Bei Einkreuzungen find ichs halt immer schön, wenn die ursprüngliche geografische Region und der eigentliche Verwendungszweck berücksichtigt werden.
Somit fände ich beim Collie logischerweise den Sheltie, die Border und Bearded Collie, den bereits erwähnten Welsh Sheepdog, aber auch die Farmcollies und 'English Shepherds' sowie Aussie, Koolie, etc. passend. Alles - ursprünglich - so einigermassen derselbe Typ Hund.
Gerade der Phänotyp kann kein Argument gegen Einkreuzungen sein: dieser ist bei entsprechender Selektion nach zwei, drei Generationen wiederhergestellt (sofern man sich nicht derselben willkürlichen Paragrafenreiterei hingibt, wie das aktuell der Fall ist - was mir ganz generell, aber ganz besonders bei einem Hund, der einfach ein netter Begleiter sein soll, sowieso noch nie eingeleuchtet hat). Wesenstechnisch gibt's ja auch jetzt noch eine gewisse Bandbreite und so soll doch einfach jeder weiterhin da einen Hund holen, wo er es für richtig hält.
Wie gesagt, würde ich viel eher bei einem Züchter kaufen, der sinnvolle und langfristig angelegte Kreuzungsprojekte durchführt, als einer, der diesbezüglich den Schuss immer noch nicht gehört hat und nach wie vor starr an völlig überholten alten Zöpfen festhält. Erstere empfinde ich als diejenigen Leute, denen der Erhalt einer Rasse tatsächlich am Herzen liegt. Wer einfach meint, genau so weiter machen zu können wie bisher und dass eine Rasse sehr viel lieber untergehen soll als 'fremdes Blut' (welch absurde Idee, wenn man auch nur einen Funken Ahnung davon hat, wann und wie unsere Hunderassen entstanden sind) zur Gesunderhaltung(!) einzukreuzen, dem kann ich beileibe nicht glauben, dass es ihm tatsächlich um das Tier und sein Wohlbefinden geht. Solche Leute sind genauso verstockt, wie diejenigen, welche finden, nur schwer behinderte und deformierte Tiere seien ihres drolligen Wesens wegen die einzige Art von Hund, die für sie infrage kommt.