Beiträge von Karpatenköter

    Gestern war er, da es kühl und bedeckt war, top drauf. Bisher heute auch, er hat heut morgen getobt wie ein Jungspund.

    Er war extrem müde und gleichzeitig komplett unruhig, draußen japste er bei dem kleinsten Sonnenstrahl

    Wurde denn mal Jojos Herz untersucht? Also, nicht nur abgehört, sondern auch per Ultraschall untersucht?


    Meine mitterweile über 16 Jahre alte Hündin ist herzkrank und hat, bevor sie vor 2-3 Jahren medikamentös eingestellt wurde, auch schlagartig eine ähnliche Problematik gezeigt. Auch wenn du Angst hast - stell Jojo mal beim TIerarzt vor und besteh auf eine Ultraschalluntersuchung von Herz und Lunge. Sehr viele Herzkrankheiten sind sehr gut medikamentös zu behandeln. Meiner Bonny merkt man z. B. kaum an, dass sie DCM hat (quasi ein krankhaft vergrößertes Herz), weil sie mit den Medikamenten so gut eingestellt ist. Im US ist das Herz konstant normalgroß, weil ihr die Medikamente wirklich gut helfen.


    Bei alten Hunden ist es aber auch ein Stück weit normal, dass die mit so krassen Wetterumschwüngen nicht mehr so gut klar kommen. Und dann ist es auch okay, wenn ihr langsamer macht.

    Nur mal als Beispiel, wie das hier läuft - denn obwohl meine Bande in der aktuellen Konstellation seit Ende 2020 zusammenlebt, ist längst nicht alles FriedeFreudeEierkuchen. Das wird's auch nie werden - liegt aber eher daran, dass mein Rüde einfach ein übergroßes Ego n leichten Dachschaden hat :hust:


    Masha schläft sehr häufig auf der großen Flocke. Ab und an liegt aber auch mal die kleine Bonny auf der Flocke. Wenn's bei uns aber auf die Schlafenszeit zugeht, geht gerne mal das Drama los, weil Masha dann auf "ihre" Flocke zum Schlafen möchte. Blöd nur, wenn Bonny da schon liegt. Die lässt sich von der doppelt so großen und schweren Masha nämlich nicht so einfach verscheuchen |)

    Es gibt da jetzt zwei Optionen: entweder ich lass es laufen und hab dann halt zwei alte Hunde, die sich gegenseitig anbellen (und selbst keine Ruhe), oder ich mach kurzen Prozess und lotse Bonny von der großen Flocke auf die kleine Flocke oooder auf ihr Plätzchen neben meinem Bett, damit Masha auf "ihre" Flocke kann.

    Die friedlichste Option für alle ist letztere - Masha gibt Ruhe, Bonny gibt Ruhe, weil die dann eh einfach weiterpennt, und ich hab auch meine Ruhe, weil die beiden Omis zufrieden sind. Problem gelöst. Würde ich nicht eingreifen, würden sich die alten Damen sicher stundenlang ankeifen - Altersstarrsinn eben, keiner will nachgeben.


    Anderes Beispiel ... Dino ist ein kleiner Kontrollfreak. Wenn Dino im Wohnzimmer auf dem Sofa liegt und Masha im Flur ist, traut sich Masha oft nicht ins Wohnzimmer - weil Dino die Situation ausnutzt und den dicken Max markiert, indem er sie anstarrt und ihr damit subtil droht. "Bleib im Flur, sonst ..." quasi. Wenn ich schon sehe, dass Masha vom Flur ins Wohnzimmer möchte, steh ich eben auf, hol sie an der Tür zum Wohnzimmer ab, und "begleite" sie an Dino vorbei.

    Warum funktioniert das? Weil Dino merkt, dass ICH mich um die Sache kümmer und er daher nix zu melden hat. Weil Masha merkt, dass ich ihre Bedürfnisse wahrnehme und dafür sorge, dass Dino sie eben nicht ärgert/bedroht/sonstwas.

