Mein erster Hund zog bei mir ein, da hab ich grad drei Monate in meiner jetzigen Wohnung gewohnt. Ich war in Vollzeit tätig und hab mir mit Teki meinen Kindheitstraum erfüllt.
Jeder andere hätte den Zeitpunkt als wahnsinnig unpassend gesehen - ich konnte nicht lange Urlaub nehmen und musste nach 4 Tagen wieder zur Arbeit. Aber genau deshalb hat Teki so wunderbar gepasst - er kannte das Alleinbleiben schon, hat sich schon in den ersten Tagen sehr sehr gut eingelebt und hat sich immer so verhalten, als ob er schon immer hier gewesen wäre.
Der zweite Hund, Dino, zog ebenso spontan bei mir ein, zunächst als Pflegehund. Keine drei Monate nach Tekis Einzug.
Und es war richtig so. Die beiden haben sich unheimlich viel gegeben und sich gegenseitig gestützt und beschäftigt, wenn ich nicht da war. Durch Dino hat Teki endlich das Spielen gelernt, durch Teki hat Dino ein Stück Selbstvertrauen/-sicherheit gewonnen und konnte bisher viele seiner Ängste abbauen. Und auch mir ging's mit den beiden super.
Nachdem Teki unerwartet verstorben ist, fällt mir umso mehr auf, wie gut mir Dino tut - trotz all seiner Macken. Wir fangen uns gegenseitig auf. Ich glaube, wenn Dino nicht kurz nach Teki eingezogen wäre, würde es mir jetzt viel schlechter gehen. Stattdessen erinnert mich Dino an die guten Dinge im Alltag und zeigt mir neue Dinge auf, die mir vorher mit Teki vielleicht nicht aufgefallen oder möglich gewesen wären.
Meiner Meinung nach gibt es keinen "richtigen" Zeitpunkt - es gibt viele passende Zeitpunkte. Man muss sie nur passend machen, finde ich.
Wenn Teki nicht hätte alleinebleiben können, dann wäre er nicht so spontan bzw. erst später eingezogen.
Ich denke, wenn man weiß, worauf man sich einlässt und auch keine Angst vor div. Baustellen und Schwierigkeiten hat, dann kann man es auch zu eher unpassenden Zeitpunkten wagen, wenn der Hund die Anforderungen erfüllen kann.
Trotzdem (!) sollte die Anschaffung eines Hundes sehr sehr gut überlegt und Notfallpläne vorbereitet sein.