir miteinander umgehen wollen, wie wir mit Konflikten umgehen wollen, und welche Rolle trauma/Gewalterfahrungen und Utopien dabei spielen. Es geht um Gerechtigkeit, community, Hoffnung.



    47. Lies ein Buch, das du in einer Bücherzelle/einem öffentlichen Büchertauschschrank gefunden hast.


    Christa Wolf: Medea


    Christa Wolf erzählt die Geschichte der Medea neu, aus Sicht von 5 verschiedenen beteiligten, die jeweils in (inneren) Monologen ihre Sicht auf die und ihr erleben der Ereignisse schildern und damit ein immer facettenreicheres Bild der situation schaffen.

    Ganz elementare und gerade auch sehr aktuelle menschheitsthemen werden verhandelt: Gemeinschaft, (un)schuld, Gerechtigkeit, Fremdheit und Ausschlüsse, wie wir als Gesellschaft auf HHerausforderungen reagieren (können).

    Ich hab ein bisschen gebraucht um reinzukommen, dann hat es mich voll gepackt!

    Die nächste Bearbeitung eines antiken Klassikers von Christa Wolf steht schon in der Pipeline.

    Ich kann zu dystopien noch Octavia Butler empfehlen, parable of a sower und parable of talents zb (ich weiß gerade die deutschsprachigen Titel nicht).


    Außerdem von Emily St. John Mandel "Das Licht der letzten Tage".


    Und dann noch die Kurzgeschichtensammlung "The memory librarian" von janelle monáe, in Zusammenarbeit mit verschiedenen anderen Autor*innen.

    Becky chambers ist mir auch direkt eingefallen.

    Update:


    24. Lies ein Sachbuch.


    Erik Zimen: Wölfe und Königspudel - vergleichende Verhaltensbeobachtungen


    Eine Doktorarbeit von Erik zimen über eine Studie, die er gemeinsam mit seiner Frau an Wölfen und königspudeln, sowie Wolfs-Pudel-Hybriden gemacht hat, mit der Fragestellung, domestikationsbedingte verhaltensveränderungen zu untersuchen.

    Es ist großteils gut lesbar, sehr interessant, mit verschiedenen Abbildungen und Grafiken.

    Die beobachtungen wurden von 1967 bis 1969 durchgeführt und einige sachen würden heute wohl (aus guten gründen) nicht mehr so gehen, z.B. tägliche Spaziergänge mit einem Wurf ungesicherter Jungwölfe, die anfangen Jagdverhalten zu zeigen.

    Umso spannender zu lesen!



    40. Lies ein Buch mit einem Zeitpunkt oder Zeitraum im Titel.


    Maxie Wander: Guten Morgen, du Schöne - Protokolle nach Tonband


    Ein sehr interessantes buch, in dem Gespräche, die die Autorin mit 19 verschiedenen Frauen in der DDR geführt hat. Es geht um Emanzipation, um Sozialismus, Kunst, Familie, Liebe, Geld, Arbeit, Alltag, Leben. Jede der Personen hat ein ganz eigenes leben und eine ganz eigene Stimme, die in den Texten spürbar wird als würde man dem Gespräch zuhören. Ein inspierierendes und interessantes Büchlein, das spaß gemacht hat zu lesen.

    Das Vorwort von Christa Wolf gibt dem ganzen noch einen theoretischen Rahmen.



    Monatsmotto Januar: Lies ein Buch, in dem ein*e Pilot*in vorkommt


    Bertolt Brecht: Furcht und Elend des Dritten Reiches


    Theaterszenen, die in Deutschland während des NS-Faschismus Mitte der 1930er spielen. Die Szenen sind kurz und skizzieren Alltagssituationen verschiedenster personen. Sie sind sehr eindrücklich und fühlen sich gerade unangenehm aktuell an. Die Sprache ist klar und schnörkellos, die Szenen wirken wie kleine fenster in den Alltag der dargestellten Personen.



    Monatsmotto Februar: Lies ein Buch, in dem sich jemand in einer Zeitschleife befindet oder (einfacher) in dem jemand etwas immer wieder wiederholt.


    Lucie Bryon: Diebin


    Ein comic über ella und ihren schwarm madeleine. Es ist eine nette kleine Romanze, mit leichtem abenteuertouch, weil die eine Protagonistin kleptomanische Veranlagungen hat und in Momenten von Krisen Menschen dinge klaut, und die beiden dann beschließen die Gegenstände ihren Besitzer*innen unauffällig und unbemerkt auf hauspartys zurück zu geben (die beiden Handlungen, die sich immer wieder wiederholen).

    Schönes artwork, tolle Farben, liebenswerte Charaktere.