    Auch hier wieder: würde ich das laufen lassen und nicht eingreifen, würd's im Zweifelsfall damit enden, dass Dino richtig ekelhaft wird und mit Scheinangriffen auf Masha losgeht - das wäre dann Mobbing.


    Zwei- bzw. Mehrhundehaltung heißt im Grunde genommen, dass ihr euch darauf einstellen müsst, ständig und ggf. dauerhaft die Interaktion mit den Hunden zu regeln/moderieren. Es ist echt wie mit Kindern, da muss man auch stäääändig gucken, dass dem einen nicht das Lieblingsspielzeug geklaut wird oder dass der Große die Kleine ärgert usw usf...


    Es kann sein, dass es bei euch irgendwann wirklich super friedlich abläuft und die beiden sich echt lieb haben - Betonung liegt auf "kann". Es muss nicht so kommen und dem solltet ihr euch auch bewusst sein.

    aber das ist wohl eher ne Art Rangordnung die die beiden unter sich ausmachen.

    Nein.


    Die Hunde haben da gar nichts unter sich auszumachen, punkt. Ganz egal in welcher Situation. Du bzw. deine Freundin sind die Chefs im Hause, ihr habt das zu regeln - niemals nicht die Hunde. Wenn die Hunde aufeinander losgehen (wie du sagst), dann kann das - gerade für Mylo - sehr schnell mit fiesen bis schweren Verletzungen enden. Du weißt ja selbst, dass Mylo eurer neuen Hündin rein von der Größe her unterlegen ist.


    Ich will meinen Hund anfassen wann ich will und nicht wenn Madame mir das "erlaubt".

    Dann schick Bea weg. Unmissverständlich und klar - ausgestreckter Arm, Geste weg von dir, bestimmtes (aber nicht böses!) "Ab". Das kapieren die meisten Hunde relativ schnell.


    Geh nicht erst dazwischen, wenn sie mit dem Rammeln anfängt, sondern schon vorher, wenn du merkst, dass da Spannung in der Luft ist. Hunde kommunizieren sehr sehr fein, da läuft oft schon vorher viel Kommunikation, die du - nicht böse gemeint - wahrscheinlich einfach nicht mitkriegst.


    Mein Tipp: weist den Hunden feste Liegeplätze zu. Mylo hat seinen Platz, Bea hat ihren. Bea darf nicht zu Mylos Platz, Mylo darf nicht zu Beas Platz, da hat jeder seine Ruhe vor dem anderen - und das setzen sowohl du als auch deine Freundin gnadenlos durch.

    Zusätzlich: mach ne Hausleine an Bea dran. Damit kannst du sie in evtl. kritischen Momenten ohne großes Gedöns aus der Situation rausführen.

    Und dann ganz grundsätzlich: hol dir einen Trainer dazu, gerade wegen der Kommunikation zwischen den Hunden, die ihr scheinbar überseht. Ein Hundeschulbesuch bringt hier nix, da muss wirklich ein geschulter Trainer zu euch nach Hause kommen und sich das angucken. Aus der Ferne Tipps geben ist immer so'n bisschen schwierig.


    Weiterhin die Fragen... seit wann ist Bea bei euch? Wie sieht euer Tagesablauf aus? Gehört der Hund euch beiden oder nur deiner Freundin? Was macht deine Freundin mit dem Hund? Wie hat Bea vorher gelebt?


    Es kann bei Bea auch schlichtweg Überforderung sein, weil ihr keiner sagt, was sie zu tun und zu lassen hat - das Anrammeln würde mMn dafür sprechen, aber ich mag mich da nicht aus dem Fenster lehnen... Wichtig ist auf alle Fälle, dass ihr da eingreift und beiden (!) Hunden klar macht, welches Verhalten ihr erwartet und welches Verhalten absolut nicht OK ist. Du darfst und sollst Mylo auch vor ihr beschützen, da hast du schon das richtige Gefühl.

