sie hört bei den komandos alles kein problem nur wenn da was 4 beiniges erscheint dann ist es vorbei dann ist das hirn aus.
Dann fang bei null an und schau, wieviel Abstand sie zu dem anderen Hund braucht, um noch ansprechbar zu sein. Kennst du ein souveränes Hund-Halter-Gespann, mit dem ihr das trainieren könnt?
Ich würde das so machen, dass ihr erstmal mit 100 m Distanz auf einer übersichtlichen Fläche anfangt. Idealerweise isses da sehr ruhig, eine Hundewiese o.Ä. würde ich also eher vermeiden. Wenn sie auf 100 m Distanz noch ansprechbar ist, super - dann gibt's ruhiges Lob. Tastet euch immer weiter an den anderen Hund ran. Wenn du merkst, sie macht zu, dann geht ihr wieder zurück.
Es wird dauern - unter Umständen Monate! - bis ihr bei einer Distanz von ~5-8 m angekommen seid, aber dann könnt ihr auch im Alltag fremden Hunden relativ entspannt ausweichen, weil sie dann noch ansprechbar ist.
Bis dahin würde ich jede Hundebegegnung so gut es geht vermeiden. Das heißt, du musst fremde Hunde schon bemerken, bevor deine Hündin sie bemerkt - und dann weiträumig ausweichen. Egal, ob ihr mitten durchs Dickicht laufen oder den Weg zurück- und einen anderen gehen müsst, Hauptsache, du setzt sie nicht dem Stress einer Hundebegegnung aus.
Wenn ihr eine Begegnung absolut nicht vermeiden könnt, dann lauft einen großzügigen Bogen um den fremden Hund herum.
Ich habe selbst einen leinenaggressiven Hund und weiß, wie anstrengend sowas sein kann. Da hilft nur viel, viel Geduld, Hundeverständnis und Zeit. Aber sobald Hund kapiert hat, dass du ihm die anderen Hunde vom Leib hältst, wird es schnell besser. Rückfälle wird es immer geben, aber nach knapp 3,5 Monaten Training sind Dino und ich mittlerweile soweit, dass wir deutlich entspannter an anderen Hunden vorbeigehen können. Manchmal hüpft und fiept er noch, aber es wird.