    Update:

    5. Lies ein Buch einer/s Nobelpreisträger/in, egal in welcher Kategorie der Nobelpreis verliehen wurde

    Han Kang: Die Vegetarierin


    Han Kang hat letztes Jahr den Literaturnobelpreis gewonnen.

    Das buch... hat keinen spaß gemacht, aber ich konnte es auch nicht aus der Hand legen. Im Klappentext taucht mehrmals das Wort "verstörend" auf, das es irgendwie auch trifft, es ist unangenehm, niemand wird verschont, weder die Protagonist*innen, noch die Leser*innen. Und gleichzeitig hat es mich gefesselt, zum nachdenken gebracht, Gefühle ausgelöst und gerade das Ende hat mich auf eine Art sehr mit dem buch versöhnt.

    Es geht um eine frau, die überdurchschnittlich gewöhnlich ist, aber aufgrund von träumen beschließt keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren. Die Geschichte wird in drei teilen erzählt, aus Perspektive ihres Mannes, ihres Schwagers und ihrer schwester, die alle auf unterschiedliche Art sehr involviert in diese Entscheidung sind.

    Es geht viel um Gewalt, körperliche wie psychische.



    11. Lies einen Bestseller aus 2024


    Sarah Beth Durst: The Spellshop


    Dieses buch war mal eine Empfehlung hier im DF (von Phonhaus glaube ich), als cozy fantasy, also genau das richtige nach dem vorherigen Buch für mich - eine Geschichte die sich laut Autorin anfühlen soll wie eine heiße Schokolade trinken.

    Diese Erwartung wurde erfüllt, hat spaß gemacht zu lesen, keine große Herausforderung, cottage core in Form eines fantasyromans.

    Die Geschichte spielt in einer high fantasy Welt. In der Hauptstadt findet eine Revolution statt, in der das machthungrige Regime gestürzt wird/werden soll, die Protagonistin flieht mit ihrem besten Freund (eine sprechende intelligente Pflanze) aus ebendieser Hauptstadt auf eine Insel am quasi vergessenen Rand des Imperiums, und baut sich dort ein neues leben auf. Dieses neue leben ist zwar am Ende auch abenteuerlicher und weniger beschaulich als von den figuren gehofft, aber es ist auch die ganze Zeit klar, dass es schon irgendwie gut gehen wird.

    Es geht um Freund*innenschaft, (wahl-)Familie, Zusammenhalt, bücher und wissen, romantische liebe, darum eigene Werte zu haben und zu verteidigen.

    Update:


    1. Lies eine Graphic Novel/Comic/Manga


    Topolino no. 1022


    Das lustige Taschenbuch auf italienisch, eine Ausgabe von 1975. Ich hab es in einem netten kleinen Buchladen in Italien letzten Sommer gekauft, nachdem ich den Buchhändler dort nach Empfehlungen gefragt hab für erste Lektüre auf italienisch. Fast spannender als die Comics selber fand ich die Werbung dazwischen (und Kategorien zu Zimmerpflanzen und Inneneinrichtung - nicht das womit ich in einem kindercomic gerechnet hätte).



    8. Lies ein Buch mit einem nicht-menschlichen Gegner/Antagonist


    Marjane Satrapi (Hg.): Leben. Frau. Freiheit.


    Eine Sammlung von Comics und Texten verschiedener Autor*innen und Zeichner*innen zur Revolution in Iran. Sehr eindrücklich, bewegend, berührend, informativ. Definitiv keine leichte kost, aber auch immer wieder voll von Hoffnung.


    25. Lies ein Buch, in dem ein Gedicht vorkommt


    aDj (Hg.): tofan (Sturm)


    "Literarische Interventionen aus revolutionären Bewegungen.


    tofan (Sturm) ist ein literarischer Sammelband über Freund*innenschaft, das spuken revolutionärer Bewegungen, über Aufruhr und festhalten"


    Sehr verschiedene Texte, hat mich oft berührt, viel Material zum nachdenken und reinfühlen.



    Erstes Buch und erste Kategorie abgeschlossen:


    4. Lies ein Buch mit weniger als 205 Seiten


    Fair Play von Tove Jansson

    Ein kurzweiliges Büchlein, das die Beziehung von zwei Frauen in episodenhaften, kurzen Kapiteln beschreibt. Es ist das zweite Buch von Tove Jansson, das ich lese (und das kein Mumin-Buch ist, deren Erfinderin sie ist), und ich mochte es sehr gerne, ich mag ihren Blick auf die Welt und ihre Figuren (die in diesem Fall sehr an sie selbst und ihre Lebensgefährtin erinnern), wie sie die Worte nutzt, um Bilder zu zeichnen, ganz schlichte aber eindrückliche.