    Ja, meine Alten nerven mich durchaus... Masha hat seit ner Woche die Macke, dass sie 5 min nach der Morgenrunde und dem anschließenden Frühstück NOCHMAL raus will. Obwohl sie vorher auf der 15-min-Runde genug Gelegenheit für alles hatte :roll: Gesundheitlich ist alles ok, aber Madame wird mit fast 15 jetzt doch ein bisschen schrullig...


    Das gehört mMn halt auch einfach dazu, dass einem der bzw. die alten Hunde mit den Besonderheiten (mal) auf die Nerven gehen. Solange man das nicht am Hunde auslässt, seh ich da kein Problem.

    Bonny schläft ja höchst selten bei mir im Bett, die kriegt, wenn's kalt ist, auch nen Pulli an (und pennt damit dann selig auf einer der zig Flocken...). Hatte bisher nie den Eindruck, dass ihr damit zu warm war - wenn doch, kann sie sich ja auf den Boden legen. Mein Haus ist beschissen isoliert, der Boden hat keine Fußbodenheizung und da wir im Herbst/Winter oft Raumtemperaturen um die 16-18°C haben (wenn ich nicht heize...), nuja.


    Masha friert nicht - wie auch, die hat dicken, wolligen Pelz :ugly: Der ist eher zu warm, deshalb liegt die auch selten bei mir im Bett.


    Lediglich Dino pennt bei mir im Bett. Sowohl im Winter als auch im Sommer (außer, es ist wirklich heiß), unter der Bettdecke. Wenn ich den Eindruck habe, dass er friert, kriegt er seinen Hachico Home an, das reicht dann... und auch dann verkrümelt er sich übrigens oft noch unter die Bettdecke |)


    Ich würd wohl erstmal schauen, wie Aras mit einem Pulli oder Mantel zurechtkommt. Denke, bei Sofadogwear wirst du am ehesten fündig.


    Allerdings würde ICH persönlich den Hachico nicht nochmal kaufen, Dino findet das An- und Ausziehen einfach richtig blöd. Für richtig kalte Nächte hab ich hier noch einen selbstgenähten Mantel, der innen mit kurzflorigem Kunstfell gefüttert ist, der hält richtig warm. Damit kams dann durchaus mal vor, dass Dino dann unter der Decke hervorgekrochen ist und lieber ausgestreckt neben mir gepennt hat.

    Ich versuche auch im Moment nicht zu reden sondern versuche selbstbewusst weiterzugehen, ihn stramm zu halten, in der Hoffnung, der Hund denkt ich hab alles im Griff und muss nicht beschützt werden.

    Ich klink mich mal ein, weil ich einen Hund mit recht ähnlichen "Problemen" habe.


    Kurz zur Vorgeschichte: Dino ist mittlerweile 8,5 Jahre alt, lebt seit Februar 2019 bei mir, und wir hatten wirklich JAHRELANG mit dem Thema Radfahrer zu kämpfen. Egal, ob die von vorne oder hinten kamen. Neben dem Problem ist er auch mit fremden Menschen und Hunden allgemein eher schwierig, er trägt deshalb und wegen eines Beißvorfalls beim Spazierengehen immer einen Maulkorb.

    Das wäre auch etwas, was ich dir grundsätzlich empfehlen würde, weil es dir dann auch einfach die Sicherheit gibt "er kann nicht beißen". Davon abgesehen ist's eh gut, wenn der Hund den Maulkorb kennt und zumindest problemlos trägt. Zu dem Thema lässt du dich am besten hier beraten: Wo vernünftigen Maulkorb kaufen ?

    In deinem Fall braucht dein Hund den MK ja nicht dauerhaft, aber vielleicht ist das für die Trainingssituationen etwas, das dir mehr Sicherheit gibt.


    So, aber weiter im Text.

    Bei Dino hab ichs auch erst gehandhabt wie du: kein Drama daraus machen, selbstbewusst* weitergehen und ihn kurz halten. Hat nicht so wirklich geklappt, weil der Hund in der Situation ja trotzdem noch "ohne Führung" ist und nicht weiß, was von ihm erwartet wird.


