Beiträge von Degurina

    Nur kurz:

    Ich glaube, es gibt so viele Grauzonen zwischen "Ich bin rundum zufrieden und glücklich und normal" und "ich bin völlig verzweifelt und brauche psychatrische Hilfe".


    @Das Rosilein

    Unsere Metadiskussion in allen Ehren, aber wir drehen uns im Kreis. Du kritisierst, dass ich Meinungen kritisiere. Ich "tabuisiere" angeblich, was du anders herum genauso mit meiner Meinung machst. :ka:

    Ist der Begriff "Welpenblues" irgendwo fest definiert? Ihr tut alle so, als würde das bedeuten, dass man sich nicht mehr richtig um den Welpen kümmern kann und eigentlich nur depressiv weinend im Bett liegt und nichts mehr schafft, und eben nen kompletten Nervenzusammenbruch hat.

    Noch so ein Grundproblem in der Diskussion hier. Jeder redet von anderen Kriterien, dabei ist das ja kein festgeschriebener Begriff.

    Ja, ich weiß, keine besonders populäre Meinung, aber für mich ist der angebliche Welpenblues nur ein Symptom für ein wesentlich komplexeres psychisches Problem.


    So "normal" wie das oft im DF angepriesen wird finde ich das nämlich auch überhaupt nicht.

    Ein (psychisch) gesunder erwachsener Mensch sollte von dem Gefühl plötzlich für einen Hund Verantwortung tragen zu müssen nicht so überwältigt werden dass er davon einen Nervenzusammenbruch bekommt, seinen Alltag nicht mehr gewuppt bekommt, usw . Dass man mal kurz die Nerven verliert, ja, aber als Dauersituation und das auch noch als normal bezeichnen, nein.


    Hier ist es im besten Falle, hergeleitet von der Geburt eines Kindes ein Gefühlslage, die man nicht beeinflussen kann.


    Dieses Konstrukt ist pathologisch.


    Ich hab mal die direkten Zitate aus diesem Thread herausgesucht, die mich "stören".

    Ich gucke evtl die Neulingsthreads auch nochmal durch.


    Mir ist die ganze Diskussion zu schwammig, ich komme mit den ganzen neueren Beiträgen nicht hinterher ^^


    @Das Rosilein

    Bei solchen Threads, die einen realen Anlass haben, besteht eben immer die Gefahr, dass man so etwas persönlich nimmt. Alleine weil psychische Krankheiten immer noch anders bewertet und verurteilt werden als z.B. eine Grippe oder Herzrhythmusstörrung, ist es kritischer, wenn man jemanden so eine Krankheit unterstellt/vermutet.

    Wenn also Person a sagt "ich glaube, dass Welpenblues seine Ursache in einer psychischen Störung hat", sagt er damit, dass er glaubt, dass diverse real existierende Personen in diesem Forum eine psychische Störung haben, weil sie von sich selbst sagen, dass sie den "Blues" haben.

    Das finde ich anmaßend.


    Tabuisieren will ich das nicht. Aber es ist ein Unterschied, ob es eine anerkannte Krankheit oder ein Symptom aus dem Lehrbuch ist, oder ob man es einfach so behauptet.


    Das ist doch genau das, was ich in meinem ersten Beitrag schon kurz angesprochen hatte und hier im Beitrag versucht habe, noch einmal herauszuarbeiten. Man fühlt sich (oder andere) schon kritisiert, verurteilt, niedergemacht, mit Verständnislosigkeit belegt, in dem Moment, wo jemand etwas zu den möglichen Ursachen zur Sprache bringt (genau so, wie in den Erziehungs-Problem-Threads). Das Aussprechen als solches wird schon als Urteil und/oder persönliche Kritik (an irgendwem) gewertet. Dann äussert man sein Erschrecken/Entsetzen darüber, unterstellt, andere würden dies, jenes urteilen ... und zupp, :mute: erreicht man das, was man, so der Tenor hier im Thread, gar nicht erreichen wollte. Und dennoch beginnt man bereits jetzt damit, andere Meinungen lieber gleich auszusperren ... (und ja, das ist eine Entwicklung, die ich mit Sorge seit einiger Zeit zur Kenntnis nehme. Und nein, das macht aus anderen Menschen keine psychisch Kranken).


    Das werde ich z.B. niemals nachvollziehen können ... Wie kann man etwas öffentlich diskutieren wollen, wenn man das doch eigentlich gar nicht will und direkt auf eine persönliche Ebene hebt, sich in Meinungsgruppen aufteilt und Fronten bildet? Wie soll das funktionieren? Gar nicht, oder?

    Letztendlich besteht hier jeder Beitrag aus einem Großteil Meinung.

    Mit deiner Diskussionstaktik versuchst du aber eine Seite abzuwürgen, indem du sie so darstellt, als wenn sie tabuisiert. Dabei beinhalten die von dir kritisierten Beiträge doch genauso eine eigene Meinung. Warum ist die eine dann zum diskutieren ok, die andere nicht? Wenn ich etwas anmaßend finde und das so schreibe, verbiete ich niemandem das Wort. Sondern ich sage meine Meinung. Der Empfänger kann drüber nachdenken, ändert vielleicht sogar seine Meinung, oder auch nicht. Aber ich verbiete damit doch keine Diskussion.

    Ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass Diagnosen per Forum an Menschen schwierig bis unmöglich ist?

    Ist es so schwierig vorstellbar, dass ein Haustier bei jedem Menschen zwar oft ähnliche, aber trotzdem individuelle Gefühle hervorruft und auch einen unterschiedlichen Stellenwert hat?

    Muss man denn alle über einen Kamm scheren?


    Ja, ich weiß nicht, warum mich das so aufregt und emotional berührt. Es erinnert mich jedenfalls daran, so wenig Angriffsfläche wie möglich im Internet zu bieten und so wenig wie möglich von mir Preis zu geben.

    corrier: wenn man schon Beiträge wörtlich nimmt, sollte man sich selbst auch wörtlich nehmen. Hier hat niemand geschrieben, dass die Welpenblues-TEs das gleiche empfinden wie Frauen nach einer Geburt empfinden können.

    Es wurde u.a. Über die Herkunft des Wortes gesprochen, die offensichtlich daher abstammt.

    Und ein "Vergleich" ist eben ein Vergleich. Mit offenem Ergebnis. Das heißt nicht automatisch, dass etwas gleich ist, sondern dass man auf Gleichheit prüft. Und das empfinde ich bei der Wortherkunft alles andere als anmaßend.

    Ich bin auch Psychisch angeschlagen aber wenn ich nicht in der Lage bin.

    Mit dem Welpen normal um gehen zu können, dann sollte man keinen Welpen anschaffen.


    Ist einfach so, wenn ich nicht mit Spinnen auskomme schaffe.

    Ich mir keine an.

    Na, die Frage ist: weiß man denn vorher, dass man so reagiert?

    Bei manchen Beiträgen kommt man echt nicht aus dem Kopfschütteln heraus.


    Ich weiß grad nicht, wie ich das schöner/netter formulieren soll:

    Ich sehe hier zwei gegensätzliche "Gruppen". Die einen, die sowas nie erlebt haben und von einer Verweichlichung der Menschen und psychischen Problemen schreiben, und die anderen, die Verständnis für was auch immer das ist haben und es teilweise auch schon selbst erlebt haben.


    Wie soll man da auf einen Nenner kommen oder wenigstens sowas wie Verständnis erhoffen?