    *: Naja, das war eher "fake it til you make it" :pfeif: Man ist natürlich nervös. Man denkt sich "oh gott, schon wieder ein Radfahrer, der Köter wird gleich wieder laut, na toll", und das merkt der Hund natürlich ... da hilft's, sich die Situation positiv umzudichten: "Oh, ein Radfahrer! Geil, dann trainieren wir jetzt einfach mal" ;)


    Dann haben wir nen anderen Ansatz probiert: absitzen und gucken lassen. Der Aufbau davon braucht grundsätzlich erstmal etwas Zeit, war für uns aber schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Ziel ist, dass der Hund lernt, sich ruhig mit dem Reiz auseinander zu setzen - Problem: dafür sind am Anfang oft größere Distanzen notwendig. Wir haben den Grundaufbau auf einem Feld auftrainiert. Dino konnte sich die entsprechenden Reize (andere Hunde, Radfahrer, Menschen...) aus einer Distanz angucken, die für ihn noch erträglich war, sodass er auch relativ ruhig war. Wenn er sich aufs Signalwort (z. B. "Prima") zu mir umorientiert hat, gabs einen Keks für ihn. Mit der Zeit konnten wir dann auch die Distanz verringern; wir sind am Anfang noch ins Feld/in den Straßengraben/Grundstücke etc. ausgewichen.


    Das hat uns noch nicht DEN Durchbruch gebracht, aber wir haben damit immerhin einen Schritt in die Tür bekommen, sodass wir das nach und nach auch im Alltag auf unseren üblichen Gassistrecken einbauen konnten. Nach ner Zeit kam dann aber leider ein "Einbruch" und die Methode hat für uns nicht mehr wirklich funktioniert.


    Was bei uns wirklich geholfen hat, sind klare Ansagen, was der Hund zu tun hat. In unserem Fall ist das für Dino ein "Bei mir" (das Alltagsfuß quasi) - heißt für ihn, er darf nur neben mir laufen und hat sich an mein Tempo anzupassen. Da er das Hundeplatz-Fuß schon kennt, hat er das recht schnell verstanden. Wichtig ist, dass du dabei immer zwischen dem Hund und z. B. dem Fahrradfahrer bist. Der Hund läuft dann also auf der abgewandten Seite.

    Zusätzlich dazu nehm ich Dino kurz. Sobald ich sehe, dass er auch nur den kleinsten Ansatz zum Pöbeln/NachVorneGehen/sonstwas zeigt, gibt's eine bestimmte und deutliche, aber dennoch nicht böse oder laute Erinnerung an das, was er eigentlich machen soll: stumpf bei mir laufen und mich die Sache regeln lassen. Und wenn er es dann doch mal nicht schafft, den Schnabel zu halten, gibt's eben eine deutliche Ansage. Das muss keine Standpauke sein - bei mir isses oft ein "Samma, hast du den Arsch offen?!" |)


    Es ist eine Sache, dem Hund durch reine Aktionen zu zeigen, wie du die Sache händelst. Aber wenn das alleine noch keine Besserung bringt, dann müssen mMn auch verbale Ansagen dazu, damit bei dem Hund wirklich ankommt "Ok, Herrchen/Frauchen regelt das, das ist jetzt nicht mein Job, ich mach Sache X und dann ist gut".

    Bis das im Hundehirn allerdings ankommt, kann's dauern. Vor allem, wenn noch andere Probleme existieren. Bei mir und Dino hat's sicher mehrere Jahre gebraucht, bis wir auf dem jetzigen Stand angekommen sind. Mittlerweile können wir in 90% aller Fälle recht problemlos an Radfahrern vorbei... WENN ich sie rechtzeitig wahrnehme.


    Das ist (zumindest bei uns) ein weiteres Problem. Viele Radfahrer machen sich nicht rechtzeitig bemerkbar. Wenn die an dem Hund und mir vorbeizischen, erschreckt sich der Hund natürlich und ich kann oft nicht mehr rechtzeitig reagieren. Dementsprechend flippt Dino dann eben aus...

    Ich hab mir deshalb angewöhnt, mich regelmäßig nach hinten umzudrehen, vor allem, wenn ich das Gefühl habe, hinter mir kööönnte ein Radfahrer sein :ugly: Man wird mit der Zeit ein bisschen paranoid, das nervt ein bisschen und man kommt sich oft blöd vor, aber mei. Es hilft. Meistens. :lol:


    Kurzum: bring mehr Struktur rein, sag dem Hund klipp und klar, was du von ihm erwartest. Arbeite gerne mit Leckerlies und auf alle Fälle mit deutlichem, verbalen Lob (oder was auch immer dein Hund wirklich cool findet), aber scheu dich auch nicht davor, dem Hund eine klare Ansage zu machen, wenn er Mist baut. Erst recht dann, wenn der Hund eigentlich (!) weiß, was du von ihm erwartest. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint mir das aber noch gar nicht der Fall zu sein. Daher, geh es langsam an, bau das Schritt für Schritt auf, und stell wirklich sicher, dass dein Hund weiß, welches Verhalten du von ihm sehen möchtest.


    Edit, noch was: du sagst, du versucht, ihn strammzuhalten. Das kann mitunter auch dafür sorgen, dass der Hund erst recht aufgeregt wird, weil er die wortwörtliche Spannung natürlich merkt. Hast du die Möglichkeit, die Leine zwar kurz zu nehmen, aber nicht sooo kurz, dass sie wirklich gespannt ist?

    Bei Dino ist es mittlerweile so, dass er solche Situationen wesentlich unaufgeregter meistert, wenn er etwas "Luft" an der Leine hat. Würde ich ihn komplett stramm halten, würde er sich dadurch nur selbst aufputschen, weil er sich denkt "oh gott hilfe, gleich passiert was, omg omg omg, PANIK!!11!11" :rollsmile:

    Heißt natürlich nicht, dass du die Leine durchhängen lassen sollst, keineswegs! Aber zumindest etwas locker darf sie schon sein. Zusätzlich dazu solltest du dir angewöhnen, deinen Hund eher körperlich auf seinen Platz zu verweisen, z. B. indem du ihm in den Weg läufst oder den Weg nach vorne blockierst usw. Braucht etwas Übung, bis man das drauf hat, aber ich find das wesentlich effektiver als ewig mit/an der Leine rumzuhantieren.

    Ich bin (noch) nicht in der Situation, dass ich mich näher mit der Frage "wann lass ich sie gehen?" beschäftigen muss, aber mit zwei alten Hunden (knapp 15 und bisschen über 16,5 Jahre) ist die Frage eben doch immer im Hinterkopf. Und ich hab für mich ganz grundsätzlich entschieden, dass ich bei unheilbaren Geschichten keine großen Experimente mehr wagen werde - so, wie du es eben bzgl. Chemo entschieden hast. Weil man sich ja doch immer fragen muss, ob der Aufwand und der Stress fürs Tier den Hinzugewinn an Lebenszeit (nicht unbedingt -qualität, das isses ja leider...) aufwiegt.


    Trotzdem bleibt ja die Frage, wann die Lebensqualität nicht mehr lebenswert ist. Und ich denke, da kommt es auch sehr auf den Hund ansich an. Wenn ich z. B. an meine Bonny denke ... die will nicht mehr wirklich Gassi gehen. Aber sie kann noch, trotz ihrer Herzerkrankung. Sie will nur einfach nicht. Und wenn sie doch will, dann macht sie das sehr deutlich. Bei ihr spielt da auch die Angst eine Rolle, also ist dieses "nicht Gassi gehen wollen" kein 100% ausschlaggebender Faktor bei ihr. Sie ist zufrieden, wenn sie im Garten rumwuseln kann, das reicht ihr völlig.


    Wäre Dino in Bonnys Situation - dann würd ich das schon deutlich anders sehen, weil Dino eigentlich immer Bock auf Gassi hat. Wenn er nicht (mehr) Gassi gehen will, ist ordentlich was im Busch. Wäre er in der Situation unheilbar krank, dann wäre DAS für mich schon ein Grund, um zur Lagebesprechung zum TA zu fahren. Auch mit der Option im Hinterkopf, dass ich ohne Dino heimfahre. Im Gegensatz zu Bonny reicht es ihm nämlich nicht, wenn er nur im Garten rumwuseln kann. Wenn er nicht mehr Gassi gehen kann, dann würde ihm das viel Lebensqualität nehmen, weil er dann gezwungen wäre, sich im Garten zu lösen. Und das macht er jetzt schon ziemlich ungerne.


    Aber es ist schwierig, den Zeitpunkt bei einem Lebewesen exakt zu erwischen, das einem halt nicht verbal verraten kann, wie stark die Schmerzen wirklich sind.

    Ich glaube, dass wir als Hundehalter uns da auch zu viel Druck machen, auch wenns blöde klingt. Auch wenn wir wissen, dass der Hund unheilbar krank ist und Schmerzen hat - woher sollen wir wissen, wie stark die Schmerzen wirklich sind, wenn der Hund eh schon Schmerzmittel kriegt und die verbleibenden Schmerzen nicht offen zeigt? Natürlich macht man sich da selbst Vorwürfe, wenn man das nicht erkennt. Aber, so blöd und pragmatisch wie es auch klingt: wir können unseren Vierbeinern auch nur vor den Kopf schauen. Und auch wenn's unsere Verantwortung ist, im Krankheitsfall ein möglichst schmerzfreies Leben zu ermöglichen, sollten wir nicht so hart mit uns ins Gericht gehen. Wir sind auch nur Menschen, wir können nicht alles wissen oder ahnen - egal wie gut wir unseren Hund kennen. :streichel:


    Du wirkst sehr reflektiert auf mich, und ich denke daher, dass du schon ein gutes Gefühl für den "richtigen" Zeitpunkt finden wirst. "Richtig" deshalb, weil sich die Entscheidung immer ein Stück weit falsch anfühlen wird.


    Ich wünsche euch, dass ihr noch möglichst viel möglichst gute Zeit miteinander habt.

    Das Ding ist halt laut

    Findest du? Ich finde das Brummen und "Schlürfen" irgendwie entspannend. Normale Staubsauger nerven mich von der Frequenz und Lautstärke her viel mehr.

    Vermutlich liegt es bei mir am Alter... :hust:

    Das Teil hat lt. Datenblatt ne Lautstärke von 94 db :pfeif: Also ja, es ist laut. Vor allem indoor bzw. in engeren Räumen. Komplett outdoor gehts, aber es ist und bleibt ein Gerät, das man definitiv nicht mal eben außerhalb der Ruhezeiten anschmeißen kann.


    Außer man hasst seine Nachbarn und/oder zieht eh bald um. Vom Geräuschpegel her kommt das Ding definitiv an ne Motorsense oder ne Kettensäge ran.

    Oh, jetzt bin ich angefixt. Reinigt der wirklich so gut wie ein großes Gerät? Die sind immer so umständlich zum Leihen und dann arrangiert man sich mit den Flecken auf Autositzen & Co. irgendwie. Hmmmmm.

    Ja, er reinigt ja nach genau dem gleichen Prinzip, ist nur viel leichter und handlicher.


    Ich rufe mal Karpatenköter , er hat den Reiniger auch.

    Jein, ich hab den Bissell SpotClean Professional. Ohne Heat ;)


    Ich find das Teil aber trotzdem toll. Das Ding ist halt laut, deshalb unbedingt mit nem Gehörschutz arbeiten, aber es macht, was es soll. Und das auch recht effektiv.